Was kann man psychologisch verbessern?

    • Tobbeeey
      Tobbeeey
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 1.093
      Ich bin 19 pokere seit ungefähr einem Jahr und das im Prinzip auch relativ erfolgreich.
      Hab mich von NL10 hochgearbeitet und war zwischenzeitlich nach einem elenden Downswing, der meine Bankroll wieder von NL100 auf NL25 zurückkatapultiert hat, "sogar" eine Zeit lang NL200-Reg.
      Auf diesem Limit ging es dann los, ein Beat nach dem anderen, Tilt und letzt endlich dann auch kein A-Game mehr, Abstieg auf NL100.
      Hier trotz hoher Überlegenheit 20 weitere Stacks verloren und auf NL50, hier dann gerade vorm Abstieg noch gefangen.

      Wie es mir gedanklich ging könnt ihr euch vermutlich vorstellen, ich war wirklich der Meinung zu schlecht zu sein.
      Da Poker sozusagen mein Nebenjob ist, war dies eine wirklich schwere Phase für mich. Klar, man sollte nicht zu viel abhängig machen vom Pokern, aber da ich mein Studium nach dem Abi selber finanzieren muss und auch ein Auto langsam nötig wird, setzt das schon hart zu.
      Irgendwie habe ich es dann trotzdem nach Tagen geschafft, noch einmal einen Neustart hinzulegen.
      Habe NL50 letztendlich dann auch mit 11BB/100 auf 45.000 Hände erneut geschlagen und war ziemlich selbstbewusst, da diese Winrate ja ein wahrer Traum für mich ist.
      Ich war also dementsprechend ziemlich erleichtert nun mit knapp 30 Stacks wieder NL100 spielen zu können. Hier ging es auch wirklich gut weiter, 20.000 Hände mit 8BB gehabt, ich wurde halt endlich nicht mehr andauernd ausgedrawt und habe auch nicht mehr die üblen Setups aus meinem Downswing erwischt. Naja, soweit so gut, inzwischen war ich dann kurz vor einer NL200 würdigen Bankroll und fast "glücklich" wieder zu meinem alten Limit zurückzukehren.

      Das war vor 4 Tagen....inzwischen ist meine BR wieder bei 2600$ angelangt, sprich 25 Stacks. Trotz meinem normalen Spiel. Nur heute habe ich selber dazubeigetragen, dass 3 Stacks verloren gegangen sind, aber selbst diese Spielweisen waren noch halbwegs vertretbar.
      Ich weiß, dass ich das Spiel schon relativ gut beherrsche, aber ich komm mit diesen Swings einfach nicht klar. Wenn ich mir andere Tagebücher ansehe von NL100-200 Regulars sehe ich nur wie es fast stetig up geht, ein Down sieht dann so aus, dass man mal 5 Stacks verloren hat.
      Warum mache ich so krasse Erfahrungen?

      Habt ihr irgendwelche Tips, wie man trotzdem einigermaßen locker bleiben kann? Ich kann mich nach 4 verlorenen Stacks einfach nie zurückhalten, wenn mich wieder irgendein Experte für 250 BB mit TT preflop callt und meine Kings aussuckt mit der Begründung, dass er mich auf 22-88 gesetzt hat, dann raste ich innerlich einfach aus und muss ihn beleidigen.
      Weiterhin denke ich dann immer, dass es nur noch weiter down geht und ich wohl doch zu schlecht bin...
      Ich möchte einfach nur dieses Denken erlenen, auf lange Zeit zu denken.
      Aber wie soll das gehen, wenn ich schon das zweite Mal meine Bankroll fast mehr als halbiert habe :(

      Wäre für Tips sehr dankbar, außerdem bin ich auch gerne für ein User2User-Coaching zu haben, allerdings mit der Bitte, dass es ein solider NL100-200 Spieler ist, der sich vielleicht auch noch nicht überall so sicher ist =)


      Gruß, Tobi
  • 1 Antwort
    • ulf
      ulf
      Black
      Dabei seit: 26.10.2006 Beiträge: 2.171
      Ich würde dir definitiv zu einem konservativeren BR Management raten. Bin zwar auch nur ne 30Stacks BRM gefahren, aber ich brauchte das Geld nicht.
      Wenn man aber von dem Geld abhängig ist, sollte man imo immer gut rolled sein für sein std limit.

      Für die Psyche kannst du dir mal Poker Mindset und voralledingen Elements of Poker (sollte imo jeder pokerspieler gelesen haben) reinziehen.

      Wenn du denkst du bist nicht gut genug, dann solltest du kürzere Sessions spielen und den rest der Zeit damit verbringen die Session zu reviewen.