Chef moderner Sklaventreiber - whats my line?

    • testzugang
      testzugang
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 169
      Hi,

      will nicht allzuviel schreiben, fasse mich daher kurz. In der Firma arbeiten durchweg 400 Eurokräfte plus 4 Azubis. Diese schmeissen den gesamten Laden im Alleingang. Niemand ist Festangestellt, niemand - außer Azubis - haben echten Anspruch auf Urlaub.

      Mittlerweile hat der Chef von der IHK eine Ausbildungssperre, d.h. er darf keine neuen Azubis einstellen.

      In dem Laden herrscht Videoüberwachung, Bänder werden 1 Jahr gespeichert. Mir hat der Chef das erst 2 Wochen nachdem ich mit der Arbeit dort begonnen habe, gesagt.

      Der Laden produziert u.a. Plotterpapier beispielsweise in den Längen 50, 75, 100, 175 Meter. Egal welche Rolle der Kunde bestellt, es werden jeweils mit purer Absicht 4 Meter weniger aufgewickelt aber natürlich voll kassiert.

      Letzte Woche kam der Chef mit einem Schreiben das JEDER unterschreiben sollte, wenn nicht Kündigung. Es war eine Haftungsentbindungserklärung für Arbeitsunfälle. Er sprach sich mit diesem Schreiben von jeglichen Haftungsansprüchen bei Arbeitsunfällen frei.(Imo ist das Teil nichtig, ändert aber nichts daran, dass es jeder außer mir unterschrieben hat)

      Aufgrund aller Gesamtumstände habe ich daraufhin gekündigt. Aber kann das alles sein? Was kann ich noch machen, bedenkt dabei das wir hier noch nicht im BBV sind. :)

      Achja, mein Gehalt ist auch noch nicht da obwohl es angeblich letzte Woche Dienstag übewiesen wurde. Laut Gesetz müssen die getätigen Überweisungen innerhalb von 3 Tagen beim Empfänger ankommen. Ergo: Er hat nicht überwiesen.
  • 6 Antworten
    • Dodekahedron
      Dodekahedron
      Diamant
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 5.883
      geb den kunden tips, dass die mal die länge der rollen überprüfen sollen =)
    • shima1981
      shima1981
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 496
      Original von testzugang
      Hi,

      will nicht allzuviel schreiben, fasse mich daher kurz. In der Firma arbeiten durchweg 400 Eurokräfte plus 4 Azubis. Diese schmeissen den gesamten Laden im Alleingang. Niemand ist Festangestellt, niemand - außer Azubis - haben echten Anspruch auf Urlaub.
      Sry, aber wo ist dein Problem? Du arbeitest Halbtags oder den Halben Monat und willst auch noch bezahlten Urlaub? Das ist kein Level oder Angriff, aber ich kann das nicht verstehen, selbst wenn du nur 4€/h bekommst, sind das im Monat 100h, in etwa 60h/ oder ca. 7,5 Tage weniger Arbeit als Festangestelle. Wozu noch Urlaub?


      Mittlerweile hat der Chef von der IHK eine Ausbildungssperre, d.h. er darf keine neuen Azubis einstellen.
      Wenn ich den ganzen Post so lese, sicher zurecht.


      In dem Laden herrscht Videoüberwachung, Bänder werden 1 Jahr gespeichert. Mir hat der Chef das erst 2 Wochen nachdem ich mit der Arbeit dort begonnen habe, gesagt.
      Ich bin kein Arbeitsrechexperte, aber das geht so nicht, imo. Was du dagegen hättest tun können (jetzt ist es ja egal) solltest du mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht besprechen. Der hilft dir auch mit deinen Problemen bezgl. Lohn.


      Der Laden produziert u.a. Plotterpapier beispielsweise in den Längen 50, 75, 100, 175 Meter. Egal welche Rolle der Kunde bestellt, es werden jeweils mit purer Absicht 4 Meter weniger aufgewickelt aber natürlich voll kassiert.
      Und das merkt keiner von den Kunden? Egal, warum hast du mit dem Mann nicht darüber geredet? Hast du dafür Beweise? Wenn ja, kannst du das bei den Verhandlungen bzgl. deiner Lohnzahlung anbringen.


      Letzte Woche kam der Chef mit einem Schreiben das JEDER unterschreiben sollte, wenn nicht Kündigung.
      Beweise? Kann man nie genug haben bei solchen Sachen.


      Es war eine Haftungsentbindungserklärung für Arbeitsunfälle. Er sprach sich mit diesem Schreiben von jeglichen Haftungsansprüchen bei Arbeitsunfällen frei.(Imo ist das Teil nichtig, ändert aber nichts daran, dass es jeder außer mir unterschrieben hat)
      Das sehe ich genauso, er kann nicht einfach geltendes Gesetz (frag bitte nicht nach §§) mit so nem Wisch aushebeln, aber ich hätts unterschrieben --> da egal.

      Aufgrund aller Gesamtumstände habe ich daraufhin gekündigt.
      Das war so ziemlich das dümmste, was du tun konntest. Jetzt darfst du dem Arbeitsamt erklären wieso du das gemacht hast.


      Aber kann das alles sein? Was kann ich noch machen, bedenkt dabei das wir hier noch nicht im BBV sind. :)

      Achja, mein Gehalt ist auch noch nicht da obwohl es angeblich letzte Woche Dienstag übewiesen wurde. Laut Gesetz müssen die getätigen Überweisungen innerhalb von 3 Tagen beim Empfänger ankommen. Ergo: Er hat nicht überwiesen.
    • testzugang
      testzugang
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 169
      Für die Sache mit der geringeren Länge der Rolle habe ich so keine Beweise, allerdings hat der 6000 Kunden, bei denen jeder einzelne weniger Meter auf der Rolle hat. Das merken die tatsächlich nicht, rollt ja keine ne Rolle Plotter aus um nachzumessen. Habe allerdings ca. 20 Firmennamen im "Hinterkopf" die gerne mal nachmessen könnten.

      Das Schreiben für die Haftungsentbindungserklärung liegt bei mir zu Hause, habe es aus Beweisgründen mitgenommen. Auf dem Deckblatt (Firmenbriefpapier) steht auch drauf, wer diesen Wisch alles bekommen hat.

      Habe vor einer Stunde die ausstehende Lohnzahlung vorab per Fax angemahnt, sowie die Mahnung in den Briefkasten geworfen.

      Also die Kündigung kannst du mir nicht vorwerfen, lasse mich doch nicht verarschen von dem Typ. Habe allerdings auch meine Stundenzettel alle als Kopie zu Hause, diese wurden auch alle abgestempelt und unterschrieben...
    • Freo
      Freo
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 1.778
      Original von testzugang
      will nicht allzuviel schreiben, fasse mich daher kurz. In der Firma arbeiten durchweg 400 Eurokräfte plus 4 Azubis. Diese schmeissen den gesamten Laden im Alleingang. Niemand ist Festangestellt, niemand - außer Azubis - haben echten Anspruch auf Urlaub.
      Auch 400 Euro Kräfte sind festangestellt. Eine Festanstellung hat nichts mit der Arbeitzeit zu tun. Der gesetzliche Mindesturlaub steht auch Aushilfen zu, 4 Tage pro Kalenderjahr für jeden Tag, den man regulär arbeitet. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis müssen ziemlich kurzfristig eingeklagt werden (AFAIR 3 oder 4Wochen nach Arbeitsende).
    • shima1981
      shima1981
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 496
      Original von testzugang
      Für die Sache mit der geringeren Länge der Rolle habe ich so keine Beweise, allerdings hat der 6000 Kunden, bei denen jeder einzelne weniger Meter auf der Rolle hat. Das merken die tatsächlich nicht, rollt ja keine ne Rolle Plotter aus um nachzumessen. Habe allerdings ca. 20 Firmennamen im "Hinterkopf" die gerne mal nachmessen könnten.

      Das Schreiben für die Haftungsentbindungserklärung liegt bei mir zu Hause, habe es aus Beweisgründen mitgenommen. Auf dem Deckblatt (Firmenbriefpapier) steht auch drauf, wer diesen Wisch alles bekommen hat.

      Habe vor einer Stunde die ausstehende Lohnzahlung vorab per Fax angemahnt, sowie die Mahnung in den Briefkasten geworfen.

      Also die Kündigung kannst du mir nicht vorwerfen, lasse mich doch nicht verarschen von dem Typ. Habe allerdings auch meine Stundenzettel alle als Kopie zu Hause, diese wurden auch alle abgestempelt und unterschrieben...
      Das sollten auch keine Vorwürfe sein, ich habe mich seinerzeit eben nur mit dem AA rumgeärgert, weil ich selber gekündigt hatte und die mir deswegen 3 Monate Sperre reinwürgen wollten. Von daher wäre eine Kündigung seitens des AG besser gewesen, weil weniger Ärger.

      Original von Freo
      Original von testzugang
      will nicht allzuviel schreiben, fasse mich daher kurz. In der Firma arbeiten durchweg 400 Eurokräfte plus 4 Azubis. Diese schmeissen den gesamten Laden im Alleingang. Niemand ist Festangestellt, niemand - außer Azubis - haben echten Anspruch auf Urlaub.
      Auch 400 Euro Kräfte sind festangestellt. Eine Festanstellung hat nichts mit der Arbeitzeit zu tun. Der gesetzliche Mindesturlaub steht auch Aushilfen zu, 4 Tage pro Kalenderjahr für jeden Tag, den man regulär arbeitet. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis müssen ziemlich kurzfristig eingeklagt werden (AFAIR 3 oder 4Wochen nach Arbeitsende).
      So wie du das geschrieben hast, könnte man denken, dass ich pro Tag, den ich arbeite, Anspruch auf 4 Tage Urlaub habe :rolleyes:
      Eine genaue Definition für den Begriff Festangestellter i.S. des Begriffs Arbeitnehmer lt. §2 BUrlG habe ich leider nicht zur Hand, aber m.E. sind 400€-"Jobber" nicht zu 100% mit "normalen" Festangestellten zu vergleichen (Irrtum vorbehalten, hier lasse ich mich auch gern belehren.)
    • testzugang
      testzugang
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 169
      das mit dem AA ist egal, habe direkt eine neue Stelle gefunden, aber das konntst du ja nicht wissen. :)