Handfrequencies fließen bei Equity-Berechnung mit ein?

    • zoidberg11
      zoidberg11
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2008 Beiträge: 106
      Servus,

      ich hab an anderer Stelle zu meinem Erstaunen gelesen, dass bei der Equity-Berechnung mittels Equilator/Pokerstove die Häufigkeit der ausgeteilten Hände mit berücksichtigt wird. Ist das richtig?

      Bsp.
      AK wird häufiger gedealt als z.B. QQ, denn AK liegt in 16 (1,2%) Kombinationen vor, QQ dagegen nur in 6 (0,45%) Kombinationen.
  • 7 Antworten
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      natürlich wird das mitberücksichtigt ^^
    • zoidberg11
      zoidberg11
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2008 Beiträge: 106
      Equiliere ich also AK vs. QQ wird die Häufigkeit der Hände mit berücksichtigt. Hmm...
      Mir leuchtet im Moment nicht ein, in wie weit es für die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Hand im Einzelfall eine Rolle spielt, wie oft sie gedealt wird? Gibt es dazu eine hinreichende Erläuterung (Link vielleicht?), oder ist es so offensichtlich und ich stehe nur total auf dem Schlauch?
    • Exilkubaner
      Exilkubaner
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2008 Beiträge: 1.528
      das spielt nur ne rolle wenn du ne range für den gegner angibst. bei ak gegen qq macht das natürlich keinen unterschied, aber wenn du sagst qq,ak,kk,aa dann berechnet er den gegner halt anteilig wie wahrscheinlich es ist welche karten er hat. pocketpairs fallen bei der range dann quasi "weniger ins gewicht"
    • zoidberg11
      zoidberg11
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      Dabei seit: 06.05.2008 Beiträge: 106
      Ok, "Handrange" ist wohl das richtige Stichwort für eine weiterführende Überlegung hier. Danke Exilkubaner.

      Trotzdem habe ich noch meine Schwierigkeiten damit. Ich will mal ein simples Beispiel hernehmen:
      Für eine preflop All-in Entscheidung equiliere ich also AK vs. AA, KK, AK. (Gibt schlechte 37% mittels Pokerstove für AK, ich weiß, aber wurscht.)

      Die Equity für AK müsste also deutlich kleiner sein, würde das Programm die Häufigkeit der gedealten Hände außer Acht lassen. Richtig? AA liegt in 6 Kombinationen vor, KK ebenfalls in 6, AK in 16 ... also im Verhältnis 6:6:16. Beim Weglassen der Häufigkeit der Hände wäre das Verhältnis 1:1:1. Ich würde also viel häufiger auf die Pairs treffen.

      Ich hab da so eine Denkschwierigkeit: Na klar macht es Sinn zu berücksichtgen, dass ich ja eben nicht so oft auf die Pairs treffe. Andererseits kann mein Gegner ja nur eine der genannten Hände halten?!

      Hmm...? Hat dieser eine Gegner also immer wieder in der selben Situation die selbe Range, macht das Einbeziehen der Häufigkeit der gedealten Hände Sinn. Ich würde immer mit AK All-in gehen, er immer (ausschließlich) mit AA, KK, AK callen -> ich würde in 63% der Fälle verlieren.
      Im Einzelfall wäre ich aber noch schlechter dran, denn er hält ja entweder AA, KK oder AK und zwar nur einmal. (Natürlich nur einmal, denn sonst würde ich Holdem und er Omaha spielen :D ) Ich will doch aber meine Equity für diese eine Situation wissen, oder nicht?!

      Kann mir jemand aus der Bredouille helfen? (Ich hab da sicherlich einen grundlegenden Denkfehler drin. ?( )
      Vielleicht wäre auch ein Hinweis auf die genauen Algorithmen von Nutzen, die der Equilator/Pokerstove benutzt. (Link?)
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      wenn du AK vs KK+/AK berechnest, gibt es sogar beim gegner nur noch 3 kombinationen für KK/AA und 9 für AK (ein A und einen K hältst du ja selber schon).

      Wenn du weisst, dass dein gegner NUR mit AK/KK+ gegen dich spielen wird, und mit AK/KK+ auch immer gegen dich spielen wird, und du weisst, dass er gerade gegen dich spielt, dann hat er halt in 3 von 15 fällen AA, in 3 von 15 KK und in 9 von 15 AK.

      AKo vs AK: 49,446% (9/15)
      AKo vs AA: 6,828% (3/15)
      AKo vs KK: 30,119% (3/15)

      9/15*49,446% + 3/15*6,828% + 3/15*30,119% = 37,057%

      und 37,057% kommthalt raus für AKo vs KK+/AK
    • zoidberg11
      zoidberg11
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2008 Beiträge: 106
      Ok, der Hinweis, dass es nur 15 mögliche Kombinationen sind, ist absolut berechtigt, danke. (Ich Depp!)

      AKo vs AK: 49,446% (9/15)
      AKo vs AA: 6,828% (3/15)
      AKo vs KK: 30,119% (3/15)

      9/15*49,446% + 3/15*6,828% + 3/15*30,119% = 37,057%

      Das beweist, dass die Programme tatsächlich die Handhäufigkeit mit einbeziehen. Meine naive Frage lautet: Warum? Will ich denn wissen, wie es bei unendlich vielen Wiederholungen abläuft, oder will ich wissen, wie es sich in diesem einen Fall darstellt?

      Wenn du weisst, dass dein gegner NUR mit AK/KK+ gegen dich spielen wird, und mit AK/KK+ auch immer gegen dich spielen wird, und du weisst, dass er gerade gegen dich spielt

      Streichen wir hier das: "auch immer gegen dich spielen wird". Ich nehme also an, er spielt in diesem Fall seine Range AK/KK+ und nichts weiter. Die Rechnung wäre, glaube ich, dann:

      (49,446% + 6,828% + 30,119%)/3 = 28,797%

      Es ist zwar zugegebenermaßen etwas konstruiert, aber durchaus denkbar, ein und dem selben Gegner zu verschiedenen Zeitpunkten ein anderes Verhalten zuzutrauen. Bin ich für den Gegner unknown, geht er mit genau der genannten Range preflop immer broke. Nachdem er mich als nitty TAG am Tisch eine Zeit lang erlebt hat, foldet er noch AK auf eine 4bet all-in. (hypothetisch)
      In der Praxis passe ich dann eben einfach seine Range an. Klar.

      Ich will das hier jetzt auch nicht totnudeln. War halt bloß etwas verwirrt und muss wohl nochmal darüber nachdenken. Danke soweit.
    • Aent
      Aent
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2007 Beiträge: 4.931
      du kannst ja AKo gegen AsKd,Ac,Kh,Ad,Kc,KK+ laufen lassen, dann erhältst du 1:1:1, vll. verstehst du aber wenn ich es so schreibe warum das keinen Sinn macht.