String Theorie for Dummies

  • 13 Antworten
    • zweiblum88
      zweiblum88
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      Dabei seit: 09.05.2006 Beiträge: 2.397
      was mir geholfen hat, Stringtheorie nachzuvollziehen war die Aussage: Die normale Quantenmechanik ist eine Theorie über die Physik von Punktteilchen, Stringtheorie ist die Erweiterung auf 1 dimensionale Objekte.
    • guselbindel
      guselbindel
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 361
      sick aber gut
    • Kuhfighter
      Kuhfighter
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 780
      Die Thorie nachzuvollziehen ist ja nicht das Problem, aber die Konsequenzen die sich daraus ergeben.
      Die würden das momentane Weltbild einfach zerstören.

      -11Dimensionen
      -unendlich viele Paralleluniversen
      -mögliche Kommunikation mit diesen
      -damit verbunden der Untergang der Kiche
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      alle Konsequenzen sind reine Spekulation und können (zum allergrößten Teil) nicht getestet werden.
      Stringtheorie ist bisher nur ne schöne in sich konsistente mathematische Spielerei.
      Man könnte es auch eine Art Religion unter Wissenschaftlern nennen :)
    • Kuhfighter
      Kuhfighter
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 780
      Das ist richtig, aber wenn man ein Graviton oder Supersymetrie im LHC entdecken würde, wäre es quasie wie ein Beweiß.
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      nein
      Gravitons gibt es auch in anderen Theorien und Supersymmetrie braucht keine Stringtheorie um zu funktionieren, sie ist mehr eine Eigenschaft die Theorien vermutlich haben müssen um zu funktionieren.



      String theorie ist übrigens nicht die einzige Theorie die alle 4 Naturkräfte vereint.
      Komischerweise ist es aber die einzige über die es solche Art Dokumentationen gibt.
      Ne andere wäre z.b. die Schleifenquantengravitation (Loop quantum gravity).
    • Kuhfighter
      Kuhfighter
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 780
      Gibts dazu Infomaterial? :)
      Habe Physik Vorlesungen in der Uni gehasst, aber sowas fasziniert mich unheimlich.

      PS:
    • Thurisaz
      Thurisaz
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      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Original von MadCow
      Man könnte es auch eine Art Religion unter Wissenschaftlern nennen
      Eine Theorie ist aber eine Vermutung die konsistent sein sollte und man nimmt sie an, wenn sie einem nach aktuellen Informationen am wahrscheinlischsten erscheint. Wobei man sich aber bewusst ist, dass es auch anders sein könnte.

      Eine Religion hingegen muss noch nichtmal widerspruchsfrei mit sich selbst oder der wahrgenommenen Realität sein, außerdem können ihre Anhänger feste von ihr überzeugt sein, ohne eine Abwägung zu tätigen ob andere Haltungen eventuell realistischer sind.

      Thurisaz
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      Deine Definition von Religion schließt die Stringtheorie nicht aus.
      Eine Religion kann (prinzipiell) auch widerspruchsfrei sein.

      Stringtheoretiker glauben das die Welt (oder zumindest der allergrößte Teil davon) durch ihre Theorie erklärbar ist.
      Andere glauben das die Welt von Gott erschaffen und geregelt wird.
      Ich sehe eigentlich keinen Unterschied, für beides gibt es keinen beleg.

      Nur der Anteil der Anhänger die sich im klarem sind das ihre Theorie eventuell nicht das wahre ist dürfte bei den Stringtheoretikern größer sein als bei anderen Religionen.
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Original von MadCow
      Deine Definition von Religion schließt die Stringtheorie nicht aus.
      Eine Religion kann (prinzipiell) auch widerspruchsfrei sein.
      Sicher kann eine Religion auch die Stringtheorie beinhalten.

      Stringtheoretiker glauben das die Welt (oder zumindest der allergrößte Teil davon) durch ihre Theorie erklärbar ist.
      Andere glauben das die Welt von Gott erschaffen und geregelt wird.
      Ich sehe eigentlich keinen Unterschied, für beides gibt es keinen beleg.
      Für beides gibt es keinen Beweis, aber nur der Schöpfungstheorie fehlt jeglicher Beleg.

      Nur der Anteil der Anhänger die sich im klarem sind das ihre Theorie eventuell nicht das wahre ist dürfte bei den Stringtheoretikern größer sein als bei anderen Religionen.
      Und das ist schon ein großer Unterschied, aber der größte ist, dass Wissenschaftler (auch Stringtheoretiker) Occam's Razor anwenden, was Theologen nicht tun. Deshalb sind sie Theologen und keine Wissenschaftler.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser
      http://www.dittmar-online.net/religion/essays/ockham.html

      Original von Wikipedia
      Die bekannteste Formulierung besagt, dass „Entitäten nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden dürfen“ (lat. Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem oder sine necessitate). Sie wurde 1654 vom Philosophen Johannes Clauberg (1622–1665) geprägt. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das:

      1. Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.
      2. Eine Theorie ist im Aufbau der inneren Zusammenhänge möglichst einfach zu gestalten.

      In der Form „non sunt multiplicanda entia sine necessitate“ wird dieses Prinzip schon 1639 von dem Scotisten Johannes Poncius zitiert.

      Das ockhamsche Sparsamkeitsprinzip fordert, dass man in Hypothesen nicht mehr Annahmen einführt, als tatsächlich benötigt werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben und empirisch nachprüfbare Voraussagen zu treffen. Ein Hintergedanke ist dabei auch, dass Hypothesen mit wenigen Annahmen einfacher zu falsifizieren sind als komplexere Hypothesen.

      Der Zusatz „Rasiermesser“ ist als Metapher zu verstehen: Die einfachste Erklärung ist vorzuziehen, alle anderen Theorien werden wie mit einem Rasiermesser wegrasiert. Ockhams Rasiermesser ist heute ein Prinzip der wissenschaftlichen Methodik.
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      Original von Thurisaz
      Und das ist schon ein großer Unterschied, aber der größte ist, dass Wissenschaftler (auch Stringtheoretiker) Occam's Razor anwenden, was Theologen nicht tun. Deshalb sind sie Theologen und keine Wissenschaftler.
      Ich finde schon. Viele Religionen haben zwei Annahmen:
      Es gibt einen allmächtigen Gott.
      Gottes Wege sind unergründlich.

      Das sind weit weniger Annahmen als bei allen wissenschaftlichen Theorien (Die Quantenmechanik z.b. hat 4 Annahmen welche nicht so "einleuchtend" sind).
      Und sie ist durch die Allmächtigkeit in der Lage alle Phänomene zu erklären.
      Vorhersagen macht sie nicht, welches durch die Unergründlichkeit erklärt wird.
      => nach dem Razorprinzip müsste also diese Theorie den wissenschaftlichen vorziehen.

      Für die Stringtheorie gibt es übrigens auch noch keinen echten Beleg. Das sie mathematisch konstistent ist heißt eigentlich erstmal garnichts.
      Wogegen man für die Schöpfungstheorie unsere Existenz als Beleg nehmen kann (Das erklärt die Stringtheorie nicht).
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Nein, denn Gott ist in der Wissenschaft aus sehr gutem Grund tabu.
      Gibt ja zusätzlich auch irgendsoeine philosophische Forderung, dass eine wissenschaftliche These - egal wie komplex und undurchsichtig sie sein mag - gegenüber einer, die einen Gott voraussetzt immer vorzuziehen sei
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Original von zweiblum88
      was mir geholfen hat, Stringtheorie nachzuvollziehen war die Aussage: Die normale Quantenmechanik ist eine Theorie über die Physik von Punktteilchen, Stringtheorie ist die Erweiterung auf 1 dimensionale Objekte.
      thx for insight! :)