ICM - Handrange einschätzen

    • Strudl18
      Strudl18
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2008 Beiträge: 6
      Bin jetzt mal das Rechenbeispiel durchgegangen bei dem ICM Artikel. Habe im Grunde die Berechnung von EV Werten verstanden, jedoch verstehe ich nicht das mit dem Einschätzen der Handrange des Gegners.

      Wie macht das ein ICM Calculator?

      Im Strategie Artikel wir einfach gesagt das die Gegner im SB und BB mit 88+, A8+ oder besser Callen. Ich will davon ausgehen das alle am Tisch 100% nach ICM spielen, dann muss es doch möglich sein die Handrange genau zu bestimmen oder geht ein ICM Calculator auch nur her und liest aus einer Tabelle aus, welche durchshcnittliche Handrange in dieser Position mit dem Stack 1000er Spieler ist??

      Wenn sich jemand damit auskennt bitte ich um ein kl. Rechenbeispiel oder eien Erklärung....


      Danke
  • 2 Antworten
    • Bobbs
      Bobbs
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2006 Beiträge: 4.264
      Bei dem Independet Chip Model handelt es sich um ein Modell, das zu gegebenen Stacksizes den Dollargegenwert der einzelnen Stacks schätzt.
      Statt 1000 Chips sitzt du mit 55$ am Tisch.
      Nach ICM spielen bedeutet also, dass man anstatt seine Odds in Chips zu betrachten mit seinen Odds in $ rechnet um zu einer Entscheidung zu kommen.
      Beim Betrachten der Odds spielt die gegnerische Range noch keine Rolle.
      Erst nachdem du deine "richtigen" Odds kennst, kannst du abschätzen, ob du genügend oft gegen die Hände aus seiner Range gewinnen wirst um durch deine Entscheidung langfristig Geld zu verdienen.

      Der ICM Nash Calculator berechnet ein Nashgleichgewicht für die gegebenen Stackgrößen.
      Z.B. muss im Headsup gelten, dass der Erwartungswert des SB unabhängig von seiner getroffenen Wahl dem Erwartungswert nach einem Fold entsprechen muss.

      Wie der Nashcalculator die Ranges nun genau ausrechnet, kannst du womöglich mit Hilfe der Forensuche finden. Da dieser das Gleichgewicht aber mit Hilfe eines Algorithmus mit 300 Iterationen "findet", sollte es dir einigermaßen schwer fallen es mit der Hand nachzurechnen.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Im Studium musste ich schon einige Nash-Gleichgewichte von Hand berechnen - die sind dann aber natürlich nicht im Ansatz annähernd so komplex.
      Die Grundidee beim Pokern ist halt folgende: Pushe ich looser, kann er looser callen. Wenn er looser callt fange ich an tighter zu pushen. Wenn er das merkt wird er auch tighter beim callen. Dadurch kann ich dann wiederum looser pushen...
      Man nähert sich so einem Gleichgewicht, also einer bestimmten Range für beide Spieler bei der keiner mehr einen Vorteil hat seine Range anzupassen.