Heads-up am Flop OOP: C/C Flop ohne Initiative

    • Kahless
      Kahless
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2005 Beiträge: 826
      Hallo.
      Ich habe folgendes Problem. Und zwar gibt es ja in der Platin Strategiesektion einen Artikel für HU c/c am Flop mit Showdownvalue der nach Equity geht und einen ohne SD Value nach Odds and Outs.
      Was ist aber mit den Händen die genau in der Mitte liegen.
      Beispiel:
      FTP 5/10 Headsup
      Preflop: Hero is SB with 4:diamond: , Q:heart:
      Button raises, Hero calls
      Flop: (4 SB) 2:club: , J:diamond: , 6:diamond: (2 players)
      Hero checks, Button bets, Hero calls
      Turn: (3 BB) 3:diamond: (2 players)
      Hero checks, Button bets, Hero calls
      River: (5 BB) 9:club: (2 players)
      Hero checks, Button checks

      Hier hab ich nur ca. 35% Equity wenn der Gegner 90% seiner Hände openraised. Reicht also nicht für einen calldown. Outs bräuchte ich schätzungsweise so ca. 6. (hab keine besonders guten implied odd) Die 4 und die Q sind so insgesamt ca. 4 outs wert und die backdoor - Geschichten vielleicht 0,5. Outs reichen also eigentlich auch nicht für einen call.
      Trotzdem hab ich irgendwie das Gefühl, dass man hier schon peelen kann, immerhin liegt man mit der Q schon noch oft vorne. Ich würde sagen es ist eine Kombination aus bisserl SD - Value und outs. Aber der SD-Value wird in dem Artikel (c/c flop ohne sd value) irgendwie komplett weggelassen.
      Muss man den dann selbst noch irgendwie mit einrechnen oder ist der call am flop hier falsch? Oder hab ich in meinen Annahmen irgendwo einen Denkfehler?

      P.S. Gegner ist sehr SD bound, callt hier K high gegen c/r fast immer runter und feuert sehr oft den turn nochmal.
  • 3 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      die entscheidende Frage ist imo, wie oft du denn mit der Hand dann auch zum SD gehst. Weil was bringt dir SD-Value, wenn du vorher foldest? weiß aber jetzt auch nich wie man das komplett mathematisch erfassen sollte ;)
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Imo kann man am Flop etwas looser peelen, wenn man auf ca. die Hälfte der kommenden Karten am Turn (Board pairings, niedrige Blanks ausserhalb der gegnerischen Range) die benötigte Equity für Calldown erreicht, ab und zu getroffene Outs for value raisen und Draws profitabel semibluffen kann.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Mit einem loosen Flopppeel bezwecke ich ja mehrere Sachen:
      1. ich treffe eines meiner Outs,
      2. ich bekomme manchmal eine Freecard am Turn,
      3. der Gegner gibt seine Bluffs teilweise am Turn auf und ich gewinne den gesamten Pot,
      4. ich komme am Turn/River in eine profitable Bluff-Situation.
      Bei knappen Entscheidungen am Flop kann man daher callen (knapp im Sinne von Odds und Outs nach a.), weil neben dem Fall a auch noch die Fälle b bis d einen postiven EV haben und in der Summe sollte c/c Flop dann profitabel sein. Wie genau die einzelnen EVs sind, hängt natürlich auch vom Gegner ab. Wenn der ein besonders dickes Leak hat (zB checkt zu oft am Turn), dann sollte man viel eher c/c als wenn man gegen einen Aggromaten spielt. Gegen Aggromaten nützt dir dein SD-Value einfach nix, weil die durchbetten und du folden musst.

      Was man nicht quantifizieren kann, sind so Sachen wie Image, History und Game Flow. Du willst ja nicht zu tight/straightforward am Flop werden. Auf der anderen Seite hast du vielleicht die letzten Hände schon loose gepeelt und Villain wird jetzt adapten und den Turn oft contibetten. Nicht zuletzt geht es auch generell um deine c/c Range.