Cold Callen im Bigblind

    • nachtsegler
      nachtsegler
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 129
      Hallo,

      Ich möchte gerne wissen welche Hände ich im BB gegen einen raise und einen 3-bet callen kann.
      Dazu habe ich folgende Überlegung angestellt:

      eq = Equity meiner Hand
      7,5 SB sind im Pot (ich gehe davon aus, dass der raiser callt), ich muss 2 zahlen, um mitzugehen.

      eq*7,5=(1-eq)*2
      daraus folgt: eq=21 %

      Hieraus folger ich, dass alle Hände mit einer Equity von mehr als 21 % gecallt werden können.
      Das scheinen mir etwas zu viele Hände zu sein.
      Was muss ich weiter bedenken? Playability?
      Aus dem Gefühl heraus würde ich hohe Suited Connectors und alle Pocketpairs ab 55 coldcallen.
      Gibt es einen Richtwert für die Equity bei Coldcall im Bigblind? Welche Hände callt ihr im BB cold?

      Weist mich bitte auf Fehler in meiner Überlegung hin.
      Viele Grüße
  • 7 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      du bist doch Platin und willst üben...also nur ein ganz kleiner Hinweis zum selbst rausfinden: lies mal den Platin-Artikel "Bonn-Handout" =)
    • nachtsegler
      nachtsegler
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 129
      Original von NoSekiller
      du bist doch Platin und willst üben...also nur ein ganz kleiner Hinweis zum selbst rausfinden: lies mal den Platin-Artikel "Bonn-Handout" =)
      Der Status täuscht. Bin gerade mal einen Monat Platin. Spiele auch erst 1/2 FL.
      Daher muss ich noch sehr viel üben =)

      Das Bonn handout werde ich lesen, vielen Dank für den Tip.
    • nachtsegler
      nachtsegler
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 129
      So habe jetzt den Bonn-Artikel gelesen und , so hoffe ich, meinen Fehler erkannt. Muss also den in späteren Setztrunden zu erwartenden Einsatz und somit die spätere Pottgröße berücksichtigen.

      Daher habe ich versucht, dier Formel aus dem Bonn-Artikel anzupassen, die ja auf einen Gegenspieler abgestimmt ist.

      Sei D unsere Durchschnittsinvestition in die Hand in SB (Blind wird mitgezählt!)
      Sei X die benötigte Equity für eine 3-bet
      Sei M der Wert des dead money, d.h. die Höhe der small bind.
      Sei mFaktor der Multiplikator, der berücksichtigt, dass mehr als ein Gegenspieler den Flop sehen.

      Annahme Gegenspieler: TAGs

      X = (D - 1) / (mFaktor*D +M)


      Höhe D??? 5 SB

      mFaktor??? 2,5

      X=(5 - 1) / (2,5*5 + 0,5)= 30 % Equity, die ich benötige, um profitabel zu callen.

      Ich bin mir sehr unsicher was D betrifft und was den mfaktor betrifft. Daher wäre ich sehr dankbar wenn erfahrenere Spieler mir schreiben würden, ob diese Werte realistisch sind.

      Falls die Formel grundsätzlich falsch angepasst ist wäre ich auch für eine Rückmeldung dankbar...
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      verstehe deinen mFaktor nicht... bei raise, 3bet und coldcall im BB ist man doch immer 3handed am Flop...oder bist du NLer?

      Die Formel wird 3handed natürlich irgendwie schwer andwendbar...vermute das kann man nich so einfach verallgemeinern.
    • froed
      froed
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2008 Beiträge: 118
      Du musst bedenken, dass die Equity, die du am River hast nicht so relevant ist. Zwischen deinem Call und dem River liegen Setzrunden, in denen du einen Positionsnachteil hast.
      Es ist viel wichtiger, sich zu überlegen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, am FLOP etwas Spielbares zu treffen. Diese Frage stellt sich vor allem mit Händen wie AKo. Sowas musst du dann im Flop meistens weglegen, wenn du nicht triffst, da der Gegner z. B. mit seinem Pocket Pair nicht zum River durchchecken wird.
    • nachtsegler
      nachtsegler
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2007 Beiträge: 129
      Ich spiele FL 1/2 $.

      Soweit ich den "Bonn-Artikel" verstanden habe geht es bei der Formel darum, abzuschätzen wieviel man in dieganze Hand voraussichtlich investieren muss, also nicht nur bis zum Flop.

      Mit dem mFaktor habe ich versucht zu berücksichtigen, dass im Durchschnitt nicht alle Spieler bis zum River mitgehen. Der Wert war dann einfach geschätzt.

      Kann mir aber auch vorstellen, dass in D ohnehin schon berücksichtigt ist, dass die Spieler vorher passen. Wenn man davon ausgeht, dass alle Spieler im Schnitt den gleichen Betrag investieren, würde ich mfaktor einfach durch 3 (die Spieleranzahl ersetzen).

      Was meint ihr dazu?
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Die Formel ist so einfach auf Multiway-Situationen glaub ich nich anwendbar...müsste man sich mal genau durchdenken, dürfte aber kompliziert werden.