Premium-Hände gegen UTG-Raise eines Regulars auf den Mid-/High-Stakes

    • Analyst
      Analyst
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 498
      In der "Movin on up Full Ring"-Serie von Deuces Cracked wird empfohlen, JJ, QQ und selbst KK gegen einen UTG-Raise eines Regulars bloß zu callen. Das Gleiche gilt für AK. Begründung: Ein guter Regular raist hier zwar auch einige schlechtere Hände, wird auf einen Reraise aber keine schwächere Hand weiterspielen. Insofern verwandelt man sogar eine Premium-Hand mit einem Reraise in einen Bluff. Um damit noch Value von schlechteren Händen zu extrahieren, sei ein Flatcall besser.

      Anders in Small-Stakes-Games: Dort kann kein Spieler vor dem Flop QQ, JJ, TT, AK loslassen, deshalb ist es profitabel, Queens und Kings for value zu reraisen.

      Wie handhaben die Mid- und High-Stakes-Spieler von PokerStrategy eine solche Situation?
  • 3 Antworten
    • Kaiypoker
      Kaiypoker
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 960
      hui jetzt bin ich aber mal gespannt :) n1 thread
    • UrielSeptim
      UrielSeptim
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 3.487
      Das hängt ganz vom Regular, unserer Position und allfälligen Coldcallern ab.
      Meine Erfahrungen mit Regulars sind ganz unterschiedlich. Einige können AQ und anderen Müll auf eine 3-Bet nicht folden, andere spielen OOP nur noch mit KK+ weiter.
      Aber JJ würde ich generell nicht 3-betten, ausser der Regular ist aus UTG ziemlich loose. Und mit AK und QQ würde ich mich OOP im 3-Bet-Pot gegen einen tighten Regular aus UTG nicht sonderlich wohl fühlen.
      Ist er aus UTG relativ loose, würde ich ihn oft 3-betten, gegen eine weite Range Value zu extrahieren ist relativ schwierig, da nimmt man besser die FE mit, statt mit AK den Flop zu verfehlen (was uns in 2 von 3 Fällen passiert).
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      An einem FR-Tisch ist die UGT-Range halt recht polarisiert. Im Grunde stimmt es schon, dass man sich durch die 3-bet gegen stärkere Hände isoliert.

      Die Frage ist halt was ein "Regular" bedeutet...13/10...20/18? Oder noch looser?

      Probleme machen mir da Hände wie QQ-/AK-, da ich gegen einen eher tighten UTG-Spieler meistens hinten liege wenn er 4-bettet. Bevor ich mit solchen Händen also 3-bet/fold spiele, finde ich einen Call durchaus ok.

      Mit AA/KK möchte ich aber protecten und for Value 4-betten, dies kann man dann balancen indem man mal kleine Pocket Pairs oder Suited Conncetors als Bluff 4-bet/foldet.

      Hängt halt von vielen Faktoren ab, also nicht nur vom Gegner und dessen Position sondern auch von deinem eigenen Play (wie loose/aggressiv du bist) und deinem Balancing. Spielst du auf Dauer gegen denkende Gegner musst du halt vermehrt aufs balancen achten, de facto darf in solchen Situationen deine 4-bet-Range nicht nur aus AA/KK bestehen.