AK: WIE preflop broke gehen

    • Schurkenstaat
      Schurkenstaat
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2007 Beiträge: 1.839
      Wollte den Thread schon länger mal eröffnen, gerade gab es wieder einen aktuellen Anlass. Ich frage mich, wie man idealerweise mit AK spielen soll, wenn man bereit ist, preflop all in zu gehen. Dass AK nicht eine Hand ist, mit der man unbedingt preflop reinstellen will ist klar, es soll hier weniger um Spots gehen, in denen es das richtige Play ist, sondern wie man es besten reinstellen soll, wenn man bereit ist, broke zu gehen.

      Ich hatte gerade an einem Tisch eine sehr lange Strecke von guten Karten und habe etwa 4-5 Orbits lang jeden Button und viele Cutoffs geraist. Ein sehr looser Spieler, der viel geraist hat und auch postflop sehr loose gebettet und gecallt hat, hat den BB das erste mal verteidigt und (NL25) von 1 auf 3.5$ erhöht. Ich wollte mal was probieren und habe daraufhin direkt all in gepusht. Er hat dann 20 Sekunden lang den Chat vollgespammt, dass ich so offensichtlich nicht gecallt werden will, ich nichts habe und sowieso das letzte A******** sei und letztendlich gefoldet. In dem Fall habe ich es gemacht, weil er eventuell auch schwächere Asse gecallt hätte, vielleicht auch kompletten Trash, weil er wie gesagt ziemlich loose und etwas auf Tilt war.

      Die Frage stelle ich mir aber auch generell, wie soll die 4Bet mit AK aussehen? In den allermeisten Fällen dürfte ein Fold des Gegners kein schlechtes Ergebnis sein. Gerade auf den kleinen Limits (NL25 in meinem Fall) sieht man auch noch öfters mal, dass 4Bets Coldgecallt werden. AK verbessert sich nun aber oft nicht am Flop, so dass man in unschöne Situationen kommt und den Pot aufgeben muss, bzw wenn man trifft, hat der Gegner zumeist einen leichten Fold.

      Mit einem direkten Push umgeht man das Problem. Möglicherweise folden einige Pocket Pairs die sonst am Flop neu evaluieren könnten und AK was ja ein super Ergebnis wäre. Auf der anderen Seite nimmt man dem Gegner, wenn er sich noch etwas Foldequity ausrechnet die Chance, bspsw. AQ selbst zu pushen, zudem hat man damit eine Line, die nach einiger Zeit wohl recht offensichtlich ist, wenn der Gegner aufpasst, zumal man diese Overbets wohl kaum balancen kann (müsste wenn dann ja mit AA und KK geschehen, was vermutlich ziemliche Verschwendung wäre). Dann wiederum ist die Aufmerksamkeit der meisten Spieler auf den Micros nicht so unglaublich hoch.

      Wie seht ihr die Sache? Was ist (100BB deep) eine vernünftige 4Bet? Seht ihr Spots in denen die 4Bet all in Sinn machen kann? Wenn ja, was für Gegner / Histories / Spielsituationen sollten gegeben sein?
  • 3 Antworten
    • Wody
      Wody
      Black
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 3.737
      Original von Schurkenstaat
      Was ist (100BB deep) eine vernünftige 4Bet?
      Je nach 3bet Größe 24-35BB
      Original von Schurkenstaat
      Seht ihr Spots in denen die 4Bet all in Sinn machen kann? Wenn ja, was für Gegner / Histories / Spielsituationen sollten gegeben sein?
      Ja, wenn ich damit rechne dass Villian die 4bet callt und ich dann oop dastehe.
    • PLSDontCallMe
      PLSDontCallMe
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.519
      Wie ich AK spiele, hängt von der Anzahl der Spieler, deren Spielweise, dem Spielmodus (Tunier/Cashgame), Anzahl der Chips von mir / Chipcount meiner potentiellen Mitspielern, meinem Image und meiner Position ab.

      Spielweise am Fullringtisch (Cashgame):
      Zur 3 Bet:
      Ich bau mit diesen Drawinghands Preflop ungern einen großen Pot auf.
      Da ich von der Commonraisingrange eines TAGs (AA, KK, QQ, JJ, TT, AK, AQ (AJ, 99 aus LP und vllt. noch n bissel mehr)) nur wenige Hände dominiere (aber gegen die Meisten nur einen Flip habe oder aber selbst dominiert werde - und auch gegen Randomhände habe ich mit AK nur eine ca. 40% Chance).
      Und wenn ich den Flop verpasse (was in 67.55 % aller Fälle passieren wird) spielt sich das schlecht, zumal Contibetten Out of Position bei so einem Pot bestimmt ev- ist,
      da sich viele durchschnittliche Spieler dann nicht mehr von ihrem Overpair trennen können (von Callingstations ganz zu schweigen).
      Gegen Lag Spieler (die halbwegs wissen was sie tun) ist das natürlich ein klares Raise.
      Ebenfalls im Tunier (bei ner geringen Mratio (wenigen BigBlinds)). Ist es dann ein Instapush.

      Der Vorteil von AK begründet sich nur in dem Backup, welches man gegen viele Hände noch hat, wenn die Foldequity nicht gegeben ist.
      Und das nutze ich manchmal auch aus (spiel gelegentlich gegen Semitighte Spieler nach Raise+Raisecall = Limpraise All in mit AK, was für die meisten Spieler sehr nach Aces oder Kings riecht :-).

      Um ehrlich zu sein, raise ich auch AX gar nicht Preflop(aus den frühen Positionen),
      anstatt vllt. die Blinds+ein Raisecall zu bekommen, wenn du mit ner Contibet durchkommst (was gegen erfahrene Spieler nur ein paar mal klappen wird), hast du so nämlich evt. die Chance, von ner schlechteren Hand (KJ,KQ,AT...) die volle Auszahlung zu bekommen, die Du ansonsten evt. durch das Pre-Raise vertreiben würdest.

      Wenn man nicht ultradeep ist, wäre eine 4bet für mich dann = ein Shove.
    • PommesPapst
      PommesPapst
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 11.609
      in ner resteal-situation 4bette ich relativ klein (2,3-2,5x die größe der 3bet), um lighte pushs oder bluffshoves zu inducen. man sollte auf jeden fall der deception wegen immer gleich hoch 4betten gegen gute spieler, weil man das ja auch mit seinen bluffs und monstern balancen sollte, um nicht readable zu werden.