Wann ist jemand ein "lighter" 3-Better?

    • GeeBee
      GeeBee
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2007 Beiträge: 3.613
      Huhu zu später Stund!

      Ab ~ welchem %-Wert spricht man davon, dass jemand "light" 3-bettet?
      Spiel auf OnGame gerade bisschen NL30 und da 3-betten die Jungs in Summe recht fleißig. Nun weiß ich aber nicht genau, ob ich jemanden "lighten" 3-Better einstufen soll, oder nicht.
  • 8 Antworten
    • GeeBee
      GeeBee
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2007 Beiträge: 3.613
      Danke. Jetzt kenn ich mich aus. :heart:
    • annobln
      annobln
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2007 Beiträge: 5.973
      Ich würde sagen so ab 7% ist schon eher light. Kannst ja mal in Stove eintippen was das alles so sein kann ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Gern geschehen :P

      In %-werten kann ich das nicht beurteilen so recht, da ich ohne Stats spiele.

      Ich glaube ungefähre "Standardwerte" auf den gängigen Limits sind:

      geringer 3-Better: 0 - 3% -> ausschliessliche starke Valuehände

      normaler 3-better: 4% - 6% -> Valuehände und etwas nach unten abweichende Hände.

      "lighte" 3-better: 6%+

      Das Problem mit diesen Zahlenwerten ist, dass sich jeder Spieler besonders adaptiert.

      Es gibt z.b. Spieler gegen deren openraises ich eine ziemlich weite Range 3-bette und es gibt Spieler da sieht meine Range eher ziemlich tight aus. Ich bin daher begeisterter wenig-Tisch Spieler und versuche möglichst schnell effektive Reads auf meine Gegner aufzubauen, da mein Spiel gegen unkown extrem weak und wahrscheinlich ziemlich ineffektiv ist. Allerdings mit den entsprechenden Reads kann ich da auch schonmal zum Maniac mutieren.

      Edit:

      Das ganze mit Stove zu berechnen ist in meinen Augen suboptimal und zwar aus folgendem Grund:

      1. Wenn mein Gegner tight ist und tighte callingranges hat, dann sieht meine Value 3-bettingrange anders aus, als gegen einen Fisch.

      2. Meine Bluff 3-Bettingrange ist gegen einen fischigen Spieler auch ganz anders als gegen einen Tag.


      Was man beim lighten 3-betten beachten muss ist vorrangig die Tendenz deines Gegners.

      a) er called viele 3-Bets. Unsere 3-Bets sollten tendentiell eher aus Händen bestehen die soliden SD Value bzw. gute Toppairs machen können, da seine Callingrange wohl aus viel spektulativem Kram besteht.

      b) er folded auf viele 3-Bets. Unsere 3-Bet Range sollte tendentiell aus sehr starken und sehr spekulativen Händen bestehen, da die vorhandene Foldequity das ganze profitabel mit den spekulativen Händen macht.

      Natürlich muss man dann noch Postfloptendenzen mit einbeziehen und das ganze ist etwas zu dynamisch, um es zu pauschalisieren. Die Gegner werden unser 3-Betting Verhalten selbstverständlich irgendwann mal antizipieren und du musst mitbekommen WANN und vor allem WIE das der Fall ist.

      Edit2: Lass nie Option des Calls aus dem Augen. Wenn dein Gegner häufig auf 3-Bets folded, dann sind grade so Hände wie KQ IP auch mal ganz gute Callinghände. (allerdings nur, wenn du dir Postflop sicher bist)
    • moneymekka
      moneymekka
      Bronze
      Dabei seit: 28.06.2007 Beiträge: 566
      sorry nich haun, aber was is stove^^
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.791
      Pokerstove ein tool zur equityberechnung. guck mal im downloadbereich nach unter software.
    • Schorscheee
      Schorscheee
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 11.386
      Pokerstove
    • GeeBee
      GeeBee
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2007 Beiträge: 3.613
      Na bitte, geht ja. ;)

      Original von Ghostmaster
      [...]
      @Ghostmaster
      THX schon mal für die ausführliche Antwort.

      Ich bin überrascht, dass die %-Werte für lightes 3-Betting so niedrig angesiedelt sind. Ich will mich nicht einzig auf die Zahlen verlassen, die mir mein HUD ausspuckt, sondern nur ein Gefühl dafür bekommen, um zu wissen, was "normal" ist und was davon abweicht.

      Es schockiert mich, dass ich auf NL30 nun so gesehen recht viele Regs habe, die eine recht großzügige 3-Bet Range haben (Schnitt: 6.2). Und was auffällig ist: Die Fold-to-3Bet Werte bewegen sich bei vielen in der 50% Gegend.

      Was das ganze wohl relativiert, ist, dass viele derartige Situationen in Blindstealingversuchen entstehen.

      Was mich interessieren würde: Hast Du eine Empfehlung, wie man z.B. am BU als OR gg. eine 3Bet aus den Blinds mit SCs bzw. PPs preflop weiterspielt? Folden? Callen? Wir nehmen mal an, dass der Gegner wie auch ich mind. 100BB haben und er nicht min3bettet sondern z.B. um etwa das dreifache. Gibt da, wenn man callen will, auch "Empfehlungen" wie Call20-Geschichte aus den SHCs?

      Ich weiß schon, dass das oft sehr gegnerabhängig ist, wie man weiterspielt. Aber ich seh es so oft, dass sich einige die 3Bets um die Ohren hauen und der Spieler IP mit seinen PPs oder SCs callt.
    • Blennus
      Blennus
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 841
      wann jemand Light 3bettet kann man nicht anhand einer %zahl sagen...

      Es gibt zb. viele die gegen einen UTG raise nie 3betten, sondern mit der kompletten range callen und postflop IP spielen etc....