Alternativen zum Standard-Leben/Weg

    • MyWayTTT
      MyWayTTT
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2006 Beiträge: 2.002
      Hey Community,

      in den letzten Monaten habe ich mir als Erstsemester-Student sehr viele Gedanken über mein Leben und meine Zukunft gemacht, so wie es (hoffentlich) jeder junge Mensch tut oder tun sollte. Ich habe mich gefragt: So, Abi hast du hinter dir, Zivi auch, dein Studium geht noch drei, vier, fünf Jahre und dann steigst du auch schon ins Berufsleben ein. Irgendwann heirate ich, baue ein Haus, setze zwei Kinder in die Welt... Ich gehe also voraussichtlich den Weg, den jeder junge Mensch gehen sollte, so er denn die nötigen Voraussetzungen mit auf den Weg bekommen hat um ein Studium erfolgreich abzuschließen und später einen anspruchsvolleren Beruf zu ergreifen.

      Was mir jedoch Sorgen macht, ist die Tatsache, wie sehr dieser Weg standardisiert ist und welche Alternativen es dazu gäbe. Man hört immer wieder von Leuten, die alles hinschmeissen und einen ... anderen Weg gehen. Sei das jahrelanges Work & Travel wie es eine entfernte Bekannte von mir seit Jahren tut, ein Leben als Pokerpro etc. Was also gäbe es für Alternativen oder warum meint ihr, dass der Standard-Weg letztendlich doch der beste Weg ist?

      Ich meine wir alle wollen doch später mal auf unser Leben zurückblicken und sagen können: "Geile Sache, ich würd vieles nochmal so machen und bereue nur wenig!" Was macht euer Leben so besonders oder warum seid ihr wirklich glücklich mit eurem Weg?

      Ich würde mich wirklich über Denkanstöße freuen!
  • 58 Antworten
    • uni05mz
      uni05mz
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 3.303
      Du kannst selbst verschieben, unten rechts ist ne drop-down-box..
    • MyWayTTT
      MyWayTTT
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2006 Beiträge: 2.002
      thx
    • mowow
      mowow
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2008 Beiträge: 161
      Man sollte das machen was einem spaß macht und fuer einen persoenlich eine Erfuellung ist, nicht das was von der Gesellschaft als "Norm" vorgegeben wird wie Haus bauen, Kinder etc.
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Hmmm ich habe zwar schon ne Ausbildung, stecke aber auch in meinem Studium in dem ich nicht so gut vorankomme, aber es gibt immer viele Wege ...

      Man hört von denen die es auf abenteuerliche Weise geschafft haben den anderen Weg zu gehen ... und man kennt den allgemeinen "guten Weg" der bereits durch viele Leute vor dir definiert wurde.

      Man sollte sich immer selber Fragen was einem wichtig ist im Leben.
      Willst du was solides, irgendwann Sicherheit für eine Familie und ein "wahrscheinlich geregeltes Einkommen", dann studiere und mach deine Sache gut.

      Willst du ein Abenteuer erleben, dann mach erst was anderes, was sich evtl. nützlich im Lebenslauf machen könnte. Ausland etc.

      Wenn du merkst, dass du da kein klares Ziel findest oder einen eigenen Weg hast, dann kannst du dir überlegen den Sicheren Weg zu gehen.

      Es ist wie beim pokern ;) versprichst du dir mehr von nem "move" oder nicht... du kannst auch nitty dein Leben planen ... verringert die Varianz... ;)

      PS: Noch bin ich nicht glücklich mit meinem Weg, wüsste aber auch nicht welcher andere Weg einen "glücklich macht" ... manchmal schlägt dich die "Varianz" in den besten Momenten zu boden, auch wenn du augenscheinlich den besten Weg gegangen bist. Manchmal hebt sie dich empor und es läuft mit richtigem Weg noch besser.

      ergo: Pauschal kann dir das keiner Sagen ... frag dich halt was du willst.
    • Izzet
      Izzet
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 597
      mach einfach das, worauf du bock hast. tu ich jedenfalls...
      wer nichts drauf hat, macht das was die allgemeinheit tut oder fuer richtig haelt...ist wohl auch gut so, denn wer hilfe braucht, nimmt sie besser in anspruch.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Kommt auch drauf an was du dir für einen Lebensstandart erhoffst.
      Je niedriger, umso freier aber auch risikoreicher.
      Hast du erstmal Familie wirst du schnell in den Alltag gepresst, bist gezwungen Geld zu verdienen um die Familie ernähren zu können und dich der Gesellschaft anzupassen, um Vorteile und Sicherheiten zu erhalten (Versicherungen, Steuervorteile, etc.)

      Für mich persönlich ist das nichts. Ich werde nach meinem Studium in die Welt hinausgehen. Ich will sie mit eignen Augen sehen und mich von der Volksverdummung hier in Deutschland losreißen, ich möchte einfach nicht das ich ins Arbeitsleben einsteige und morgen alt bin und mein Leben vorbei ist. Ich will auf unserem Planeten wandeln und das Leben nehmen wie es kommt. Selbstverständlich nicht ganz unvorbereitet, aber ich bin bereit auf sehr viele Sicherheiten zu verzichten und einen geringen Lebensstandart in Kauf zu nehmen, um dafür aber frei zu sein.
      Wer sich ein wenig mit Globetrottern beschäftigt erkennt auch, dass es noch nicht einmal großen finanziellen Aufwand braucht um das zu tun. Man brauch nur die Zeit, und die kann man sich nehmen. Schließlich ist die Zeit wertvoller als alles materielle, da es das einzige ist das unter allen Menschen gerecht aufgeteilt ist. Ein 'keine zeit für sowas' kann es eigentlich gar nicht geben. Und wenn die Zeit um ist, gehts in die Grube. Man entscheidet nur wie man sie ausnutzt und ich hab keine Lust das mit Alltagsroutine zu tun.
      Also was man im Leben will, das muss man sich nehmen. Sieht man alles etwas globaler merkt man erst wie nichtig man selbst ist. Weshalb also sich für die Welt verantwortlich fühlen. Die Menschheit kratzt nicht, wenn du aussteigst, etwas anderes tust oder dich doch nur einfügst. Es tangiert nur einen kleinen Kreis an Individuen, meistens die Familie und enge Verwandten. Man ist aber niemandem etwas schuldig außer sich selbst.
      Aber alles hat eben seinen Preis. Die meisten bevorzugen ihren goldnen Käfig, sprich das Deutsche soziale Auffangnetz und sehr viele Sicherheiten, die die meisten noch nichtmal zu schätzen wissen. Die Freiheit birgt nunmal Risiko. Aber ich würde lieber auf meinem Weg draufgehen, als im Käfig das zu tun was man von mir erwartet.
    • Santalino2
      Santalino2
      Black
      Dabei seit: 08.06.2007 Beiträge: 2.673
      Ich würde deinen Lebensplan nicht davon abhängig machen, ob es jetzt Standard ist oder nicht, sondern ob du dich damit identifizieren kannst und es genau das ist was du willst und wofür du lebst.

      Ansonsten, wie heißt es so schön "man muß sein Glück entlang seines Weges suchen, nicht am Ende der Strasse!".
    • ThePhantom
      ThePhantom
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 14.615
      mach einfach was du willst, letztendlich ist alles machen und tun eh bedeutungslos, da kräht später kein hahn mehr nach, sofern du nicht eine neue superwaffe oder einen killervirus oder sonstwas von bedeutung zusammenzimmerst, mach wonach dir ist, ohne aber andere damit zu beeinträchtigen .... leb der nase nach, das leben geht immer und immer weiter solange bis es eben vorbei ist, und scheiss drauf mit dem drauf zurückzublicken und zufrieden zu sein was geleistet zu haben, gaukel dir nix vor was vllt mal sein wird, sondern mach jetzt deine sache !
    • Ardarandir
      Ardarandir
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2006 Beiträge: 3.216
      *thread marked*
    • meanbob
      meanbob
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 1.160
      Ich sags mal mit Bad Religion:

      Hey, do what you want but don't do it around me
      Idleness and dissipation breed apathy
      I'll sit on my ass all goddamn day
      A misanthropic anthropoid with nothing to
      Say what you must, do all you can
      Break all the fucking rules and go to hell with superman
      And die like a champion, yeah, hey!
      Hey I don't know if the billions will survive
      But I'll believe in God when 1 and 1 are 5
      My moniker is man and I'm rotten to the core
      I'll tear down the building just to pass through the door
      So do what you must, do all you can
      Break all the fucking rules and
      Go to Hell with Superman and
      Die like a champion, yeah hey!
    • Tunnelblicker
      Tunnelblicker
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2007 Beiträge: 5.260
      Also op kann ich nur empfehlen erst einmal 1-2 Jahre zu studieren, um zu gucken ob das Studium dir den gefällt und in wie weit du dich in die Sache reinknien kannst.

      Mir geht es zur Zeit ähnlich. Ich hab noch ein 3/4 Jahr bevor ich meinen Bachlor habe. Danach kann ich entweder einen Master oben drauf setzen, Praktikas machen, Urlaub machen, Arbeiten, etc. . Vor allem wenn man durch Poker ein bissel Geld auf der Seite hat, kann man hier eventuell etwas Risikofreudiger sein als der Normalstudent.
      Ich persönlich habe mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, habe mir aber fest vorgenommen dies nach der Klausurenphase diesen Februar zu tun. Kann das nur schwer in einer Umgebung in der man seinen festen Tagesablauf hat, da man da doch etwas "eingeengt" ist in seinem Denken. Man sollte natürlich das verfolgen was ein Glücklich macht. Wenn dies in einer Familie besteht, dann ist "der Standardweg" sicher kein schlechter. Wenn man lieber "Abenteuer" erleben will, dann sind Bindungen sicherlich nicht leicht zu hand haben.

      Ich denke vergleichsweise viele Leute haben diesen "Abenteuer"-Drang und auch nicht wenige leben ihn zwischen Studium und Arbeit aus. Nur wirst du diesen Drang selten für eine längere Zeit haben, sobald du die Möglichkeit hast ihn zu verwirklichen. Ich finde daher den Weg Studium --> 1-2 Jahre Abenteuer --> Ins Berufsleben einsteigen, nicht schlecht. Andere haben vielleicht auch eher eine Idee oder Vision und starten eine eigene Firma in der Sie sich verwirklich können. Sicher auch eine Art Abenteuer. Letztendlich läuft alles darauf hinaus das du selber merkst was dich glücklich macht oder machen würde. Und ich denke das ist das allerschwerste an allem. Den wenn du weißt was du wirklich willst, dann wirst du meistens auch einen Weg finden dies zu verwirklichen.


      Edit: Was wohl auch noch ein Problem von vielen "jungen" Leuten ist (meins zur Zeit auch): Man denkt sobald man mit 25 Jahren anfängt zu arbeiten "ist das Leben vorbei". Eventuell kann ja jemand der schon etwas älter ist was dazu sagen, nur ist es doch in unser heutigen Gesellschaft in fast keinem Beruf mehr so das man diesen auch für die nächstne 40 Jahre ausübt. Erst Recht nicht, wenn man nicht will. Auch beim "Standardweg" kann man eine Menge Abenteuer erleben. Darüber sollte man sich im klaren sein (auch wenn ich es selber nicht bin).
    • venusflytrap
      venusflytrap
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 3.289
      Ich hab grad Ewigkeiten geschrieben um dann zu merken, dass ich im Prinzip genau dieselben Schwierigkeiten habe wie du. Keine Ahnung wo ich hin soll und ob das überhaupt mein Ding ist. Aber ich glaube das ist auch einfach immer so, man wird später immer denken:"Was wäre wenn" und im Prinzip ist es nie zu spät für irgendwas und "freedom is just another word for nothing left to lose", wer riskiert ist immer frei.
    • LarsLuzak
      LarsLuzak
      Global
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 1.596
      nice topic !

      solide alternative lines pls :D

      ich weiss atm auch gar nicht was ich mit meinem leben anstellen soll und die standardline hat bei mir hart gefailed !

      ich hab vor ein paar jahren mal abi gemacht, dann 3 sem studiert, abgebrochen und seitdem >2 jahre gezockt.

      irgendwann, zwischendurch mal 800K geerbt und jetzt hab ich gar keinen plan was ich mit meinem leben anstellen soll ;( ;(

      irgendwo als "unterstellter" zu arbeiten hab ich absolut keine motivation zu, aber das gammelleben kann so auch nicht auf dauer weitergehen - auch wenn man die mids relativ solide beatet.

      linnnnneeesss ! :D

      ty and sry 4 drunk post ;)
    • meanbob
      meanbob
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 1.160
      Original von LarsLuzak
      nice topic !

      solide alternative lines pls :D

      ich weiss atm auch gar nicht was ich mit meinem leben anstellen soll und die standardline hat bei mir hart gefailed !

      ich hab vor ein paar jahren mal abi gemacht, dann 3 sem studiert, abgebrochen und seitdem >2 jahre gezockt.

      irgendwann, zwischendurch mal 800K geerbt und jetzt hab ich gar keinen plan was ich mit meinem leben anstellen soll ;( ;(

      irgendwo als "unterstellter" zu arbeiten hab ich absolut keine motivation zu, aber das gammelleben kann so auch nicht auf dauer weitergehen - auch wenn man die mids relativ solide beatet.

      linnnnneeesss ! :D

      ty and sry 4 drunk post ;)
      Da fragst du noch? Geh halt wieder studieren, es gibt doch nichts besseres als derartig befreit und unbelastet ohne jeglichen Druck finanzieller Art(ich weiss wovon ich spreche) zu studieren. Glaube du weisst gar nicht wie gut es dir geht, hab ich auch schon im auto T. gemerkt, wo der Herr mal ganz lapidar behauptet 35k sind ja heutzutage fürn Auto kein Geld mehr.
    • LarsLuzak
      LarsLuzak
      Global
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 1.596
      hab aber weder motivation zu studieren noch später mal für 3-4k oder was weiss ich wieviel arbeiten zu gehen :(
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      @MyWatt:

      "alternative" Lebenswege kann dir niemand vorschlangen. Sie können nur aus entsprechenden Interessen entstehen. Du musst selber wissen was du willst.
      Ich studiere und Poker und fahre gut damit. Im/Nach dem Studium habe ich genug Zeit zu verreisen und das zu machen, was ich will.
      Wenn du Reisen willst, tu es.
      Wenn du eine Tauchschule auf Bali aufmachen willst, weil du leidenschaftlicher Taucher bist - versuch es doch.
      Wenn du Musik/Kunst u.a machen willst - give a try.

      => Wenn du kein Spass an "ausgefallenden" Hobbys hast, musst du dir nicht zwingend welche suchen. Und wenn man keine Fernweh spürt, muss man auch nicht unbedingt Reisen, nur um was erzählen zu können.

      Ich kann dir schlecht sagen "Tour mal nen bisl durch die Welt, leb in den Tag hinein, arbeite hier und da und zieh nach nen paar Monaten weiter, wenns dir nicht mehr passt". Das musst du schon selber wissen.



      Der "Standard-Weg" hat für viele Leute Vorteile:
      - relativ viel SIcherheit
      - aktzeptable Zukunftsperspektive (Job)
      - Studium ist einfach eine verdammt geile Zeit
      - man beschäftigt sich mit einem Fach, dass einen Interessiert
      - relativ "einfacher" Lebesstil (im sinne von: man muss keine Bäume ausreisen, um voran zu kommen)
      usw.


      Ob dich diese Vorteile überzeugen musst du selber wissen.
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Evtl. mal Dennis Rodmans Biographie lesen.
    • meanbob
      meanbob
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 1.160
      Original von LarsLuzak
      hab aber weder motivation zu studieren noch später mal für 3-4k oder was weiss ich wieviel arbeiten zu gehen :(
      Naja habs gar nicht so sehr auf späteres Auskommen bezogen, sondern mehr darauf deinem Leben n bisschen Struktur zu geben, dich menschlich und intelektuell fortzubewegen, im Studium wird dir zunächst mal der Rahmen dazu gegeben. Klar kannst du dir ne Wohnung auf Malta oder wo immer kaufen, und dich als Midstakes Pro versuchen, aber irgendwie scheint es mir als wenn dich das auch nicht wirklich glücklich machen würde.
    • meanbob
      meanbob
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 1.160
      Noch eins:
      http://www.stumbleaudio.com/#vikingskull/9