"Kill Phil" gelesen?

    • Absalon
      Absalon
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      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Ich hab bereits in den Bücherthread gepostet. Da ich an euren Meinungen interessiert bin, hier nochmal:
      Ich hab grade KIll Phil am Wickel und muss sagen ... Ich bin verwirrt.
      Das Buch hat mit seiner Betonung einer All-In Strategie bereits Preflop (! !)einen gänzlichen anderen Zugang als alle anderen Bücher, die ich bisher zu NL gelesen habe (und macht sich nebenbei über HoH als "Old school" lustig).
      Wer hat Kill hil denn noch gelesen? Ich hätte Interesse an einem Meinungaustausch.
      (Seit ich das Buch habe, vermute ich hinter jedem Penner, der in der ersten Hand eines SnGs first in the pot All In geht nen ganz ausgekochten Fuchs ... Wie gesagt, ich bin verwirrt.
  • 11 Antworten
    • qno1337
      qno1337
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      Dabei seit: 11.06.2006 Beiträge: 3.052
      Das Buch ist für Anfänger gedacht. Gute Spieler haben den größten Teil ihrer Edge meist Post-Flop, bei Anfängern ist dies der große Schwachpunkt; Kill Phil ist daher für Anfänger gedacht, wenn sie gegen bessere Gegner spielen, um diesen einen großen Teil ihrer Spielstärke zu nehmen. Natürlich kann man damit auch Erfolg haben, aber ein richtig guter Spieler wird mit "normalem" Spiel trotzdem weit mehr Erfolg haben als ein "Kill Phil"-Spieler.

      Ich habe das Buch aber nicht gelesen, nur Artikel darüber gelesen.
      Für SnGs ist diese Strategie wohl kaum anwendbar.
    • DestructOne
      DestructOne
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      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Original von qno1337
      Für SnGs ist diese Strategie wohl kaum anwendbar.
      Kenne leider genug Multitabler die 20x 6,5$ SnGs aufmachen und nur Pushbot spielen. Postflop ist da was für Leute die zuviel Zeit haben. Ich persönlich meine dass diese Mentalität Poker kaputtmacht und auch nicht profitabel ist.

      Lass dich nicht davon abbringen gutes Postfloppoker zu lernen. "Kill Phil" ist eine pure Anfängerstrategie und keinesfalls ein gute Strategie.
    • qno1337
      qno1337
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      Dabei seit: 11.06.2006 Beiträge: 3.052
      Spielt boku so?
      Ach nein, der hat ja nen Downswing :D
    • Absalon
      Absalon
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      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Original von qno1337
      Natürlich kann man damit auch Erfolg haben, aber ein richtig guter Spieler wird mit "normalem" Spiel trotzdem weit mehr Erfolg haben als ein "Kill Phil"-Spieler.
      Also das Buch behauptet etwas anderes: Durch die KP Strategie wird es guten Spielern eben unmöglich, ihre Postflopedge auszuspielen, und sie werden gegen KP eben nicht mehr Erfolg haben, auch nicht langfristig. Das ist es ja, was mich so irritiert. Die Autoren sagen explizit nicht mehr und nicht weniger, als dass das gängige NL Turnierformat "flawed" ist (fehlerhaft) und damit ausbeutbar (exploitable), so dass sich der Skill nicht durchsetzen kann - und dass ist natürlich das Ziel des Spielers, der weniger Skill hat.
      (Die Autoren gehen übrigens davon aus, dass sich aus diesem Grund das Turnierformat mittelfristig ändern wird und Preflop nur noch Potlimit gespielt werden darf, was der KP Strategie erheblich die Schärfe nehmen würde.)
    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Original von Absalon
      Original von qno1337
      Natürlich kann man damit auch Erfolg haben, aber ein richtig guter Spieler wird mit "normalem" Spiel trotzdem weit mehr Erfolg haben als ein "Kill Phil"-Spieler.
      Also das Buch behauptet etwas anderes: Durch die KP Strategie wird es guten Spielern eben unmöglich, ihre Postflopedge auszuspielen, und sie werden gegen KP eben nicht mehr Erfolg haben, auch nicht langfristig. Das ist es ja, was mich so irritiert. Die Autoren sagen explizit nicht mehr und nicht weniger, als dass das gängige NL Turnierformat "flawed" ist (fehlerhaft) und damit ausbeutbar (exploitable), so dass sich der Skill nicht durchsetzen kann - und dass ist natürlich das Ziel des Spielers, der weniger Skill hat.
      (Die Autoren gehen übrigens davon aus, dass sich aus diesem Grund das Turnierformat mittelfristig ändern wird und Preflop nur noch Potlimit gespielt werden darf, was der KP Strategie erheblich die Schärfe nehmen würde.)
      Wenn die Blinds hoch sind kann man Postflopspiel weitgehend vermeiden. Allerdings muss man in frühen Runden postflop spielen oder man pusht preflop nur mit AA/KK. Es ist schnell einsichtig, dass man beim nur AA/KK pushen zuviel Geld verliert und auch keine gute Strategie hat. Auch später ist es einsichtig, dass gutes postflop-Spiel sinnvoll ist. Das beginnt beim checken des Blinds. Auch Steal-Raises von 3BB mit 15BB left sind ihmo effektiver als AI raises, klappen aber nur mit erfolgreichem postflop-Spiel.
      Ich denke das ganze richtet sich mehr an Live-Turniere, wo ein Phil Hellmuth auf keinen Fall einen 60/40 Flip nehmen will, weil er ein ach so toller Spieler ist.
      Ich persönlich bin nicht gut genug um eine 60/40 Edge abzulehnen (zumindest bei hohen Blinds) und call dich ganz easy. Auch viele andere SnG Spieler bei PS.de haben überhaupt kein Problem ihre per SnG Wizard eintrainierten Ranges zu benutzten und sich einen Dreck um ihr ausscheiden zu kümmern.
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Original von Absalon
      Ich hab bereits in den Bücherthread gepostet. Da ich an euren Meinungen interessiert bin, hier nochmal:
      Ich hab grade KIll Phil am Wickel und muss sagen ... Ich bin verwirrt.
      Das Buch hat mit seiner Betonung einer All-In Strategie bereits Preflop (! !)einen gänzlichen anderen Zugang als alle anderen Bücher, die ich bisher zu NL gelesen habe (und macht sich nebenbei über HoH als "Old school" lustig).
      Wer hat Kill hil denn noch gelesen? Ich hätte Interesse an einem Meinungaustausch.
      (Seit ich das Buch habe, vermute ich hinter jedem Penner, der in der ersten Hand eines SnGs first in the pot All In geht nen ganz ausgekochten Fuchs ... Wie gesagt, ich bin verwirrt.
      er sagt doch selber in dem Buch:
      Wenn du so spielst, dann geh davon aus, dass du auch schnell rausfliegst. Am Ende des Buches ist ja auch ne Erzählung, wie das Turnier ablaufen könnte. Du musst wirklich die guten Karten kriegen, denn irgendwann pusht du ja immer schlechtere Hände und meist verlierst du dann dagegen. Außerdem ist es sehr einfach diese Art von Spielern zu readen ;)
    • LittleA1
      LittleA1
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 175
      man beachte die expert-strategy...
    • LittleA1
      LittleA1
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 175
      ich versteh nicht warum ihr das buch so schlecht macht....

      das buch gibt einfach jedem egal wie viel Erfahrung oder wie viel Skill er hat..sofort mit gewisser Erfolgsaussicht zu spielen.

      Ausserdem ist es ein Tourament Buch...wo es eben mehr um Taktik geht.

      Das Buch heisst übrigens nicht umsonst KILL PHIL...


      Ich persönlich finde das buch sehr interessant.
      Ich habe die letzjährigen Aussie Millions live gesehn...und der Gewimmer war kein geringer als der Autor dieses Buches Lee Nelson...das Preisgeld betrug 1.3 Mio.
    • Andragon
      Andragon
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 902
      Es ist sehr gut das Buch zu kennen. Ich erkenne somit sehr schnell wer das spielt.

      Es ist überigens sehr leicht das Buch fehlzulesen und zuviel zu pushen. Es macht nunmal keinen Sinn ALL-In zu gehen wenn du 30 chips der Blinds klauen kannst.

      Die Hand Ranges von Kill Phil sind allerdings sehr interessant, da hier sehr viel Augenmerk auf Domination gelegt wird. Die helfen dir bei der Auswahl von Pushing hands in SNG's eigentlich ziemlich gut.

      Auch bei low M Spiel helfen diese Ranges.


      Wenn ich mit den 9 besten Spielern der Welt am Final table sitzen würde, dann ist Kill Phil für mich die beste Taktik, da ich wohl postflop die Edge nicht habe. Online auf low limits und selbst auf den höchsten ist das call soviel schneller gemacht als live, dass Kill Phil fast immer scheitern muss.
    • kozip
      kozip
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 1.984
      also ist kill phil nichts weiteres als eine push-or-fold anleitung, damit man von den haien nicht postflop auseinander genommen wird?
    • Absalon
      Absalon
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 932
      Original von kozip
      also ist kill phil nichts weiteres als eine push-or-fold anleitung, damit man von den haien nicht postflop auseinander genommen wird?
      Im Prinzip ja - fragt sich nur, was die Haie dagegen machen können, bzw . ob die Strategie tatsächlich (wie die Autoren behaupten) in der Lage ist, die Grundlage jeder anderen Pokerstrategie aufzuheben nach der sich"langfristig der Skill durchsetzt".