[Strategie] Hutchisons Punkte-System für Omaha High-Low

    • the_typhoon
      the_typhoon
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      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 1.362
      [SIZE=16][Strategie] Hutchisons Punkte-System für Omaha High-Low[/Size]

      Auch beim Omaha erlangen wir allein schon dadurch eine gewaltige Edge, indem wir Pre-Flop selektiv mit unseren Händen umgehen und so Post-Flop mit besserem Material ausgestattet sind als unsere Gegner.

      Ich habe mir ein wenig Gedanken über die Erstellung eines Starting-Hand-Charts für Omaha gemacht, bin allerdings zu dem Schlu�? gekommen, da�? das Nutzen/Aufwand-Verhältnis zu gering ist. Wenn man Pokern lernt, besteht das Ziel ohnehin nicht darin, irgendwann mal haufenweise Charts im Kopf zu haben, sondern ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Karten gut sind und welche nicht.

      Ein nützliches Werkzeug dieses Gefühl zu erlangen, stellt das Hutchison-Punkte-System (HPS) dar. Als ihr mit Hold�em angefangen habt, habt ihr am Anfang ja auch alles stur nach SHC gespielt und nach ein paar 100 Händen einfach begriffen, warum man so spielen mu�?. Im Omaha könnt ihr mit dem HPS einen ähnlichen Effekt erwarten.

      Ich habe für beide Omaha-Varianten jeweils einen PDF-File erstellt, der eigentlich selbsterklärend sein sollte. Ihr könnt euch den File hier herunterladen. Druckt euch das Chart am besten aus und legt es neben euch auf den Schreibtisch. Es folgen ein paar Testaufgaben, mit denen ihr überprüfen könnt, ob ihr alles richtig verstanden habt.


      1.) A:spade: 3:spade: 5:heart: K:diamond:
      Im ersten Schritt gibt es 17 Punkte für A3. Für die Kicker 5 und K gibt es insgesamt 6 Punkte. Dann gibt es noch 4 Punkte für die zwei Pik. Insgesamt ist die Hand also 27 Punkte wert.

      2.) A:spade: A:club: 2:spade: 3:club:
      Zunächst gibt es 20 Punkte für A2. Dann gibt es weitere 9 Punkte für die 3 als Kicker. Für die Asse gibt es 8 Punkte und da die Hand double suited ist nochmal 8 Punkte. Zusammen sind das 45 Punkte.

      3.) A:spade: T:spade: A:club: Q:diamond:
      Diese Hand kann nicht als Low-Hand gewinnen. Da alle Karten => 10 sind und sie sowohl suited als auch paired ist, ist sie spielbar.

      4.) A:spade: T:spade: K:diamond: Q:diamond:
      Auch diese Hand kann nur als High-Hand gewinnen, da alle Karten => 10 sind und sie double-suited ist, ist sie dennoch spielba.


      Wie kann ich meine Pre-Flop-Strategie verfeinern?

      Grundsätzlich ist das HPS sehr tight. Euer Vpip sollte � wenn ihr nach dem System spielt � unter 30 liegen.

      Wenn ihr hinten sitzt könnt ihr generell looser und aggressiver spielen, weil das Risiko von einer stärkeren Hand gereraised zu werden geringer ist.

      Mit der Zeit werdet ihr Hände finden, die beim HPS durchfallen und trotzdem spielbar sind, weil sie vom HPS entweder nicht optimal behandelt werden oder über eine gute Playability verfügen. Playability wir von dem System nicht erfa�?t, da es auf Erwartungswertanalysen basiert, die davon ausgehen, da�? aller Spieler All-In sind. Es ist zum Beispiel sehr angenehm mit einer Hand zu spielen mit der man Nutflushs oder entsprechende Draws floppen kann => Solange kein Pair auf dem Board liegt wei�? man immer, wo man steht.

      Beim High-Low solltet ihr auch darauf achten, da�? die Stärke der Hände die nur als High-Hand gewinnen können zunimmt, wenn das Spiel shorthanded wird. Solltet ihr also in late first-in sein könntet ihr eine High-Hand, mit der ihr normalerweise callen würdet, raisen.

      Achtet auch darauf, wie stark die Gegner sind, die bereits eingestiegen sind. Sind viele schwache Spieler in der Hand habt ihr 2 Vorteile: Ihr könnt davon ausgehen statistisch gesehen mit besserem Material ausgestattet zu sein und da�? die Fische postflop weitere Fehler machen. Von den schlechten Spielern kommt schlie�?lich das Geld.
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