SuckOuts Resistenz

    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Zu mir:
      Ich spiele SSS auf NL50. Mit der SSS habe ich Mitte Oktober begonnen. Ich habe mich, wie man meinem Beitrittsdatum entnehmen kann, schon früher für Pokern interessiert und bin damals beinahe, an genau dem selben Problem gescheitert, dass mich auch jetzt umtreibt, aber dazu später mehr.

      Ich poste Hände, besuche die Coachings, analysiere mein Spiel, versuche die Gesetzmäßigkeiten hinter dem ganzen zu verstehen und bin schwer bemüht besser zu werden. Das sowas alles seine Zeit braucht ist mir bewusst. Ich finde immer noch Fehler in meinem Spiel, die eigentlich nicht sein sollten. Aber das kann ich akzeptieren. Solange ich was verbessern kann, geht es schließlich voran.
      Nachdem ich auf NL25 nach 26K Händen und mehr oder weniger BreakEven gelaufen bin (20K Hände rauf, 5K Hände runter), konnte ich dank des RakeBack auf FTP dennoch aufsteigen und im Grundsatz zeigt mein Einsatz auch Wirkung, denn es läuft soweit eigentlich ganz gut. Klar ist das vermutlich nicht die Sinnvollste Art, im Down zu leveln, aber ich sitze da nicht auf Scared Money und außerdem hatte ich diese Ungeduld im Bauch, die mir sagte, daß NL50 mein Limit ist. Und da ich mir die Downswingausrede nicht zu eigen machen wollte, gab es irgendwie noch weniger Grund nicht aufzusteigen.
      Ich bin also kein Pokergott, denke aber, dass es für das Limit schon reicht.
      Geplant ist ein Aufenthalt auf diesem Limit für die nächsten 3 Monate. Also mehr als genug Zeit, um sich weiteren Content zu erarbeiten. Von Ungeduld auf das nächst Limit auch keine Spur. Zu allem Überfluß bin ich von 6 Tischen sogar wieder auf 4 runter gegangen, um allen Druck raus zu nehmen und solider zu spielen.

      Mein Problem:
      Der Threadtitel sagt schon alles. Im Prinzip habe ich kaum Suck-Out Resistenz. Soll heißen, verliere ich mit AA gegen Crap, dann könnte ich schreien. Wenn ich dann zwei oder drei solcher „Fälle“ kurz hintereinander verliere, dann zweifle ich so sehr am Ganzen, dass es schon verrückt ist.
      Das Komische dabei ist, dass ich mich grundsätzlich mit der Varianz abgefunden habe. Und ich hatte letzte Woche sogar so einen tollen Tisch, an dem ich, wenn ich mich recht erinnere 5 SetUps hintereinander durchlaufen habe. Halt so etwas, wie wenn deine KK gegen AA All-In gehen, dann kommen deine QQ gegen KK, AKo noch mal gegen AA und so Zeug halt. Dann bleibe ich ruhig. Die Stacks gehen verloren und ich habe ein leichtes Schmunzeln auf den Lippen. Weil ich weiß, so was kann passieren. Wenn es sich so häuft, könnte man noch denken, man hat Pech, aber egal. Ich hab an dem Tisch z.b einfach weiter gespielt und dann mit AA zwei Stacks geholt. Alles ok.
      Aber sobald ich dann mit AA in ATs laufe, die am Flop meinen All-In callen und bis zum River zum Runner Runner Straight werden, dann ist es echt fast vorbei. Wie weggehblassen.
      Einen kann ich davon manchmal noch ab, aber wenn die Dinger gehäuft kommen, bzw. kurz hinter einander, dann platzt mir echt der Sack.
      Dann zweifelt irgend etwas in mir die ganze Theorie an. Dann wird Pokern wieder ein Glücksspiel, für das man nichts lernen muss, sondern eben nur Glück braucht. Da ich Aufgrund unserer Spielweise eher selten in die Verlegenheit komme, selbst auch ordentlich aus zu sucken, gleicht sich das im Kopf auch nicht wieder aus. Das hat nicht viel mit selektiver Wahrnehmung zu tun, denn wenn ich meinen dritten King gegen die PreFlop Asse einfange, freue ich mich tierisch, obwohl mir Villain leid tut.

      Hier ist also mein Dilemma: Ich hab einiges theoretisches Wissen über Pokern. Ich verstehe, dass Pokern im allgemeinen swingy ist, es kurzfristig natürlich vom Glück abhängt und unsere Spielweise eben auf longterm ausgelegt ist.
      Aber sobald Fisch auf diese Weise zurück beisst, könnte ich durchdrehen. Wie Eingangs angedeutet, hat mich dieses Problem früher beinahe meine ganze BR gekostet, weil der Tilt dann mal übernommen hatte und ich auf Biegen und Brechen auch einfach mal nur Glück haben wollte. ;)
      Nach dem Drop von $1.000 auf unter $200 habe ich dann eine längere Pause gemacht und habe es letztes Jahr mal wieder eine Zeit lang probiert. Aber das Problem tauchte wieder auf und diesmal habe ich die Pause dann gemacht, bevor es wieder Geld kostete. Dies ist also Quasi mein dritter Anlauf.
      Heutzutage schaffe ich es immer noch rechtzeitig von den Tischen, bevor ich wirklich größere Schäden an meiner BR anrichten kann. Aber das ist doch kein Zustand, wenn einem ein Teilaspekt des Pokern fast ausser Betrieb setzt. Ich möchte garnicht wissen, was passiert, wenn ich mal einen richtigen Downswing mitmachen muss. Weil bisher gebe ich z.b. auf NL25 eher mir die Schuld daran, daß es BreakEven ausgegangen ist.
      Es wird also Zeit auch an diesem Problem zu arbeiten, vermutlich sogar mehr, als an dem ganzen restlichen Pokercontent zusammen.

      Wow, langer Post. Falls jemand also bis hier her vordringt, dann bitte erzählt mal, ob ihr das Problem irgendwie kennt und da eine Lösung für gefunden habt?
  • 4 Antworten
    • RudiRollig81
      RudiRollig81
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2007 Beiträge: 892
      Quit poker, wenn du zu sehr auf Tilt kommst, mach einfach was anderes..
      ODER
      nimm es hin, dass dich der fisch manchmal aussuckt, lass ihm die Freude..im Schnitt, grob gesagt, gewinnt er 1 pot und du 4...du kannst nicht jede Hand gewinnen auch Q10 hat nicht 0% Equity gegen AA
      ABER
      nächstes mal kannst du dich eventuell, unter Umständen vielleicht, wenns dir nix ausmacht aber nur wenns möglich ist, wenn du willst eiun bischen kürzer fassen...war ja ein halber Roman :D
      btw hatte schon 2mal knappe 30stacks down und bin trotzdem dicke im + und darum gehts ja schliesslich und endlich

      sss is halt mega varianz..spiel halt fr statt sss..is zwar auch swingy aber nicht so merkbar :D

      mehr Hände posten, neue lines lernen (stealst du genug, stealst du zu viel etc..) etc...wird schon wieder

      btw wenn du von 1000 auf 200 dropst, hast du vielleicht ein schlechtes brm...ich spiel ein limit immer mit 50buyins min

      greetz
    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Ich versuchs mal kürzer:
      Beim $800 Drop war BRM egal, Tilt hat Pokerroulette gefordert und bekommen. ;(
      Varianz ist zwar gemein, aber nicht das Problem. Ich sehe schon, du hast doch nicht alles gelesen. :P
      Und mein Spiel verbessern, versuche ich täglich. Mit bescheidenem Erfolg. :D

      Es geht mir halt darum, daß es mich anfrisst, wenn zu viel Glück, oder eben Unglück im Spiel ist. Das trifft auch nicht jeden Tag gleich stark zu. Nur weiß ich vorher halt nicht, ob heute so ein Tag ist, an dem es mich tiltet. Und es muss doch einen Weg geben damit um zu gehen. Dieses einfach hinnehmen will eben nicht so einfach klappen.
    • RudiRollig81
      RudiRollig81
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2007 Beiträge: 892
      Original von MeiBra
      Ich versuchs mal kürzer:
      Beim $800 Drop war BRM egal, Tilt hat Pokerroulette gefordert und bekommen. ;(
      Varianz ist zwar gemein, aber nicht das Problem. Ich sehe schon, du hast doch nicht alles gelesen. :P
      Und mein Spiel verbessern, versuche ich täglich. Mit bescheidenem Erfolg. :D

      Es geht mir halt darum, daß es mich anfrisst, wenn zu viel Glück, oder eben Unglück im Spiel ist. Das trifft auch nicht jeden Tag gleich stark zu. Nur weiß ich vorher halt nicht, ob heute so ein Tag ist, an dem es mich tiltet. Und es muss doch einen Weg geben damit um zu gehen. Dieses einfach hinnehmen will eben nicht so einfach klappen.
      im poker kommt es nicht auf Glück oder Pech an. Geld gewinnst du, wenn du deine Gegner vermehrt zu Fehlern zwingst..wenn ein Fisch beispielsweise preflop immer ai mit Q10 gegen deine AA callt, dann macht er auf Dauer einfach einen Fehler damit..du solltest einfach dem einzelnen ERgebnis nicht so viel Beachtung schenken und schau dir mal im Pockertracker o.ä. an, wie viel Geld du schon mit AA gewonnen hast, im Vergleich dazu, wie viel du damit verloren hast...Glück und Pech sollte sich ja auf Dauer auf 0 (du hast ja auch Glück) ausgleichen (Varianz), somit lebst du nicht von Glückstreffern sondern von guten Entscheidungen...wenn du deine Hand mit AA gegen Q10 preflop reinbekommst, hast du alles richtig gemacht, auch wenn du die Hand verlierst, wichtig ist vielmehr ob du die richtige Entscheidung getroffen hast und in diesem Falle war deine Entscheidung sehr gut (du warst Preflop Favorit aber es gibt im Poker keine Situation preflop, wo der gegner 0% chance hat, diese zu gewinnen) und wird dir auf DAuer Geld bringen..sieh es doch einfach mal so...
      ansonsten, quit Poker, es sollte dir ja auch Spass machen, verlieren gehört eben zuim gewinnen dazu, wichtig ist einfach MEHR gewinnen als verlieren
    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Gibts noch mehr, das zu diesem speziellen Thema gesagt werden kann?