harrington vs pokerstrategy

    • thop5574
      thop5574
      Gold
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 505
      hi,

      wie würdet ihr die harrington-strategie aus seinen cash-game-büchern mit der poker-strategy-strategie vergleichen bzw in einklang bringen?

      ich lese/lerne beides und mir scheint einiges widersprüchlich - oder täusche ich mich da?

      ist der harrington-inhalt deutlich konservativer und tighter als der pokerstrategy-inhalt?

      danke!
  • 8 Antworten
    • jerky
      jerky
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 2.957
      they are both wrong obv.

      ernsthaft: es geht nicht drum wer recht hat oder nicht, wie die einzelnen konzepte in dein spiel passen musst du dir schon selbst überlegen. harrington is halt ne nit, was sein spiel nich schlecht macht. vielleicht hast dus mal irgendwo gelesen, aber ich sags lieber nochmal: es ist egal ob du 15/13 oder 30/24 spielst, es kann beides profitabel sein.

      pick dir das raus was du magst und probiers einfach aus und kuck wie du zurechtkommst
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das Problem ist das beide Schubladenkonzepte verkaufen, die für den Einstieg ausreichen.

      Schubladenkonzepte = unflexibel
      Unflexibilität = unprofitabel
      Unprofitabilität = schlecht ;p

      Ich will beiden Konzeptionen nicht absprechen, dass sehr gute Ideen darin zu finden sind, aber es wird stellenweise eine zu stark eingeschränkte Perspektive vermittelt. (das merkt man daran, dass andere Strategien hier im Forum sehr schnell als schlecht abpauschalisiert werden von vielen Spielern - die guten Spieler diskutieren deswegen hier häufig auch nicht mehr)
    • Stoner
      Stoner
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2007 Beiträge: 1.894
      Original von Ghostmaster

      Ich will beiden Konzeptionen nicht absprechen, dass sehr gute Ideen darin zu finden sind, aber es wird stellenweise eine zu stark eingeschränkte Perspektive vermittelt. (das merkt man daran, dass andere Strategien hier im Forum sehr schnell als schlecht abpauschalisiert werden von vielen Spielern - die guten Spieler diskutieren deswegen hier häufig auch nicht mehr)

      Ghostmaster findet wie immer die richtigen Worte.

      Vielleicht ja eine gewollte Perspektive (Ups das hab ich nicht gesagt)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Nein das ist nicht gewollt, aber es ist schwer den Bogen von Pokerschule zu HighEnd Community zu spannen.

      Auf der einen Seite sind wir auf starre Konzepte angewiesen, weil Anfänger halt nicht wissen wo sie anfangen sollen. Denen sollte man also einen Leitfaden in die Hand drücken und sagen:" Ihr macht das jetzt erstmal so und so und wenn ihr denkt, dass da mehr ist, dann könnt ihr mal weiterlesen."

      Es ist ja nicht so, dass einem hier nicht die Möglichkeit geboten wird sich in NL zu einer sehr starken Community weiterzuentwickeln, sondern eher so, dass viele User die Möglichkeit einfach nicht nutzen oder nicht in Betracht ziehen.

      Wenn ich mal einen Blick ins FL Gold und Diamondforum werfe (tue ich öfter), dann fällt mir sofort auf, dass die Highstakesspieler viele interessante Diskussionen anzetteln und dort hochwertiger Content entwickelt, diskutiert und weitergereicht wird.

      Dies vermisse ich im NL Teil eigentlich komplett und bin gezwungen mich auf anderen Plattformen in der Hinsicht weiterzubilden. (ich spiele selber keine Highstakes / wir haben hier einige Highstakesspieler, die diskutieren hier aber aus persönlichen bzw. mir unbekannten Gründen nicht)

      Dies ist also weniger gewollt, sondern eher ein Problem der NL Community an sich. Lösungsvorschläge dafür hab ich leider keine.
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Das Problem ist, dass man den Gold-Status sehr leicht erreicht.
      Auf NL10 muss man vielleicht noch relativ viel spielen. Aber schon ab NL25 FR ist es sehr leicht Gold zu werden und auch zu bleiben, selbst mit geringem Spielaufwand.

      Folge davon ist, dass viele Anfänger und noch mehr Losing-player, die aber dank Vielspielens trotzdem Gold sind, hier im Forum mitdiskutieren können.

      Deshalb kann ich sehr gut verstehn, dass sich die "besseren" Spieler ins Diamond- oder in andere Foren verziehen. (Was nicht heißen soll, dass es nicht auch Losing-player mit Diamond-Status gibt!! Kann mich da an einige Namen erinnern :D )
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Es gibt nun mal viele verschiedene Sichtweisen und selten kann man eine als "richtig" oder "falsch" bezeichnen.

      Gerade wenn es halt um knifflige und knappe Situationen gibt, sind selbstverständlich mehrere Gedankengänge von Vorteil. Genau deswegen hast du ja die Möglichkeit über jede einzelne Hand hier im Forum zu diskutieren, weil es einfach selten einen 100% "Standard" gibt (und das ist gut so).

      Was die Basics angeht, so gibt es nicht sonderlich viel zu diskutieren. Ich spreche von Odds and Outs, den Vorteil des Openraises, Konzepte wie Pot control, Bluff Induce, Slowplay...oder halt hartes Value-Play.

      Richtiges Poker fängt aber da an, wo man diese Konzepte verinnerlicht haben sollte und man auf Gegner trifft, die halt auch mal mitdenken. Ein Mann wie Harrington sitzt sicherlich seit Jahrzehnten mit Spielern an den Tischen die wissen was sie tun...das ist bei uns auf kleineren bis mittleren Limits nicht unbedingt der Fall...zumindest versuchen wir es zu umgehen (Stichwort: table selection).

      Ich habe das Buch leider noch nicht ganz gelesen, deswegen kannst du ja mal ein paar Punkte nennen die dir aufgefallen sind und die "im Gegensatz" zu PS stehen.

      Denn auc wenn es so rüberkommen mag, solch "starre Regeln" haben wir hier auch nicht, es gibt viel Interpretationsspielraum. ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von FalstaFF
      Das Problem ist, dass man den Gold-Status sehr leicht erreicht.
      Auf NL10 muss man vielleicht noch relativ viel spielen. Aber schon ab NL25 FR ist es sehr leicht Gold zu werden und auch zu bleiben, selbst mit geringem Spielaufwand.

      Folge davon ist, dass viele Anfänger und noch mehr Losing-player, die aber dank Vielspielens trotzdem Gold sind, hier im Forum mitdiskutieren können.

      Deshalb kann ich sehr gut verstehn, dass sich die "besseren" Spieler ins Diamond- oder in andere Foren verziehen. (Was nicht heißen soll, dass es nicht auch Losing-player mit Diamond-Status gibt!! Kann mich da an einige Namen erinnern :D )
      Es hört sich so an, als wäre das ein Problem?

      Wir haben nun mal 3 Strategieforen für den NL-Bereich und die User suchen sich meistens den aus, für den sie den Status erreicht haben.

      Grob kann man schon sagen, dass der Einsteiger Bereich von NL5 bis ca. NL25 geht, der Gold-Bereich von NL50 bis NL200 und alles darüber eher im Diamond-Bereich zu finden ist.

      Aber so ist es ja auch gedacht. Letztlich sollen hier Spieler "Hilfe" erfahren, und wenn jeder Spieler sicherer wird in dem er seine Stats hier bewerten lassen will oder zumindest eine Plattform findet, wo er über sein Spiel diskutieren kann, ist das doch auch von Vorteil.

      Tiefere Diskussionen wären sicherlich von Vorteil, aber da muss halt einiges von den Usern kommen. Insgesamt finde ich die Diskussionen in diesem speziellen Forum recht gut, wenn man sich überlegt, dass keiner von uns "Profi" ist und NL1k etc. spielt, denn dann wäre er sicherlich ein Forum darüber besser aufgehoben. ;)
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      Bei Harrington geht es halt hauptsächlich um Highstakes, auch wenn er auch beispiele aus den midstakes bringt, und halt FR!. Sein Augenmerk legt er ziemlich offensichtlich auf balancing, bzw. darauf nie readable zu sein. Er hat für jede position und hand x% limping, Y% raising und z% folding. Als ich das buch gelesen habe hat mich das an die Diskussion mit Schniblor hier im Forum erinnert, wo es darum ging eine Strategie zu entwickeln die NIE exploitable ist. Aber gerade auf den micro-mid stakes ist halt balancing meistens nicht das beste play, da die gegner einfach nicht so gut sind, wie Harrington es gewohnt ist. Unexploitable zu sein heisst halt nicht, dass man automatisch das play mit dem höchsten EV macht. Ich fand das Buch auf jeden Fall ganz gut, aber eher um Denkanstößte zu geben, als ich "Rezept" für cashgames, was es gewiss auch nicht sein soll.