Neues zur UIGEA

    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Die Pokerspieler haben es nicht geschafft ein Ausnahme darzustellen.

      Siehe Beitrag -> Quelle kann ich nicht nennen wg. Richtlinie PS.de

      US Finanzministerium und US Notenbank veröffentlichen UIGEA Regelungen
      2008-11-15
      Haley Hintze
      Im Rahmen einer heftig diskutierten Vorgehensweise haben das US Finanzministerium und die US Notenbank in den letzten Tagen der Bush-Regierung die gesetzlichen Regelungen und Abläufe zur Umsetzung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) veröffentlicht.

      Die Regulierungen sollen am 19.Januar 2009 in Kraft treten, also einen Tag bevor der gewählte Präsident Barak Obama sein neues Amt antritt. Grundsätzlich steht in den Regulierungen, daß den Finanzinstituten in den USA eine Sorgfaltspflicht auferlegt wird, welche die Institute dazu verpflichtet Transaktionen von Spielern zu Online Glücksspielseiten zu blockieren. Poker wird wie erwartet dabei keine Ausnahme darstellen, obwohl einige dutzend Pokerspieler bei der Erstellung der UIGEA darauf gedrängt hatten, daß Poker von den Regelungen nicht betroffen werden sollte. Banken und alle anderen betroffenen Finanzinstitute müssen die Forderungen der neuen Regelung bis zum 01.12.2009 umsetzen.

      Das dümmliche, 66-Seiten umfassende Dokument kann vielseitig interpretiert werden und bietet keine genauen Definitionen, die ersten 50 Seiten bestehen aus erklärenden Definitionen, nur die verbleibenden 16 Seiten bestehen aus den eigentlichen Regelungen. Ein Beispiel dafür ist die Erklärung des Unterschiedes "abhängig vom Glücksfaktor" und "überwiegend abhängig vom Glücksfaktor", wobei diese nicht nachvollziehbare Definition die Grundlage dafür bildet, daß das Finanzministerium entschieden hat, daß Poker und einige andere Skill-Games ebenfalls durch dieses Gesetz betroffen werden. Die schon vorher beschlossenen Ausnahmen für Pferderennen und virtuelle Sport-Ligas bleiben weiterhin erhalten.

      Obwohl der eigentliche Text der Regelungen im Moment gerade erst von Branchenexperten geprüft wird, werden einige Punkte jedoch schon beim ersten Durchlesen klar. Zu diesen Punkten gehören unter anderem folgende Aussagen:

      Die Blockierung von Transaktionen durch den UIGEA bezieht sich nur auf eine Richtung, nämlich Einzahlungen von Spielern auf Online Glücksspielseiten. Zahlungen – wie z.B. Auszahlungen von einer Online Glücksspielseite an Spieler, werden nicht blockiert. Diese Differenzierung wurde vorgenommen, damit Online Seiten nicht auf die Idee kommen die Einlagen der Spieler zurück zu halten.

      Der Begriff "Unlawful Internet gambling" wird in der Regelung erneut nicht definiert; das Dokument verweist hier auf die einzelnen staatlichen Regelungen und die Gesetze, welche sich auf Online Gambling beziehen. Wichtiger in diesem Bezug ist allerdings die Tatsache, daß aufgrund der Regelungen Glücksspiel im Internet zur staatlichen Angelegenheit erklärt wird. Also so etwas ähnliches, wie der Versuch des Staates Kentucky Glücksspiel Internetdomains zu beschlagnahmen, welche ihrer Meinung nach in Konkurrenz mit Kentucky's Pferderennen Industrie stehen.

      In den Regelungen steht: "Wir glauben, daß die Regelungen des Gesetzes nur auf Transaktionen anwendbar sind, welche nach geltenden US-Gesetzen (Staat oder Land) als rechtswidrig definiert wurden. Die Definition des Gesetzes im Bezug auf 'unlawful Internet gambling' sagt aus, daß eine Wette oder ein Einsatz dann ungesetzlich ist, wenn es in dem Land/Staat in welchen die Wette bzw. der Einsatz gemacht wurden, per Gesetz rechtswidrig ist dies zu tun".

      Bedingt durch die Regelungen werden die zu erwartenden Kosten für die Umsetzung des UIGEA die vorherige Planung enorm übersteigen und könnten bei dem einen oder anderen kleineren Finanzinstitut zur Pleite führen. Die Kosten werden mit 1 Millionen Mann/Stunden beziffert und 88 Millionen Dollar zusätzliche Kosten werden, obwohl diese Kosten zukünftig auch ganz schnell auf weit über 100.000.000 Dollar steigen können.

      Abwickler von Internetzahlungsverkehr, wie z.B. Western Union werden eine Freistellung für Zahlungen erhalten, welche direkt von ihren Büros gemacht werden; die veröffentlichten Regelungen verbieten aber Zahlungen an Online Glücksspielseiten durch solche Unternehmen.

      Aufrufe von Offiziellen, wie z.B. dem Abgeordneten Barney Frank, die UIGEA verständlich zu formulieren, wurden nicht beachtet. Eine Passage geht allerdings kurz auf die Bedenken von Frank ein, welcher sagte, daß die Umsetzung dem amerikanischen Bankensystem untragbare Lasten aufbürden würden. Dort wird gesagt, daß die Ersparnis durch das Wegfallen dieser Transaktionen die entstehenden Kosten mehr als Abdecken würde. Es wird außerdem behauptet, daß durch dieses Gesetz der Schutz von Minderjährigen und von Spielsüchtigen gewährleistet wäre.

      Die Reaktionen nach Veröffentlichung der Regelungen waren sehr unterschiedlich, hunderte von Quellen hatten sich mit der Story in den ersten Stunden nach der Veröffentlichung auf der Internetseite des US Finanzministeriums beschäftigt. Die US-Abgeordnete Shelley Berkley (D-NV) eine ausgesprochene Kritikerin des UIGEA, sagte lt. der Las Vegas Sun folgendes:" Die Regelungen bürden unserem Finanzsystem unnötige Lasten auf und das nur weil das Bankensystem hier in eine Position gedrängt wird, in welcher es gezwungen ist, staatliche Verordnungen durchzusetzen. Anstatt die Situation zu verbessern, sorgen diese Regelungen nur für weiters Chaos, unnötige Aufregung und unnötige Kosten für alle Betroffenen. Ich bin entsetzt darüber, daß unsere Nation in Zeiten, in welchen sie mit der schwierigsten Finanzkrise seit den 70ern zu kämpfen hat, durch ein Bush Gesetz in eine Situation gebracht wird in welcher unserem sowieso angeschlagenen Finanzsystem noch weitere unnötige Kosten entstehen".

      Die in Washington D.C. ansässige Poker Player's Alliance hat ein Statement veröffentlicht, in welchem sie die endgültige Fassung der Regelungen verurteilt, hat aber noch keine Angaben über ihre zukünftige Pläne gemacht. Der PPA Vorsitzende Alfonse D'Amato sagte:" Die PPA bleibt optimistisch, daß die neue Regierung und der neue Kongress den Misserfolg der UIGEA erkennen werden und im neuen Jahr kurzfristig entsprechende Schritte einleiten werden um dieses unsinnige Gesetz außer Kraft zu setzen".
  • 10 Antworten
    • TribunCaesar
      TribunCaesar
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2007 Beiträge: 13.264
      cliffnotes pls....
    • dhw86
      dhw86
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 12.263
      Original von hartiedd
      Das dümmliche, 66-Seiten umfassende Dokument kann vielseitig interpretiert werden ...

      ohne quelle nicht sonderlich neutraler beitrag ... von wo bitte hast du den text?
    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Original von dhw86
      Original von hartiedd
      Das dümmliche, 66-Seiten umfassende Dokument kann vielseitig interpretiert werden ...

      ohne quelle nicht sonderlich neutraler beitrag ... von wo bitte hast du den text?
      Aus einen anderen Pokerforum -> welches ich hier nicht nennen kann da sonst der Thread geclosed wird -> aber es ist eine Zuverlässige Quelle
    • Volli
      Volli
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2005 Beiträge: 239
      http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/bcreg/bcreg20081112a1.pdf

      Das müsste das Dokument sein.
    • TxPoker888
      TxPoker888
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 1.192
      Original von dhw86
      Original von hartiedd
      Das dümmliche, 66-Seiten umfassende Dokument kann vielseitig interpretiert werden ...

      ohne quelle nicht sonderlich neutraler beitrag ... von wo bitte hast du den text?
      Die Quelle ist offensichtlich eine Pokernews-Seite (am Rande bemerkt, finde solche Forenregeln, welche es verbieten, Quellen für News anderer Pokerseiten anzugeben, alles andere als hilfreich). Also sicherlich nicht ganz neutral, aber andererseits wirst Du sicherlich auch zustimmen, dass ein Gesetz, welches irgendwelche Glücksspiele in Online-Casinos mit Online-Poker undifferenziert gleichsetzt, durchaus als dümmlich bezeichnet werden kann.

      Was ich etwas vermisse, ist die breite Diskussion hier, was für Auswirkungen dies auf Online-Poker haben wird. Spielen wir auf Full Tilt und auf Stars bald fast ohne die Amis? Werden die Ami-Pokerspieler die neue Administration dazu bringen können, das Gesetz ausser Kraft zu setzen?

      Leider geht der Trend weltweit stark in Richtung Verbot (siehe auch den Thread zu Australien, den zu Österreich, etc.). Man muss sich fragen, wieso die Pokerspieler keine starke Lobby haben, welche die Politiker hier zurückpfeifen kann. Dies liegt sicherlich nicht an der Anzahl Pokerspielern weltweit. Schliesslich haben wir ja seit Jahren einen Pokerboom.
      Ich denke, der Grund ist das Phänomen, dass der typische Pokerspieler vom Spiel her gewohnt ist, ausschliesslich auf seinen eigenen Nutzen zu schauen, und dabei oft der Community-Gedanke leidet, es fällt den Pokerspielern scheinbar schwerer, zusammen auf ein gemeinsames Ziel zu arbeiten, ohne unmittelbar einen persönlichen Nutzen daraus ziehen zu können. Wir bräuchten aber mehr "Poker-Aktivisten" im Alltag und der Politik! ;)

      Auch sollte aktiv die Diskussion über Poker mit allen positiven und negativen Auswirkungen geführt werden, statt einfach auf das nächste Verbot zu warten und sich dann zu beschweren.
    • Volli
      Volli
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2005 Beiträge: 239
      Original von TxPoker888
      Original von dhw86
      Original von hartiedd
      Das dümmliche, 66-Seiten umfassende Dokument kann vielseitig interpretiert werden ...

      ohne quelle nicht sonderlich neutraler beitrag ... von wo bitte hast du den text?
      Die Quelle ist offensichtlich eine Pokernews-Seite (am Rande bemerkt, finde solche Forenregeln, welche es verbieten, Quellen für News anderer Pokerseiten anzugeben, alles andere als hilfreich). Also sicherlich nicht ganz neutral, aber andererseits wirst Du sicherlich auch zustimmen, dass ein Gesetz, welches irgendwelche Glücksspiele in Online-Casinos mit Online-Poker undifferenziert gleichsetzt, durchaus als dümmlich bezeichnet werden kann.

      Was ich etwas vermisse, ist die breite Diskussion hier, was für Auswirkungen dies auf Online-Poker haben wird. Spielen wir auf Full Tilt und auf Stars bald fast ohne die Amis? Werden die Ami-Pokerspieler die neue Administration dazu bringen können, das Gesetz ausser Kraft zu setzen?

      Leider geht der Trend weltweit stark in Richtung Verbot (siehe auch den Thread zu Australien, den zu Österreich, etc.). Man muss sich fragen, wieso die Pokerspieler keine starke Lobby haben, welche die Politiker hier zurückpfeifen kann. Dies liegt sicherlich nicht an der Anzahl Pokerspielern weltweit. Schliesslich haben wir ja seit Jahren einen Pokerboom.
      Ich denke, der Grund ist das Phänomen, dass der typische Pokerspieler vom Spiel her gewohnt ist, ausschliesslich auf seinen eigenen Nutzen zu schauen, und dabei oft der Community-Gedanke leidet, es fällt den Pokerspielern scheinbar schwerer, zusammen auf ein gemeinsames Ziel zu arbeiten, ohne unmittelbar einen persönlichen Nutzen daraus ziehen zu können. Wir bräuchten aber mehr "Poker-Aktivisten" im Alltag und der Politik! ;)

      Auch sollte aktiv die Diskussion über Poker mit allen positiven und negativen Auswirkungen geführt werden, statt einfach auf das nächste Verbot zu warten und sich dann zu beschweren.

      Ja recht hast Du, aber es ist kaum möglich hier über derartiges zu diskutieren, ohne dass mind. 20 Leute versuchen es ins Lächerliche zu ziehen mit Sprüchen wie:
      "LOL MORGEN SCHNELL AUSCASHEN"

      Und offizielle PS.de Methode ist meistens, Gesetze abwarten, und dann 30 Experten heranziehen, die dann die gegebenen Gesetze auswerten.

      Zu bedenken gilt wohl auch, dass ein solches konsequentes "Verbot" ähnliche Vorhaben hier sehr stark begünstigen würde, dh. für uns heißt das mit Sicherheit mehr als nur "weniger Fische auf PS und FT".

      An sich will ich niemanden ans Bein pinkeln, suche mir nur andere Foren, um mich darüber auszutauschen.
      Aber wenn hier eine gute Diskussion vorankäme, wäre das toll.
    • TxPoker888
      TxPoker888
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 1.192
      Ja recht hast Du, aber es ist kaum möglich hier über derartiges zu diskutieren, ohne dass mind. 20 Leute versuchen es ins Lächerliche zu ziehen mit Sprüchen wie:
      "LOL MORGEN SCHNELL AUSCASHEN"
      Damit hast du leider wohl recht.

      Zu bedenken gilt wohl auch, dass ein solches konsequentes "Verbot" ähnliche Vorhaben hier sehr stark begünstigen würde, dh. für uns heißt das mit Sicherheit mehr als nur "weniger Fische auf PS und FT".
      Genau das ist der Punkt; die USA haben hier wohl für viele Politiker Vorbildfunktion. Die Casinos, welche ihre Monopolstellung bedroht sehen (und oft in staatlicher Hand sind) sind eine starke Lobby, welche Politiker in solchen Ideen zusätzlich bestärken.

      An sich will ich niemanden ans Bein pinkeln, suche mir nur andere Foren, um mich darüber auszutauschen.
      Aber wenn hier eine gute Diskussion vorankäme, wäre das toll.
      #2
    • matusow
      matusow
      Bronze
      Dabei seit: 23.10.2006 Beiträge: 8.294
      - ab jan 2009 (eventuell erst dez weil die banken zeit bekommen sich einzurichten) weniger us-fische weil ihnen das ein- und auscashen erschwert wird:

      http://www.compatiblepoker.com/final-uigea.cms.htm
    • TxPoker888
      TxPoker888
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2007 Beiträge: 1.192
      Danke für den Link, ein interessanter Artikel.
      Am besten wäre es trotz allem natürlich, Obama würde diese last minute-Umsetzung des UIGEA bis am 19. Januar gleich bei Amtsantritt wieder rückgängig machen. Träumen darf man ja noch... :rolleyes:
    • Coldplay01
      Coldplay01
      Black
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 4.976
      was ich net versteh ist warum Pokerstars zB nicht hergeht und bei zb amazon (mu ja nicht in den USA sein, kann ja auch in .de, .fr usw) Gutscheine verkauft.
      ich mein, wenn Amis dann zb nen $100 Gutschein kaufen kann ja keiner nachvollziehen oder überprüfen was er da gekauft hat und amazon werden sie wohl net sperren.
      Kann dann jo sein das man das dann so macht wie mit der Paysafecard das man halt nen Code zugeschickt bekommt, den man dann bei Stars eingibt.

      Für die Auszahlung könnte sich das dann ja auch irgendwie regeln lassen.
      Stars könnte ja hergehn und die Kohle in Amazon- oder von mir aus auch Tankgutscheine tauschen wies ja jetzt auch mit den FPPs geht.

      Ich mein, die Leute die mehr gewinnen werden sowieso nen Weg finden, aber das wäre halt was für den normalen random Spieler.