umsetzen seiner "Fähigkeiten"

    • kracher80
      kracher80
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2008 Beiträge: 1.077
      Hallo liebe Gemeinde ;)

      ich habe zZ folgendes Problem:

      aktuell spiele ich .5/1 SH auf Stars und bin nach 11k Händen -20BB grml^^

      Eines meiner großen Leak hierbei ist - glaube ich - dass ich das, was ich weiß, an den Tischen nicht so recht umsetzen kann...
      Ich glaube sogar cjheigl hat von einem ähnlichen Problem in einem anderen Thread berichtet...

      Ich bin selbst relativ aktiv im Handbewertungsforum, meist, indem ich andere Hände bewerte. Hierbei schneide ich meist ganz gut ab, so will ich es mal nennen...
      An den Tischen missplaye ich aber ziemlich oft meine Hände, weil ich die Denkweise nicht reinbekomme ich mein Play :(

      An der Anzahl der Tische liegt es nicht^^ ich spiele drei Tische und nie mehr...
      Vielleicht hatte ja mal jemand mit einem ähnlichen Prob zu "kämpfen" und hat einen Tip =)

      Grüße
      Kracher
  • 7 Antworten
    • konsch86
      konsch86
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2006 Beiträge: 539
      handbewerten und hände spielen ist etwas verschiedenes,
      es gibt spieler auf kleinen limits die können hände von weit höheren limits bewerten, mit ranges etc. und es gibt spieler die spielen erfolgreich höhere limits, aber eher nach "gefühl" und können dies schwer in worte packen, ihr gefühl beruht auf erfahrung.
      diese erfahrung musst du dir auch aneignen indem du viel spielst!
      es ist wichtig sich mit theorie zu beschäftigen, aber nichts ersetzt die erfahrung, die kannst du durch nichts ersetzen. denn wenn man davon ausgeht,dass du intelligent bist, und über kein pokerwissen verfügst und dir keiner die theorie lehren würde, könntest du trotzem ein perfekter spieler werden wenn du nur lange genug spielen würdest. diese verbesserung würdest du durch trial und error erfahren.
      beispiele sind hier viele live pros, phil ivey spielt(e) (hab ich aus nem interview 2004) 50 - 90 h poker pro woche, und er hat sich nie mit der theorie beschäftigt, trotzdem ist er der beste pokerspieler der welt.
    • kracher80
      kracher80
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2008 Beiträge: 1.077
      ich hoffe, die Antwort ist so "einfach"!!!

      Denn dann wird sich das Problem ja sozusagen von alleine mit der Zeit lösen :P
      Denn spielen werde ich auf jeden Fall weiter und zwar so lange, bis ich die Scheisse endlich beat habe!

      Aber du hast sicher zum Teil Recht, Fullring habe ich ähnliches gehabt und mich mit der Zeit aber immer besser in den Händen gefühlt...vielleicht sind die ersten 10k Hände einfach noch nicht wirklich genug, um mich SH heimisch zu fühlen =)

      danke schonmal

      Kracher
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von konsch86
      handbewerten und hände spielen ist etwas verschiedenes,
      es gibt spieler auf kleinen limits die können hände von weit höheren limits bewerten, mit ranges etc. und es gibt spieler die spielen erfolgreich höhere limits, aber eher nach "gefühl" und können dies schwer in worte packen, ihr gefühl beruht auf erfahrung.
      diese erfahrung musst du dir auch aneignen indem du viel spielst!
      es ist wichtig sich mit theorie zu beschäftigen, aber nichts ersetzt die erfahrung, die kannst du durch nichts ersetzen. denn wenn man davon ausgeht,dass du intelligent bist, und über kein pokerwissen verfügst und dir keiner die theorie lehren würde, könntest du trotzem ein perfekter spieler werden wenn du nur lange genug spielen würdest. diese verbesserung würdest du durch trial und error erfahren.
      beispiele sind hier viele live pros, phil ivey spielt(e) (hab ich aus nem interview 2004) 50 - 90 h poker pro woche, und er hat sich nie mit der theorie beschäftigt, trotzdem ist er der beste pokerspieler der welt.

      diese Meinung halte ich für sehr fragwürdig und vorallem für gefährlich...
      "trial & error" klappt beim Poker nicht, da das menschliche Gehirn nicht in der Lage ist sich die Geschehnise objektiv zu merken: du merkst dir schlechte Dinge viel mehr als gute Dinge (z.B. hat der Gegner "immer" die bessere Hand, wenn man nen Crying Call macht...). Es gibt noch mehr Fallen in die man tappen kann...

      Wenn ein guter Spieler nach "Gefühl" spielt, dann ist das nichts anderes als die Fähigkeit die ganzen komplexen Überlegungen (mit Range, EQ etc.) ungefähr abzuschätzen und zu einem guten Ergebnis zu kommen. Diese Fähigkeit kann man (imo) gar nicht oder nur sehr schwer durch reines Spielen erlernen. Ich denke die Kombination aus Theorie (Hände besprechen, Videos/Coachings gucken, Theorien diskutieren) und Praxis machens im Endeffekt...

      @Topic:
      11k Hände sind auf SH jetzt nicht so die Welt...spiel mal noch 11k, wenn du dann immer noch Break-Even sein solltest, kannst du anfangen dir sorgen zu machen (was nicht heißt, dass nicht auch jetzt versuchen solltest besser zu werden) =)
    • Dawnhun1er
      Dawnhun1er
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 1.591
      Original von NoSekiller

      @Topic:
      11k Hände sind auf SH jetzt nicht so die Welt...spiel mal noch 11k, wenn du dann immer noch Break-Even sein solltest, kannst du anfangen dir sorgen zu machen (was nicht heißt, dass nicht auch jetzt versuchen solltest besser zu werden) =)
      Ich glaube, hier entsteht ein falscher Eindruck, NoSekiller! Auch nach 20k Händen ist es durch aus möglich noch BE zu spielen. Klar wird es mit steigendem Skill immer unwahrscheinlicher, dass man längere Zeit BE spielt, aber unmöglich sind auch 100k Hände nicht.

      BE Graphen
    • VirtualBlue
      VirtualBlue
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2007 Beiträge: 969
      Ich kenne das Problem sehr gut, da ich auch jemand bin, den die theoretische Seite am Poker sehr interessiert und der schon allein deswegen viele Videos schaut und oft im HB-Forum unterwegs ist.

      Trotzdem war ich die letzten 10k Hände SH mit -5BB/100 unterwegs, als ich dann wieder auf FR wechselte, ging es wieder etwas rauf.

      Du musst dir einfach klar machen, dass die meisten Gegner auf den SH-Micros (gerade auf Stars) weit davon entfernt sind, 'vernünftiges' Poker zu spielen bzw so, wie wir es hier lernen. Da wird dann halt in jeder zweiten Hand mit irgendwelchem Crap rumgeballert, als ob es kein Morgen gäbe und es wird sehr schwer, den Gegnern eine Handrange zu geben.

      Daher musst du einen Blick dafür bekommen, welche Hände du wirklich schlecht gespielt hast (und warum) und welche halt einfach nur scheiße gelaufen sind. Und auf 10k Hände kann ne Menge scheiße laufen, soviel ist sicher :D

      Also einfach weiter zocken, solange du die BR hast. Zwischendurch kannst du ja auch mal wieder ne Session FR einlegen, wenn das bei dir gut lief. Und wie die anderen schon sagten, 11k Hände sind wirklich nicht sooo viel.


      Original von Dawnhun1er
      Auch nach 20k Händen ist es durch aus möglich noch BE zu spielen. Klar wird es mit steigendem Skill immer unwahrscheinlicher, dass man längere Zeit BE spielt, aber unmöglich sind auch 100k Hände nicht.

      BE Graphen
      Na ja, kommt aber auch drauf an, welches Limit man spielt und ob man zu Tilt neigt. Ab 3/6 wird die Edge merklich kleiner, da sind lange Durststrecken schon möglich, aber wenn man auf .50/1 SH 100k Hände be ist, macht man wirklich was falsch imho :P
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von Dawnhun1er
      Original von NoSekiller

      @Topic:
      11k Hände sind auf SH jetzt nicht so die Welt...spiel mal noch 11k, wenn du dann immer noch Break-Even sein solltest, kannst du anfangen dir sorgen zu machen (was nicht heißt, dass nicht auch jetzt versuchen solltest besser zu werden) =)
      Ich glaube, hier entsteht ein falscher Eindruck, NoSekiller! Auch nach 20k Händen ist es durch aus möglich noch BE zu spielen. Klar wird es mit steigendem Skill immer unwahrscheinlicher, dass man längere Zeit BE spielt, aber unmöglich sind auch 100k Hände nicht.

      BE Graphen
      ja ok...ein falscher Eindruck könnte durch meinen Satz entstehen^^ gemeint wars eher: bis 11k Hände passiert das ständig...bei 20k Hände steigt langsam die Wahrscheinlichkeit, dass er auch ein paar Leaks hat^^
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Original von NoSekiller
      Original von konsch86
      handbewerten und hände spielen ist etwas verschiedenes,
      es gibt spieler auf kleinen limits die können hände von weit höheren limits bewerten, mit ranges etc. und es gibt spieler die spielen erfolgreich höhere limits, aber eher nach "gefühl" und können dies schwer in worte packen, ihr gefühl beruht auf erfahrung.
      diese erfahrung musst du dir auch aneignen indem du viel spielst!
      es ist wichtig sich mit theorie zu beschäftigen, aber nichts ersetzt die erfahrung, die kannst du durch nichts ersetzen. denn wenn man davon ausgeht,dass du intelligent bist, und über kein pokerwissen verfügst und dir keiner die theorie lehren würde, könntest du trotzem ein perfekter spieler werden wenn du nur lange genug spielen würdest. diese verbesserung würdest du durch trial und error erfahren.
      beispiele sind hier viele live pros, phil ivey spielt(e) (hab ich aus nem interview 2004) 50 - 90 h poker pro woche, und er hat sich nie mit der theorie beschäftigt, trotzdem ist er der beste pokerspieler der welt.

      diese Meinung halte ich für sehr fragwürdig und vorallem für gefährlich...
      "trial & error" klappt beim Poker nicht, da das menschliche Gehirn nicht in der Lage ist sich die Geschehnise objektiv zu merken: du merkst dir schlechte Dinge viel mehr als gute Dinge (z.B. hat der Gegner "immer" die bessere Hand, wenn man nen Crying Call macht...). Es gibt noch mehr Fallen in die man tappen kann...

      Wenn ein guter Spieler nach "Gefühl" spielt, dann ist das nichts anderes als die Fähigkeit die ganzen komplexen Überlegungen (mit Range, EQ etc.) ungefähr abzuschätzen und zu einem guten Ergebnis zu kommen. Diese Fähigkeit kann man (imo) gar nicht oder nur sehr schwer durch reines Spielen erlernen. Ich denke die Kombination aus Theorie (Hände besprechen, Videos/Coachings gucken, Theorien diskutieren) und Praxis machens im Endeffekt...

      @Topic:
      11k Hände sind auf SH jetzt nicht so die Welt...spiel mal noch 11k, wenn du dann immer noch Break-Even sein solltest, kannst du anfangen dir sorgen zu machen (was nicht heißt, dass nicht auch jetzt versuchen solltest besser zu werden) =)
      Nicht fragwürdig, sondern mMn falsch. Analysen und Berechnungen müssen einfach gemacht werden, da hilft auch keine Erfahrung. Ich kann mich ja auch nicht jahrelang in Mathe-Vorlesungen setzen und allein aus dieser Erfahrung neue Rechnungen/Beweise durchführen.
      Und trial-and-error ist gerade das, wogegen man als Pokerspieler ankämpfen muss, denn Entscheidungen dürfen nie vom Ergebnis her beurteilt werden, sondern immer rein rational.
      Letztlich ist es so, dass Erfahrung nicht zu Verständnis führt und das ist der springende Punkt: Verständnis -> korrekte Anwendung. Deswegen kann man sich z.B. noch so viele Videos von winning players anschauen - ohne Eigeninitiative wird nicht viel dabei rumkommen.


      edit @ topic ;) :

      Der Grund für die Skill-Unterschiede zwischen tables und z.B. HBForum ist vor allem die Nervosität. Solche Unterschiede in den Fähigkeiten sind schließlich schon aus anderen Bereichen bekannt. Um diese Diskrepanz abzubauen, da kann Erfahrung tatsächlich helfen, da man sich mehr an die Situation gewöhnt und dadurch automatisch ruhiger wird. Das hängt aber auch stark vom Spieler ab. Bei vielen wird es so sein, dass sie dann beruhigt spielen, wenn sie sich 100%ig sicher sind, einen edge zu haben. Dann bringen einem nämlich beats nicht mehr aus der Ruhe. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Lernen der Schlüssel zum Erfolg ist, da sich dann nicht nur der Skill erhöht, sondern auch der Skill-Unterschied "on <-> offline" sinkt, insbesondere weil durch die verbesserte Routine im Sichentscheiden die Entscheidungen unter Zeitdruck leichter fallen.