Frustiert durch verfehlte Zielsetzung

    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Wollte mal ein Thema ansrechen wie Ihr euer Selbstmanagement in den Griff bekommt.

      Kurz zu meinen Problem.

      Ich plane sehr sorgfältig jeden 1. des Monats was ich mir realistisch vornehmen kann -> am 30. wird dann Bilanz gezogen

      Manchmal habe ich mein Monatsziel bereits nach 10 Tagen oder kürzer geschafft und ich spiele wirklich nur noch wenn ich Lust habe, ich hatte Dadurch schon oft Monate wo ich meine Ziele weit übertroffen hatte.

      DAher 1. Frage -> Formuliert Ihr klar eure Ziele was Ihr schaffen wollt.

      Jetzt kommt der Umkehrschluß ein Monat wil trotz 50k Hands+ nicht laufen und mann Spielt BE oder manchmal sogar mit ein Minus.

      Ich bin dann immer der Meinung mehr Spielen zu müssen um das wieder aufzuholen -> ist das Gut ???

      Kurz gesagt ich motiviere mich mehr zum Spielen wenn es nicht läuft und wenn das weiter nicht läuft ist mann sehr angefessen und schlecht gelaunt.

      Tilten tue ich nur Emotional und es wirkt sich kaum auf mein Spiel aud , denn ich schaue mir danach seit NL200 jede Session genau an.

      Wie kann mann die Scheiß Laune Abstellen zzw. noch abgeklärter werden??? Spiele mit ca. 50 Stacks Overall BRM

      Ich denke trotzdem noch zu oft in Geld und bin richtig Mies drauf wenn ich mal in 3k Hands 5k droppe auf z.b NL400 ( obwohl es normale Varinaz ist).

      Vielleicht gibt es ein paar hier den es Ähnlich geht.
  • 12 Antworten
    • RedMoon
      RedMoon
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.675
      Original von hartiedd

      DAher 1. Frage -> Formuliert Ihr klar eure Ziele was Ihr schaffen wollt.

      Ja, =)

      nach 1,5 Jahren rumgedonke mit wenig Strategie cashout --> 6 Wochen Pause (dann ernsthaft nachgedacht, was ich eigentlich wie erreichen will --> Neustart mit 53,xx$ Reserve (für das ausgecashte was schönes gegönnt).

      Meine Ziele:

      - mehr Theorie pauken,

      - spielen, so gut wie ich kann,

      - kein "Tilten" (in welcher Form auch immer),

      - min. 8.000 Hände pro Monat,

      Das ziehe ich jetzt seit 2 Monaten und knapp über 16.000 Händen durch. Alle Ziele eingehalten, positive Winrate. Be happy. =)

      (Momentan noch NL5$, interessiert keine Sau. Aufstieg auf interessante Limits kommt, wenn die BR und ich soweit sind. Dauer? Wayne!!)
    • cobalamin
      cobalamin
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2008 Beiträge: 91
      @RedMoon
      Spielst du mit deiner Reserve die SSS oder BSS?
    • TryToGetYou
      TryToGetYou
      Black
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 4.889
      Original von hartiedd
      Ich plane sehr sorgfältig jeden 1. des Monats was ich mir realistisch vornehmen kann -> am 30. wird dann Bilanz gezogen
      imo is genau das der fehler

      schaffst du dein ziel nach 10 Tagen, verschenkst du Geld weil du nicht mehr spielst, bzw keine Lust mehr dazu hast, sei es weil du denkst, du bist für den Monat quasi "fertig" oder weil du nicht mehr verlieren möchtest, was du für den Monat schon rein hast und man quasi angst hat unter das ziel wieder drunter zu rutschen.

      schaffst du dein ziel sowieso bis zum ende nicht, biste deshalb genervt und vor allem eventuell auch schon 2 Wochen vorher gefrustet weil es eventuell schon absehbar is, das es nix wird.

      Nirgends passt der Spruch mit "one big session" besser als hier.
      Bei dir hat das Jahr halt 12 medium Sessions.

      So blöd wie es klingt, aber Letzten Endes kommts halt wie es kommt.


      wird dir zwar nichts geholfen haben, und ich hab auch keine ahnung ob das überhaupt das thema trifft was du wissen willst, aber mir is das grad so in den Kopf gekommen und löschen tu ichs jez nich mehr =)
    • Feiran
      Feiran
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2006 Beiträge: 406
      Ziele sind schön und gut, vor allem wenn man Motivationsprobleme hat, aber man sollte es nicht übertreiben. Schafft man sein Monatsziel mal nicht, sollte man nicht noch mehr spielen um es vielleicht noch irgendwie hinzubiegen, das geht meistens nur schief.

      Das es einen mitnimmt, wenn man mal nen paar K gedroppt ist, sollte normal sein. Richtig davon los kommste wohl nur, wenn du mehr Abstand vom Geld nimmst, was aber nicht unbedingt von Vorteil ist.
      Man sollte schon einen gewissen Bezug zum Geld erhalten und nicht alles rausschleudern, nur weil man im Monat nen paar K Euro mit pokern machen könnte, wenns gut läuft.

      Grundsätzlich solltest du deine Pokerkarriere nochmal revue passieren lassen, wenns mal wieder schlecht läuft. Was du dir von outcashes schon alles gekauft hast und evtl. noch kaufen können wirst. Das hilft mir meistens immer mich in schlechten Zeiten zu motivieren, denn einige Sachen gäbe es ohne Pokern wohl nicht in meinem Haushalt.

      Ich formuliere für mich nur klare Jahresziele, für die jeweiligen Monate nehme ich mir eigentlich keine richtigen Ziele um mich nicht unter Druck zu setzen.
    • RedMoon
      RedMoon
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.675
      Original von cobalamin
      @RedMoon
      Spielst du mit deiner Reserve die SSS oder BSS?
      Begonnen habe ich mit den 53,-$ auf Stars, BSS. NL 0,01$/0,02$. Bei 100,-$ aufgestiegen auf NL 0,02$/0,05$. Bin jetzt bei ~109,-$ und grad mal 1.600 Hände auf NL5$.

      Plan ist, mindestens 15.000 Hände auf NL5$ spielen, bis 200,-$ - 220,-$, dann NL10$ ausprobieren. Wenn ich mehr Hände dafür brauche, auch nicht schlimm.

      Für die untersten Limits sollten so ~20 Stacks ausreichend sein. Nach NL10$ werde ich immer mehr Stacks aufbauen bevor ich das Limit wechsele.

      Und immer schön Theorie lernen. Da habe ich noch einen großen Nachholbedarf, weil ich vor meiner Pause zu faul und zu stur war. =)
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Hab 50% der BR nu ausgecasht und werde nach den Klausuren erst wieder spielen ... hatte ne zu Lange Pause von 5 Wochen und dann nen Up bin direkt auf NL 50 und es gign weiter ab dann kam der derbe Absturz... und es geht mir zu sehr auf die Eier was eine spielen und wie ... dazu kamen ca 4 Stacks Tilt ... allerdings war ich selbst davon bei 2en vorn ... Werde erstmal meine Uni Klausuren nu schreiben und dann mal ernsthaft überlegen wie ich Poker angehen soll ... Ich bin immer noch viel zu mittelmäßig...
    • mcrs80
      mcrs80
      Global
      Dabei seit: 11.06.2008 Beiträge: 1.351
      was mir immer am meisten hilft, egal obs gut oder schlecht läuft, sind Leute, mit denen ich Hände, Situation und Swings diskutieren kann! Es ist ganz wichitg kritikfähig zu sein und sich auszutauschen. Gemeinsam ist mehr motivation im Spiel und man pushed sich gegenseitig positiv...
    • Archaon2k2
      Archaon2k2
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2005 Beiträge: 856
      Interesanter Thread, ich wollte gerade einen eigenen Thread zum selben Problem aufmachen, denn ich muss zugeben:


      Ich habe das selbe Problem.


      Spiele seit ca. zwei Jahre SnG´s mit durchschnittlich 10% ROI bis einschließlich den 33ern und bin vor einiger Zeit auf die 55er Limits aufgestiegen. Da ich ein sehr robustes BR habe steht auch auf absehbarer Zeit kein Abstieg an (zumindest nicht deswegen).

      Nun nehme ich mir immer wieder größere und kleinere Ziele vor (eigentlich wollte ich zum 1.1. einen Blog starten mit dem Titel "Projekt 100K" - aber nun bin ich schon seit zwei Monaten mehr oder weniger Break-even (bin mit 10K auf die 55er gewechselt und pendel seit dem +/- 25 BI. Und das nicht weil meine Gegner so gut geworden sind (großteils sind es die selben wie auf den 33ern) sondern weil ich gefühlte 80% aller wichtigen Coinflips verliere.

      Ich schaffe es zwar rational weiterzuspielen, aber emotional bin ich bei fast jeder Session am tilten. Nachdem ich gerade eben wieder verloren habe (zwar nur 2BI - quasi nichts) habe ich beschlossen erst mal auf den 33ern weiterzumachen und mich auf Turniere zu konzentrieren.
    • Nakaschi
      Nakaschi
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2008 Beiträge: 1.340
      Nach einigen gescheiterten Versuchen mir bezogen auf Limit oder Bankroll Ziele zu setzen, bin ich dazu übergegangen, Ziele zu nehmen, die ich definitiv erreichen kann. Also z.B.: bis dann und dann dieses oder jenes Buch durchgearbeitet, so und so viele Hände angesehen und bewertet....

      Alles andere führt nur zu Frustration.
    • BLANKO
      BLANKO
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 758
      wenn ihr euch ziele setzt, dann sollte man primaer solche waehlen die man auch selbst beeinflussen kann.
      zb. ---> handzahl (a-game)
      den profit kann ich direkt nicht beeinflussen (up und downswing orientieren sich leider nicht an meinem zeitplan ), allso ist es als ziel sehr bedingt geeignet und fuehrt zu grossen motivationsproblemen.(auf beiden seiten , beim zu frueh erreichen und wenns aussichtslos scheint).
      profitziele machen nur sinn ueber laenge perioden (zb 1/2 jahr oder > 100k haende)
      und selbst da dann nur ganz grob. als ziel zum beispiel ptBB >2 (levelabhaenig) . nun sehe ich ob ich auf dem richtigen weg bin um ....., oder muss ich korrigierend eingreifen und zb. mehr in theorie investieren.
    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Vielen Dank für die sehr Konstruktiven Beiträge, speziell von Rennwurm und BLANKO

      Ich denke ich werde etwas an der Zielplanung ändern ab 2009 und mir wirklich ehr ne feste Handanzahl setzen und auch Rakeback (Milestones und Status)

      Ich denke ich bin in meiner Planung schon sehr gut und finde auch das das VIP Programm sehr gut um sich klar zu Motivieren.
    • pokerr4b3
      pokerr4b3
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2007 Beiträge: 1.955
      Ich denke Ziele können sich positiv auswirken ,wenn man sie gut setzt und umgekehrt.
      Ich bin leider noch kein Meister der Materie. Bei mir verläuft alles recht unregelmäßig und deshalb nehme ich mir jetzt Ziele und dokumentiere besser. (klappt auch noch nicht ganz wegen undiszipliertheit und fehlender Motivation zur falschen Zeit)

      Ich denke sobald man ein Ziel erreicht hat , sollte man neu nachdenken.
      Was will ich jetzt ? Noch mehr Zeit in Pokern investieren oder wenn man was anderes machen will ,dann bitte die Zeit hat man sich erarbeitet sozusagen)

      Wofür sind Ziele?
      Man macht sich klar was man will und wann man es will.
      So kann man auch planen und seine Ressourcen zuteilen.
      Wenn du dein Ziel nach 10 Tagen erreicht hast:
      Hast du andere Sachen vernachlässigt?
      Wenn nein -> Du hast Potential. Wofür willst du es nutzen?

      Bei mir ist es umgekehrt. Ich setze mir irgendwie nie Ziele die ich erreichen kann und bin eher frustiert.

      Wenn du sagst du tiltest nicht vom Spiel , sondern emotional:
      (also du wirst sicher mehr Erfahrung haben , als ich tilte in beiden Formen ab und zu)

      Während meines Downs habe ich viel in 2+2 Foren gelesen und mir ist klar geworden , was für eine junge Pokerkarierre eigentlich fast alle Pokerstrategen haben.
      Ich denke wir sind eine sehr starke , engagierte und intelligente Community , aber erfahren sind wir nicht gerade. Klar haben einige schon ihre paar 100000 Hände gespielt usw , aber kann man das mit einer 20-jährigen Erfahrung vergleichen? Zumindest in Sachen Selbstbeherrschung und die Form , wie wir Pokern unser Leben beeinflussen lassen müssen wir noch viel lernen.

      In der Uni habe ich gerade das Fach Entscheidungstheorie , da geht es hauptsächlich und Ziele und was ich daraus mitnehmen kann:

      (ich denke die Formeln usw werde ich wohl nie in die Praxis umsetzen)
      Aber es ist zunächst wichtig seine Ziele genau zu definieren. Man erstellt zunächst ein Zielsystem.
      Es beinhaltet alle Fundamentalziele ( meistens Kontextabhängig ,aber im Prinzip kann man es auch sehr abstrakt machen).
      Hab dazu auch schon einiges in meinem Erlebnisbericht geschrieben , aber war mehr spontan und nicht besonders strukturiert.

      Meine Pokerziele waren:

      Spaß , geistige Entwicklung , Wettkampf , Freundschaften , Geld

      Ich denke einen komplexen Ansatz zu wählen bringt eine gewisse Sicherheit und senkt die Varianz der Sinnhaftigkeit des Pokerns :)

      Was meine ich: Dadurch ,dass man sich nicht nur an Winnings orientiert oder gespielten Hände , sondern auch den Spaß , Freundschaften , den Spieltrieb der durch Wettkampf befriedigt wird und seine geistige Entwicklung mit einbezieht ,sollte man das ganze nicht in Frage stellen ,weils an den Tischen nicht läuft.
      Ich habe gerde den Standpunkt :
      Man kann Pokern ganz gut mit Leistungssport oder zumindest mit Schach vergleichen( natürlich hat Pokern noch die Glückskomponente) ,aber :
      was braucht man( das könnten dann die Ziele sein)

      Man kann nicht ständig Hochleistung bringen , aber man muss trotzdem seine Leistungsfähigkeit erhalten oder besser ausbauen.

      Trainingsblock: naja da wird hier viel geboten kennt ja jeder

      aufwärm Training oder Konditionstraining:
      multitablen auf 1-2 Limits unter dem derzeitigen Stammlimit
      (vielleicht ist das gerade nur ein Hirngespinnst von mir)

      Wettkampf: Hochkzentriertes Spielen auf dem derzeitigen Limit
      (die Gegner sind nicht soviel schlechter als man selbst und man muss sich genau auf sie Konzentrieren und sich Wege aneignen sie zu schlagen)

      ChillOut : Im Forum rumhängen /chatten / Skypen

      Naja irgendwie muss ich mal lernen auf den Punkt zu kommen...

      Fazit: Ziele sind letztlich die Essenz und der Antrieb ,warum wir überhaupt etwas machen. Wir sind unerfahren und machen letztlich alles wie wir es für richtig halten und lesen uns alles zusammen.

      Wir werden von niemandem intensiv betreut und machen deshalb alle unsere Fehler. Die einen mehr die anderen weniger ,weil man durchaus aus vielen anderen Lebensbereichen profitieren kann.

      Wie auch immer diese Ideen sind noch nicht ausgereift ,aber ich werde mir demnächst meine Trainingspläne machen und auch versuchen durchzuziehen , aber meistens ist es gescheitert ,weil Poker eben doch nur ein Hobby ist :)