Ich bin selbst mein größter Gegner : Scared Money

    • Hannen82
      Hannen82
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 1.705
      Bla blubb, will ja nicht rumheulen von großem Pech und so, aber ich hab ein ganz spezielles Problem: Immer wenn ich bei SNGs im Limit aufsteigen will (Auf die 11er LOL!), krieg ich dermaßen auf die Fresse, dass es nicht mehr schön ist.

      Nach ein paar k sngs bin ich ja einigermaßen abgehärtet was bad beats angeht, mach einfach eins nach dem anderen auf. Wenn ich mit AKo gegen AKo verliere, muss ich sogar schmunzeln, das ist wenigstens ein besonders "schöner" bad beat.
      Ich hab auf meinen Micro-Stammlimits 3 downswings mit 20-30 BI hinter mir, teilweise 20% meiner BR an einem Tag verschossen. Soll heissen: Ich denke doch einige Ahnung von SNGs und Varianz zu haben. Ich tilte nicht. Wenn ich merke, dass ich wegen bad beats looser und aggressiver werde, höre ich auf zu spielen.

      Heute war mein vielleicht 4. Versuch, mich auf den 11ern zu etablieren. Wie kann man die Motivation für einen Limitaufstieg finden, wenn es einen immer wieder DERMAßEN zerlegt???

      Die 5,5er crushe ich momentan mit einem ROI von 25% bei einer Samplesize von ca. 1,5 k.

      Da sollte meine Spielstärke doch für die 11er reichen, vor allem wenn ich sehe, WIE die Leute dort teilweise spielen. Habe 3 Turniere mit 400-600 Teilnehmern gewonnen. Dazu noch 3-4 dicke cashes auf den 180 Teilnehmer MTTS auf Stars. Ich konnte mir schon die tollsten Dinge vom Pokern leisten und kriegs doch nicht hin, endlich ein Regular auf den 11ern zu werden. Theorie mach ich mehr als genug. 2/3 spielen, 1/3 Theorie.

      Ich glaube, dass ich irgendwie auf scared money sitze. Ich weiss, dass ich es locker schaffen könnte. Und dann kommt dummerweise ein kleiner down wenn ich aufsteige und ich denk mir "Scheisse Du hast heute Abend 80 € verblasen", mich verlässt der Mut, ich fange an zu denken, dass man komische moves machen muss um auf den 11ern zu bestehen. 2 all ins mit 4 :club: 5 :club: bei 15 BB left callen zum Beispiel (Nein das werde ich niemals machen).

      Ich lasse mich so schnell entmutigen, weil ich ab bestimmten Beträgen noch kein völlig unemotionales Verhältnis zu meiner Pokerkasse habe. Beim Aufstieg krieg ich auf die Fresse und kehre zurück auf mein Wohlfühllimit. Ich weiss das ist falsch, denn ich hab locker 70-80 BI für die 11er in meiner BR. Ich hab keine Lust, ewig lange die Micros zu grinden, weil ich mir selbst im Weg stehe.

      Wie kann ich meine Pokerkasse neutral betrachten, als einen Highscore, Playmoney, oder Ähnliches? Das kotzt mich so dermaßen an.

      Cashgame spielen? Ja, damit habe ich erfolgreich angefangen, aber das ändert nichts am Grundproblem...

      Danke fürs Zuhören, vielleicht kann ja eine netter Mensch was Kluges dazu schreiben, wie ich das wegbekomme.
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