30k Hände Nl 20-100 Mini-Winrate

    • limbokid
      limbokid
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2008 Beiträge: 293
      Hab jetzt die letzten zwei Monate rund 30k gespielt und bin nciht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Ich weiß dass ich massig Leaks habe, weiß aber nicht genau, wo die genau liegen (Non-SD Winnings sind Katastrophal). Hier einfach mal nen paar Screens zur Analyse. Vielleicht lässt sich ja trotz der kleinen Samplesize was erkennen:


  • 24 Antworten
    • chrisal
      chrisal
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 1.895
      ich erkenne, dass du sehr weak tight spielst.
    • limbokid
      limbokid
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2008 Beiträge: 293
      d.h. ich gebe hände zu schnell auf?
    • Witz84
      Witz84
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 6.145
      Naja es sieht halt so aus, als ob du postflop noch Probleme hast. Deine Non-SD-Winnings fressen dein SD-Winnings fast auf.
      Das kann an vielen liegen...zu viele C-Bets, zu oft c/f am turn und sowas halt.

      Ist das SH oder FR?
    • annobln
      annobln
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2007 Beiträge: 5.973
      Man kann selbst auf NL100 mit 17/14 (SH) profitabel spielen, dann solltest du dir aber gezielter Tische aussuchen wo auch Leute sitzen, die deine Hände ausbezahlen. Ansonsten bist als weak-tighter eher BE-Player und mit guter Tableselection marginaler Winningplayer.
    • knorki
      knorki
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 6.634
      ich würd dir empfehlen erstmal auf einem limit richtig fuß zu fassen. dieses geswitchte zwischen nl20 und nl100 kann doch nich gesund fürs spiel sein
    • limbokid
      limbokid
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2008 Beiträge: 293
      Jo ich werde jetzt erstmal versuchen ne anständige Samplesize auf NL 50 zu erspielen. Vielleicht mein Spiel ein wenig looser gestallten und mich nochmal ausgiebig mit meinem Postflop Spiel auseinandersetzten. Habt ihr noch Analysen zu bestimmten PT-Werten? Also ganz bestimmt erkennbare Leaks?
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Gib Doch mal die Flop bis River AF werte. Und entsprechende andere Werte die sich darauf beziehen könnten, dass Du postflop leaks hast.

      30k find ich jetzt auch nicht so viel + Die Winrate steigt normalerweise auch mit den reads auf die Villains, deshalb würde ich mich auf ein Limit konzentrieren
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich werde da nicht schlau draus.

      Daher frage ich auch nochmal:

      SH oder FR?
    • limbokid
      limbokid
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2008 Beiträge: 293
      Das sind alles SH stats. Hier die anderen stats


    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Leute ihr hängt euch hier an Preflopstats auf. Das Problem ist dein Postflopspiel und nicht marginale Leaks im Preflopspiel.

      Wenn ich sehe, dass jemand zu > 80% z.b. contibettet, dann raise ich den Scheiss aus ihm raus und die meisten Leute mit > 80% Contibet merken das gar nicht

      Wenn ich sehe, dass jemand zu häufig den Turn doublebarreld, dann baue ich Moves ein

      Wenn ich sehe, dass jemand zu selten den Turn doublebarreld und zu schnell seine Hände aufgibt, dann baue ich moves ein

      Wenn ich sehe, dass jemand zu light downcalled, dann valuebette ich lighter etc.


      90% der Leute die in der Sorgenhotline posten und diesen typisch krassen Weak/Tight Graphen haben, machen sich einfach überhaupt keine Gedanken über Imagekonzepte und Exploiting, sondern spielen ihr "ABC"-Poker runter und glauben noch an die Sprüche die vor 2 Jahren mal Gültigkeit hatten, dass man mit nem SHC 4PTBB/100 gewinnen kann.

      Heutzutage folded niemand mehr auf eine 2nd Barrel mit ner Made Hand, wenn ne Overcard kommt. Es folded auch niemand im RR Pot sein Midpair nur weil auf dem Board ein König liegt oder sowas gegen viele Spieler. Die Zeiten haben sich geändert und man muss selber dauerhaft besser werden, um noch Winrates von > 4PTBB/100 (selbst auf NL50) zu bekommen.

      Für den durchschnittlichen NL1k Spieler ist das natürlich immer noch sehr easy alles (weil die Leute einfach extrem schlecht auf den kleinen Limits im Verhältnis waren und immer noch sind), aber für Anfänger wirds halt immer schwieriger, weil immer mehr gefordert wird.


      Bei den meisten Spielern mangelt es einfach an Konzeptverständnis und wichtigen Grundlagen wie Handreading, dynamischen Situationsanpassungen und individuelles Adapting an verschiedene Spieler.


      Die langfristig erfolgreichsten NL Highstakes Spieler, die konstant gute Gewinne einfahren sind nicht unbedingt die Leute, die mit 30/28 Stats rumsplashen, sondern diejenigen die aus ihrem eigenen Spielstil das meist rausholen und sich konstant an die Gegner adapten und Fehler direkt ausnutzen.

      Einige von euch werden sich die Videos von Praios sicherlich angeschaut haben und nicht verstanden haben, wieso der auf NL10k+ mit seinem Spielstil Gewinn macht. Er ist aber in der Lage Postflop sehr gutes Poker zu spielen und dort gewinnt und/oder verliert man in NL halt das Geld und nicht weil man Preflop "zu tight" ist.


      Ihr müsst Bedenken, dass es mittlerweile unendlich verschieden Quellen gibt, um sich in NL Poker weiterzubilden. Viele Konzepte die vor 2 Jahren ausschliesslich in den Highstakes verwendet wurden, kann man zu hauf auf NL50 mittlerweile entdecken. (lightes 3 betten z.b.)

      Der durchschnittliche Spieler weiss zwar nicht WIESO besitmmte Konzepte angewandt werden, aber er wendet sie an und macht die Games dadurch tougher, weil manche Konzepte für sich allein isoliert schon sehr vielversprechend sind.

      Um heutzutage also erfolgreich mit einer guten Winrate zu spielen, sollte man tunlichst zusehen, dass man nicht nur den Fisch richtig exploitet (ich sehe hier wenn ich durch die Foren schaue manchmal Folds gegen Fische, da schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen), sondern auch die anderen Spieler am Tisch im Griff behält bzw. sich nicht von ihnen exploiten lässt, wenn man nicht darauf steht den Table Lead zu übernehmen.

      Das ganze erfordert natürlich grade am Anfang ein komplett umstrukturiertes Denken und wird viele aus ihrer "Ich kann 16 Tische spielen"-Einstellung rausdrängen, aber ich seh da kaum noch andere Perspektiven, um heutzutage erfolgreich NL200 und NL400 in absehbarer Zeit zu schlagen.
    • FZ676
      FZ676
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 218
      @ ghostmaster

      sehr schöner Beitrag mit guter Botschaft. Habe ebenso festgestellt, daß man mit Standard SHC play nicht unbedingt weiter kommt, allerdings habe ich noch Probleme zu erkennen, in welchen Situationen und in welcher Art und Weise eben dieses adapten umzusetzen ist.

      Vielleicht sollte ps.de seinen Content auch im Anfängerberecih mehr in diese Richtung verändern. Gerade in den unteren Limits wird doch stark das SHC-Spiel ohen Experimente empfohlen. (spiele selbst NL25)

      Mir fehlt hier so die Zwischenstufe für Leute, die die Basics verinnerlicht haben, sich aber für Sh noch nicht fit genug fühlen (hier wird mMn das adapten noch deutlich wichtiger und die Umstiegscoachings finden meist auf NL50 statt)!
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von FZ676
      @ ghostmaster

      sehr schöner Beitrag mit guter Botschaft. Habe ebenso festgestellt, daß man mit Standard SHC play nicht unbedingt weiter kommt, allerdings habe ich noch Probleme zu erkennen, in welchen Situationen und in welcher Art und Weise eben dieses adapten umzusetzen ist.

      Vielleicht sollte ps.de seinen Content auch im Anfängerberecih mehr in diese Richtung verändern. Gerade in den unteren Limits wird doch stark das SHC-Spiel ohen Experimente empfohlen. (spiele selbst NL25)

      Mir fehlt hier so die Zwischenstufe für Leute, die die Basics verinnerlicht haben, sich aber für Sh noch nicht fit genug fühlen (hier wird mMn das adapten noch deutlich wichtiger und die Umstiegscoachings finden meist auf NL50 statt)!
      Der Content ist im Bronze und Silberbereich absichtlich so gestaltet. Wenn du einen Anfänger mit Content totwirfst, dann wird dieser aufgeben bevor er überhaupt Interesse an Pokerkonzepten aufbauen kann. Und allen nötigen Content den du fürs erfolgreiche spielen brauchst kannst du dir hier und über diverse Quellen selbstständig aneignen. (im Prinzip reicht der Strategie und Videocontent ab Gold aus, um vernünftige Winrates zu bekommen - für mich persönlich wäre das aber zu wenig)

      Wenn du mit Poker erfolgreich werden willst, dann musst DU dir selber diese Konzepte aneignen, verstehen, beurteilen und anwenden können. Es wird immer gefordert, dass ps.de das und das machen soll und am besten noch (etwas übertrieben) eine Anleitung zum aufs Klo gehen postet. Natürlich wäre das schön, aber es würde niemandem etwas helfen. Speziell nicht demjenigen der mit Poker erfolgreich werden würde, weil er sich diese Konzepte nicht selbsständig angeeignet hat und daher nicht in ihrer Komplexität und Dynamik untereinander verstehen kann und auch nicht wird.

      Ich bin mal ehrlich, um heutzutage erfolgreich Poker zu spielen musst du

      - intelligent und vor allem kombinatorisch begabt sein oder extrem fleissig und sehr viel Zeit abseits des Tisches mit Theorie verwenden

      Es ist einfach nicht so, dass jeder x-beliebige mit 1h Pokertheorie und halbe Stunde am Tag zocken das große Geld rausschaufelt. 80% derjenigen sind Lifelong Breakeven Spieler, die einfach ein paar Dollar + durch die Boni und Rakeback mitnehmen. Die Leute die das große Geld mit Poker machen, hängen sich mit Freunden stundenlang in Diskussionen rein, machen Analysen (ob mathematisch oder sonstwie) und haben jede Menge Zeit in ihr Wissen gesteckt, dass so komplex irgendwann wird, dass man es nicht ohne weiteres verwortlichen kann.

      Das ganze klingt jetzt etwas übertrieben, aber kein Highstakesspieler wird dir an einem Tag sein Spielkonzept in seiner ganzen Fülle erklären und deutlich machen können. Dies ist sogehsehen etwas sehr individuelles und deswegen ist Poker auch so profitabel, wenn man es einmal kann. Es ist ein sehr beschränktes Wissen, dass nur sehr schwer weitergegeben werden kann und auch nur von wenigen Leuten dann auch wirklich verstanden wird.

      Es gibt oft die Missconception, dass man erstmal in die Midstakes kommen muss UND dann ein guter Spieler werden kann. Ich vertrete von Anfang an die Ansicht, dass es extrem wichtig ist, dass man in den Microlimit und Smallstakes (NL10 - NL200) sein Spiel sehr sehr solide aufbaut, damit man nicht irgendwann von der harten Realität mit einem Schock geweckt wird.

      Und um es nochmal deutlich zu machen. Für einen durchschnittlich intelligenten Menschen (wie mich z..b. oder irgendwen der sich hier anmeldet) ist es wirklich viel Arbeit, um halbwegs gut zu werden.
    • FZ676
      FZ676
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 218
      Original von Ghostmaster
      Original von FZ676
      @ ghostmaster

      sehr schöner Beitrag mit guter Botschaft. Habe ebenso festgestellt, daß man mit Standard SHC play nicht unbedingt weiter kommt, allerdings habe ich noch Probleme zu erkennen, in welchen Situationen und in welcher Art und Weise eben dieses adapten umzusetzen ist.

      Vielleicht sollte ps.de seinen Content auch im Anfängerberecih mehr in diese Richtung verändern. Gerade in den unteren Limits wird doch stark das SHC-Spiel ohen Experimente empfohlen. (spiele selbst NL25)

      Mir fehlt hier so die Zwischenstufe für Leute, die die Basics verinnerlicht haben, sich aber für Sh noch nicht fit genug fühlen (hier wird mMn das adapten noch deutlich wichtiger und die Umstiegscoachings finden meist auf NL50 statt)!
      Der Content ist im Bronze und Silberbereich absichtlich so gestaltet. Wenn du einen Anfänger mit Content totwirfst, dann wird dieser aufgeben bevor er überhaupt Interesse an Pokerkonzepten aufbauen kann. Und allen nötigen Content den du fürs erfolgreiche spielen brauchst kannst du dir hier und über diverse Quellen selbstständig aneignen. (im Prinzip reicht der Strategie und Videocontent ab Gold aus, um vernünftige Winrates zu bekommen - für mich persönlich wäre das aber zu wenig)

      Wenn du mit Poker erfolgreich werden willst, dann musst DU dir selber diese Konzepte aneignen, verstehen, beurteilen und anwenden können. Es wird immer gefordert, dass ps.de das und das machen soll und am besten noch (etwas übertrieben) eine Anleitung zum aufs Klo gehen postet. Natürlich wäre das schön, aber es würde niemandem etwas helfen. Speziell nicht demjenigen der mit Poker erfolgreich werden würde, weil er sich diese Konzepte nicht selbsständig angeeignet hat und daher nicht in ihrer Komplexität und Dynamik untereinander verstehen kann und auch nicht wird.

      Ich bin mal ehrlich, um heutzutage erfolgreich Poker zu spielen musst du

      - intelligent und vor allem kombinatorisch begabt sein oder extrem fleissig und sehr viel Zeit abseits des Tisches mit Theorie verwenden

      Es ist einfach nicht so, dass jeder x-beliebige mit 1h Pokertheorie und halbe Stunde am Tag zocken das große Geld rausschaufelt. 80% derjenigen sind Lifelong Breakeven Spieler, die einfach ein paar Dollar + durch die Boni und Rakeback mitnehmen. Die Leute die das große Geld mit Poker machen, hängen sich mit Freunden stundenlang in Diskussionen rein, machen Analysen (ob mathematisch oder sonstwie) und haben jede Menge Zeit in ihr Wissen gesteckt, dass so komplex irgendwann wird, dass man es nicht ohne weiteres verwortlichen kann.

      Das ganze klingt jetzt etwas übertrieben, aber kein Highstakesspieler wird dir an einem Tag sein Spielkonzept in seiner ganzen Fülle erklären und deutlich machen können. Dies ist sogehsehen etwas sehr individuelles und deswegen ist Poker auch so profitabel, wenn man es einmal kann. Es ist ein sehr beschränktes Wissen, dass nur sehr schwer weitergegeben werden kann und auch nur von wenigen Leuten dann auch wirklich verstanden wird.

      Es gibt oft die Missconception, dass man erstmal in die Midstakes kommen muss UND dann ein guter Spieler werden kann. Ich vertrete von Anfang an die Ansicht, dass es extrem wichtig ist, dass man in den Microlimit und Smallstakes (NL10 - NL200) sein Spiel sehr sehr solide aufbaut, damit man nicht irgendwann von der harten Realität mit einem Schock geweckt wird.

      Und um es nochmal deutlich zu machen. Für einen durchschnittlich intelligenten Menschen (wie mich z..b. oder irgendwen der sich hier anmeldet) ist es wirklich viel Arbeit, um halbwegs gut zu werden.


      Danke für die offene Beschreibung, ich will dann mal genauso offen sein und den Thread ein bischen ownen:

      Ich selber sehe Poker für mich eher als Hobby und Freizeitausgleich, da ich im RL einen relativ toughen 12h Job habe und Poker für mich durchaus auch der Entspanunung dient und mich vom Berufsalltag abschalten lässt. Ferner habe ich nicht das Interesse und letzendlich auch nicht die Lust, mich abends intensiv und stundenlang mit theoretischen Konzepten zu beschäftigen, sondern für mich steht auch der Spaß am Spiel im Vordergund. Trotzdem habe ich soviel Verstand und sportlichen Ehrgeiz das System nicht mit Geld füttern zu wollen. Ferner bin ich eher der Typ, der relativ viel durch Zuschaeun anstatt durch graues Theoriestudium lernt. Die Standardantworten, Artikel lesen, Hände posten (siehe Anzahl Beiträge) sind nicht unbedingt meine Welt.

      Ich habe es so geschafft, mit anfänglichem Artikellesen sowohl im FL 0,25/0,50 zu schlagen und auf 0,50/1 wohl breakeven zu spielen als auch aktuell auf NL25 auf 50K Hände breakeven zu spielen (mit ca. 10 Stacks unter EV lt. PokerEV, k.A. ob das Aussagekräftig ist, oder nicht). Ich denke also, daß ich mit dem, was ich mir im Spiel so überlege wohl nicht so ganz falsch liege, die wenigen Hände die ich gepostet habe, haben dies auch bestätigt.

      Ich stehe im Moment an einem Punkt, an dem ich nicht Recht weiß, wie ich weitermachen soll.

      Das Ausprobieren fortgeschrittener Konzepte hat nicht Recht Früchte getragen (auf NL25), da die Gegner mMn doch Recht unreasonible spielen, quasi alles halten können und doch eine Recht gute Trefferqoute mit Ihren schlechten Händen haben. Hier fehlt mir das eben erwähnet Zwischencoaching, Schnibs NL400 ist auf NL25 sicherlich keine gute Idee)

      Mit SHC-play komme ich auf+/- O und kann wie oben beschrieben durch Boni die Bankroll langsam steigeren (nicht wirklich erfüllend)

      Alternativ überlege ich evtl. mal NL 50 zu versuchen (Bankroll ist ausreichend da) allerdings wird hier offiziell ja eigentlich davon abgeraten (ich habe mMn NL25 eben nicht geschlagen).

      Für eine weiterhin offene Meinung wäre ich dankbar!
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      da ich im RL einen relativ toughen 12h Job habe und Poker für mich durchaus auch der Entspanunung dient und mich vom Berufsalltag abschalten lässt.


      Dies steht halt im krassen Widerspruch zueinander in gewisser Weise. Du wirst ja schon selber festgestellt haben, dass von nix nix kommt.^^

      Ich habe hier natürlich einen etwas extremen Standpunkt dargelegt, aber so verdeutliche ich es was es bedeutet, wenn man ein wirklich guter Pokerspieler werden möchte.

      Für mich persönlich ist in Poker Skill > Geld. Mir ist ehrlich gesagt egal, ob jemand ob ich 10k oder 50k auf meinem Konto habe, solange ich ich ein besserer Pokerspieler werde. Das Geld kommt mit dem Können sowieso früher oder später immer von alleine zu einem. Wenn man damit zufrieden ist 1PTBB/100 als durchschnittliche Winrate hat und von Boni und Rakeback ein kleines Taschengeld abgreift, dann ist das okay und für diese Leute waren meine Ausführungen auch nicht gedacht. (diese Leute wissen nämlich meist welche Arbeit sie vor sich haben, wenn sie Limits crushen wollen)



      Hier fehlt mir das eben erwähnet Zwischencoaching, Schnibs NL400 ist auf NL25 sicherlich keine gute Idee


      Ich persönlich weiss nicht wie sich so ein Coaching gestalten sollte, da mir diese Public Coachings nichts gebracht haben/bringen. (es ist mir zu unindividuell und ich schau mir lieber ein Video an und diskutier im Forum/Chat über Spielzüge)

      Sprich es im Coachingforum mal an. Ich weiss das du mit deiner Forderung sicherlich nicht allein da stehst.


      Und noch was. Ich kenne einige Leute die wenig Zeit haben und trotzdem mittlerweile NL200 erfolgreich mit guter Winrate spielen, bei denen hats halt etwas länger gedauert. Aber es ist extrem wichtig, dass man viel Zeit mit diskutieren verbringt (und das am besten nicht im Forum, sondern per Skype mit Freunden)


      Die Standardantworten, Artikel lesen, Hände posten (siehe Anzahl Beiträge) sind nicht unbedingt meine Welt.


      Das ist auch in Ordnung, wenn man sich nicht im Forum aktiv einbringt, sondern passiv "lernt". Es ist aber wichtig, dass du dich mit den Konzepten die hinter bestimmten Sachen stecken beschäftigst. Wenn ich hier mal wild irgendwelche User fragen würde, dass sie mir das Konzept hinter einer Contibet, einer Valuebet und einer Bluffbet erklären sollen, dann werden die meisten erstmal große Augen machen und google.de betätigen.

      Das Problem ist hier und in allen anderen Foren in denen viele Microlimitspieler unterwegs sind, dass Konzepte einfach diskussionslos von besseren Spielern übernommen werden. Es wird nicht drüber nachgedacht, ob ein Konzept sinnvoll ist, ob es in das eigene Spiel reinpasst und wie man es richtig anwendet. Man wendet es einfach an, bei besseren Spielern funktioniert das auch. Dadurch entstehen die altbekannten Standardantworten wie:

      "15 Outs am Flop, da gehts All In"
      "Overpair im Reraised Pot, da gehts All In"
      "AKo Preflop SB vs BB, da gehts All In"

      etc.

      Du als Spieler wirst erst in der Lage sein wirklich besser zu werden, wenn du zur Selbstreflexion über dein eigenes Spiel fähig bist. Du musst verstehen warum ein Spielzug XYZ evtl. doch schlecht sein könnte und in der Lage sein selbstständig oder mit Hilfe von aussen eine schlussendliche Beurteilung zu erstellen.

      Viele Spieler (wenn man mal in die Handbewertungen guckt) auf NL10 - NL200 machen einfach irgendwas. Sie drücken wahllos Knöpfe und geben Beträge ein, weil sie eine ähnliche Situation schonmal irgendwo anders gesehen haben und übernehmen sie blind, weil es da ja auch profitabel war laut irgendwem.

      Diese Spieler wissen aber meist überhaupt aus WELCHEM GRUND sie irgendwas machen. Spieler die jede ihrer Aktionen plausibel begründen könenn sind meist NL10k+ Spieler und gewinnen im Monat 50.000 USD.

      Du weisst also woran du arbeiten musst, wenn du vorran kommen willst in Hinsicht Skill. (auch wenn dein Ziel gar nicht NL10k ist)


      Edit: Ich habe hier im Goldforum z.b. noch nie eine ausschweifende Diskussion über Basisthemen gesehen. Es sind immer wieder die gleichen langweiligen Thread.

      - Stats bewerten
      - soll ich hier squeezen
      - soll ich hier light 3 betten

      Eine Diskussion z.b. über Contibets und Sinnhaftigkeit von Floats, Multiwayfloats etc. habe ich in diesem Forum leider noch nicht entdecken können. Es sind immer wieder die gleichen Standardthemen, die man mit der Suchfunktion in 100-facher Ausführung entdecken wird.

      (falls jetzt das King Texaz Argument kommt, er versucht zwar "Standardlines" auseinanderzudiskutieren sucht aber gleichzeitig eine andere "Standardline" die nicht "Standard" ist - diese Art von Diskussion ist absolut fruchtlos)
    • FZ676
      FZ676
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 218
      danke für die Tipps und offenen und deutlichen Hinweise. Ich habe bereits meine Planungin in eben genau diese Richtungen gelenkt (siehe Signatur) und bin seit 2 Wochen auch stolzer Besitzer eines Skype Accounts (für einen 32 jährigen-nicht-nerd eine neue Erfahrung.

      Ich tue mich halt schwer mit den Umgangsformen und der Art und Weise, wie hier im Forum von vielen Leuten agiert wird (gibt ja genug Threads dazu), aber ein Erfahrungsaustausch wie dieser hier ist doch recht hilfreich. Danke dafür.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von FZ676
      Ich tue mich halt schwer mit den Umgangsformen und der Art und Weise, wie hier im Forum von vielen Leuten agiert wird (gibt ja genug Threads dazu), aber ein Erfahrungsaustausch wie dieser hier ist doch recht hilfreich. Danke dafür.
      Ich weiss, dass viele "externe" Probleme haben mit dem Ton und den Umgangsformen im Internet klar zu kommen. Grade ps.de hat das "Problem", dass hier sehr viele Leute aus der Gamingszene sind und der Ton und das Verhalten, dort offen gesagt einfach unter aller Sau ist. Davon darf man sich aber nicht unterkriegen lassen, viele gute Leute haben in ihren Flamingstrategieposts doch noch jede Menge Content versteckt. Und wenn du eine gute Lerngruppe hast, dann herrscht dort in der Regel so ein Ton auch nicht mehr.

      Ich persönlich habe mir als Individualist sehr viel allein beigebracht und habe nur bei wirklich interessanten/komplizierten Konzepten hinterher auf die Hilfe/Mitarbeit von anderen Leuten zurückgegriffen. Ich habe es zwar zeitweise mit User2User Coaching und ähnlichen Konzepten versucht, für mich persönlich war aber der Alleingang "profitabler".
    • FZ676
      FZ676
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 218
      Original von Ghostmaster


      Ich persönlich habe mir als Individualist sehr viel allein beigebracht und habe nur bei wirklich interessanten/komplizierten Konzepten hinterher auf die Hilfe/Mitarbeit von anderen Leuten zurückgegriffen. Ich habe es zwar zeitweise mit User2User Coaching und ähnlichen Konzepten versucht, für mich persönlich war aber der Alleingang "profitabler".
      aber ist das denn Sinn und Zweck von PokerStrategy, sich nach den Basics und Starthilfen (die sicherlich für absolute Anfänger hilfreich und sinnvoll sind) alleine durch ein Selbststudium zu quälen, um nur bei den schweren Themen auf die Community zurückzugreifen? Immerhin bezeichnet man sich als Professional Poker School !

      Es ist sicherlich Dein Weg, den Du individuell gegangen bist und ich stimme zu, daß die Live-Coachings in Ihrer Gesamtheit nicht besonders lehrreich sind (die Public Privates schon eher).

      Sicherlich werden die Handbewetungsforen sofern ich das beurteilen kann gut betreut, allerdings ob dort grundlegende Konzepte vermittelt werden können halte ich für fraglich.

      Da bieten sich mMn eher Theoiecoachings an, die es ja mal vereinzelt gab, die aber leider anfänglich nicht sonderlich professionell abgehalten wurden und ja auch nach relativ kurzer Zeit eingestellt wurden. Alternativ hierzu wäre es eine Idee, entsprechende Diskussionsthreads wie du sie oben vermisst hast von Seiten ps.de zu erstellen und kompetent zu moderieren.

      Ich denke es gibt eine Menge Spieler, die hieran Interesse hätten und irgendwo zwischen "ich bin kein Rookie mehr, aber der Weg zur Blackmember-Party ist noch weit" stehen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Sicherlich werden die Handbewetungsforen sofern ich das beurteilen kann gut betreut, allerdings ob dort grundlegende Konzepte vermittelt werden können halte ich für fraglich.


      Ich betreue das NL10 FR Forum und sehe zu, dass ich die Konzepte häufig erwähne und den Usern nahe bringe. Für viele User ist das auch eine großartige Hilfe, allerdings habe ich auch oft viel Zeit für solche Dinge und kann den Usern so auf ihrem Weg zum Pokerspieler helfen.

      Ich weiss z.b. das meine Kollegen in den NL50 Foren mit einer enormen Anzahl von Händen zu Kämpfen haben und
      gar nicht in der Lage wären zeitlich gesehen mit solchen umfangreichen Erklärungen anzufangen.

      Dazu kommt, dass viele User es gar nicht wünschen tiefgründige Diskussionen über ihre Hände zu führen, sondern lieber irgendeine Standardline hingeklatscht haben wollen.

      Du kannst jetzt grade nicht aufs NL600+ Forum zugreifen, aber dort entstehen zu allen möglichen Händen richtige Diskussionen aus denen man auch was mitnehmen kann. Ich wünschte mir das die User in den unteren Foren genauso wären.

      Es ist sicherlich Dein Weg, den Du individuell gegangen bist und ich stimme zu, daß die Live-Coachings in Ihrer Gesamtheit nicht besonders lehrreich sind (die Public Privates schon eher).



      Ich wollte damit nur beschreiben wie ich an die Sache rangegangen bin. Den richtigen Weg sollte jeder für sich selber finden. Ich erwähnte ja bereits, dass das ganze eine sehr individuelle Sache ist. Es gibt hier genügend Mittel und Wege sich in Gruppen zu organisieren oder auch die gesamte Community an den Diskussionen teil haben zu lassen. Diese Art der fruchtbaren Diskussionen kommt hier im Forum aber häufig nicht auf, da viele Spieler

      a) ihr Wissen überhaupt nicht weitergeben wollen

      b) keine Lust haben darüber zu diskutieren

      c) nicht in der Lage sind darüber zu diskutieren

      d) ihre eigenen kleinen Lerngrüppchen haben und ihr Wissen dort verteilen

      e) irgendwas was mir gar nicht einfällt


      Im Prinzip musst du deinen Weg finden wie du am effektivsten Wissen ansammelst, verarbeitet und anwendest. Zu erwarten, dass dir jemand alles vorkaut ist unproduktiv und du wirst dadurch kein besserer Spieler werden.

      Ich gehe stark davon aus, dass sich in naher Zukunft die Coachings wieder Richtung Theoriecoachings bewegen, aber dazu braucht man auch erstmal Leute, die die Theoriekonzepte so rüberbringen können, dass die Leute sie auch verstehen. (das ist wirklich schwer und wohl nicht von jedem machbar)

      Alternativ hierzu wäre es eine Idee, entsprechende Diskussionsthreads wie du sie oben vermisst hast von Seiten ps.de zu erstellen und kompetent zu moderieren.


      Das ganze ist nur produktiv, wenn die User von sich selber aus zu solchen Diskussionen bereit sind. Ich habe nicht bei vielen Usern diese Bereitschaft bisher erlebt und wenn es solche User gibt, dann scharen sie sich meist in oben erwähnte Lerngruppen zusammen und halten ihr Ergebnisse von Diskussionen und Analysen zusammen.
    • limbokid
      limbokid
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2008 Beiträge: 293
      @Ghostmastert: Ich möchte dir hier echt erstmal danken. Deine Einschätzung hat mir echt ein wenig die Augen geöffnet. Sieht man Poker nicht nur als Hobby mit unter Umständen kleiner Taschengeldverbesserung, sondern als intellektuelle Herausforderung, ist es mötig sich nicht mit marginalen Winrates auf Micro-Limits zufrieden zu geben.
      Ich habe jetzt mal meine 4-Table mit meinen 6-Table Sessions verglichen. In dem Glauben, dass die zwei Tische mehr kein Problem für mich sind, habe ich das Auge für das wirkliche Poker verloren. Was du angesprochen hast, dass ich offensichtlich nicht in der Lage bin zu adapten, trifft wenn ich das jetzt richtig einschätze beim 6-tablen vollkommen zu. Ich habe die 2. Stufe, also "Was denkt er was ich denke", mehr oder weniger bewusst vollkommen vernachlässigt. Da auf NL 50 aber nicht ausschließlich Donks rumlaufen, ist es natürlich nötig jede Hand auch auf diesen Aspekt hin zu beurteilen, wenn man seine Winrate maximieren will.

      Ganz speziell für mich kann ich daraus mitnehmen, dass ich mich jetzt wieder auf das 4-Tablen, wenn nicht soger noch weniger, zurückbesinnen werde. Ich denke es ist offensichtlich, dass 2 Tische richtig Pokern (wobei man sich dann auch bei jeder Handlung über die Ursachen bewusst wird) der Herausforderung eher gerecht wird, also no-Brainer ABC-Poker mit 6 Tischen.

      Mein Spiel mit 4 Tischen ist vollkommen anders als das mit 6

      --> ich kann nicht 6-Tablen
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