"Multi-Table-Management"

    • eddiigel
      eddiigel
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 1.227
      Habe mal eine Frage an euch zur Handhabung des "Multi-Table-Managements". Ich spiele bislang immer nur einen Tisch, und habe, als ich mal begonnen habe, 2 Tische gleichzeitig zu spielen, sie übel auf die Mütze bekommen. Wie weit das Zusammenhang oder Zufall war, weiß ich nicht.

      Meine Frage ist nun folgende. Habt ihr für euch Vorgaben die über das "Wohlempfinden" hinausgehen, wieviele Tische ihr gleichzeitig spielt, vergleichbar mit dem Bankroll-Management? Oder gibt es hierzu vielleicht sogar "offizielle" Hinweise, die ich noch nicht gesehen habe?

      Könnte mir z.B. folgende Lokik vorstellen: Wenn ich auf 1000 Hände in einem Limit an einem Tisch 2 BB/100 mache, fange ich an, an zwei Tischen zu spielen. Sinkt meine BB/100 unter 1, gehe ich auf einen Tisch zurück. Wenn ich nach 1000 Händen an zwei Tischen 1 BB/100 beim 2-Tablen geschafft habe, erhöhe ich um einen weiteren Tisch usw.

      Ans Bankrollmanagement kann ich mich ja gut halten, aber ich tue mich schwer, Multitabling vielleicht auch in Kombination mit SH zu formalisieren oder standardisieren. Wie macht ihr das? Macht das Sinn und wenn ja, welche Regeln würdet ihr befolgen?

      Danke für die Infos!
  • 23 Antworten
    • Laphroaig27
      Laphroaig27
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 1.075
      also, bei mir läuft nebenbei immer der fernseher, und wenn ich von dem was läuft viel mitbekomme, dann kann ich theoretisch auch einen tisch mehr spielen ;) .

      so, jetzt mal im ernst. wenn ich das gefühl hab, dass mir langweilig wird, dann probier ich einfach mal einen tisch mehr aus. häufig merke ich dann, ob ich damit klar komme oder nicht. wenn es dann nicht so gut läuft hab ich mir angewöhnt einen tisch weniger zu spielen, um mich mehr auf mein spiel konzentrieren zu können.

      ich weiss zwar nicht, ob dir das jetzt weiterhilft, aber so mache ich es halt.
    • hornyy
      hornyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 19.868
      Da ich momentan nur NL10 spiel würd ich bei nur einem Tisch sterben. Ich nehm einfach 6 und spiel tight, da folde ich ja eh das meiste. Stresssituationen gibts da nur selten.
      Wie man an zwei Tischen Probleme haben kann ist mir nicht ganz verständlich, wieviele Hände spielst du denn? Und wer jetzt mit reads kommt, die kann man in diesen Limits eh vergessen :D
    • eiseC
      eiseC
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 497
      naja an 2 Tischen Probleme zu haben ist nicht unbedingt unverständlich. Für Personen die Ihre Tische wirklich gut beachten wollen sind mehr als 2 Tische sowieso zuviel, man bekommt keine Reads etc... Wenn ich große MTT's Spiele mit höherem Buy-In konzentriere ich mich auf mein "A-Game" und habe dann auch nur 2 Tische geöffnet. Ansonsten spiele ich normal auch 3-6 Tische.
    • eddiigel
      eddiigel
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 1.227
      Um es mal ein wenig zu konkretisieren. Ich hatte mich bis auf 1/2 hochgearbeitet. Immer schön an einem Tisch. Bin dann auf 0,5/1 zurückgefallen. Habe dabei fast immer nur SH gespielt. Auf 0,5/1 hab ich dann mit 2 Tischen SH angefangen und bin nochmal recht zügig abgestürzt. Hab inzwischen die gesamten Fortgeschrittenenartikel nochmal durchgearbeitet und wohl auch einige Leaks entdeckt, die ich (hoffentlich) abgestellt hab. Außerdem bin ich recht aktiv im Beispielforum und fühle mich im Moment eigentlich für mein Limit ganz gut. Ich spiele auf 0,25/0,5 nun schön einen Tisch FR (auf dem Limit gibt es ja kein SH mehr). Allerdings schwanke ich nach etwa 5000 Händen, seitdem ich wieder auf 0,25/0,5 spiele um etwa 1BB/100 was ja nun nicht so supertoll ist. Würde deshalb eigentlich meinen, da die BB/100 doch noch nicht so prickelnd sind, dass ich mir mehrer Tische noch nicht leisten kann. Hatte mir deshalb ursprünglich mal die oben beschriebene Logik überlegt. Was würdet ihr an meiner Stelle in dieser konkreten Situation tun?
    • Absti
      Absti
      Bronze
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 1.772
      spiel eigentlich auch immer 3-Stück parallel ... da ich nur Premium Hände spiele
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ich spiele immer SnGs an 4 Tischen. Klar ist, dass man so keine gute Beobachtung eines Tisches mehr hinbekommt - das ist auf meinem Level aber auch nicht nötig ;)

      Das 4-Tabling mache ich, da es für mich profitabler ist. Zwar spiele ich an nur einem Tisch etwas besser, aber der ROI bei vieren ist immer noch sehr gut, so dass der Gesamtprofit höher ist. Generell komme ich mit den 4 Tischen auch gut zurecht. Einzig wenn ich an mehr als einem Tisch HU oder an der Bubble bin wird's hektisch.

      Was ich bei mir aber gemerkt habe ist, dass ich ab 5 Tischen dramatisch schlechter werde. Ich kann mir das nur so erklären, dass ich dann die Tische nicht mehr relativ groß parallel anschauen kann (4 Tische geht bei 1600er Auflösung sehr gut). Entweder sie sind alle sichtbar aber zu klein, oder man sieht nur einen Teil - das ist für mich scheinbar ungeeignet, da ich so nicht schnell irrelevante Hände wegfolden kann, ohne die Konzentration auf die anderen Tische zu verlieren.

      Insgesamt denke ich, dass Multitabling eine sehr persönliche Sache ist. Ich würde es einfach mal ausprobieren ob es für Dich Sinn macht oder nicht und wieviele Tische sich "gut anfühlen".
    • Crouchinho
      Crouchinho
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 1.494
      hab gleich mit 2 tables angefangen und nach kurzer zeit schon 4 gespielt. nun sinds 6 und nebenbei surfe ich noch im netz. spiele relativ wenig hände aber mehr als ein sss'ler. hängt wohl von der person ab, die meisten ehemaligen bw'ler oder wc'ler werden mit multitabling weniger probleme haben als andere.
    • eddiigel
      eddiigel
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 1.227
      Vielen Dank für eure Antworten, Hinweise und Erfahrungen. Sie sind interessant, gehen aber auf meine eigentliche Frage nicht wirklich ein: Deshalb möchte ich sie nochmal wiederholen bzw. konkretisieren: Mit dem BRM hat man einen prima Guide, mit dem man festlegen kann, welches Limit man derzeit am besten spielt.

      Meine Frage geht genau in die Richtung. Arbeitet jemand nach einer Systematik - oder wird von PSlern vielleicht sogar eine empfohlen - mit welcher man sich ohne übergroßer Risiko wie beim "derzeit idealen Limit" der "derzeit idealen Tischzahl" nähern kann? Die Definition der idealen Tischzahl sollte dabei genau die sein, die Thorsten77 implizit verwendet hat: Ich möchte meinen Profit pro Stunde maximieren.

      Spiele ich, um das auszutesten, zu viele Tische, kann es schnell teuer werden. Mache ich das nur von meinen BB/100 abhängig, ist dies bei nicht allzuviel Händen noch nicht sehr aussagekräftig. Deshalb wäre es doch klasse, einen Guide zu haben, wie man sich an die BB/h-maximierende Tischzahl mit angemessenem Risiko heranarbeiten kann.

      Deshalb die Fragen a) kann PS bei dieser Fragestellung mit Tipps Hilfestellung leisten

      und

      b) hat jemand für sich selber zur Beantwortung dieser Fragestellung eine Systematik entwickelt, die er anwendet und mit der er gut fährt?

      Nicht böse gemeint, aber das xy gute Erfolge beim x-Tabling hat ist zwar nett, hilft aber für die Beantwortung dieser konkreten Frage nicht wirklich weiter.
    • RolatoR
      RolatoR
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 1.103
      Original von eddiigel
      Deshalb die Fragen a) kann PS bei dieser Fragestellung mit Tipps Hilfestellung leisten

      und

      b) hat jemand für sich selber zur Beantwortung dieser Fragestellung eine Systematik entwickelt, die er anwendet und mit der er gut fährt?

      Nicht böse gemeint, aber das xy gute Erfolge beim x-Tabling hat ist zwar nett, hilft aber für die Beantwortung dieser konkreten Frage nicht wirklich weiter.
      ich denke einen allgemeingültigen "guide" kann man nicht erstellen, da sind zu viele individuelle faktoren dabei. Mind. eine beispielrechnung ist aber in dem SNG Anfängerguide
    • IceTeaMille
      IceTeaMille
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 122
      Die ideale Tischzahl wie du es nennst ist wohl sehr subjektiv und man kann sowas nicht einfach verallgemeinern. Spiel halt soviel Tische wie es dir Spaß macht und wo du das Gefühl hast den ßberblick nicht zu verlieren. Des Weiteren zur Systematik empfehle ich wie es auch in dem Artikel steht mit einem Tisch anzufangen und nach und nach einen weiteren Tisch hinzufügen
    • eddiigel
      eddiigel
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 1.227
      hmmm RolatoR, genau das ist mein Problem. Mit der Argumentation könnte man doch auch sagen: Spiel doch einfach auf dem Limit, auf dem du dich am wohlsten fühlst. Genau das tut man aber nicht. Im Gegenteil, man warnt davor, von der vorgegebenen Systematik abzuweichen, da das dann sehr riskant ist. Strikte Einhaltung des BRM ist die Vorgabe.

      Jetzt nehmen wir an ich werde besser, langsam Stück für Stück. "Wohin" mit meinem bessern Spiel? Diese Frage ist meiner Meinung nach dreidimensional. 1. Ich kann im Limit aufsteigen, 2. Ich kann mehr Tische spielen 3. Ich kann zum Teil auf SH umsteigen.

      Die Kunst besteht meiner Meinung nach darin, hier die ideale Kombination der drei Faktoren zu finden. Für die erste Dimension gibt einen glasklaren systematischen Guide - und das ist sehr sinnvoll. Ich wünsch mir aber einen Guide der mich nicht nur über die Straße führt, sondern durch den "Würfel" leitet. Zur zweiten Dimension gibt es einen kurzen Arikel im Fortgeschirttenen-Teil, der geht aber nicht wirklich darauf ein, wie ich Limitaufstieg und einbinden von SH sinnvoll verbinde. Und die hier anbesprochene dritte Dimension wird bei der vorgegebenen Systematik bislang leider vollkommen vernachlässigt, was ich sehr schade finde.

      Und auch wenn es erstmal den Eindruck erweckt, widerspricht das was ich schreibe in keinster Weise dem "eigenen Gefühl" und dem "was hilft es, wenn andere Erfolg damit haben". Ich wünsche mir eine Hilfestellung, mit der ich möglichst zügig und mit kalkulierbarem Risiko meine eigene "Wohlfühltischzahl" herausfinden kann, genauso wie mir gut geholfen wird bei der Suche nach meinem "Wohlfühllimit". Auch da hilft es mir nicht viel, wenn einer schreibt, ich komme auf 10/20 super zurecht. Aber genausowenig bekomme ich gesagt: "Probier einfach mal aus, auf welchem Limit du am besten zurechtkommst. "
    • RolatoR
      RolatoR
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 1.103
      Original von eddiigel
      hmmm RolatoR, genau das ist mein Problem. Mit der Argumentation könnte man doch auch sagen: Spiel doch einfach auf dem Limit, auf dem du dich am wohlsten fühlst. Genau das tut man aber nicht. Im Gegenteil, man warnt davor, von der vorgegebenen Systematik abzuweichen, da das dann sehr riskant ist. Strikte Einhaltung des BRM ist die Vorgabe.

      Jetzt nehmen wir an ich werde besser, langsam Stück für Stück. "Wohin" mit meinem bessern Spiel? Diese Frage ist meiner Meinung nach dreidimensional. 1. Ich kann im Limit aufsteigen, 2. Ich kann mehr Tische spielen 3. Ich kann zum Teil auf SH umsteigen.

      (...)

      Aber genausowenig bekomme ich gesagt: "Probier einfach mal aus, auf welchem Limit du am besten zurechtkommst. "
      also das BRM dient ja dazu dich davor zu bewahren das du ein opfer der varianz wirst. Allerdings kann man das ja auch offensiver oder passiver angehen (siehe Matthias Bankroll Coaching). Die strike vorgabe dient dazu anfänger zu schützen. es hängt also genauso von deiner einstellung ab.
      es gibt auch durchaus leute die auf einem hohen limit spiel(t)en, sie sich aber entschlossen haben in den micors zu "grinden" weil ihnen einfach die beträge zu hoch waren (siehe sorgenhotline).
      genauso verhält es sich IMO mit SH es gibt leute die kommen drauf klar und welche nicht.
      bei der anzahl an tischen musst du denke ich genauso für DICH SELBST rausfinden welches deine komfortzone ist. berechnen lässt sich das denke ich nur so wie in den beispielrechnungen eine kombination mit den anderen beiden ebenen würde die sache zu komplex machen.
      (ich lass mich aber gerne von einer "+ev" rechnung überzeugen :D )

      mfg
    • SkyReVo
      SkyReVo
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 2.365
      Also ich spiel zur Zeit 10 SNGs / Einheit ;)

      Früher 8 Tische Fixed Limit gespielt.

      Ich glaube aber, dass es wirklich nur darauf ankommt, wie man sich am Wohlsten fühlt. Natürlich leider auch meine Winrate unter dem Multi-Tabling, aber ich bewahre mich so vor Langeweile und bin somit mit 10% ROI seehr zufrieden.

      Ich denke, 4 Tische sind mit etwas ßbung locker zu schaffen und da sollten auch keine großen BB-Einbußen passieren.
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Ich spiel jetzt schon recht lange und trotzdem stresst mich 4-tabeling Shorthanded (war auf Stars, da sind die meisten Tische schneller). Fullring auf Party ist kein Problem, hab aber mal 5 Tische versucht und schon wars wieder Stress. Und abends nach der Uni kann ich den nicht brauchen ;) Also werd ich bei 4 Tischen FR und später nach dem erneuten Umstieg (möchte erst wieder SH spielen wenn ich PT/PA habe) 3 Tischen SH wohl erstmal bleiben. Muß jeder wissen wie er es macht, ich hab halt genau den richtigen Mittelweg für mich zwischen zuwenig Action und Stress gefunden. Nur einen einzigen Tisch zu spielen kostet aber IMO zuviel Winrate.
    • TTSIP
      TTSIP
      Black
      Dabei seit: 02.04.2006 Beiträge: 2.719
      4 bis 6 tische SH spiele ich je nach dem wiviele fische am start sind , ich spiele aber acun keinen tisch unter 40 VPIP, kann bei 6 fast tablen dann schon gut stressig werden , aber ich hab damit keine probleme, aber ich betrachte das ganze mittlerweile auch als arbeit, mit fun hat es nicht mehr sonderlich viel zu tun auch wenn es noch spaß macht. (limit 2/4. 3/6 SH)
    • Shagg
      Shagg
      Black
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 1.280
      Ich hab damals mit 2 Tischen angefangen. Das ist äußerst wichtig wenn man noch in der "Lernphase" ist. Und auch grade wenn man ein limit hoch geht sollte man erstmal wenig tische spielen und sich bei jeder bet genau überlegen warum man die jetzt wie hoch macht.

      Aber irgendwann kommt einfach der Punkt, wo das alles zu 90% automatisiert ist. bei mir war das ca nach den 45 beginner Tagen. Seitdem bin ich von 3-4 tischen direkt auf 9 gegangen. war auch nicht wirklich ein problem.
      Muss aber auch dazu sagen, ich bin gelernter zocker; hab damals BW gespielt, dann Warcraft3, son paar shooter - sei es dass das nur "Mausgefühl" bringt und man zielsicher und schnell immer die fold buttons angeklickt bekommt.
      Wer mit klicken schon nicht hinterher kommt und dann noch überlegen soll.... nun, dann lieber weniger tische! =)
    • xJosh81x
      xJosh81x
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2006 Beiträge: 136
      hmmm ich spiel SNGs so an 4 bis 6 Tischen, zur Zeit eigentlich meistens 6 da mir bei 4 einfach zu wenig los ist und ich mich langweile, und wenn ich mich langweile spiel ich schlecht :D meistens fliegt man dann ja an 1-2 Tischen eh irgendwann raus und 4 Tische gleichzeitig bubble / headsup geht eigtl noch gut ...

      gestern allerdings mal an 6 Tischen gleichzeitig bubble / bzw 4x bubble 2x headsup, das war dann stressig :D

      aber fehler mach ich dadurch eigentlich selten, klar so 1-2 fehler pro session können schon vorkommen wenns mal richtig stressig ist aber lieber stress und ab und zu nen fehler als langweile und deswegen schlecht spielen :D
    • Adorno
      Adorno
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 857
      Ich denke, die Antwort darauf hast du dir ja schon selbst gegeben:

      es geht ganz einfach um die Maximierung des Gewinns pro Stunde, nicht um die Maximierung der BB/100 Hände.

      Wenn du auf einem Tisch 3 BB/100 schaffst, mit 2 Tischen "nur noch" 2 BB, ist es trotzdem sinnvoller, auf 2 umzusteigen, da du insgesamt so ja auf einen höheren Gewinn / Stunde kommst (statt 100 Händen schaffst du nun zur gleichen Zeit 200 -> daher 2* 2BB = 4BB).
      Das machst du so lange, bis du an die Grenze stößt. Die "Grenze" ist hier einfach die Anzahl an Tischen, bei der du nicht mehr einen höheren Output erhältst, sondern nun eben weniger als zuvor.
      Könnte man natürlich auch schön in eine mathematische Multi-Table-Management-Formel packen und hätte damit das Pendant zum BRM...

      die Schwierigkeit an der ganzen Sache ist nun wieder die Varianz. Im Gegensatz zum BRM (wo du ja mit deiner Bankroll einen festen Wert hast, an dem du dich orientieren kannst) fehlt dir hier die statische Richtgröße. Der BB/100-Wert ist ja leider nur sehr langfristig gesehen einigermaßen korrekt, kurzfristig aber doch sehr schwankend.
      So könnte es also durchaus sein, dass du während den von dir angesprochenen 1000 Händen auf einem Tisch 1BB/100 hast, auf den nächsten 1000, die du auf 2 Tischen gleichzeitig spielst, auf einmal 3BB/100.

      Und an dieser Stelle kommt dann - auch wenn du es nicht gerne hörst - wieder die Individualität zum tragen: du selbst musst (eben aus vorher genannten Gründen) erkennen, ob du in der Lage bist mehrere Tische gleichzeitig zu spielen. Und das kannst du eben durch solche Feldversuche mit 1000 Hände lang ein Tisch, die nächsten 1000 an 2 Tischen kaum herausfinden. Zumindest nicht am reinen mathematischen Ergebnis.

      Du kannst das also lediglich herausfinden an solchen Faktoren wie
      - kann ich mich bei mehreren Tischen noch ausreichend konzentrieren?
      - merke ich erst nach einer Aktion, dass sie nicht optimal war?
      - weiß ich, wo die Fische und die Tags sitzen? (wird natürlich durch PT/PA erleichtert)
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Es gibt da eine Art Faustformel, also vermutlich am ehesten das, was du suchst:

      Wenn du an einem Tisch die Konzentration verlierst, weil du zu wenig Hände spielen kannst, die Moves der anderen Spieler nicht mehr so richtig interessant für dich sind (da, die Callingstation callt mal wieder, war ja klar - da, der Maniac raised, wie aufregend - gähn - der Rock foldet - der Fish braucht mal wieder die volle Bedenkzeit um dann Unfug zu machen ... ), dann solltest du mal gucken, ob dich ein zusätzlicher Tisch wieder auf Trapp bringt. Wenn es stressig wird, stellst du den halt mal für ne Weile ab ... es wird vermutlich nicht lange dauern und du lässt den zweiten Tisch permanent an (die Gewöhnungsphase wird sicher nur ein paar hundert Hände dauern). Wichtig ist, dass du auf deine Auslastung achtest. Wenn du unterlastet bist, dann fahr die Belastung hoch um die Aufmerksamkeit anzukurbeln (zusätzliche Tische AN). Wenn es dir zuviel wird, dann fahr die Belastung wieder runter.

      Es kann vorkommen, dass du dich auch an zwei Tischen langweilst, dann mach nen dritten auf. Kann passieren, dass währenddessen gerade an beiden Tischen die Sau abgeht und du die wieder auf die Nase legst (ging mir anfangs auch so ... Stundelang nix los, keine Hände zum spielen und plötzlich an allen Tischen Hammerkarten, Multyway-Action und ich war überfordert. Kleiner Tipp dazu: Wenn es zuviel ist, dann folde ein paar. Das ist meist besser, als überall dabeizusein, wenn man überfordert ist.

      So, ja ... ich hoffe, das war jetzt nicht wieder zu viel Text, zu wenig Absätze oder sonstwas, worüber man sich beschweren könnte :-)

      Na, dann mal viel Erfolg. Einen Guide wie du ihn suchst, gibt es hier übrigens noch nicht. Wenn du dich intensiv mit dem Thema befasst, solltest du vielleicht mitschreiben und dann beizeiten mal einen Artikel einstellen.

      Gruss

      Erik
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