Welche Gedanken für die Range des Gegners

    • FlushGarfield
      FlushGarfield
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 213
      Hi,
      habe immer bisschen Probleme, gerade in MTT, meinem Gegner eine Range an Händen zu geben. Liege (leider) noch zu häufig daneben.
      Welche Gedanken macht ihr euch, woran macht ihr das fest und wie geht ihr an die Range ran?
      Betrifft zum einen natürlich Preflop, wie auch das Spiel auf dem Flop.

      Mir ist natürlich auch klar, dass es über Gegner beobachten (was für Hände spielt er wie) geht und sicherlich Erfahrung eine Rolle spielt. Aber gerade online finde ich es schwer, bei MTTs, wo doch häufige Fluktuation durch die Table Balance ist, mich schnell auf die Gegner einzuschätzen. Und gerade auf kleinen Limits sieht man wenig die selben Spieler am gleichen Tisch, dass man alte Beobachtungen nutzen kann.

      Das man nie 100 % richtig liegt ist auch klar, aber mir ist aufgefallen, dass auch in den Coaching Videos MTT der Coach sehr häufig mit der Handrange richtig liegt.

      Zur Info: Benutze keine Hilfsprogramme, sofern es sowas dafür gibt.

      Danke für konstruktive Beiträge
  • 2 Antworten
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      Du kannst auch wenn du deine gegner sehr genau beobachtest nie die range besonders toll abschätzen, das kann denke ich mal keiner bzw. du kriegst nie solche reads =)

      Wie ich rangehe ...

      1. Position des Gegners
      2. Hab ich von dem Gegner schon öfters nen Raise in Erinnerung ?
      -> Loosere Range.
      -> Danach einfach sone Art ORC-Range festlegen, wichtig ist das man eher die Range zu Tight einschätzt als zu Loose ( Nur weil man einen jetzt 2 mal am CO hat Raisen sehn heißt das nicht das er UTG total rumspewt ;) )
      -> z.B. 6handed UTG bei nem MTT würde ich ne Range von AJo ATs KJs KQo QJs JTs nehmen.
      -> Es gibt halt manche die z.B. garnicht QJs JTs aus der Position Raisen, manche Raisen alle Suited Connecter etc. ich versuche quasi die Range so zu ner mittelmäßigen Range zu definieren.

      Flop :
      -> Gerade wichtig sich zu überlegen was er wohl mit den schlechteren Händen seiner Range macht, AJo und halt son Crappy Connecter wie T9s. Je looser die Range desto öfter macht halt auchmal nen c/r bzw. Float Sinn, wobei in MTT eher nen c/r ;)

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      Beispiel :

      BU Raise und wir haben AJo im SmallBlind, könnte man jetzt 3betten aber gerade so mit 25-30BB sind so 3bets meiner Meinung nach nicht gut, eher die Hand ahead spielen wenn man Hittet, Moven oder halt c/r.

      Flop kommt K72r Rainbow. Wir checken, in dem Spot z.B. denke ich bettet der Gegner fast an die 100% seiner Range, nehmen wir mal als Beispiel ( 22+, A2s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 87s, 76s, A7o+, KTo+, QTo+, JTo) etwa 17% ...

      Sollten wir jetzt also c/r spielen ? Denke Standartmäßig würde er auf einen Checkraise in etwa (77+, 22, AQs+, A7s, K9s+, 76s, AQo+, A7o, KTo+), etwa 11%


      => die FEQ beträgt quasi so um die 40%, im Raised Pot sind also etwa 7,5BB+4,5BB Cbet, wenn wir jetzt auf 12BB c/r spielen müsste er zu 50% folden wenn unsere Equity danach 0% beträgt ... Was aber gegen viele Hände aus der Range natürlich nicht stimmen würde.

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    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      ja, erfahrung und stats...

      wie das bei mtts so funktioniert, kann ich dir nicht sagen. stelle mir das da auch etwas schwerer vor...
      es gibt da halt kein patentrezept, sonst wäre pokern ja auch viel einfacher, wenn man seine range hundertprozentig einschätzen könnte ;)