Suited Asses - Callen bei welchen Implied Odds?

    • Notwista
      Notwista
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2007 Beiträge: 268
      Ich möchte mal wissen, ob es ähnlich wie bei PocketPairs eine Regel gibt (20er-Regel), ab wann man suited Asses callen kann.

      Als Beispiel: Sitze im CO und vor mir macht jemand einen Standard-Raise auf 4BB. Ich halte A8s und habe nicht gecallt, weil auch sonst niemand mehr in der Hand war auch keine große Chance bestand, dass noch welche einsteigen. Meiner Meinung nach ein Fehler, weil der Raiser 250BB deep war, ich ca. 125BB und so immense Implied Odds herrschten. Natürlich ist doch noch einer eingestiegen und ich hätte am Flop den Flush getroffen.

      Genau umgekehrt bin ich mit meinem Sets gegen ein A-high-suited broke gegangen und habe meinen Stack verloren.

      Also, kann man sagen, ab ca. das 33-fache als Rest-Stack vom Raise kann ich callen, weil man ein Flush in ca. 3% der Fälle trifft, also ca. jedes 34. Mal? Würde zwar bei meinen 125BB nicht ganz hinkommen (mehr kann ich ja nicht gewinnen), aber stimmt das?

      Gruß, Notwist
  • 3 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Es wäre schön, wenn man das ganze so vereinfachen könnte, aber leider ist es das nicht.

      1. Die Position und Range des Openraisers.

      2. Sind schon vor mir Leute eingestiegen, steigen nach mir noch wahrscheinlich Leute ein?

      3. Wie hoch ist die Chance, dass nach mir geraised wird und ich in eine unangenehme Situation komme?

      4. Wie hoch ist die chance, dass ich die ganze Hand in Position weiterspiele (sehr relevanter Faktor für Drawinghands, da wir am meisten Informationen über die Handstärken der Gegner sammeln können)

      5. Wie gut sind deine Handreadingskills und deine Fähigkeit deinen Gegner Postflop richtig zu spielen? Grade hier ist es entscheidend, da Implied Odds immer nur eine sehr vage Sache sind und man viele Faktoren die dort einfliessen nicht spezifizieren kann vernünftig.


      Generell ist also wichtig.

      - Position
      - dein Skill Postflop (wie gut spielst du generell, bist du auch in der Lage einen Gegner auszuspielen? -> dazu musst du halt Readingskills aufweisen, um solche Hände bei 70BB - bis ca.150BB wirklich profitabel spielen zu können)

      Der Stacksize des Gegners ist zwar auch sehr relevant, aber wie du siehst nicht als wichtigste Priorität.

      Grundsätzlich würde ich daher erstmal empfehlen solchen Situationen aus dem Weg zu gehen, wenn du nicht grade in einen Multiwaypot gelangst (hohe Implied Odds, weil mehrere Gegner sind die alle etwas treffen könnten) und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Position hast.

      Eine Regel über Zahlen wie eine Call 30 Regel z.b würde ich hier nicht pauschal veranschlagen, weil neben dem Flush, ja noch jede Menge Möglichkeiten bestehen auch etwas anderes zu treffen (z.b. ein Midpair, Toppair mit schwachem Kicker z.b.) und hier grade bei Anfängern das Fehlerpotential enorm hoch ist. (sie entweder zu früh oder zu spät folden)

      Sammel deine Erfahrungen erstmal in wirklich sicheren Situation (du hast zu 100% den button, die Stacks sind recht deep (125BB+ würde ich da so grob als unterste Grenze erstmal ansehen bis du besser wirst) und die Range deines Gegners recht einfach zu lesen. Ich denke du wirst daraus ableitend auch langsam die schwierigeren Situationen meistern können mit der Zeit.
    • annobln
      annobln
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2007 Beiträge: 5.976
      Also ich finde "Suited" und "Implieds" widersprechen sich meistens. Es sei denn dein Gegner kann dir keine sinnvollen Ranges geben. Da sind OESDs meistens besser geeignet. Ist aber nur ein Erfahrungswert von mir. Selbst mit TopSet wird er sich hüten bei einem obv. angekommenden FD 250 BB zu riskieren.
    • Akonuk
      Akonuk
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2007 Beiträge: 1.401
      Was hat das callen damit zu tun ob die Ärsche angezogen sind?
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