[Brauche Hilfe] von NL600 zu Nl100 durchgereicht

    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Hi zusammen,

      vorweg: Kein Whinethread.

      Ich hatte mich in 130k Händen von NL10 auf NL600 "hochgearbeitet". 8.5ptbb/100 overall.
      Anschließend viel down mit einer anschließenden langen Breakevenphase. (Ich spiele nur 4 bis maximal 5 Tische und bin nun ca 70-80k Hände even)

      Ich kann mitlerweile nicht mehr unterscheiden ob ich (während ich spiele) Winningplayer bin oder nicht.
      Ich bin der Meinung Theorie recht gut zu können. Reine Sessionreviews mit anderen sind meistens sehr gut und die Leute bescheinigen mir ein gutes Verständnis.
      Ein private Coaching bei JapaneseMind aka tsubi brachte ebenfalls die Bestätigung ich würde NL600 locker schlagen (dies ist allerdings schon einige Monate her).

      Nun zu den Sessions:
      Ich spiele generell normal tight aggressiv mit ca 24/20, versuche mich aber gerade an einem extrem tighten Spiel mit 18/15 (da ich nur noch NL100 spiele).
      Mein Problem ist, dass ich Entscheidungen für marginalere Spots treffe und nie sicher sein kann, dass diese gut sind. Dies betrifft sowohl calldowns gegen aggressive Spieler, sowie bluffs meinerseits.

      Ich weiss nicht wie ich mein Spiel bewerten lassen kann, da ich wohl scheinbar immer A-Game spiele wenn ich geobst werde, oder dort die besagten Situationen nicht auftreten oder die moves mal funktionieren.
      Wenn ich mal bluffraise und in die Nuts renne, weiss ich nicht ob dies nur gerade zufällig ein Teil des oberen Teils seiner Range ist oder ob ich die Range falsch einschätze. Dies basiert fast ausschließlich auf reads und die können sehr falsch sein.

      Wie kann ich mit der Situation umgehen? Ich habe das Gefühl, dass mir private Coaching nichts bringt, da ich dort scheinbar anders spiele.
      Ständig geobst zu werden habe ich ebenfalls probiert, aber das kommt viel zu selten zu stande, da ist wohl jeder ein wenig zu egoistisch (mich eingeschlossen).
      Soll ich moves ganz weg lassen, super nitty spielen, nur noch autopilot? Was ist aber wenn mein Spiel doch gut ist und ich nur ständig in Setups renne und ich somit mein spiel kaputt machen würde?
      Bringt mir ein Mentalcoach etwas?


      Ich hoffe ihr versteht mein Problem. Seit April habe ich nicht mehr gewonnen (jedoch nur 70-80k Hände), das zehrt hart am Selbstbewusstsein in Bezug auf Pokern.
  • 40 Antworten
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Hi Kreatief

      Original von Kreatief
      Hi zusammen,

      vorweg: Kein Whinethread.

      Ich hatte mich in 130k Händen von NL10 auf NL600 "hochgearbeitet". 8.5ptbb/100 overall.
      Anschließend viel down mit einer anschließenden langen Breakevenphase. (Ich spiele nur 4 bis maximal 5 Tische und bin nun ca 70-80k Hände even)
      du weißt aber, das 8,5ptbb/100 so gut wie IMMER upswing bedeutet, oder? Und 70-80K Hände BE auch als 4ptbb/100 winning player (was schon eine gute, aber varianzbereinigte Win-Rate ist) noch recht häufig vorkommen kann?

      Original von Kreatief

      Ich kann mitlerweile nicht mehr unterscheiden ob ich (während ich spiele) Winningplayer bin oder nicht.
      Ich bin der Meinung Theorie recht gut zu können. Reine Sessionreviews mit anderen sind meistens sehr gut und die Leute bescheinigen mir ein gutes Verständnis.
      Ein private Coaching bei JapaneseMind aka tsubi brachte ebenfalls die Bestätigung ich würde NL600 locker schlagen (dies ist allerdings schon einige Monate her).
      Private coaching und Sessionreviews sind schon so mit das Beste, was du so machen kannst. Versuche vielleicht nochmal, Videos aufzunehmen, die du selber nachanalysierst um zu schaun, ob du anders spielst, wenn keiner zuschaut.

      Original von Kreatief

      Nun zu den Sessions:
      Ich spiele generell normal tight aggressiv mit ca 24/20, versuche mich aber gerade an einem extrem tighten Spiel mit 18/15 (da ich nur noch NL100 spiele).
      Mein Problem ist, dass ich Entscheidungen für marginalere Spots treffe und nie sicher sein kann, dass diese gut sind. Dies betrifft sowohl calldowns gegen aggressive Spieler, sowie bluffs meinerseits.

      Generell sollte man nicht versuchen, zwanghaft einen bestimmten Stil zu spielen, sondern sich an die Tische anpassen (aber das weißt du bestimmt)

      Ein marginaler Spot heißt ja immer, dass sich der EV von 2 Entscheidungen kaum unterscheidet, also ist es eigentlich fast egal, welche Entscheidung du triffst. Natürlich bist du hier im Handbewertungsforum immer herzlich willkommen, weiß jetzt nicht, wieviel du dort postest, aber gerade Spots, in denen du dir unsicher bist, schreien gerade danach, gepostet zu werden.

      Alternative wäre, dir die Spots nach der Session nochmal genau anzuschaun, den Gegner eine Range zu geben und hiernach eine EV-Analyse zu machen. Ist zwar immer recht aufwändig, aber das Gefühl für solche Situationen wird einfach besser.

      Original von Kreatief

      Ich weiss nicht wie ich mein Spiel bewerten lassen kann, da ich wohl scheinbar immer A-Game spiele wenn ich geobst werde, oder dort die besagten Situationen nicht auftreten oder die moves mal funktionieren.
      Wenn ich mal bluffraise und in die Nuts renne, weiss ich nicht ob dies nur gerade zufällig ein Teil des oberen Teils seiner Range ist oder ob ich die Range falsch einschätze. Dies basiert fast ausschließlich auf reads und die können sehr falsch sein.

      Wenn du nur dein A-Game spielst, wenn du geobst wirst, musst du irgendwie versuchen, dir bestimmte Regeln oder Verhaltensmuster in deine Sessions einzubauen, um nicht schleichend in dein B-Game zu verfallen. Ich habe zum Beispiel vor ein paar Wochen angefangen, preflop wieder mehr oder weniger nach Chart zu spielen (natürlich nicht ganz starr), da ich in schlechten Sessions sonst anfange, zu loose zu werden.

      Oder du überlegst dir halt in JEDER Situation, warum du welchen move machst, bevor du deine Entscheidung triffst. Gerade in knappen Situationen kann es helfen, erstmal 3 oder 4 Sekunden durchzuatmen, quasi die Timebank ruhig auszunutzen.

      Original von Kreatief

      Wie kann ich mit der Situation umgehen? Ich habe das Gefühl, dass mir private Coaching nichts bringt, da ich dort scheinbar anders spiele.
      Ständig geobst zu werden habe ich ebenfalls probiert, aber das kommt viel zu selten zu stande, da ist wohl jeder ein wenig zu egoistisch (mich eingeschlossen).
      Soll ich moves ganz weg lassen, super nitty spielen, nur noch autopilot? Was ist aber wenn mein Spiel doch gut ist und ich nur ständig in Setups renne und ich somit mein spiel kaputt machen würde?
      Bringt mir ein Mentalcoach etwas?


      Ich hoffe ihr versteht mein Problem. Seit April habe ich nicht mehr gewonnen (jedoch nur 70-80k Hände), das zehrt hart am Selbstbewusstsein in Bezug auf Pokern.
      Nur noch autopilot ist natürlich völliger quatsch. Moves ganz weglassen, wenn diese +EV sind, würde ich auch nicht empfehlen, super nitty ist auch nicht so das wahre, auf NL100 klappt das vielleicht noch, aber du willst doch bestimmt wieder höher kommen.

      Ist natürlich immer Mist, gerade wenn man wenig spielt, dass sich die BE-Phasen auch zeitlich sooo lange hinziehen, aber das ist halt immer eine Situation, mit der man als Pokerspieler leben muss, gerade wenn du NL400+ spielen willst, wo die Edge kleiner wird.

      Wenn du diese BE-Phasen nicht willst, solltest du halt einfach auf NL100-200 bleiben, dir hier die besten Tische rausfischen und einfach grinden was das Zeug hält.

      Nun ja, ich hoffe, ich konnte etwas helfen. Kopf hoch, wird schon wieder.

      Gruß,
      Stefan.
    • Nichtschwimmer
      Nichtschwimmer
      Black
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 6.974
      Egal was du machst, ich würde an deiner Stelle auf keinen Fall versuchen, nur noch Autopilot zu spielen. Dir scheint es an Selbstvertrauen zu mangeln, gerade was deine Reads angeht. Dass man immer nur einen Teil von Villains Range sieht ist ja das grundsätzliche Problem an der Pokerei.

      Hast du schon probiert, deinen Reads gemäß zu spielen und die fragwürdigen Hands dann mit Kollegen oder hier im Forum zu diskutieren? Das sollte eigentlich viel bringen.

      70-80k Hands BE ist übrigens nicht gigantisch viel, würde mir da keine allzu großen Sorgen machen.
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.690
      Ich glaub dein größter Fehler ist die Betrachtung des Zeitraumes anstatt der viel aussagekräftigeren Anzahl der gespielten Hände. Nahezu jeder Spieler hier hatte schonmal Down oder BE Phasen über die von dir beschriebene Samplesize. Wenn dir dein Spiel als gut bescheinigt wird, dann solltest du es nicht komplett verändern sondern einfach viel spielen (nicht mehr Tische sondern mehr Zeit mit der gleichen Zahl an Tischen). Trotzdem nebenbei analysieren und am Spiel feilen aber eben nicht von 30/25 auf 12/19 switchen ;)
    • hartiedd
      hartiedd
      Black
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 4.798
      Nun ja ich kann Dich schwer einschätzen, da ich Dein Style nicht kenn und 80k Hands auf 7 Monate ist viel zu wenig und keine Samplesize ( ich spiel 50k hands/Monat) und hatte auch schon einen BE Monat bzw. wurde um ca. 30 Stacks NL400 mal zum Monatsende gedroppt , obwohl ich vorher massiv up war.

      Ich mußte nach 30 Stacks down NL400 und 600 nichmal wirklich absteigen.

      Ich denke 1. das Dein BRM nicht ganz Optimal ist ( ab NL200+ denke ich mind. 50 Stacks besser sind 100)

      Klar muß mann auch sagen das es die letzen 6 Monate nicht leichter sondern härter geworden ist, früher hatte mann ca. 3 big Fische am Tisch .

      Jetzt schlagen sich die Regs ab NL200+ um 1 fetten Fisch

      Ein Direkten Tip kann ich Dir schwer geben einfach weiter grinden einzelne Spots im PT oder HM auswerten und nochmal durchchrushen.

      Ich habe immer mehr gespielt wenns nich lief um mich da immer wieder rausgeboxt, aber das ist mit Vorsicht zu genießen und nicht für jeden geeignet.

      Zu Deiner Frage bzgl. Moves Autopilot usw. da mußt Du dich immer an den Table, Gegner und Gameflow anpassen.

      Wenn ich hotrunne und z.b. Deep bin Spiele ich looser und bringe damit viele auf Tilt und kann Gewinne weiter maximieren , bin ich 2 mal beim Bluffen erwischt wurden und meine Gegner sin aggro werde ich tight, ich denke wichtig ist Dich dort anzupassen und nicht immer genau einen Style runter Spielen zu müssen.

      Mehr kann ich Dir auch nicht sagen , vllt. spielst mel ein paar Tourneys bis 50 USD mit und findest Spaß am Pokern und Gewinnst mal fett...

      GL
    • HammerJOE
      HammerJOE
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 2.289
      hab es jetzt nur kurz überfolgen.
      8,5ptbb/100 kannst du longterm im normalfall auch nicht halten (vll gibts ein paar wunderkinder).

      schau das du mehr hands spielst..

      andere frage, kommst du aus stuttgart?
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Ja ich weiss, dass man die nicht halten kann, aber wie gesagt, das ist von NL10-NL600, und auf den Micros kann man schon einiges an Winrate halten.

      Ja ich wohne in Stuttgart.

      Zwecks BRM: Mitlerweile habe ich ein 50 Stack BRM.
    • HammerJOE
      HammerJOE
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 2.289
      ah wusste ichs doch das ich dein namen mit bezug auf stuttgart mal gelesen hab. kannst mir ja mal dein skype nick sagen, aber wenn du selbst sagst das zuschauen nichts bringt ?(
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Doch doch =)

      Skype: DKT1516
      (DasKreaTief)
    • vincenTTTaa
      vincenTTTaa
      Global
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 4.028
      bei 8ptbb auf 130k hands war doch klar das jetzt n übersicker down kommt :)
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Es geht mir doch nicht darum was ich verdient habe, sondern wie ich erkenne was wirklich down ist und was schlechte Entscheidungen sind. Ich habe das Gefühl, dass ich mich vom Gameflow in die falsche Richtung leiten lasse, kann es aber nicht belegen. Dies führt dazu, dass ich nicht weiss ob ich etwas an meinem Spiel umstellen muss oder ob ich den "DS" nur absitzen muss.

      Dass irgendwann ein Down kommt und der auch dick werden kann weiss ich und wusste ich die ganze Zeit. Wenn ich weiss, dass ich die nächsten 50k Hände auch nur einen DS habe, dann sitze ich die auch noch aus, auch wenn mich das mehrere Monate kostet, nur bringt mir das nichts einen DS auszusitzen wenn ich gar keinen habe.
    • DrAction
      DrAction
      Black
      Dabei seit: 18.11.2007 Beiträge: 4.336
      na was willst du denn jetzt hören...

      vllt warst du einfach zu schlecht?
      wenn du so viel winnings eingefahren hast ist die br doch groß genug um es rauszufinden?
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Danke für diesen sinnlosen Kommentar. Troll woanders.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Original von Kreatief
      Danke für diesen sinnlosen Kommentar. Troll woanders.

      Dafür schreibe ich dir ne 2 Seiten Antwort, und bekomme dafür gar kein Feedback :(

      Naja, schon OK, du hast im Moment wohl andere Sorgen ...
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Nein. Ich danke euch sehr für eure Kommentare, ernsthaft. Ich habe bereits angefangen einige Hände zu posten und habe mich gestern wieder obsen lassen. Ich nehme das sehr ernst und danke euch dafür.

      Nur wollte ich nicht durch ein Dankeschön der Kommentare weitere Kommentare anderer User blockieren, da diese das Gefühl haben, das Thema sei erledigt. :)
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Es geht mir doch nicht darum was ich verdient habe, sondern wie ich erkenne was wirklich down ist und was schlechte Entscheidungen sind. Ich habe das Gefühl, dass ich mich vom Gameflow in die falsche Richtung leiten lasse, kann es aber nicht belegen. Dies führt dazu, dass ich nicht weiss ob ich etwas an meinem Spiel umstellen muss oder ob ich den "DS" nur absitzen muss.


      Welches Analyseprogramm benutzt du denn? Also sowas wie Holdem Manager ermöglicht es dir zb mathematisch schonmal oft die optimalen Entscheidungen zu treffen.
      In Verbindung mit Pokerstove kannst du da schon einiges mit anfangen.

      Der Rest ist Feinmotorik der vorallem aus Erfahrung resultiert.

      Ich würde an deiner Stelle auch erstmal 4-tablen und wirklich versuchen dir für jede Hand die beste Line zu überlegen und diese auch innerlich vor dir selbst zu begründen.
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Ich 4table generell nur, manchmal 5tabling, daher sollte generell auch eine etwas höhere Winrate resultieren.

      Als Analyseprogramm nutze ich HEM (vorher PT3, finde es aber eher schlecht).
      Ich gebe dir recht, dass ich einiges damit analysieren kann. Leider fehlen mir viele Hände von den Gegnern, um präzise Stats zu erhalten. Aber generell werde ich dies versuchen und mehr eigene Analysen anstellen und diese auch im Forum posten.

      Wie gesagt: Ich danke allen (außer DrAction) für die Beiträge, mir hilft das viel.
    • Nichtschwimmer
      Nichtschwimmer
      Black
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 6.974
      Achte nicht so sehr auf Stats, die sind überbewertet, für 4-tabling erst recht.
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Wie betreibst du EV Analysen für bestimmte Lines/Moves?
    • Nichtschwimmer
      Nichtschwimmer
      Black
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 6.974
      Ich denke nach, diskutiere mit jemand darüber und nehme Pokerstove/Taschenrechner zur Hilfe, falls nötig.