Wie Swingi sind SnGs?

    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Nachdem meine FL Cashgame Karriere zuletzt etwas holprig wurde, überlege ich zurzeit, ob ich auf SnGs umsteige.
      Auf 0,5/1$ Limit hat sich meine BR zuletzt nur noch im Schneckentempo nach oben entwickelt, unterbrochen von regelmäßigen krassen Downs, an denen ich dann Wochenlang zu knapsen hatte. X(
      Ein Teil des Problems ist dabei glaube ich, dass ich bei hohen Verlusten nicht gelassen bleibe und die heftigen Swings als sehr belastend erlebe. Zuletzt habe ich nun einige SnGs gespielt (und mich hier durch die Theorie gelesen) und fand das sehr viel entspannender: Einerseits hat man wie beim No Limit mehr Handlungsoptionen, andererseits riskiert man immer nur den Buy-In, - krasse Abstürze durch Bad Beats, selbst einer Serie von Badbeats, erscheinen mir da unwahrscheinlicher.
      Oder irre ich mich da? Meine SnG Datenbank ist noch sehr klein.

      Wie sehen eure Erfahrungen aus, und gibts Untersuchungen wie die Varianz aussieht im Vergleich zu Cahgames?

      Wie sollte - einmal abgesehen von der üblichen Theoriearbeit - ein Einsteiger vorgehen: Sich von den kleinsten Buy Ins hocharbeiten oder kann man gleich auf einem Buy In starten, den die BR hergibt?
      Die Site, auf der ich zurzeit spiele, bietet 1$ SnGs an (9erTable) allerdings zu einem krassen Rake von 25 %, also 1+0,25$. Darüber wirds fairer mit jeweil 10 % Rake für 5$, 10$, 20$ etc.
      Meine BR beträgt 700$.
      Danke für eure Meinungen! :)
  • 7 Antworten
    • Barkeeper
      Barkeeper
      Bronze
      Dabei seit: 23.03.2006 Beiträge: 8.797
      Ich erlaub mir mal shakin seine quellen zu klauen ;)
      http://archiveserver.twoplustwo.com/showflat.php?Cat=0&Board=&Number=2372560&page=0&view=&sb=5&o=14&fpart=1#Post2372560

      Imho ist die varianz bei sngs größer als bei FL vor allem bei den turbo sngs ;)
    • xJosh81x
      xJosh81x
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2006 Beiträge: 136
      wenn du heftige swings als sehr belastend empfindest würd ich dir sngs nicht empfehlen ... kann schon mal vorkommen dass du 10 oder mehr sngs in folge nicht itm kommst auch wenn du kaum fehler machst ...
    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Willkommen bei NL

      Bei den 1$ SnG wirst du kaum Gewinn machen. Ich schätze deinen Gewinn auf max. 5ct pro SnG - eher weniger bzw. Verlust. Da deine Edge nicht so groß ist, ist deine Varianz und die Downswinggefahr viel größer. Außerdem lernst du auf dem Limit nichts.

      Solltest also möglichst schnell aufsteigen, was aber nur mit guter Theorie geht.
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Original von xJosh81x
      wenn du heftige swings als sehr belastend empfindest würd ich dir sngs nicht empfehlen ... kann schon mal vorkommen dass du 10 oder mehr sngs in folge nicht itm kommst auch wenn du kaum fehler machst ...
      Aber selbst wenn es 20 sind: 20 Buy Ins sind, wenn ich mal von einem soliden BR Management ausgehe, net so viel, oder?
      Hängt natürlich davon ab, welchen Vergleichsmaßstab ich anlege. Was bräuchte man, um einen Stundengewinn zu generieren, der einem 0,5/1$ +2BB/100 Limit Spieler vergleichbar ist? Der Limit Spieler hätte ca. 1,4 $/h pro Tisch. Mit SNGs 5$+0.5 dürfte das zu packen sein, oder? (ROI 20% bei 5+0.5 SNG -> 1,1$ Profit pro SNG - und ein SNG dauert ja idR nicht eine volle Stunde.

      Oder rechne ich jetzt falsch? Ist früh am Morgen ... ?(

      Falls 0.5/1 Limit Cashgame und 5+0.5 SNGs tatsächlich ungefähr vergleichbare Ertragserwartungen haben, würden 10 Buy Ins Verlust = 55$ = 55BB für den Cashgamer wohl kaum als ernstzunehmender DS gelten. 20 Buyins oder minus -110BB kämen vielleicht in die Nähe eines echten DS aber eigentlich brächte es mindestens 30 Buy Ins Minus, um Verluste zu haben, wie sie dem Cashgamer bei einem DS passieren.
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      kann jetzt von mir als nicht multitabler sagen, dass ich über ~1300 sngs, davon fast alles party speeds, zwei swings von je ca. 40 sngs hatte, in denen ich jeweils 5-6x itm (nicht dass ich auch nur eines in dieser phase gewonnen habe) gekommen bin. kurze phasen von 7-10 x nicht itm sind immer wieder dabei.

      solltest du regulars spielen und nicht >4 tische multitablen sollten sich die swings bei gutem spiel in grenzen halten. dennoch sind phasen möglich in denen selbst pros (ausgewiesene winning player) über einen zeitraum von 1000 sngs break even oder gar mit verlust abschließen.
    • xJosh81x
      xJosh81x
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2006 Beiträge: 136
      Original von Absalon
      Aber selbst wenn es 20 sind: 20 Buy Ins sind, wenn ich mal von einem soliden BR Management ausgehe, net so viel, oder?
      jo kommt halt aufs brm an, ich hab aktuell so ca 80 buyins meines limits und werd wohl immer so bei 80 buyins des nächsten levels aufsteigen... da ist das "nur" 1/4 der BR und damit nicht so schlimm, aber wenn du nun z.b. nur 40 buyins hast kann da schnell mal die halbe br wegsein daher wär ich beim brm lieber etwas konservativ :D
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Habe hier einen Artikel gefunden, der dem oben verlinkten Aussagen von 2+2 widerspricht. Er ist etwas älter (1999), weiß nicht inwieweit er möglicherweise widerlegt ist.
      http://www.conjelco.com/IG/IG9.pdf

      Zitat:
      Because of the relatively small standard deviation associated with satellite play, our satellite players, while making less than the $10-$20 expert, do so with significantly smaller swings in their bankroll. In fact a $6-$12 player with a small bankroll that he needs to preserve is far better off playing these satellites if he can play them at a Very Good skill level.

      Die Aussage bezieht sich zunächst einmal auf "Winner Takes All" Payouts. Etwas später wird kurz die Frage diskutiert, was passiert, wenn die letzten drei Spieler den Gewinn untereinander aufteilen:


      (Text von J.P. Massar)