Sind Versicherungen eigentlich totaler Blödsinn?

    • Harry53
      Harry53
      Bronze
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 4
      Stell mir gerade die Frage ob Versicherungen nicht eigentlich totaler Blödsinn sind, denn schließlich zahlen die Menschen Geld ein und von diesem Geld werden Angestellte bezahlt und ein Profit bleibt auch noch, d.h. ja zwangsläufig dass man von dem Geld dass man einzahlt nur durchschnittlich unter 100% zurückbekommt ( 70-80% schätz ich mal?)
      Das bedeudet ja dan nichts weiter als dass Vesicherungen ihr Geld damit verdienen dass die Leute Angst vor etwas haben (Existentzangst falls das Haus abbrennt etc.) obwohl man davon ausgehen kann dass man das Geld das man einzahlt zu weniger als 80% wiedersieht und durchschnittlich besser dastehen würde wenn man keine Versicherung hat und im Schadenfall selber bezahlt.
  • 61 Antworten
    • Yaki
      Yaki
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 7.692
      Glaub mir...Bismarck wusste schon was er da tut...
    • infiniteDonkey
      infiniteDonkey
      Einsteiger
      Dabei seit: 15.01.2009 Beiträge: 90
      Jo Versicherungen sind offensichtlich -EV.

      Nur leider ist die Varianz riesig, und sollte dir halt echt mal das Haus abbrennen, weißt du was ich meine.
    • zmartinz
      zmartinz
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2007 Beiträge: 626
      Der teuerste Verkehrsunfall

      SAD London - Wird das Eisenbahnunglück in Yorkshire (13 Tote) zum teuersten Verkehrsunfall in der Geschichte des Automobils? Fortis Insurance, der Haftpflichtversicherung des Bauunternehmers, dessen Landrover samt Hänger über eine Böschung auf die Bahngleise rutschte, drohen Schadenersatzforderungen in Höhe von 6,5 Milliarden Mark. Ein Schnellzug fuhr in das Autowrack und entgleiste, ein Güterzug kollidierte frontal mit dem Express. Gary Hart (36), der Unglücksfahrer, kam mit Prellungen und Schnittwunden davon.

      oder

      Gummersbach (Deutschland), 01.09.2005 – Knapp ein Jahr nach dem Unfall auf der Wiehltalbrücke hat am Amtsgericht Gummersbach der Prozess gegen den Verursacher begonnen. Ein LKW mit über 30.000 Litern Benzin und Diesel war von der Brücke gestürzt, dessen Fahrer ums Leben gekommen. Der folgende Brand hatte die Autobahnbrücke so schwer beschädigt, dass sie mehrere Wochen gesperrt bleiben musste.

      Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Angeklagten vor, den Tanklastzug mit überhöhter Geschwindigkeit überholt und abgedrängt zu haben. Der Angeklagte wiederholte gestern nur sein Geständnis, den BMW gelenkt zu haben, das er im Dezember 2004 abgelegt hatte. Nach dem Unfall hatte sein 29-jähriger Bruder zunächst die Schuld auf sich genommen und saß für zwei Monate in Untersuchungshaft.

      Acht Polizeibeamte wurden zum Zustand der Brüder nach dem Unfall befragt. Nach ihren Aussagen waren die Reifen des Wagens stark abgefahren. Außerdem habe der Angeklagte keinen Führerschein gehabt und zum Unfallzeitpunkt offenbar unter dem Einfluss von Cannabis gestanden.

      Kommende Woche ist ein Ortstermin an der Wiehltalbrücke vorgesehen. Mit dem Urteil wird am 14. September gerechnet. Den Angeklagten erwartet eine mögliche Höchststrafe von vier Jahren Haft.

      Derzeit ist die viel befahrene Brücke über die Autobahn A4 auf der beschädigten Seite nur einspurig befahrbar. Sie soll im kommenden Jahr für 30 bis 40 Millionen Euro saniert werden. Damit war der Unfall der bisher teuerste Verkehrsunfall in Deutschland.
    • Frankiblue
      Frankiblue
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2007 Beiträge: 376
      die Antwort lautet wie immer:

      "es kommt drauf an"

      - passiert dir nie etwas, kannst du getrost auf versicherungen verzichten
      - hast du keine Hausratsversicherungen und man räumt dir die Bude aus, brauchst du wahrscheinlich 3-4 leben um das jetzt fehlende an versicherungsbeiträgen zu sparen
      -ganz krass wird es, wenn es z.b. um Berufsunfähigkeitsversicherungen geht, falls du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, und du es auch nicht zum poker-pro schaffst, kannst du dich direkt auf Hartz 4 freuen...

      Fazit:

      es gibt Versicherungen die machen Sinn, aber nicht alle
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      also ich weis ja nicht was du für versicherungen kennst
      aber normalerweise bekommt man da nichts zurück
      es sei denn man ist versicherungsbetrüger dann bekommt man sogar mehr als 100% zurück.

      versicherung dient der absicherung unvorhersehbarer oder vorhersehbarer (rentenversicherung) ereignisse, d.h. aber nicht das du ohne versicherung besser fährst.

      beispiel:
      familienvater mit 2 kleinen kindern kommt bei einem unverschuldeten autounfall ums leben.
      die frau und die kinder stehen mittelos da wenn keine unfallversicherung abgeschlossen wurde.

      also versicherungen erfüllen schon ihren zweck, sofern man es nicht bei der menge der versicherungen übertreibt.
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.874
      Man zahlt halt monatlich 100-300€ in die Krankenkasse auch wenn man Jahre lang gesund ist - damit man sich dann ne OP für 10k leisten kann wenn das Herz mal aussetzt.

      Passt schon. Wüsste nicht wie es anders gehen soll und frag mich wie das in Amerika so "funktioniert"
    • hoff09
      hoff09
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2008 Beiträge: 566
      Es gibt viele Versicherungen die totaler Schwachsinn sind z.B. Insassenunfallschutz fürs Auto (zahlt eh die Haftplicht) oder Glasbruch (ist in der Hausrat enthalten).

      Es gibt allerdings Versicherungen die sollte JEDER haben:

      1. private Haftplicht
      kosten nen 5er im Monat und kann dich vor der Armut bis zum Lebensende retten
      2. Unfallversicherung
      (und ich bin froh wenn ich meine nie Anspruch nehmen werde werde)
    • Eretico
      Eretico
      Bronze
      Dabei seit: 29.11.2007 Beiträge: 763
      Das ist genau der Grund, warum der Staat nicht versichert ist. Er trägt sozusagen das Risiko selbst.

      Für den Privatmann bin ich der Ansicht, dass Versicherungen dort Sinn machen, wo wirklich die Existenz bedroht ist, also wo wirklich große Summen ins Spiel kommen. Lebensversicherung ist sinnvoll, wenn man eine Familie hat, und beim eigenen Ableben Frau und Kinder nicht versorgt wären. Für einen Studenten ohne Familie ist eine LV rausgeschmissenes Geld.

      Auch beim Auto ist eine Haftpflichtversicherung sinnvoll. Wenn ich einen Unfall mit einem Tanklastwagen verschulde, daraufhin ein Großbrand ausbricht, bin ich mit ziemlich hohen Beträgen konfrontiert, die ich zu verantworten habe. Daher ist das ebenfalls sinnvoll. Selbiges gilt für Feuerversicherung fpr ein Haus beispielsweise.

      Unsinnig wird es dort, wo Kleinbeträge versichert werden, wie Diebstahlversicherung für Ski oder Fahrrad. Klar ist es unangenehm, wenn man bestohlen wird, aber im Gesamten ist so eine Versicherung -EV. Ebenfalls sinnvoll ist, bei allen Versicherungen einen möglichst hohen Selbstbehalt zu vereinbaren. Das drückt die monatlichen Prämien, und der Anteil, für den man diese Verwaltungskosten tragen muss, ist deutlich reduziert.
    • Teute
      Teute
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 1.596
      Original von Harry53
      Stell mir gerade die Frage ob Versicherungen nicht eigentlich totaler Blödsinn sind, denn schließlich zahlen die Menschen Geld ein und von diesem Geld werden Angestellte bezahlt und ein Profit bleibt auch noch, d.h. ja zwangsläufig dass man von dem Geld dass man einzahlt nur durchschnittlich unter 100% zurückbekommt ( 70-80% schätz ich mal?)
      Das bedeudet ja dan nichts weiter als dass Vesicherungen ihr Geld damit verdienen dass die Leute Angst vor etwas haben (Existentzangst falls das Haus abbrennt etc.) obwohl man davon ausgehen kann dass man das Geld das man einzahlt zu weniger als 80% wiedersieht und durchschnittlich besser dastehen würde wenn man keine Versicherung hat und im Schadenfall selber bezahlt.
      Im Schadenfall selber bezahlen ist besser?

      Bitte mal durchrechnen für Hausbrand, Krebserkrankung mit Chemo und Verursachung eines Verkehrsunfalls als Fußgänger mit Folge der Invalidität des Unfallgegners ohne Privathaftpflicht.
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      da fragt man sich wirklich, ob OP einfach nur dumm ist.

      Um es mal in pokerterms zu sagen:

      Versicherungen sind sicherlich EUR-minus-EV, aber ganz ganz sicher lebensqualität-plus-EV!

      Vergleichbar mit der Frage, ob du als student lieber ne lotterie spielst mit 10% chance auf 20 Mio-Eur, oder 1,5 Mio-Eur direkt auf die Hand.
      Die 1,5 Mio direkt auf die Hand zu nehmen ist sicher EUR-minus-EV, würde aber jeder halbwegs vernünftig denkende mensch (der nicht grad sowieso schon millionär ist) ganz sicher nehmen (gibt hier auch irgendwo nen thread dazu).

      Mit versicherungen verhält es sich prinzipiell genauso, nur dass es hier eben nicht um nen grossen "Gewinn" geht, sondern um das ausschliessen eines riesigen Existenzbedrohenden Verlusts auf Kosten einer kleinen Gebühr.
    • temoney
      temoney
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 150
      also ich bezahle lieber eine versicherung, die evtl -ev ist, als bei einem unvohergehenden ereignis mein leben lang kein geld mehr zu haben.
      unser kompletter dachstuhl ist vor 4 jahren angebrannt, ich weiß wovon och spreche!
    • Caldrin
      Caldrin
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 1.428
      Versicherungen sind absolut gesehen natürlich -EV, da aber alle Menschen risikoavers sind und im gesamten Leben eine eher keline samplesize haben, haben sie abnehmenden grenznutzen von Geld.
      -> Nutzemäßig sind Versicherungen für ein Individuum +EV.
      Für Superreiche, große Konzerne oder Staaten sieht das wieder anders aus.
    • Tobsen123
      Tobsen123
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2008 Beiträge: 918
      Original von infiniteDonkey
      Jo Versicherungen sind offensichtlich -EV.

      Nur leider ist die Varianz riesig, und sollte dir halt echt mal das Haus abbrennen, weißt du was ich meine.
      this
    • Staarrrr
      Staarrrr
      Bronze
      Dabei seit: 08.07.2007 Beiträge: 3.123
      Original von temoney
      also ich bezahle lieber eine versicherung, die evtl -ev ist, als bei einem unvohergehenden ereignis mein leben lang kein geld mehr zu haben.
      unser kompletter dachstuhl ist vor 4 jahren angebrannt, ich weiß wovon och spreche!
      Mensch, fängt der einfach mal an zu brennen :D
    • GoodFellaGO
      GoodFellaGO
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 1.004
      schwimmbadunfall mit 12 gehabt -> insgesamt über die jahre bis heute >20k € reingesteckt, verdammt bin ich froh das ich über meinen vater gut versichert war. ;)

      bei der profit aussage wäre ich vorsichtig, soweit ich eine freundin von mir richtig verstanden habe ( sie wird dieses jahr mit ihrer ausbildung zur sozialversicherungsfachangestellten fertig ) müssen zumindest die gesetzlichen kasse am ende bei +-0 rauskommen, werd das aber nochmal nachfragen, weil es mich gerade selber interessiert. :)
    • klys
      klys
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 2.922
      Es muss dich nichtmal übermäßig fies erwischen und schon bist du auf Tabletten angewiesen, die pro Stück 100-400 Euro kosten und täglich eingenommen werden müssen.

      Erwischt es dich doch härter und du brauchst 'ne Chemo, dann bezahl mal den Siff, der dir pro Sitzung in die Venen rinnt. Mit 10k aufwärts für eine Infusion bist du da teilweise dabei.
    • kiljeadan333
      kiljeadan333
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2006 Beiträge: 6.005
      Wahrscheinlich kriegt der Druchschnittsversicherte sogar noch deutlich weniger wieder als 70% zurück.
      Aber es reicht wohl schon, wenn du irgendwann mal Erwerbsunfähig/Berufsunfähig wirst und deine Versicherung dir den Rest des Lebens den Hintern finanzieren darf, um den einen oder anderen 70%igen wieder auszugleichen.
      Grundsatz ist hier immer das Gesetz der großen Zahlen, schließlich wird das Risiko auf alle Versicherten verteilt, sonst müsste der Einzelne auch deutlich mehr zahlen.

      Im Übrigen ist die Gewinnausrichtung der einzelnen Unternehmen stark von der Unternehmensform abhängig.
    • Chaos-I
      Chaos-I
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2005 Beiträge: 805
      Original von Harry53
      ...........................
      Das bedeudet ja dan nichts weiter als dass Vesicherungen ihr Geld damit verdienen dass die Leute Angst vor etwas haben (Existentzangst falls das Haus abbrennt etc.) obwohl man davon ausgehen kann dass man das Geld das man einzahlt zu weniger als 80% wiedersieht und durchschnittlich besser dastehen würde wenn man keine Versicherung hat und im Schadenfall selber bezahlt.
      Ja natürlich werden da auch Leute von den Beiträgen bezahlt.
      Eine Versicherung ist ja auch nur ein Schutz vor einem finanziellen Ruin.

      Habe auch nur eine Gebäude und eine Krankenversicherung.
      Bei der Krankenversicherung ist es ja auch so dass Du wenn Du privat bist, Deine Kostenrückerstattung hast, wenn Du keine Rechnungen einreichst.
      Ich bezahle 300 im Monat = 3600 im Jahr abzüglich Erstattung = 2100 Euro.
      Wenn ich die 2100 Euro zurücklegen würde, könnte ich für jedes Jahr 1 Tag Intensivstation leisten ( naja abhängig von der schwere des Falls )

      Also hier sehe ich das selbst zahlen im Schadensfall recht pessimistisch.


      Gebäudeversicherung, die habe ich weil ich wenigstens noch ein Dach überm Kopf haben möchte... Das ist es mir die 20 Euro Wert im Monat , da ich auch hier selbst wenn ich 100 Jahre die Beträge sparen würde, bei weitem keinen Ersatz dafür bekommen würde.
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      Mal ne Frage zu diesen 2 Unglücken mit dem Zug und der Brücke.


      Kann man da nicht Insolvenz beantragen und ist dann nach 4 Jahren oder so schuldenfrei ?