AQ Preflop nach raise (SH)

    • S0N
      S0N
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 796
      Villain raist aus UTG mit der Range:

      22+, ATs+, AJo, KQs

      wir sitzen in MP und haben:

      AQ (JJ, TT)

      Equity Gewonnen UnentschiedenVerloren Hand
      Spieler 1: 53,896% 49,283% 9,226% 41,491% 22+, ATs+, KQs, AJo+
      Spieler 2: 46,104% 41,491% 9,226% 49,283% AQs, AQo


      Preflop sind wir knapp hinten gegen seine Range.

      Wenn wir Preflop reraisen wird wohl die meisten schwächeren Hände seiner
      Range folden und nur mit den besseren weiter spielen. QQ, KK, AA, AK wird
      er sehr wahrscheinlich noch mal raisen. Wenn wir coldcallen, können wir uns
      den Flop ansehen und dann entscheiden wie wir die Hand weiterspielen.

      Ist der Coldcall hier profitabel? Wie würdet ihr die Hand spielen?
  • 9 Antworten
    • Wolf87
      Wolf87
      Silber
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 2.160
      ich calle dort mit den Händen die ich weiterspielen will zu 100% (incl. AA,KK)
      AQ kann ich gegen einen tighten Spieler auch schonmal weglegen.
      Begründung sollte hoffentlich klar sein,falls nicht nochmal fragen, dann schreibe ichs nochmal ausführlicher hin
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      du cc ALLES was du weiterspielen willst und 3 bettest nur trash?!

      was zum teufel?
    • S0N
      S0N
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 796
      Ausführliche erklärung wäre natürlich super, daran bin ich auch interessiert.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Original von belze
      du cc ALLES was du weiterspielen willst und 3 bettest nur trash?!

      was zum teufel?

      Die Frage ist halt, ob er gegen UTG überhaupt light 3-bettet?

      Würde er gegen die UTG-Range ausschließlich for Value 3-betten, könnte er dies nur mit AA und KK machen, selten nochmal mit AK / QQ, weil ihn nichts schlechteres sonst callt / shoved. Somit ist seine 3-betting-Range in der Situation viel zu stark, und ein slowplay in diesen Fall sinnvoller. Zudem balanced er seine cc-Range und macht diese deutlich stärker.

      Bis einschl. NL100 ist dies aber noch relativ egal.


      Gruß,
      Stefan.
    • kiljeadan333
      kiljeadan333
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2006 Beiträge: 6.005
      Was machst du da mit AQ gegen nen Squeeze von nem 24/20/9-3bet Spieler? Ip/oop? Wenn pfa cc?
    • Wolf87
      Wolf87
      Silber
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 2.160
      Original von Speedy84
      Original von belze
      du cc ALLES was du weiterspielen willst und 3 bettest nur trash?!

      was zum teufel?

      Die Frage ist halt, ob er gegen UTG überhaupt light 3-bettet?

      Würde er gegen die UTG-Range ausschließlich for Value 3-betten, könnte er dies nur mit AA und KK machen, selten nochmal mit AK / QQ, weil ihn nichts schlechteres sonst callt / shoved. Somit ist seine 3-betting-Range in der Situation viel zu stark, und ein slowplay in diesen Fall sinnvoller. Zudem balanced er seine cc-Range und macht diese deutlich stärker.

      Bis einschl. NL100 ist dies aber noch relativ egal.


      Gruß,
      Stefan.
      Ja, das trifft es im wesentlichen. Wenn ein tighter Spieler (und die meisten sind tight aus UTG) bettet, lohnt es sich nicht zu 3betten - und zwar imo mit keiner Hand.
      Stellt euch vor er hat JJ. Wir haben AA und 3betten. Er wird doch wenn er kein Fisch ist immer folden - ziemlich supobtimal. 3betten wir JJ wird er wieder alles schlechtere folden, außer natürlich AA,KK und maybe AK. Auch nicht sonderlich toll. Also kann man coldcallen, balanced so seine calls mit pockets und kann so wunderbar postflop spielen. Wenn hinter einem gesqeezt wird hängt das weitere play davon ab, wie loose der sqeezer sqeezt.
      Mit einigen Händen kann man so einfach call/call IP spielen, vieles muss man natürlich auch mal folden. OOP natürlich mehr. Aber da man dieses play zu callen gegen UTG-Raise auch mit AA macht, ist auch hier die line gebalanced und der sqeezer wird manchmal ziemlich viel money verlieren. Jetzt klarer geworden ?
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Finde den Ansatz eigentlich nicht schlecht, die von dir gegebenen Vorteile sind ja mit Sicherheit nicht zu verachten.

      Einziger Nachteil ist aber, dass du keine lighten 3-Bets bzw. pure bluff-3-bets spielen kannst. Es gibt genügend Villains, die mit 25/20 Stats selbst aus UTG noch 12-14% raisen, von dieser Range allerdings den Großteil auf eine 3-Bet weglegen und dann wirklich nur AA, KK, AK, QQ weiterspielen, was gerade nochmal 3% entspricht. Somit könntest du hier mit any2 3-betten.

      Folgende Range entspricht schon knapp 11% und ist noch nicht wirklich loose:

      22+,AJs+,KQs,QJs,JTs,AQo+,KQo


      Aber postflop spielen ist mit entsprechenden Skill natürlich immer besser :P


      Gruß,
      Stefan.
    • BReWs7aR
      BReWs7aR
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 7.740
      Original von Wolf87
      Original von Speedy84
      Original von belze
      du cc ALLES was du weiterspielen willst und 3 bettest nur trash?!

      was zum teufel?

      Die Frage ist halt, ob er gegen UTG überhaupt light 3-bettet?


      Gruß,
      Stefan.
      Ja, das trifft es im wesentlichen. Wenn ein tighter Spieler (und die meisten sind tight aus UTG) bettet, lohnt es sich nicht zu 3betten - und zwar imo mit keiner Hand.

      Ähm, wieso sollte es sich nicht lohnen?! Man muss jetzt "tight" eben auch genauer definieren. (openraist er nur Hands, mit denen er auch broke geht Pre!?; Wieviel % seiner Openingrange callt er auf eine 3-Bet oop?! ; ) Wenn er viel foldet, dann möcht ich ihn schon aus seiner "Komfortzone" herausholen und auch öfter light 3-Betten, bis er anfängt zu adapten(also auch 99-JJ auf Overpairvalue callt oder auch AQ, KQ, AK auf Toppair+Value) - dann Gang zurückschalten und Premiums 3-betten!

      Callt er häufig 3-Bets, dann kann man ja davon ausgehen, dass er zwar tight openraist, aber seine 3-Betcallingrange nicht so tight ist, dass es sich unbedingt mehr lohnt Preflop Aces oder Kings nur coldzucallen.


      @ topic

      Wir genießen den Positionsvorteil und dominieren einen Teil seiner Range mit AQ, TT und JJ. Jetzt müssen wir mal klarstellen, dass sich diese Hände wohl Heads Up am profitabelsten spielen, wenn man nicht nur auf Twopair- oder Setvalue callt. Dann kommt dazu, dass ich meinen Positionsvorteil gern ausnutzen möchte! D.h., dass ich mir Gedanken darüber mache, wie oft BU oder CO callen/3-betten/folden werden. Dementsprechend mach ich mir Gedanken über die jeweiligen Ranges von CO und BU. Selbstverständlich auch von den Blinds, aber ip können wir weitaus mehr Pötte gewinnen als oop, deswegen erachte ich das nicht als gaaanz so wichtig. Dann muss ich mir nämlich im klaren sein, ob ein Fold mit AQ oder ein "Call auf Setvalue" mit JJ/TT nicht besser wäre, als ein Call auf Overpair-/2ndpair-/Twopairvalue. Das kann man dann sicherlich Postflop an Gegner/Reads/Stats etc festmachen.


      my pennys... ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      AUf die spezielle Hand bezogen kann man da mit AQ auch sicherlich einen Fold finden. Gerade weil wir nicht wissen wer hinter dir sitzt und du nach einem schon erwähnten Squeeze ohnehin die Segel streichen müsstest.

      Halte ich hier AA oder KK, würde ich auch 3-betten. Man kann das Gegnerverhalten nicht nur isoliert betrachten und einerseits sagen, er gibt auf eine 3-bet fast alles auf, andererseits sagen, mit einer schwachen Hand läuft man hier preflop immer in ein Monster.

      Wenn ich was balancen will (muss) dann 3-bette ich da halt auch mal 67s sowie AA/KK, erachte ich als wesentlich im Gegensatz zu "ich calle alles nur".