Erfahrung vs. Content

    • pokerandy55
      pokerandy55
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2008 Beiträge: 597
      Hallo,
      ich habe mir folgende frage gestellt: Kann jemand der bis zum exzess alle theorien und strategien z.B. über nl sh lernt, jedoch keine spielerfajrung hat, sofort in die mid bis highstakes gehen und profitablen spielen?
      Genau so frage ich mich, ob jemand der auf nl 10 angefangen hat ohne jeglichen content zu lernen und dann langsam aber stetig aufsteigt, irgendwann auch die highstakes erreichen kann.

      Es werde sicher viele der meinung sein, dass es die mischung macht. aber nun folgendes beispiel: Jemand studiert statik und steigt in eine firma ein, er kann nun in der regel gebäude entwerfen, welche stehen wie ne eins, obwohl das sein erstes haus ist. Das wäre ein beispiel zu meiner ersten frage.

      Ich denke, dass wenn man jeglichen content in sich reinprügelt und eigentlich alles über strategie und theorie weiß, man erfolgreich auf nl 1k sh einsteigen könnte.


      Bitte postet doch mal eure meinungen zu dem thema und begründet bitte, wenn ihr anderer meinung seit, wieso die erfahrung so essenziell wichtig ist.


      gruß
      andy
  • 14 Antworten
    • CallmeGODxx
      CallmeGODxx
      Bronze
      Dabei seit: 11.08.2007 Beiträge: 105
      Ich glaube das Problem ist, dass es für 1k keine 1:1-Anleitung gibt und du somit dort auch nicht bestehen wirst.
      Um zu deinen Vergleich zu kommen ist (aus meiner Sicht) NL1K eher ein Fußballstadion und kein Einfamilienhaus. Du kannst nach dem Studium aber kein Fußballstadion berechnen oder zumindest nicht so gut/schnell wie jemand der das schon mal gemacht hat.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      dinge auszunutzen wie gameflow und history kann man leider nicht, wenn ausschließlich theorie aber keine spielpraxis vorhanden ist.

      das ist so als wenn der noob-statiker nicht merkt, dass sein tolles haus auf schlammigen boden gebaut wird und das fundament nach drei jahren schief steht.
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      Peter-Prinzip

      um so geringer dein Theoriewissen, um so eher bist der der Peter ;)


      es ist der alte Kampf zwischen Theorie und Paxis
      aber die Firmen stellen für hohe Posten dann doch lieber den Akademiker ohne Paxis ein als den Arbeiter mit viel Berufserfahrung. ;)

      Ohne gutes Theoriewissen, kann man sich nicht, aus sich selbst heraus, verbessern ... Man braucht immer Anleitung
    • ZarvonBar
      ZarvonBar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 33.550
      Original von mcmoe
      dinge auszunutzen wie gameflow und history kann man leider nicht, wenn ausschließlich theorie aber keine spielpraxis vorhanden ist.

      das ist so als wenn der noob-statiker nicht merkt, dass sein tolles haus auf schlammigen boden gebaut wird und das fundament nach drei jahren schief steht.
      Wenn der Statiker verrafft, dass der Boden schlammig ist ist er in er Tat ein Noob. Wir gehen hier allerdings vom genauen Gegenteil aus, nämlich jemanden der Ahnung von allem und jedem hat, also absoluter Theorie-Pro ist.
      Ich denke wenn zu seiner Theorieausbildung auch gehörte die Eigenheiten von NL1k zu lernen sehe ich keinen Grund warum er hier nicht direkt Fuß fassen könnte.
    • gashipashi
      gashipashi
      Global
      Dabei seit: 23.09.2008 Beiträge: 854
      Original von larseda
      Peter-Prinzip

      um so geringer dein Theoriewissen, um so eher bist der der Peter ;)


      es ist der alte Kampf zwischen Theorie und Paxis
      aber die Firmen stellen für hohe Posten dann doch lieber den Akademiker ohne Paxis ein als den Arbeiter mit viel Berufserfahrung. ;)

      Ohne gutes Theoriewissen, kann man sich nicht, aus sich selbst heraus, verbessern ... Man braucht immer Anleitung
      warum sollte paxis auch arbeiten. ist ja pokerspieler
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.815
      Ich denke mal es wird so wie bei jungen Piloten sein die vorher im Simulator geübt haben. Oder passionierte Fligsimmer. Die könnten Theoretisch auch einen Jumbo landen.
      Oder der Jagdpilot kann dann auch das Ding flieggen weil er (fast) alles weiß.

      Den letzten Schlif für einige unvorhergesehene Sachen usw. wird er aber nur durch Erfahrung bekommen. d.h. jemand der die ganze Gametheorie drin hat wird theoretisch auch ganz gut auf NL5k Performen. Nur wird er nicht die winrate haben wie ein Pro der schon 5 Jahre spielt. Von psychischen mal ganz abgesehen.
    • nikotho
      nikotho
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.317
      Original von gashipashi
      Original von larseda
      Peter-Prinzip

      um so geringer dein Theoriewissen, um so eher bist der der Peter ;)


      es ist der alte Kampf zwischen Theorie und Paxis
      aber die Firmen stellen für hohe Posten dann doch lieber den Akademiker ohne Paxis ein als den Arbeiter mit viel Berufserfahrung. ;)

      Ohne gutes Theoriewissen, kann man sich nicht, aus sich selbst heraus, verbessern ... Man braucht immer Anleitung
      warum sollte paxis auch arbeiten. ist ja pokerspieler
      weil er keinen bock mehr hat mit der theorie zu kämpfen...
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Ob man durch massives Theorie lernen die Highstakes rocken kann, weiß ich nicht. Aber dass man durch zu viel (fortgeschrittener) Theorie auf den Micros derbe auf die Fresse bekommen kann, dass weiß ich! :D
    • Dodekahedron
      Dodekahedron
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 5.699
      Praxis > Theorie und das ist nichtmal knapp
    • Lowsungsmittel
      Lowsungsmittel
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2006 Beiträge: 2.038
      Original von Radioghost
      Ob man durch massives Theorie lernen die Highstakes rocken kann, weiß ich nicht. Aber dass man durch zu viel (fortgeschrittener) Theorie auf den Micros derbe auf die Fresse bekommen kann, dass weiß ich! :D
      kann ich bestätigen.
      Mit sinnvollem und guten Spiel kann man sich verrückt machen auf den Micros.
      Aber auf Dauer klappt das dann schon mit der richtigen Theorie.

      Wie immer im Leben, die Mischung macht's
    • pokerandy55
      pokerandy55
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2008 Beiträge: 597
      Original von Dodekahedron
      Praxis > Theorie und das ist nichtmal knapp
      starke argumentation
    • PabloForKoka
      PabloForKoka
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 703
      Na ja, es ist nicht so einfach Theorie und Praxis hier zu vergleichen, bzw. zu trennen.

      Ich meine, wenn sich jemand Coachings und Videos ansieht, sieht, wie ein erfahrener Spieler das ganze handelt, wie er die Situationen und Entscheidungen argumentiert und ueber die speziellen Eigenheiten von NL1k berichtet, dann ist das schon viel mehr als Theorie.
      Je realer diese "Theorie" ist, desto eher kommt sie an die Praxis ran, da man ja mitdenken kann und auch in einem Video seine eigenen Moves setzen kann und sieht, was daraus geworden waere.

      Und wenn er sich 40.000 Haende in verschiedenen Videos ansah, dann ist das mindestens so zu werten, als haette er selbst 20.000 Haende gespielt.

      Dein Hero in dieser Story waere also viel mehr als nur ein Theoretiker.
      Haette man ihm jedoch nur alle mathematischen Grundlagen, Feinheiten und Techniken beigebracht, so waere er wohl auch auf den niedrigen Limits schlecht beraten.
    • Laccyby
      Laccyby
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2008 Beiträge: 3.197
      um auf dein beispiel zurück zukommen:

      natürlich würde derjenige der sich von NL 10 hochgearbeitet hat besser spielen, da er einfach aus dem content nichts neues erfährt was er sich nicht selber beigebracht hätte...
    • Gorith
      Gorith
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2007 Beiträge: 740
      Original von pokerandy55
      Hallo,
      ich habe mir folgende frage gestellt: Kann jemand der bis zum exzess alle theorien und strategien z.B. über nl sh lernt, jedoch keine spielerfajrung hat, sofort in die mid bis highstakes gehen und profitablen spielen?
      Genau so frage ich mich, ob jemand der auf nl 10 angefangen hat ohne jeglichen content zu lernen und dann langsam aber stetig aufsteigt, irgendwann auch die highstakes erreichen kann.

      Es werde sicher viele der meinung sein, dass es die mischung macht. aber nun folgendes beispiel: Jemand studiert statik und steigt in eine firma ein, er kann nun in der regel gebäude entwerfen, welche stehen wie ne eins, obwohl das sein erstes haus ist. Das wäre ein beispiel zu meiner ersten frage.

      Ich denke, dass wenn man jeglichen content in sich reinprügelt und eigentlich alles über strategie und theorie weiß, man erfolgreich auf nl 1k sh einsteigen könnte.


      Bitte postet doch mal eure meinungen zu dem thema und begründet bitte, wenn ihr anderer meinung seit, wieso die erfahrung so essenziell wichtig ist.


      gruß
      andy
      Ein Statiker hat im Rahmen seines Studiums auch Übungen (und zwar nicht wenige). Wie der Begriff "Übung" bereits vermuten lässt wird in diesen Lehrveranstaltungen die Praxis durchgenommen. Dein Beispiel ist also nicht so richtig gut. Es ist auch schwer "Theorie" zu lernen ohne Praxis zu haben. Denn oft kommt das tiefer Verständnis für Theorie erst durch die Anwendung (z.B. auch in der Mathematik... man kann eine Vorlesung noch so aufmerksam besuchen... wenn man keine Beispiele rechnet und sich slbst hinsetzt und den Stoff anwendet kann man keinen echten Durchblick kriegen). In Poker ist das denke ich auch so. Theorie ohne Praxis kann nicht verstanden werden und Praxis ohne Theorie ist nie so optimal, wie mit Theorie.