Der Wechsel von der Shortstack- zur Bigstackstrategie

  • 5 Antworten
    • DerIrreIvan
      DerIrreIvan
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2009 Beiträge: 654
      Hmmmm...

      Ich habe in einem der Videos zum Thema Bankroll gelernt, man solle immer ca 25 Stacks besitzen, absolutes Minimum 20 Stacks. (Einsteigerartikel SSS sagt sogar 30 Stacks.) Wobei mit Stacks in diesem Fall das gleiche wie Buy-Ins gemeint ist, oder liege ich da falsch?

      Jetzt sagt dieser Artikel an mehreren Stellen, der Buy-In bei BSS sei größer als bei SSS; hier z.B::
      Auf der anderen Seite hat der große Buy-in natürlich auch immense Vorteile: Je größer der Stack, desto mehr kann natürlich auch gewonnen werden.




      Das finde ich verwirrend und irgendwie falsch.



      Zur Erklärung:
      Ich habe zu einem bestimmten Zeitpunkt 50$ Kapital, nach SSS also 0,05$/0,10$ Tables mit 2$ Buy-In, damit 25 Short-Stacks.


      Jetzt überlege ich, auf BSS umzusteigen. Ich nehme meine 50$. Das strenge Bankrollmanagement sagt mir, ich brauche ca 25 Stacks, um zu spielen. Folglich ist jeder (Big-)Stack 2$ groß; ich suche mir jetzt ein Limit, auf dem mein 2$-Stack der maximale Buy-In ist, weil ich ja Bigstack sein möchte.
      Also nehme ich an einem 0,01$/0,02$-Table Platz, wo mein 2$-Stack 100BB entspricht, und beginne nach BSS zu spielen.





      (1) Ich brauche kein großzügigeres finanzielles Polster, da ich mit strengem BRM nicht broke gehen kann. (Gut, vielleicht gibt es irgendwann keine Tische mehr mit ausreichend kleinen Blinds ;) )

      (2) Die Gewinne, die ich erzielen kann, sind in $ erstmal nicht größer als nach SSS, da ich in beiden Fällen den gleichen Einsatz in $ bringe, und nur meinen Einsatz gewinnen kann. Der Gewinn ist nur in BB gerechnet größer, weil ich zwangsweise auf kleinerem Limit spiele.
      (Erst wenn ich mit verdoppeltem Stack am Tisch sitzen bleibe, steigen die maximalen Gewinne, bis ich mal wieder verliere.)

      (3) Verluste analog zu (2): Ich kann nach SSS und BSS auf einen Schlag nur einen Stack verlieren; und der ist wegen BRM nach beiden Strategien gleich groß.



      Dass die BSS deutlich schwieriger zu erlernen ist und schwerere Entscheidungen auf Turn und River erfordert, ist mir klar. Aber so wie der Artikel aktuell formuliert ist, steht er im Widerspruch zum BRM - oder nicht?
      Sollte der Denkfehler bei mir liegen, bitte ich natürlich um Entschuldigung!


      just my 2 cents
      Ivan
    • SilasMWU
      SilasMWU
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2009 Beiträge: 20
      darauf hätte ich auch mal gerne eine antwort ^^
      wieso hat noch keiner etwas dazu geschrieben?
    • jegol
      jegol
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2007 Beiträge: 76
      2$ sind 2$, richtig.
      2$ nach SSS auf NL10 - 20bb.
      2$ nach BSS auf NL 2 - 100bb.

      In BigBlind denken, nicht in Dollar.
    • Huckebein
      Huckebein
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 1.136
      @ Der irre Ivan:

      Du hast deine Frage ja bereits selber beantwortet. In absoluten Geldbeträgen gerechnet riskierst du gleich viel, aber eben auf BB umgerechnet ergibt sich eine Differenz. Ich sehe darin auch keinen Widerspruch im Artikel.

      Das wird noch dadurch verstärkt, dass es nicht auf allen Seiten NL 2 gibt und du irgendwann nicht mehr absteigen kannst.

      Viele Grüße
      Huckebein
    • AceAndy
      AceAndy
      Bronze
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 33
      Nur 9 Monate für ein Statement - Respekt!