Pokergewinne angeben?

  • 15 Antworten
    • SpeckBasu
      SpeckBasu
      Black
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 2.080
      wtf?

      Pokergewinne angeben?
    • IBetILose
      IBetILose
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 145
      es gibt bereits viele threads zu diesem thema. da musst du etwas stöbern. laut deutschem gesetz wird poker als glücksspiel bezeichnet und die gewinne daraus unterliegen nicht der einkommensteuer. somit müssen diese gewinne auch nicht angegeben werden.
      beim arbeits- und sozialamt würde ich die auf keinen fall angeben, zumal es ja auch kein wirkliches gesetz gibt, das dich dazu verpflichtet. allerdings ist das nur mein aktueller wissensstand. also bitte nicht darauf verlassen.
    • Bluejanis
      Bluejanis
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2007 Beiträge: 2.991
      ich habe oft auch gelesen, dass wenn man regelmäßig gewinne macht, also man berufsspieler ist, dass man das dann angeben muss
    • Roque1981
      Roque1981
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2008 Beiträge: 657
      Original von Bluejanis
      ich habe oft auch gelesen, dass wenn man regelmäßig gewinne macht, also man berufsspieler ist, dass man das dann angeben muss
      richtig. dann betreibst du ein gewerbe im sinne von § 15 II EStG, so dass die gewinne, aber auch die verluste einkommensteuerlich relevant sind
    • av3cbo0m
      av3cbo0m
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2007 Beiträge: 1.770
      gibt es irgendwen hier der echt einmal im monat hingeht und sacht: hier herr meier, monat war scheisse 20 stacks down! und dem finanzamt dann nen pt graph vor die nase hält?

      am allerbesten wär natürlich wenn der zuständige dann die hände auseinandernimmt und die verluste wegen grobfahrlässigem selbstverschulden auf nur 3 stacks im soll runterrechnet lol
    • gt3000
      gt3000
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2008 Beiträge: 423
      Original von av3cbo0m
      gibt es irgendwen hier der echt einmal im monat hingeht und sacht: hier herr meier, monat war scheisse 20 stacks down! und dem finanzamt dann nen pt graph vor die nase hält?
      gibt wohl niemanden der monatlich ne steuererklärung macht, nein :P
    • Minejumper
      Minejumper
      Global
      Dabei seit: 19.10.2008 Beiträge: 5
      Ich denke mal, dann müssten es schon regelmäßig mehrere Tausend Euro sein =)
    • OAndiAceO
      OAndiAceO
      Black
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.279
      Original von IBetILose
      es gibt bereits viele threads zu diesem thema. da musst du etwas stöbern. laut deutschem gesetz wird poker als glücksspiel bezeichnet und die gewinne daraus unterliegen nicht der einkommensteuer. somit müssen diese gewinne auch nicht angegeben werden.
      beim arbeits- und sozialamt würde ich die auf keinen fall angeben, zumal es ja auch kein wirkliches gesetz gibt, das dich dazu verpflichtet. allerdings ist das nur mein aktueller wissensstand. also bitte nicht darauf verlassen.
      bitte kein Halbwissen posten, ich weiß dass das so nicht stimmt
    • Outbreaker5832
      Outbreaker5832
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2008 Beiträge: 8.339
      Original von av3cbo0m
      gibt es irgendwen hier der echt einmal im monat hingeht und sacht: hier herr meier, monat war scheisse 20 stacks down! und dem finanzamt dann nen pt graph vor die nase hält?

      am allerbesten wär natürlich wenn der zuständige dann die hände auseinandernimmt und die verluste wegen grobfahrlässigem selbstverschulden auf nur 3 stacks im soll runterrechnet lol
      :heart: :heart: :heart:

      Da musste ich wirklich lachen als ich das gelesen hab
    • Loosar
      Loosar
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2006 Beiträge: 1.511
      es gibt keine monatliche steuer sondern nur eine jährliche. alles andere sind vorauszahlungen.

      falls es jemals zu einer offiziell geregelten, sauberen versteuerung von pokereinnahmen kommt, dann könnte das so ähnlich aus sehen:

      bankroll zum 31,12,2007: 13562€
      bankroll zum 31.12.2008: 30412€
      (hier müsste man wohl die transaktionsprotokolle der staatlich lizensierten pokerrooms vorlegen, die dann natürlich überprüfbar sind. sowas bekommt man heute schon von jeder bank bezüglich der kapitaleinnahmen)

      Steigerung der Bankroll: 16850
      + Privatentnahmen: 20000
      - Privateinlagen: 0

      einnahmen aus poker: + 36850
      (dies bedeutet auch, das etwa buy-ins keine separat auszuweisenden kosten sind, da aus der bankroll bezahlt und bereits saldiert. ebenso sind boni und rakeback als einnahmen hier bereits enthalten)

      + sonstige einnahmen aus poker: 0
      (alles was nicht direkt in die bankroll fliesst, etwa sponsorengelder)

      - Kosten: 2361
      (kosten, die nicht direkt aus der bankroll bezahlt werden, etwa reisekosten zu turnieren, trinkgelder im casino, i-netanschluss und pc teilweise, .....

      - freibetrag 1000
      (gibt es sicher einen für diese einkunftsart. microgamer würden wohl steuerfrei bleiben)

      zu versteuerndes einkommen: 33850

      Einkommenssteuer: 10155
      (geschätzt 30% hier)
      Solidaritätszuschlag: 913
      (geschätzt)
      Kirchensteuer: 0
      (sofern ausgetreten, sonst siehe soli)

      abüglich vorausszahlungen: 0

      zu überweisen: 11068,95
      vorausszahlungen für 2009: 3900€ je quartal

      diese einnahmen sind aus heutiger sicht nicht sozialversicherungspflichtig.

      diese daten sind in einer eigenen, sicher schon existierenden anlage zur einkommenssteuererklärung anzugeben. diese einkommensart hat gewisse eigenheiten, wie heute schon ähnlich bei aktiengewinnen:

      - bei verlusten aus dieser einkommensart, ist der verlust =0, das heisst es erfolgt keine verrechnung von pokerverlusten mit anderen einkommen.
      (das steht so weit schon fest, aus den bisherigen urteilenzu glückspiel)

      - andererseits erhöht sich das gesamteinkommen natürlich durch pokern als nebenjob. in dem falle steigt auch der steuersatz für das pokern selbst sehr schnell auf den max grenzsteuersatz von über 40%. das ist aber mit jedem nebenjob so ausser den szeuerpauschalierten minijobs.

      - unklar ist mir noch, inwieweit die sonderausgaben (versicherungen, ....) und aussergewöhnlichen belastungen aus der einkommenssteuererklärung hier abschliessend angesetzt werden, wenn der bürger sonst kein einkommen hat. in dem fall wären also etwa alle ausgaben für private kranken und rentenversicherung abzugsfähig, was schnell mal über 10K sein kann. eigentlich müsste dies aber der fall sein.

      - es gibt keinen verlustvortrag, das heisst ein verlust in 2008 kann nicht mit gewinnen in 2009 verrechnet werden.
      (das ist eine annahme von mir)

      das ist sicher nicht alles 100% genau, ein steuerberater sollte das vielleicht verbessern können. nur um etwas licht ins dunkle mit einem beispiel zu bringen. so könnte es aussehen.

      aber wie gesagt, ich kenne nur den fall des roulettespielers, der zur zahlung von steuern verurteilt wurde. wie oder was die pokerprofis wie eddi oder katja zahlen und ob die auch für ihre pokergewinne oder nur für ihre sponsorengelder bezahlen, ist mir nicht bekannt.

      das spielen auf staatlich nicht lizensierten oder anerkannten pokerroms, die keine geprüften oder prüfbaren jährliche transaktionsprotokolle vorlegen, bleibt sicher strafbar.

      versucht der staat das ganze über die glücksspielsteuer auf die pokerrooms zu regeln, dann steigt der rake eventuell ins unspielbare und poker wird endgültig zum illegalen glücksspiel.

      ich hielte dies für eine faire sache. jeder handwerker mit 50K gewinn zahlt auch brav seine steuern. wie man das in jedem ordentlichen beruf tun muss. warum also nicht beim pokern. als gegenleistung bekämen wir durch die lizensierung der pokerroms eine rechtssicherheit im umgang mit ihnen. wir könnten sie also verklagen oder staatliche regulierungsbehörden bemühen.

      stand heute und ohne weitere klärung und regulierung durch den staat, empfiehlt es sich nicht, pokergewinne dem finanzamt anzuzeigen, da online-poker illegales glücksspiel ist. dies würde quasi einer selbstanzeige gleichkommen, obwohl auch von einer amtshilfe zwischen finanzamt und staatsanwaltschaft in dieser sache bisher nichts bekannt ist.
    • Schorscheee
      Schorscheee
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 11.386
      Original von Loosar
      ich hielte dies für eine faire sache. jeder handwerker mit 50K gewinn zahlt auch brav seine steuern. wie man das in jedem ordentlichen beruf tun muss. warum also nicht beim pokern. als gegenleistung bekämen wir durch die lizensierung der pokerroms eine rechtssicherheit im umgang mit ihnen. wir könnten sie also verklagen oder staatliche regulierungsbehörden bemühen.
      Die sache ist insofern nicht fair dass verluste nicht verrechnet werden. Weil so etwas kann einem handwerker nicht mal annähern so einfach passieren
    • Loosar
      Loosar
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2006 Beiträge: 1.511
      bei spekulationsgewinnen bzw. -verlusten ist es ähnlich.
      dürfte man pokerverluste verrechnen, dann würde chipdumping zur minimierung von gewinnen selbstständiger wohl höhenflüge erreichen. und nicht nur die selbständigen würden dumpen, was das zeug hält.

      über einen verlustvortrag könnte man reden, das könnte sinn machen. schliesslich versteht sich das pokern ja auch als eine grosse session. man wird sehen, wie das die finanzämter sehen, sofern es jemals dazu kommt.
    • Checkpoint71
      Checkpoint71
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2008 Beiträge: 805
      Original von OAndiAceO
      Original von IBetILose
      es gibt bereits viele threads zu diesem thema. da musst du etwas stöbern. laut deutschem gesetz wird poker als glücksspiel bezeichnet und die gewinne daraus unterliegen nicht der einkommensteuer. somit müssen diese gewinne auch nicht angegeben werden.
      beim arbeits- und sozialamt würde ich die auf keinen fall angeben, zumal es ja auch kein wirkliches gesetz gibt, das dich dazu verpflichtet. allerdings ist das nur mein aktueller wissensstand. also bitte nicht darauf verlassen.
      bitte kein Halbwissen posten, ich weiß dass das so nicht stimmt
      Seh ich genauso; zumindest bei Harz IV wird ja nach Bedürftigkeit entschieden und die Bedürftigkeit sinkt bei vorhandem Geld; Da ist es erst mal egal woher das Geld kommt; Eine gesetzliche Verpflichtung zur Angabe gibt es hier sehr wohl, weil du wahrheitsgemäß deine Bedürftigkeit nachweisen mußt...

      Ob man es dann angibt ist eine andere Sache; Wenns aufs Girokonto kommt hat man definitiv ein Problem...
    • Kaos
      Kaos
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2006 Beiträge: 3.569
      Original von Schorscheee
      Original von Loosar
      ich hielte dies für eine faire sache. jeder handwerker mit 50K gewinn zahlt auch brav seine steuern. wie man das in jedem ordentlichen beruf tun muss. warum also nicht beim pokern. als gegenleistung bekämen wir durch die lizensierung der pokerroms eine rechtssicherheit im umgang mit ihnen. wir könnten sie also verklagen oder staatliche regulierungsbehörden bemühen.
      Die sache ist insofern nicht fair dass verluste nicht verrechnet werden. Weil so etwas kann einem handwerker nicht mal annähern so einfach passieren
      Ja ist gottseidank noch nie ein Handwerker pleite gegangen
    • opabumbi
      opabumbi
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 22.396
      niemand hier verdient geld mit poker. es ist ein glückspiel und longterm -EV! Das ist nur unser Hobby und wir sind halt bereit ein paar $ dafür auszugeben im Monat.
      Wer etwas anderes behauptet hat schleicht keine Ahnung... Poker und regelmässig gewinnen... dann wärs ja kein Glückspiel!!!