Bankrollmanagement und up- bzw. downswing

    • Viktor07
      Viktor07
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2009 Beiträge: 220
      Hi,

      zum Thema Bankrollmanagement hab ich gelesen das ein Polster von mind. 20BB, besser mehr, angebracht ist. Wenn ich nun mehr als einen Tisch spiele muss ich dann das Bankroll für jeden Tisch besitzen oder ledeglich einen Anteil mehr?

      Ich frage weil:
      Das Polster soll ja bekanntlich downswings abfedern, also würd ich aus dem Bauch raus sage für jeden Tisch.
      Dabei ist mir aufgefallen das viele Spieler sagen z.B. "Ich hab seit 2 Wochen einen downswing", kann man im Mathematischen Sinne Varianz überhaupt in Zeit messen? Meiner Meinung nach müsste dass doch in erhaltenen Händen gemessen werden.

      Kleiner Ausflug:
      Denn wenn es darum geht zu beweisen das beim Würfeln (1-6) im Schnitt jede Zahl gleich oft kommt, geh ich doch auch davon aus das ich meinetwegen 10000 mal gewürfelt hab und nicht 1 Monat lang (da kann ich schließlich den Würfel auch nur 10 mal angerührt haben).

      Kehrtwende zurück zum Poker :D
      Wenn ich das so betrachte dann würde ich nämlich sagen nein, es genügt etwas mehr Bankroll pro zusätzlichen Tisch. Da ich mit mehr Tischen, mehr Hände (heißt nicht das ich profitabler spiele, is mir klar) kriege und damit einen down- aber auch upswing schneller vergeht.

      Puh... das war harter Stoff :P , danke schonmal für alle die es lesen und mir vielleicht weiterhelfen können.

      P.S. ja ich bin nüchtern :D
  • 13 Antworten
    • jokers87
      jokers87
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2006 Beiträge: 1.338
      Hi,
      also falls du wirklich die Bigstack-Strategie meinst brauchst du 25Stacks Klick.
      Hierbei ist es egal wieviel Tische du spielst, wobei ich dir als Anfänger empfehle erstmal nur 1-2Tische zu spielen, um Reads zu sammeln, den Chart auswendig zu lernen und ein Gefühl für die Gegner zu bekommen. Wenn du dich dann nach einer Weile unterfordert fühlst nimmst du einen Tisch dazu.
      Gruß
    • BigLixNo1
      BigLixNo1
      Bronze
      Dabei seit: 28.04.2006 Beiträge: 1.716
      oder er meint SnGs (was aber dann falsches forum wäre ?( )

      aber da ist 1000 sngs break even spielen noch kein down
    • Viktor07
      Viktor07
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2009 Beiträge: 220
      okay...
      das beantwortet leider meine Frage noch nicht, wie sich die anforderung an mein Bankroll für zusätzliche Tische verändert. Und ob man Varianz wirklich in Zeit messen kann. (meine Gedanken dazu hab ich ja schon dargelegt)

      und oh.. vertippt ich meine 30stacks. Das mit den 30stacks für BSS hab ich aber auch aus ner andern Quelle in der wird für SSS auch 40stacks angegeben und nicht 30stacks wie hier auf PS.

      Bei SnGs wiederum würd ich sagen das das Limit den Bankroll vorgibt, egal wie viel ich gleichzeitig spiele, da das Buy-in ja immer gleich bleibt, aber das gehört ja nicht in dieses Forum, wie BigLixNo1 schon gesagt hat.

      Edit: Verdammt, ich sollt schlafen gehen, wieso schreib ich eigentlich immer BB sind doch stacks bzw buyins. Bitte um Nachsicht.
    • weedi
      weedi
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 1.794
      [müll entfernt]

      eigentlich ist ein 25 stacks BRM viel zu konservativ, wenns darum geht den EV zu maximieren. andererseits ist mit weniger die chance sehr hoch, dass du öfter mal absteigen must.

      wenn du mit poker monatliche erträge erzielen musst und es dir nicht leisten kannst abzusteigen, dann sind 25 stacks nicht genug.
      viele pros haben deshalb ein 100 stack BRM
    • BigLixNo1
      BigLixNo1
      Bronze
      Dabei seit: 28.04.2006 Beiträge: 1.716
      und ein down kann man nicht in zeit messen.

      genau so wenig kann man sagen "ich befinde mich im down", denn down bezieht sich immer auf die vergangenheit...

      also versuchen einen down ubzuwarten, indem man einfach 2 wochen nicht spielt, wird da wohl nix helfen, es hilft aber manchmal einen klaren kopf zu bekommen ohne vl direkt zu tilten
    • UrielSeptim
      UrielSeptim
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 3.487
      BRM ist nicht unabhängig von der Tischanzahl. Wenn du mehr Tische spielst, ist deine Edge kleiner und damit die Varianz grösser.
      Und wenn du viele Tische spielst und ein Down hast, kannst du auch den Zeitpunkt für den Limitanstieg verpassen.

      Meiner Erfahrung nach reichen 20 Stacks (FR), ich musste noch nie im Limit absteigen.
      Die Varianz und das BRM kann auch durch den Spielstil bestimmt werden. Ein LAG hat grössere Swings als ein TAG.
      Und Pros haben ein konservativeres BRM, weil auf den High Stakes die Edge kleiner und das Spiel viel aggressiver ist, was sich entsprechend auf die Varianz auswirkt.
    • weedi
      weedi
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 1.794
      ohh ja uriel hat recht.
    • Viktor07
      Viktor07
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2009 Beiträge: 220
      Original von UrielSeptim
      Wenn du mehr Tische spielst, ist deine Edge kleiner und damit die Varianz grösser.
      Und wenn du viele Tische spielst und ein Down hast, kannst du auch den Zeitpunkt für den Limitanstieg verpassen.
      @Uriel: also abhängig, und was schlägst du vor sollte man als puffer pro zusätzlichen Tisch besitzen? Und was zur Hölle ist ne Edge?

      Allerdings versteh ich den Zweiten Satz nicht, wieso verpass ich meinen Limitanstieg?
    • padimi
      padimi
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2008 Beiträge: 3.716
      Ich hab das schwach in Erinnerung das in den Artikeln mal ein 20 BI Brm vorgeschlagen wurde, wurde das geändert?
      @Viktor
      Wenn du dich sicher fühlst brauchst du nicht umbedingt nen extra puffer pro tisch und bis 4 Tabling ist es in dem Sinne auch noch nicht umbedingt multitabling in dem Sinne da man ja den Spielverlauf noch einigermaßen verfolgen kann.
      Du solltest aber das BRM einhalten und dich wie gesagt mit den Tischen und auf deinem Limit sicher fühlen.
      Da beim Aufstieg auf ein höheres Limit aber auch Scared Money oft eine nicht unwesentliche Rolle spielt ist es meist besser sich ruhig ein Paar stacks mehr zu erspielen und die Tischanzahl nicht zu sehr vom eigenen Standart abweichen zu lassen da auch das das eigene Spiel beeinflußen kann.
      z.b. langeweile, zu viele Hände spielen, unter oder üebrschätzen der Gegner da der Focus zu stark auf einen bestimmten gerichtet ist, usw.
      Als Edge bezeichnet man den Vorteil den du dir mit deinem Spiel gegenüber anderen Spielern ausrechnest.
      Wenn du z.b. 10/ 8 spielst hast du gegenüber einem 35/ 15 Spieler schon eine Mathematische Edge da du bessere Starthände spielst als er.

      Mit Limitabstieg meint er denk ich mal das man beim Multitabeln eventuell auch mal ein Paar Stacks in kurzem Zeitraum verliert und wenn das BRM dann schon knapp bemeßen ist kann es schnell mal passieren das man das BRM nicht genau einhält, bzw. nicht just at the moment ausblinden lässt und zu einem niedrigerem Limit wechselt.
    • Staarrrr
      Staarrrr
      Bronze
      Dabei seit: 08.07.2007 Beiträge: 3.123
      20 Stacks sind die unterste Grenze, wenn du da mal beim Aufstieg 5 Stacks runterswingst, musst du ja gleich wieder absteigen. Das kann einen JoJo Efefkt haben. Glaubt mir, ich weis wovon ich spreche. Besser 30 Stacks haben und nicht so einen schiss dabei, da kann man auch gleich mal 5 down gehen am Anfang und kann trotzdem weiterspielen!
    • UrielSeptim
      UrielSeptim
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 3.487
      Viel macht die Tischanzahl sicher nicht aus. Solange die Edge nicht kleiner wird, brauchts eigentlich keine Anpassung.
      Ein Stack pro zusätzlichen Tisch ist ein guter Richtwert, das ist ja auch der Betrag, mit dem du dich am Tisch einkaufst.

      Ansonsten siehe padimi.
      Auf die Sache mit dem Limitabstieg (nicht -anstieg, habe mich vertippt) bin ich bei SNGs gekommen, wo die Varianz unglaublich gross ist. Wie es bei NL BSS FR aussieht, weiss ich nicht so genau, meine Downswings kamen bisher glücklicherweise immer dann, wenn ich schon einige Reserven hatte.
      Aber es dürfte auch hier relevant sein, wenn du 10 Tische spielst, kannst du nicht auch noch während des Spielens auf die BR schauen.
    • JohnnyRico
      JohnnyRico
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2006 Beiträge: 1.276
      Original von Viktor07
      Original von UrielSeptim
      Wenn du mehr Tische spielst, ist deine Edge kleiner und damit die Varianz grösser.
      Und wenn du viele Tische spielst und ein Down hast, kannst du auch den Zeitpunkt für den Limitanstieg verpassen.
      @Uriel: also abhängig, und was schlägst du vor sollte man als puffer pro zusätzlichen Tisch besitzen? Und was zur Hölle ist ne Edge?

      Allerdings versteh ich den Zweiten Satz nicht, wieso verpass ich meinen Limitanstieg?
      mit edge ist der vorteil gemeint den du auf andere spieler aufgrund deines pokerwissens hast. (grob gesagt)
    • UrielSeptim
      UrielSeptim
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 3.487
      Edge ist unser Vorteil gegenüber unseren Gegner, den wir aufgrund von Wissen und Skills haben. Dadurch können wir überhaupt erst +EV spielen. Bestandteil unserer Edge sind z.B. Handreadingskills. Wenn man mehr Tische spielt, sammelt man z.B. langsamer Reads. Auch nimmt aufgrund des Zeitdrucks die Qualität unserer Entscheidungen(wir können uns unseren Vorteil als schlechter zu Nutze machen) und damit die Winrate ab. Sinkt die Winrate, steigt die Varianz. Steigt die Varianz, müssen wir das BRM anpassen, es sei denn, wir steigen gerne schnell in Limits ab.