Value Call obwohl behind

    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      Value Call obwohl behind, ist das ne option ?

      Folgende Situation.Der spieler direkt nach mir hat preflop "auto-call" an und je nach flop auto/call bzw. gegen einen gegner auto/raise.
      Beim spieler 2 positionen vor mir daselbe, nur nicht ganz so oft.

      Ich foldete ein paar mal mein midpair bzw. bottom pair am flop und hatte dann die schnauze voll.Die können doch nicht jedesmal hitten.

      Ich wollte nun einfach wissen mit welchen karten er am flop auto raist und ggf. am turn betet o. callt und check/callte die ganze sache down.

      2 Hände später das gleiche bei dem vor mir.Er callte auto mein AK raise,donkte flop und turn. diesmal wollte ich auch bei dem die karten wissen und callte auch da down.

      Also das ist nun keine Line von mir und natürlich muss auch der flop dazu passen aber wenn ich einmal 2-3bb sozusagen in sand setze (eben nur in so einem besonderen fall) damit ich weiß welche hände Villian spielt und ich dadurch nächstemal seine range viel besser einschätzen kann, dann bringt mir das auf dauer doch Value obwohl ich erst mal was vorstrecken musste oder sehe ich das falsch ?
  • 5 Antworten
    • cuthulu
      cuthulu
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 443
      ist schon richtig, aber dann mach dir auch ne note!
      hast du denn mal call flop, bet/raise turn versucht? wie reagiert er darauf? macht er die line auch gegen mehrere spieler?
      meist sind das doch multitabler, die ne gute preflophand halt durchballern, weil sich das ab einer gewissen tischzahl deutlich leichter spielen lässt, wenn man die auto-bet-funktion nutzt.
    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      ja da hast du schon recht,das mache ich wenn alle tische blinken ja genauso.

      nur bei den beiden wars hat total übertrieben.da war schon ein unterschied zu sehen ob ich eben beim multitablen ein kreuz beim call mache oder obs mir egal ist und ich nur "spielen" möchte.das war schon als line anzusehen.

      der eine hatte gegen einen gegner am flop immer auto raise an, gegen mehrere auto call aber auch wenn nochmal geraist wurde kam umgehend das reraise bzw. call.

      klar habe ich dazwischen mal ne 3bet versucht aber umgehend kam das reraise und ggf. der donk am turn bzw. das auto raise. mit bottompair fühlt man sich dann halt nicht so gut und wirft erst mal weg.
      erst nachdem ich das ein paar mal beobachtet habe, auch gegen andere eben,habe ich mich dazu entschlossen meine nächste spielbare hand gegen einen der beiden down zu callen.
      mich hat dabei nur der flop u. turn interesiert,welche karten auto raist er auf welchem board.
      Im nachhinein wars im grunde Any2.Hat er sich entschlossen ne hand zu spielen wurde die erstmal bis zum anschlag geraist.unabhängig vom board.
      Viele sind dann halt am Turn raus.Bekam er am river allerdings ein raise ging er selbst raus wenn er nix hatte.

      Bei meinem down call zeigte er mir Ace high, beide übrigends.So hatte ich noch nichtmal was verloren u. brachte mir respekt ein so das er gegen mich "normal" spielte. Ziel erreicht ;)
    • emrah999
      emrah999
      Black
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 3.873
      was du ausserdem bedenken solltest:
      ein calldown ab flop auf eine donk kostet dich ja 2,5BB, allerdings setzt du damit nicht automatisch "2,5BB" in den Sand denn

      1) du spielst gegen eine range von Händen die er donk/donk/donk spielt, da werden madehands, semibluffs und purebluffs dabei sein, je nachdem wie die Verteilung dieser range ist und abhängig vom board (je mehr draws möglich desto höher ist eine semibluff-donk) ist dein Verlust eben nicht 2,5 BB

      2) du hast falls behind fast immer outs, d.h. wenn er am turn betted und du callesd ist das nicht automatisch ein Verlust von 1BB, da du ja a) noch ahead sein könntest (siehe 1.) und b) noch outs hast falls behind

      finde ich jetzt nicht ganz so wichtig aber dennoch erwähnenswert:
      3) Informationsgewinnung hat auch value, du weisst was er so donkt und kannst entsprechend reagieren

      4) Image, wenn die Gegner sehen dass du nicht gern foldest werden sie gegen dich weniger bluffen (Vorsicht: dann musst du im Zweifelsfall wieder adapten und auch wieder folden)
    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      aha gut. dann ist der denkansatz gar nicht so falsch gewesen.
      klar, mir ist schon bewusst das ich mit AK auf einem 962 board noch overcard outs und evt. noch ein out fürn backdoor flush habe.
      Die hand hätte ich vermutlich genauso gegen einen andern gegner gespielt, bis auf eine ausnahme.Ich hätte am Flop ne Conti gemacht die ich aber weg ließ weil ich nicht in ein raise laufen wollte was mir die ganze sache verteuert hätte.

      Wenn ich diese spielweiße nicht als standart spielweiße für overcards ansehe,kann ich auch nicht denn ich ließ als aggressor die conti weg, sondern als line betrachte, wenn auch sehr seltene line, dann denke ich das ich mich erstmal hinten sehen muss und schreibe die 2.5bb erstmal ab.
      ich spiele die hand ja zuende, egal was für karten kommen, was ich ja sonst nicht machen würde.
      mich interesiert diesmal auch nicht der VALUE als kurzfristigen gewinn einer hand,sondern rein die range des gegners auf flop u. turn.

      gewinne ich die hand dennoch, super für mich.
    • cuthulu
      cuthulu
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 443
      da gab es auch mal nen thread auf 2+2 von thebryce, bei dem er mit nem winnig-graphen gezeigt hat, dass das durchbarreln allein schon wegen der Foldequity bei ihm viel profitabler war als (toughe) folds. klar kann man sich nicht mit thebryce vergleichen, aber bei ihm gingen die winnings wirklich steil nach oben, nachdem er seinen wts hochgeschraubt hat.