kleine bis mittlere Pockets Preflop

    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Ich brauch wen, der mir erklärt, wie man kleine Pockets preflop spielt.

      Was mache ich mit nem kleinem Pocket, wenn jemand auf 3,5 BB raist?
      Wie viel Unterschied macht dabei position aus?

      Wieso reicht mir 1:12 an Odds im Regelfall, um mir den Flop anzusehen?
      Wie oft stacke ich den Gegner?
      Was verändert sich, wenn sich die Stacksize verdoppelt?

      Wie gut sind pockets? Angenommen ich bin in nem 6-max game, sollte ich hier jedes pocket in jeder Situation spielen? Ich habe zur Zeit meine Probleme, die Handstärke von Pockets einzuschätzen - bin vom FL ganz andere Sachen gewöhnt.



      Ein paar konkrete Fälle :

      6-max game:
      Was ist das kleinste pocket, das ihr callt bei a)-c)

      a) UTG raist mit 10% PFR.
      b) UTG raist auf 4BB mit 20% PFR.
      c) CO raist mit 20% PFR.


      d) Ich habe 22 im UTG, looses Tableimage, aggressiver Table
      e) Ich habe 22 im UTG, tightes Tableimage, passiver table.

      thx
  • 3 Antworten
    • neveris
      neveris
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 401
      callen tu ich das eigentlich bei jedem der gegner solange unsere beiden stacks groß genug sind.
      man trifft ja statistisch gesehen in einem von 10 fällen ein set (soweit ich das richtig erriner). brauchst also preflop odds von 9:1 um profitabel callen zu können. callen tust du den raise dann trotzdem weil du ja davon ausgehst das du noch value vom gegner bekommst(der ja seine starken hände raised) falls du dein set triffst aber nichts weiter verlierst wenn nicht.

      die 1:12 odds (ich kenns mit 1:15) nimmst du quasi als "sicherheitsmarge" für die fälle wo du dein set verlierst bzw nicht mehr genug value vom gegner bekommst der den preflop call gerechtfertigt hätte.

      wie oft sich der gegner stacken lässt ist schwer zu sagen. auf den höheren limits wohl eher seltener als auf den limits auf denen ich spiele ^^ wo sich die leute oft mit TPTK stacken lassen. aber du kannst oft davon ausgehen dass du noch value vom gegner bekommst der den call mit jedem pocket rechtfertigt.
      (bei b) und c) müsste man evtl auch auf die postflop aggresion achten, weil sie ja nicht allzustarke hände haben müssen um hier zu raisen, aber dan kann jemand anderes vlt noch mehr zu sagen)


      d) hier würd ich nur limpen und einen raise vom gegner callen soweit die stacksizes stimmen. (siehe oben)

      e) hier würd ichs raisen. du bekommst oft die blinds. wenn dich jemand called und du dein set triffst hast du bereits einen größeren pot aufgebaut und kannst mehr valuebetten und wenn du nicht triffst kannst du den pot noch oft mit ner contibet mitnehmen.
    • Swapshop
      Swapshop
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 1.131
      Raise preflop hat den Vorteil, dass du einen raised Pot hast. In einem raised Pot wirst du leichter ausbezahlt als in einem unraised.

      Position ist insofern von Vorteil, als dass du dir IP bei nem Flop, bei dem du dir relativ sicher bist, dass dein Gegner nicht foldet, dir die Freecard nehmen kannst und auf ein Wunder hoffen kannst ;) Alle Vorteile die du eben IP hast ;)

      Gegen nen normalen Raise call ich auf jeden Fall jedes Pocket. Du musst im Schnitt nen drittel Stack bekommen, damit es profitabel ist. Ansonsten finde ich es wichtig mit steigenden Limits auf die Gegnerstats zu achten. Bei einem Gegner mit 5 AF und 30 WTS kann man auch mal ne 3-bet callen, bei einem 1 / 15er tue ich mich dann schon schwerer. Also einfach bisschen dynamisch auf die Gegner reagieren.

      d) Hier limpe ich einige Hände, evtl auch mal nen SC. Wegen deines Tableimages wirst du viel gecallt und wegen des aggressiven Tables kann es gut zu einer 3-bet kommen, so dass du dein PP wohl eher wegwerfen musst.

      e) Kann man dann raisen.

      Btw man muss ja nicht zwingend eine Contibet setzen. Man kann IP auch mal c/b Flop, call Turn und dann je nach River.. spielen.

      Ich denke man sollte sich nicht zu sehr fixieren auf EINE Spielweise, war ich super aggressiv die ganze Zeit limpe ich vielleicht auch mal 77 oder 88, einfach ums etwas zu variieren.
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Hat er ein höheres Pocket, sieht er in der Regel mindestens eine weitere Karte.
      Also hat er 1:6 ein höheres Set zu treffen.
      Trifft er ein höheres Set, verlieren wir nen ganzen Stack.
      Ich treffe 1:7 mein Set.
      Also brauche ich circa 1:9, wenn wir IMMER gegen unseren Gegner einen Stack gewinnen. Ich denke aber, dass wir im Schnitt vielleicht gerade mal einen halben gewinnen und schon brauchen wir 1:20 ( weil wenn er sein Set trifft, wir immer nen ganzen verlieren).
      Angenommen CO raist und wir sitzen im BU mit 33.
      Hitten wir nun unser Set haben wir in der Regel doch kaum Implied odds, da wir eine Karte am Flop rausnehmen, die unser Gegner getroffen haben könnte und er ne sehr breite Range hat.

      Stehen wir einer 3-bet gegenüber hat unser Gegner a) ein hohes Pocket b) ein hohes As.
      Gegen das hohe As nehmen wir schonmal nichts ein. Auch hier würde ich sagen, dass wir 1:15 brauchen und auf eine 3-bet folden müssen. Ist das inkorrekt?


      Dann hab ich noch ne kleine Vergleichsfrage :

      Habt ihr lieber 22 UTG 6-handed oder T9s?
      Mit welchem suited connector ist 22 ungefähr gleichzusetzen?