60 Minutes und die Superuser Account Affäre

    • Vince1979
      Vince1979
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2007 Beiträge: 265
      Hi,

      heute Abend läuft in den USA "60 Minutes" mit der Sendung über die Superuseraffäre mit dem Titel "How Online Gamblers Unmasked Cheaters".

      edit: http://www.cbsnews.com/video/watch/?id=4639016n

      Auf der Seite der Washingtonpost ist auch ein Artikel, der sich mit dem Thema befasst.






      Erstellt von Moderator Schalle

      P.S.: Ultimate Bet gehört denselben Leuten wie Absolute, zudem ist es *ein* Network.

      Absolute Poker und die Superuser Account Affäre

      Was war passiert?
      Anfang September kam es zu einem Vorfall in einem Turnier auf Absolute Poker. Der Zweitplatzierte bei diesem Turnier hatte das Gefühl, dass der Gewinner mit dem Nickname potripper betrogen hatte, woraufhin er eine E-Mail an Absolute Poker verfasste. Als Antwort erhielt er eine Excel-Datei zurück, die auch, wie sich später rausstellte, alle Hand Historys aller Spieler inklusive der Starthände beinhaltete. Diese wurde zur Untersuchung an den Besitzer von pokerdb.com und Bluff Media Teilhaber geschickt.

      In der Zwischenzeit kamen im 2+2 Forum noch andere Gerüchte auf, die besagten, dass der Spieler potripper in High Stakes Partien sehr merkwürdig spielen würde. Es wurden Hand Historys von Partien gepostet, in denen er preflop foldete, sobald andere Mitspieler ein hohes Pocket Pair hielten, oder in denen er jedes Mal mit marginalen Holdings wie einem Underpair bettete, wenn sein Gegner nichts auf der Hand hielt. Es gab auch einige Aufzeichnungen von Händen, in denen potripper first act foldete und zwar gerade dann, wenn sein Gegner die Nuts hielt. Die Spekulationen gingen so weit, dass von einem Superuser-Account die Rede war, der die Starthände aller Spieler am Tisch sehen konnte.

      Bei den Untersuchungen der Hand Historys des Turniers stellte sich heraus, dass in ihnen auch die Accounts der Zuschauer gespeichert waren, die nicht aktiv beteiligt waren, sondern nur das Spiel verfolgten. Auffallend war, dass ein Account den jeweiligen Tisch von potripper über die gesamte Zeit des Turniers hinweg beobachtete. Es zeigte sich später, dass die zum Account des Beobachters gehörende E-Mail-Adresse zu einem Server zurückverfolgt werden konnte, der im Rechenzentrum der Zentrale von Absolute Entertainment steht und dem Geschäftsführer von Absolute Poker, Scott Tom, gehört.

      Kurz nachdem diese Informationen im 2+2 Forum veröffentlicht wurden, entfernte Absolute Poker den Mail-Server, woraufhin sich die Spekulationen überschlugen, dass es besagten Superuser-Account tatsächlich gab und dieser sogar vom Geschäftsführer von Absolute Poker benutzt wurde.

      Absolute Pokers Reaktion
      Als die genannten Informationen öffentlich wurden, gab es von Seiten Absolute Pokers keinerlei Einlassungen zu den Vorfällen und es wurde versichert, dass es sicher sei, auf ihrer Seite zu spielen. Über zwei Wochen hinweg verfolgte Absolute Poker diese Politik des Verschweigens, bis schließlich der Druck der Spieler zu groß wurde. Ein Anruf seitens eines Spielers beim Support von Absolute Poker führte zur mehr als merkwürdigen Aussage des Support-Mitarbeiters, dass "99% der Spieler die Starthände der anderen Spieler nicht sehen kann.“

      Nachdem diese Aussage veröffentlicht wurde, erschien eine Pressemitteilung von Absolute Poker, in der es hieß, es würde eine interne Untersuchung zu den Vorfällen geben. Kurze Zeit später erhielt ein anderer Spieler die Mitteilung, dass eben jene Untersuchung ergeben hätte, dass es keinerlei Betrugsversuche nachweisbar seien, aber dass eine externe Firma, Gaming Associates, damit beauftragt würde, die Vorfälle zu untersuchen. Außerdem wurde behauptet, dass Scott Tom schon seit über einem Jahr nicht mehr für Absolute Poker tätig sei. Nach einiger Zeit stellte sich dann heraus, dass der Account mit dem Namen potripper A.J. Green gehört. Dieser war führender Mitarbeiter bei Absolute Poker und ein guter Freund von Scott Tom.

      Der jetzige Status
      Laut neuster Pressemitteilung gibt Absolute Poker zu, dass es zu einem Betrug gekommen sei und dass den betroffenen Spielern ihre Verluste erstattet wurden. Einige betroffene User berichten hingegen, dass gerade das nicht passiert sei. Auch wenn namentlich nicht erwähnt, soll potripper mittlerweile keinen Zugang mehr zu Absolute Poker.

      Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass der Account des Users, der potripper während des eingangs erwähnten Turniers die ganze Spielzeit über beobachtete, Scott Tom gehört und schon zur Anfangszeit von Absolute Poker erstellt wurde. Suspekt ist auch, dass der Firmensitz von Absolute Entertainment von Malta nach Kahnawake in Quebec (Canada) verlegt wurde und jetzt offiziell einem Mohawks of Kahnawake Indianer gehört, der dort de facto nicht belangt werden kann.

      Zusammenfassung
      - Es gab mindestens einen Superuser-Account, der die Starthände aller Spieler sehen konnte.
      - Dieser Account wurde benutzt, um andere Spieler zu betrügen.
      - Es gibt guten Grund zu der Annahme, dass Teilhaber von Absolute Poker in den Betrug verwickelt waren.
      - Absolute Poker hat noch nicht alle Betroffenen entschädigt.
      - Absolute hat nachweislich versucht, den Vorfall zu vertuschen und schönzureden, als diese Strategie nicht aufging.

      Aufgrund dieser Vorfälle setzen wir Absolute Poker hiermit auf eine Blacklist und raten bis auf Weiteres davon ab, dort zu spielen.

      Genau dieses Verhalten ist es, was Medien und Gesetzgeber in Bezug auf Online-Poker skeptisch werden lassen. Hinzu kommt natürlich noch das Risiko, das jeder Spieler eingeht, der dort spielt.

      Deshalb möchten wir diese Seite in keiner Weise unterstützen.
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