[NL200-1k] Downswing, wie weiter (davon) leben?

    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      Hier meine Geschichte:

      Vor 3 Jahren begonnen, vor 1 Jahr erfolgreich auf den Midstakes etabliert. Hatte vor 1 Jahr etwa 120k Hands auf NL200 gespielt mit einer Winrate von etwa 10bb/100 (bb = big blinds in diesem Thread).

      Hab dann NL400 & NL600 gespielt:
      NL400 mit ~9bb/100 auf 50k hands
      NL600 mit >10bb/100 auf 26k hands, bis der Down einsetzte, welcher (mir scheint) heute noch andauert.

      Pokerseite ist PartyPoker, mein ehem. Screenname "adapt_filter" (jaja, erspart euch das flamen wegen meinem eigenartigen Chatverhalten).

      hier ein paar Bilder:

      1. Man sieht recht gut wo der down beginnt. NL1k (nur 200 hands), NL600 & NL400:


      2. NL200, ich bin abgestiegen weil ich auf NL200 dann doch ein 100 stacks brm bevorzugte. Schließlich will und muss ich vom Pokern leben. Das ist auch das Problem an dem ganzen. Dazu später mehr.


      3. Stats, die Hände aus meiner NL200 & NL400 winning-player-Zeit sind in einer anderen Datenbank, auf die ich im Moment keinen Zugriff habe.




      Nun zu meinem Problem:
      Ich lebe seit September vom Pokern. Nur leider kann ich das bald nicht mehr, schließlich sollte man dazu auch etwas gewinnen. In den Monaten September, November, Dezember & so wie es aussieht auch Januar machte ich Verluste.
      Dazu kommt dass ich seit Juli eher weniger Poker spiele, nur im Januar jetzt wieder etwas mehr.
      Ich hab noch genug Rücklagen um etwa ein dreiviertel Jahr ohne weitere Einkünfte leben zu können. Danach könnte es knapp werden.

      Also: was tun?

      Möglichkeiten:
      - weiter NL200 grinden, der down geht vorbei
      - auscashen, mit 100 stacks von NL100 rebuilden (braucht man zum rebuilden 100 stacks?)
      - auscashen, NL200 mit weniger als 100 stacks spielen.
      - quit poker
      - ...

      Die Frage ist halt ob ich NL200 und darüber wirklich schlage. Auch wenn ichs nicht gern tu, muss ich in Betracht ziehen, dass mich die Varianz von NL100 auf kurzzeitig NL1k gespült hat. Genausogut kann das alles einfach nur ein riesen-downswing sein.


      Weitere Gedanken:

      Ja, ich tilte durchaus manchmal, denke aber nicht dass ich dadurch recht viel Verlust mache. Ich tilte auf jedenfall weniger, als noch zu den Zeiten, als ich die Limits geschlagen habe. Damals hab ich viel mehr getiltet.

      Zum Thema private Coach möchte ich sagen dass ich schon lange vor habe, mir einen zu nehmen, der Downswing mir es aber nicht leicht gemacht hat, Geld dafür auszugeben. Allerdings habe ich es ja auf NL600 geschafft, praktisch ohne Coach, nur durch Selbststudium (wenn es nicht nur Glück war).

      Womit wir beim nächsten Punkt wären: Spielfortschritt.
      Ich hab sehr wenig Beispielhände in meiner Karriere gepostet und auch sehr wenige Coachings besucht, dafür viele Artikel verschlungen und mir Gedanken gemacht. Derzeit spiele ich 7 Tische NL200 und mache mir immer noch Gedanken zum Spiel, allerdings nur währenddessen, nicht danach. Den größten Fortschritt hab ich wohl mit einem Diamond-Coaching und einem Buch gemacht (das Buch von SlowHabit & CTS). Ich denke doch dass ich jetzt noch um einiges besser bin als noch vor einem Jahr, auch wenn meine Entwicklung als Pokerspieler sicher langsamer vorangeht, als die so manch anderer.

      Ich glaube auch, dass mein psychologischer Fortschritt immer schon meinem spieltechnischen Fortschritt hinterhergehinkt ist. Leider jucken mich jetzt 1k$ nicht mehr wirklich, wenn ich sie verliere. Das sind aber immerhin schon 5 Stacks auf NL200. Früher war ich oft total fertig nach einer loosing session, wenn ich 5 Stacks down war bin ich schlafen gegangen mit dem Gefühl heute wieder alles verbockt zu haben. Mittlerweile sind mir sogar 10 Stacks egal, sind ja "nur mehr 2k$".

      Ich habe nicht mehr das Gefühl das Limit schlagen zu können. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich es seit geraumer Zeit nicht schaffe, positive Showdown-Winnings zu bekommen. Das würde auf viele viele Setups hindeuten. Leider hab ich auch nicht das Gefühl sonderlich viele Setups zu bekommen. Der Won@SD-Wert war bei mir schon immer unter 50%.

      so far...
  • 39 Antworten
    • smallframe
      smallframe
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 174
      Stats von den Händen davor wären natürlich super... also sobald du wieder Zugriff hast.
      Vielleicht weisst du ja noch wie da dein WTS und W$SD aussah?
      Hab glaub ich noch nie nen Winning-Player gesehen der NL 200 mit über 26WTS spielt.

      Ab NL400 geht ja soweit ich weiss bei vielen der WTS nach oben (spiel selbst kein NL400)
      Aber für NL200 find ichs schon sehr krass!

      Bin aber wohl eigentlich nich der richtige Ansprechpartner für dich, weil meine W$withoutSD Kurve schon immer recht steil nach unten geht.
      Genauer gesagt sind bei mir im Vergleich zu deinem Graph rot und blau fast vertauscht ;)
      Is wohl einfach n anderer Stil.

      Trotzdem noch n Rat:

      Spiel einfach so viel NL100 Tische wie geht, gewöhn dir ALLE moves ab und spiel mal nur ABC-Poker... nur so, um Selbstvertrauen zu tanken.
      Wenn du siehst, dass es geht, spiel wieder weniger Tische und verbesser deine Winrate. (Vielleicht kannst dus auch mit wenigen Tischen, ich fang dann nur automatisch irgendwann das moven an... geht gar nich anders :) )

      Denk dass is auch der beste Weg dein Spiel wieder an die Limits anzupassen... halte es für sehr warscheinlich, dass hier dein größtes Problem liegt!

      ...auf jeden Fall mal gutes Durchhaltevermögen...
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Zunächst einmal finde ich es sehr gut, dass und wie Du Dir Gedanken zu Deinem Spiel machst.

      Da Du vom Poker lebst, wie Du sagst, solltest Du natürlich grundsätzlich konservativer an die Sache herangehen, als es ein Hobbyspieler macht. Anderenfalls bist Du viel zu schnell auf scared money und dann nicht mehr in der Lage, Dein A-Game zu bringen.

      Da ich nicht auf Deinem Niveau spiele, werde ich mir auch kein Urteil darüber erlauben, ob Du spielerische Leaks hast oder nicht. Wenn Du eine eingehende Analyse wünschst, wäre es ratsam, dass Du alle Infos postet, die Du hast, d.h. Stats oder ein Video sind da sehr, sehr hilfreich.

      2 Punkte möchte ich dennoch ansprechen:

      1. Bevor Du Dir über Dein Spiel Gedanken machst, kannst Du Deine Winrate anders verbessern: Halte Tilt aus Deinem Spiel. Niemand geringerer als unser BM tmy hat in einem seiner Videos mal errechnet, was Tilt der eigenen Winrate antut. Absolut verheerend, kann ich da nur sagen. Du kannst Dir leicht in 15 Min. Tilt die Arbeit eines Monats zunichte machen. Daher empfehle ich Dir, dass Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt um Tilt völlig aus Deinem Spiel zu entfernen. Schau am besten mal in die Videosektion. Alternativ habe ich hier und hier noch zwei hervorragende Artikel von MiiWiin zum Thema.

      2. Samplesize. Natürlich sollte man immer an seinem Spiel arbeiten, aber möglicherweise bist Du auch ein Opfer der Varianz. Ich will Dir damit keine Vorlage zum einfach machen nach dem Motto "die Varianz ist eh Schuld" liefern, aber Du solltest zumindest in Erwägung ziehen, dass Du auf die Anzahl Hände einfach schlecht gelaufen bist.

      Ich hoffe, dass ich Dir mit ein paar Denkanstößen weiterhelfen konnte.

      Viel Erfolg für die Zukunft! :)
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      du bist halt die krasseste spewbox gewesen und unfassbar inducable. keine ahnung, ob du deinen stil geändert hast, aber wenn nicht, wundert mich dein down ehrlich gesagt nicht.

      ich würde wirklich ein bißchen mehr an solidem spiel arbeiten und mich nicht gleich von jedem outplyed fühlen, wenn du mal gegen jemanden folden musst. gerade im downswing ist ein etwas tighteres spiel zur varianzverminderung (postflop!) oft sehr hilfreich.

      ansonsten beschäftige dich wirklich etwas mit tiltkontrolle. tommy angelos buch hilft dabei: http://www.tommyangelo.com/
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von alexd841
      du bist halt die krasseste spewbox gewesen und unfassbar inducable.
      Wenn ich mir die Stats anschaue sieht das immer noch so aus...

      Der Grad zwischen gesunder Aggressivität und übermäßiger Aggressivität ist sehr schmal.

      Zum einen könnte es sein, dass sich auf deinen Limits in den letzten paar Monaten die Qualität der regs verbessert hat.
      Wenn das so ist, dann sind die Gegner eher in der Lage zu adapten und lassen dich vermehrt selber valuetownen, weil du so aggro bist.
      Zum anderen könntest du dein eigenes Image überbewerten und gehst zu light broke, weil du paranoid wirst und dir zu oft denkst dein Gegner würde so spielen weil du so aggro bist. Und beides ist nicht gut!

      Wenn man so einen style spielt muss man die Gegner gut im Auge haben. Kannst du das bei 7 Tischen in ausreichendem Maße?

      Mit so einem bluffy style ist zudem die Varianz ist sehr groß und man braucht deshalb eine deutlich größere Samplesize um sagen zu können ob es ein down ist oder nicht. Das führt natürlich wiederum zu Unsicherheiten.

      Ich sehe das ähnlich wie Alex, ich würde dir raten einen Ticken weniger zu moven und einen Tacken öfters zu folden. Muss nicht viel sein, aber genau diese kleinen Änderungen können sehr viel bewirken.

      Viel Erfolg und gute Besserung! :)

      Edit: Hab mal ein paar Umbrüche weggemacht. Kann ja sonst kein Schwein lesen wegen den Monster Graphen. ;)
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      mag schon sein dass ich überaggro bin,
      aber das hat doch für lange Zeit gut geklappt.
      Wieso plötzlich nicht mehr?
      Wie bekommt man das rumspewen effektiv in den Griff?
      Wenn ich spiele hab ich halt Situationen, in denen der Gegner
      einen Großteil seiner Range folden muss. Schlechte Einschätzung der Range?
      Soll ich diese Spots nicht mehr nützen?

      Heute 500 hands NL100, 3 stacks down. Ich glaub ich cashe wirklich bis
      auf 7,5k alles aus, versuch mit 5k NL100 rebuilden und mit 2,5k PLO50 zu
      lernen.
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      Original von Feldhase7
      einen Großteil seiner Range folden muss. Schlechte Einschätzung der Range?
      eher schlechtes einschätzen des müssens imo. gegen deine ballerrange MUSS man eben vielleicht nicht soviel folden. irgendwann kommen spieler halt darauf. adapte, und nutze es zu deinem vorteil.

      generell hilft gegen gespewe meiner meinung nach private coaching am besten (ich hab das gefühl, dass die regs auf 2k+ deutlich solider werden und aggression wesentlich besser einsetzen)
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      Original von alexd841
      du bist halt die krasseste spewbox gewesen und unfassbar inducable. keine ahnung, ob du deinen stil geändert hast, aber wenn nicht, wundert mich dein down ehrlich gesagt nicht.
      Was meinst du mit inducable? Just c/c me down, i'll bluff anyways?
      Im Vergleich zu früher, wo ich öfters noch blind aggressiv war, hat sich mMn
      schon was geändert, nämlich dass ich mir die aggro-Spots gezielter aussuche.
      Das hat auch auf NL400 & NL600 ganz gut geklappt. Bis vor 4 Monaten halt.

      Original von alexd841
      ich würde wirklich ein bißchen mehr an solidem spiel arbeiten und mich nicht gleich von jedem outplyed fühlen, wenn du mal gegen jemanden folden musst. gerade im downswing ist ein etwas tighteres spiel zur varianzverminderung (postflop!) oft sehr hilfreich.
      Es kommt mir so vor als ob ich momentan nicht den Skill hätte NL200 zu schlagen. Auch kann ich aus irgendeinem Grund nicht 20/17 auf NL100 spielen. Keine Ahnung wieso nicht.
      Wie trainiert man sich effektiv ein solides Spiel an, nachdem man mit einem
      spewy-aggro postflop style fast auf NL1k gekommen wäre? Und das auf NL200
      oder NL100?

      Original von alexd841
      ansonsten beschäftige dich wirklich etwas mit tiltkontrolle. tommy angelos buch hilft dabei: http://www.tommyangelo.com/
      Eben bestellt, vorher noch nie gehört von dem Buch. Wird auf dem Flug nach Japan gelesen.
      Mir kommt es trotzdem so vor, als hätte ich früher weit schlimmere Tiltanfälle
      gehabt. Vor etwas mehr als einem Jahr, als ich NL200 gegrindet hab, hatte
      ich praktisch jede zweite loosing-session nen Tiltanfall. Trotzdem hab ich das
      Limit solide geschlagen, ohne größere Swings. Extremes Luck auf >120k hands?


      €dit: hab grad deinen post gelesen:
      Es könnte durchaus sein, dass ich zu nachlässig im adapten geworden bin.
      Darin war ich früher mal besser, kommt mir vor.
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      du darfst nicht unterschätzen, wie unterschiedlich sich die limits spielen. und auch nicht, wie unterschiedlich sich poker generell noch vor einem jahr, vor einem halben jahr und heute spielt. dazu kommt, dass sich unterschiedliche seiten auch anders spielen.

      ich glaube nicht, dass alles vorher glück war, ich glaube eher, dass deine spielweise früher halt besser funktioniert hat als heute. leute lernen, was gute second barrel karten sind und adapten entsprechend. sie wehren sich auf lighte 3bets etc. wer da nicht readaptet, hat es einfach nicht mehr so leicht wie früher.

      varianz spielt zusätzlich aber auch noch eine entscheidende rolle. lass es ein halbes jahr etwas zu gut gelaufen sein und jetzt ein halbes jahr etwas schlechter laufen und schon steht der glaube an den eigenen skill auf dem kopf.

      ich an deiner stelle würde keine drastische änderung vornehmen (as in move down 3 limits, restart). das ist mmn zeitverschwendung und counter-productive. stattdessen würde ich an deinem skill arbeiten und evtl. die tischanzahl etwas reduzieren (ich wollte es auch nie wahrhaben, aber was man über sein eigenes game und das der anderen lernt, wenn man auf einmal 2-3 statt 6-10 tische spielt ist enorm).

      viel glück! :)
    • Nullz
      Nullz
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 950
      hab ich das überlesen oder hast du nicht geschrieben über wieviele hände sich dein down erstreckt?

      der graph geht ja "nur" über 40k hände was durchaus noch im "normalen" rahmen für BE phasen ist.

      edit: ah das stats bild vorher irgendwie nicht angezeigt:
      60k breakeven - sicherlich nicht schön aber auch kein zwingender hinweis, dass du kein winning player wärst, vielleicht ein indiz für eine geringe edge.

      dass man sich kacke fühlt und auch unsicher wird wenn die ergebnisse nicht stimmen ist menschlich, aber da muss man manchmal einfach durch. spiel überdenken ist selbstredend und unabhängig vom down ratsam.
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      700 hands NL200 4-tabling, 6 stacks down. Hände im NL200 Handbewertungsforum. Ich hab keinen einzigen ganzen Stack gewonnen, dafür 7-8 ganze verloren.

      klar sinds "nur" 50k hands, trotzdem sollte ich in einem halben Jahr noch davon leben können. Es ist einfach kein Ende in Sicht.
    • Wody
      Wody
      Black
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 3.737
      Zuerst finde ich es gut dass du recht unvoreingenommen rangehst und alle Möglichkeiten in Betracht ziehst was die Ursachen für deine Losses sein könnten.

      Du hast aber die Varianz krass unterschätzt.
      Nach 26k Händen auf NL600 und 50k auf NL400 kannst du dir noch nicht einmal sicher sein dort winning player zu sein. Und selbst winning player haben 30+ Stack downswings und breakevenphasen von 200k Händen (siehe z.B. liafu). Ich hatte selbst auf den lowstakes (NL100) nach einer 200k Hände Strecke mit ~6ptbb einen 39 Stack downswing, obwohl die Varianz mMn auf unteren Limits kleiner als auf höheren ist (kann aber auch sein dass dem nicht so ist).
      Wenn man dann also ein Limit spielt wo man sich objektiv gesehen nicht sicher sein kann ob man es schlägt und erst spät auf ein niedrigeres Limit absteigt kann man also "leicht" auf 50+Stack downswings haben. Falls man sich sein Leben durch Poker finanziert muß man sich dessen unbedingt bewußt sein und einen 40 Stack downswing auf einem Limit das man sicher schlägt ohne größere Schwierigkeiten verkraften.

      Falls du also weiter vom Poker leben willst mußt du also ersteinmal ein Limit grinden von dem du dir sicher sein kannst dass du es schlägst. Wenn das auf NL200 der Fall wäre, dann NL200, wenn nicht (so wie es aussieht) dann eben weiter drunter. Bei dir stellt sich dann noch die Frage ob du schlechter auf NL200- spielst weil dir das Geld auf den niedrigen Limits egal ist. Falls dem wirklich so ist und du es nicht abstellen oder wenigstens stark begrenzen kannst dann bleibt nur noch "quit poker".

      Ich würde dir empfehen weiter NL200 zu spielen, da du dort mit hoher Wahrscheinlichkeit winning player warst, und dir eine Grenze zu setzen bei der du absteigst (z.B. 15 Stacks). Zusätzlich könntest du auch noch Videos aufnehmen und andere dein Spiel bewerten lassen um dann aber auch bei negativen Feedback auch ein Limit abzusteigen.

      Aber trotzdem nochmal: 50k Hände sind gar nichts. Falls du nur wenige Hände im Monat spielst mußt du eben (auch auf einem Limit dass du sicher schlägst) damit rechnen ein Jahr breakeven zu spielen.
    • wunderfab
      wunderfab
      Black
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 6.557
      Original von Wody
      Zuerst finde ich es gut dass du recht unvoreingenommen rangehst und alle Möglichkeiten in Betracht ziehst was die Ursachen für deine Losses sein könnten.

      Du hast aber die Varianz krass unterschätzt.
      Nach 26k Händen auf NL600 und 50k auf NL400 kannst du dir noch nicht einmal sicher sein dort winning player zu sein. Und selbst winning player haben 30+ Stack downswings und breakevenphasen von 200k Händen (siehe z.B. liafu). Ich hatte selbst auf den lowstakes (NL100) nach einer 200k Hände Strecke mit ~6ptbb einen 39 Stack downswing, obwohl die Varianz mMn auf unteren Limits kleiner als auf höheren ist (kann aber auch sein dass dem nicht so ist).
      Wenn man dann also ein Limit spielt wo man sich objektiv gesehen nicht sicher sein kann ob man es schlägt und erst spät auf ein niedrigeres Limit absteigt kann man also "leicht" auf 50+Stack downswings haben. Falls man sich sein Leben durch Poker finanziert muß man sich dessen unbedingt bewußt sein und einen 40 Stack downswing auf einem Limit das man sicher schlägt ohne größere Schwierigkeiten verkraften.

      Falls du also weiter vom Poker leben willst mußt du also ersteinmal ein Limit grinden von dem du dir sicher sein kannst dass du es schlägst. Wenn das auf NL200 der Fall wäre, dann NL200, wenn nicht (so wie es aussieht) dann eben weiter drunter. Bei dir stellt sich dann noch die Frage ob du schlechter auf NL200- spielst weil dir das Geld auf den niedrigen Limits egal ist. Falls dem wirklich so ist und du es nicht abstellen oder wenigstens stark begrenzen kannst dann bleibt nur noch "quit poker".

      Ich würde dir empfehen weiter NL200 zu spielen, da du dort mit hoher Wahrscheinlichkeit winning player warst, und dir eine Grenze zu setzen bei der du absteigst (z.B. 15 Stacks). Zusätzlich könntest du auch noch Videos aufnehmen und andere dein Spiel bewerten lassen um dann aber auch bei negativen Feedback auch ein Limit abzusteigen.

      Aber trotzdem nochmal: 50k Hände sind gar nichts. Falls du nur wenige Hände im Monat spielst mußt du eben (auch auf einem Limit dass du sicher schlägst) damit rechnen ein Jahr breakeven zu spielen.
      this! sehr guter Post dem ich nur zustimmen kann, weil ich exakt dieselbe Erfahrung gemacht habe bzw. es gerade tue.
      Bin gerade 34 stacks down NL100^^, aber ich habe da ja auch schon 10 mal soviel gewonnen, alleine 50 stacks im Dezember.
      Ihr unterschätzt einfach alle die Varianz und die Bedeutung der samplesize. Trotzdem sollte man natürlich nicht aufhören sein spiel zu hinterfragen und immer weiter zu verbessern, denn die games werden nicht softer und wer auf der Stelle stehen bleibt, wird untergehen.
    • Mar0
      Mar0
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2005 Beiträge: 1.145
      Als erstes würde ich versuchen an deiner Stelle die Verluste zu minimieren.
      Denke das wichtigste ist erst aufhören zu verlieren statt alles versuchen alles wieder reinzuholen.
      Du hast ein gutes Polster wie schon gesagt und selbst auf einem niedrigeren Limit kannst du noch vernünftig Geld machen.
      Es kann Pech sein, schlechtes Spiel oder beides.
      Doch das ist erst mal zweitrangig.
      Fakt ist du verlierst Geld und das grade nicht wenig -20bb/100 und -50BB/100 ist schon ein guter Down.
      Woran es liegt ist erst mal weniger wichtig als Schadensbegrenzung.
      Ich würde erst mal runter gehen bis du wieder Gewinn machst und wenn du wieder sicher bist zurück.
      20k Hände sind nicht viel das kannst du in paar Tagen spielen und das Blatt kann sich auch Blatt kann sich auch bald ändern.

      Ich selber habe schon seid über einem Jahr regelmässige Downs und habe meine BR oft schon an einem Stück halbiert oder geviertelt.
      Und wenn ich zurück denke würde ich genau den Ratschag oben befolgen, doch mir hat jedes mal die Selbstdisziplin gefehlt und ich habs jedesmal bereut das ich nicht ein niedriges Limit gespielt habe.
      Das ist der typisch Glückspielfehler.
      "ich hab verloren. Ich muss so schnell wie möglich mein Geld wiederholen."
      Statt "ich bin am verlieren. Wie gehe ich dait um"
    • ilja
      ilja
      Black
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 4.236
      hey,

      ich bin gerade auch etwas down. 25-27 Stacks auf NL400. Und das obwohl ich seit dem aufstieg, ca 50k hand auch mit einer recht guten winrate gegrindet habe. Das trifft einen schon hart, vor allem, da ich bisher nur einen "wirklichen down" hatte, und war knapp 23 Stacks auf NL200 vor knapp einem halben jahr.
      Ich muss zwar nicht vom pokern leben, trotzdem habe ich ein sehr tightes BRM, naja eigentlich habe ich überhaupt kein, ich steige selber erst auf wenn ich so um die 100-150k hands auf dem limit gespielt habe, war auf nl100 und nl200 so. Die BR stimmt danach eh schon lange.

      Aber worauf ich hinaus will ist folgendes, ich habe mir jetzt die woche, seit ich down bin, vermehr gedanken über mein spiel gemacht. Evtl. war es doch nicht so dolle diese art masstabeling zu betreiben (habe teilweise bis zu 12 tische gespeilt, ok bin zwar nittiger als du, aber dennoch), oft in Autoplay verfallen, wenig adapted, etc...
      Habe mir die loosig session mit Natze mal angeschaut, bzw die Hände mit den größten verlusten /gewinnen (bestimmt um die 60-70 stück). Hat mir schon sehr weitergeholfen, nicht weil irgendwelche krassen Leaks drinne waren, im Gegenteil, Natze meinte sogar ist zum größten Teil ganz reasonable und gut. Aber Das gibt einem schon ein Stück selbstvertauen zurück, und das braucht man in dieser Phase. Ich habe nämlich schon recht hart angeffangen an meinem Spiel zu zwefifeln...

      Man sollte aufjedenfall an sein spiel glauben, und ich denke ich werde jetzt erstmal n wenig 200 spielen und wenns wieder läuft, und ich wieder sicherer bin 400... :)
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      1200 hands konzentriertes 5-tabling, kein spew, versucht tight zu spielen...
      -8 stacks, kein einziges fullstack-all-in gewonnen. Won @ SD: 38%

      Showdown winnings NL200: 5k unter all-in EV.

      ich geh daran noch zugrunde.
    • Mar0
      Mar0
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2005 Beiträge: 1.145
      ICh mach mir grad auch voll die Sorgen.
      Bin gestern und heute 10 Stackes Down.
      Ich spiel grad 15BB/100 unter meiner EV.
      Es ist auch total Paradox ich habe meinen EV-wert um 3BB gesteigert.
      Und meine Verluste haben sich aber verdoppelt.

      Meine STats sind grob VPip23/PRF16/Aggr 2.91 oder 31%/WTS23.5%/W$SD53.4

      Spiel ich zu passiv ?
      Wenn ich aggro spiel hab ich die Befürchtung ich werde dann sehr oft getrappt oder hart geblufft/semibluffed.
    • hendr1k
      hendr1k
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 6.169
      wie wärs, wenn du dich parallel für ein studium oder eine ausbildung bewirbst.
      poker als nebenverdienst ist eine gute alternative.
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      update: NL50 beaten, NL100 down, nun wieder NL50
      wie die Leute halt einfach jedes mal ihr set hitten. Ich kann nicht mehr.
    • Elazul
      Elazul
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 2.068
      Original von Feldhase7
      wie die Leute halt einfach jedes mal ihr set hitten. Ich kann nicht mehr.
      Geht mir im Moment genauso. Mittlerweile 50 k hands BE auf NL25 SH. Meine raises werden ge3bettet, meine 3bets werden ge4bettet, habe ich eine Hand, mit der ich preflop alles reinstellen würde, kassiere ich die blinds.
      Hitte ich ein set, kriege ich folds, habe ich AA postflop, renne ich auf einem drawy board in ein set (schön auf setvalue gecallt von einem halfstack). Würg!
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