Sklansky vs ps.de

    • U20frauenwm2
      U20frauenwm2
      Global
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 446
      hab letztens mal wieder n pokerbuch gelesen und auf einige unklarheiten gestosen wo ich finde das der gute alter herr sklansky der algemeinen ps.de- strategy wieder spricht.

      1. limp vom button:
      sklansky : "......bei nl kann es daher sogar ein guter spielzug sein, auf dem button als erster in den pot zu limpen , was bei limit fast nie richtig ist. nehmen wir beispielsweise an, dass alle zu ihnen aus den buttom folden und sie J9s halten.Bei limit sollten sie in der regel raisen und hoffen ,damit die blinds zu gewinnen. bei nl wird ein raise weiterhin oft richtig sein. gegen einige gegner könnte ein limp aber oft sogar noch besser sein. falls sie besser sind als die spieler in den blinds , möchten sie j9s sicherlich spieln. diese relativ schwache hand wird aber kein groser favorit gegen zwei rdm-blätter sein . sie verpassen zwar die möglichkeit, die blinds sofort zu gewinnen , aber der lohn wäre gering , und sie können mehr verdienen , wenn sie ihren gegnern erlauben, den flop zu sehn." (Sklansky NO-Limit Hold'em Theorie und Praxis)
      zusammen gefasst er sagt limp gegen fische is besser weil die implieds mehr werd sin als die blinds

      Ps.de : in vielen vids / coachings kann man hörn dass der macher sagt dass der limp vom buttom mit der schlechteste move im nl-holdem is .

      dabei gibt es doch grad auf nl25 und nl50 noch genügend fische so dass man sich oft in der besagten situation wieder finden wird.

      Sklansky:"....Die bestimmung der raisehöhen vor dem flop ist wichtig. hören sie nicht auf experten, die ihnen sage, dass die höhe ihrer raises konstant sein sollten. seien sie nicht faul und raisen blos den "tisch-standard". eine intelligente regulierung ihrer raisehöhen wird ihnn helfen ihre gegner, die potgrösen und viele andere faktoren zu kontrolliern. Machen sie kleinere raises in early position mit händen für kleine pots und gegen spieler die nach demflop zu viel callen. machen sie grösere raises in late position gegen spieler die nach dem flop zu viel folden ..................scheinbar zufällige raisehöhem sind genaus so unlesbar wie konstante, ermöglichen aber mehr freiheit , kontrolle und gewinn."
      (schluss gedanke zu pre flop action aus dem selben buch wie oben )

      ps.de : gild hier nicht das prinzip 4bb+1bb pro limper ?

      danke für die antworten =)
  • 8 Antworten
    • UrielSeptim
      UrielSeptim
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2007 Beiträge: 3.487
      Sklanksy spielt halt live.
      Für eine Onlinespieler, der viele Tische spielt, lassen sich diese Strategien kaum effektiv umsetzen.

      In der SNG/MTT-Sektion ist der Limp von Buttom aber Inhalt des ps.de-Content.
    • S0N
      S0N
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 796
      1. z.B. man limpt vom Button J9s, SB completed und BB checkt.
      Am Flop ist der Pot bei NL 50 1,5$ Groß, wir haben eine Straße und
      der BB ein TwoPair mit dem er aber bei nem gefährlichen Board nicht
      um seinen ganzen Stack spielen möchte. Wie soll man da den Pot aufbauen?
      Wir schaffen es nur selten seinen ganzen Stack zu gewinnen.


      2. Man kann natürlich seine Preflop raises variabel setzen, aber man sollte
      aufpassen dass man dadurch nicht lesbar wird. Hier wird die 4bb+1bb pro
      limper Regel den Anfängern beigebracht weil es nicht lesbar ist und
      für den Anfang ausreicht, wie du deine raises später gestaltest ist dir
      überlassen, hier wird dir nichts vorgeschrieben, sondern nur eine
      Starthilfe gegeben.
    • U20frauenwm2
      U20frauenwm2
      Global
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 446
      glaube nicht dass dich auf nl50 einer lesen kann ....oder nur wenige.
      dh da kann man auch wenn man an 9 tischen spielt unbesorgt pf vom standart abweichen ....denk ich mir
      dass man dass dann ab nl100 dann sehr genau drauf achten sollte unlesbar zu bleiben und dass dies an an mehreren tischen gleichzeitig dann schwer werden wird stimmt warscheinlich.

      beim limp vom buttem wird von grosen fischen in den blinds ausgegangen wenn da einer two pair hat und du die strase dann krigst du den mit sicherheit in 5/6 fällen all in ...die gehen ja alle von sich aus denken das man ja auch mal mit AA/KK gelimpt haben könnte um ihnen eine falle zu stellen ect. die finden schon immer genügen ausreden um sich selbst zu betrügen auf einen drecks spot all in zu gehn.
    • Guru79
      Guru79
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 142
      Openlimp am BU:
      Gegen Fische, die short sind oder Fische in den Blinds mich oft 3 betten werden, kann das openlimpen von niedrigen SCs am Button ok sein. SCs sind ja auch super Haende, um sie Multiway zu spielen. Wobei mir J9s schon wieder genug high card potential hat, um es zu raisen :P , man kann aber in schwierige Situationen Postflop kommen. Nachteil ist, dass man nicht PFA ist und nicht mehr so gut A high, etc. boards reppen kann, wo selbst ein Fisch auf eine CBet folden wuerde und Villian nicht so einen grossen absoluten Fehler mit der schlechteren Hand machen kann, wenn er Postflop nicht raist oder wir overbetten (s. Punkt 1 von SON). Auf der anderen Seite, wenn wir durch einen Raise unsere implied odds beschneiden, isses halt auch Mist.

      Variieren der Raisegroessen:
      Variieren, je nach eigener Hand: gegen sehr unaufmerksame Gegner ok.

      Gegen gute Gegner finde ich es schlecht bis grottig. Sklansky schreibt, dass man ab und zu dann seine Asse auch kleiner betten soll. Ok, beispielweise raise ich also kleine pockets in UTG zu 70% auf 2.5bb und zu 30% auf 4bb, AA dann zu 70% auf 4bb und zu 30% auf 2.5bb. So, dann raise ich 4bb aus UTG. Wenn Villian aufmerksam ist, und meinen Style gecheckt hat (was erstmal dauern duerfte), wird er auch checken, dass ich wahrscheinlich Aces hab ;) , die Moeglichkeit, dass ich kleine Pockets hab, wird er dann im Hinterkopf behalten.

      Variieren je nach Gegner finde ich gut, wenn man seine Hand nicht verraet.

      edit: Bevor sich jetzt einer denkt, super ich openlimpe meine SCs gegen Fische am Button. Generell ist das denke ich keine gute Idee. Man kommt selten in eine guenstige Situation dafuer. Man hat selten zwei Vollfische in den Blinds und ausserdem sollten diese Fische postflop zb. mit TP von sich aus versuchen die Kohle in die Mitte zu kriegen.

      Bin mir bei der Openlimp-Geschichte aber auch nicht so sicher, ich finde Sklanskys "Besser postflop nen grossen Pot mitnehmen, als nur die Blinds"-Argument auch nicht schlecht.
      Thoughts anyone?
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Original von Guru79

      Gegen gute Gegner finde ich es schlecht bis grottig. Sklansky schreibt, dass man ab und zu dann seine Asse auch kleiner betten soll. Ok, beispielweise raise ich also kleine pockets in UTG zu 70% auf 2.5bb und zu 30% auf 4bb, AA dann zu 70% auf 4bb und zu 30% auf 2.5bb. So, dann raise ich 4bb aus UTG. Wenn Villian aufmerksam ist, und meinen Style gecheckt hat (was erstmal dauern duerfte), wird er auch checken, dass ich wahrscheinlich Aces hab ;) , die Moeglichkeit, dass ich kleine Pockets hab, wird er dann im Hinterkopf behalten.


      Gibt mehr kleine pokcets als aces, du hast also öfter n kleines pocket als aces.


      Openlimp vom Button.. Gibt einfach nicht wirklich szenarien in denen das den höchsten ev hat imo.

      Man lässt halt erstend FE liegen, hat keine Initiative postflop und hat bei nem hit auch größere Probleme vernünftig n pot zu builden.
    • Guru79
      Guru79
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 142
      Naja, meinetwegen raise ich dann halt nur AA und 22. War nur nen theoretisches Beispiel, um zu verdeutlichen, dass man auch wenn man die Raisegroesse der gleichen Hand variiert, der Gegner zu viele Informationen ueber die Hand erhaelt. Im richtigen Spiel kommen da natuerlich zig Haende dazu, die ich dann unterschiedlich oft verteilt unterschiedlich gross raisen muesste.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von belze
      Original von Guru79

      Gegen gute Gegner finde ich es schlecht bis grottig. Sklansky schreibt, dass man ab und zu dann seine Asse auch kleiner betten soll. Ok, beispielweise raise ich also kleine pockets in UTG zu 70% auf 2.5bb und zu 30% auf 4bb, AA dann zu 70% auf 4bb und zu 30% auf 2.5bb. So, dann raise ich 4bb aus UTG. Wenn Villian aufmerksam ist, und meinen Style gecheckt hat (was erstmal dauern duerfte), wird er auch checken, dass ich wahrscheinlich Aces hab ;) , die Moeglichkeit, dass ich kleine Pockets hab, wird er dann im Hinterkopf behalten.


      Gibt mehr kleine pokcets als aces, du hast also öfter n kleines pocket als aces.


      Openlimp vom Button.. Gibt einfach nicht wirklich szenarien in denen das den höchsten ev hat imo.

      Man lässt halt erstend FE liegen, hat keine Initiative postflop und hat bei nem hit auch größere Probleme vernünftig n pot zu builden.

      SB und BB = loose/passive Callingstations Preflop mit jeweils 20 - 30BB im Stack

      Du am Button mit 33. Wie hoch schätzt du den Erfolg eines Openraises langfristig ein?
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von Ghostmaster
      Original von belze
      Original von Guru79

      Gegen gute Gegner finde ich es schlecht bis grottig. Sklansky schreibt, dass man ab und zu dann seine Asse auch kleiner betten soll. Ok, beispielweise raise ich also kleine pockets in UTG zu 70% auf 2.5bb und zu 30% auf 4bb, AA dann zu 70% auf 4bb und zu 30% auf 2.5bb. So, dann raise ich 4bb aus UTG. Wenn Villian aufmerksam ist, und meinen Style gecheckt hat (was erstmal dauern duerfte), wird er auch checken, dass ich wahrscheinlich Aces hab ;) , die Moeglichkeit, dass ich kleine Pockets hab, wird er dann im Hinterkopf behalten.


      Gibt mehr kleine pokcets als aces, du hast also öfter n kleines pocket als aces.


      Openlimp vom Button.. Gibt einfach nicht wirklich szenarien in denen das den höchsten ev hat imo.

      Man lässt halt erstend FE liegen, hat keine Initiative postflop und hat bei nem hit auch größere Probleme vernünftig n pot zu builden.

      SB und BB = loose/passive Callingstations Preflop mit jeweils 20 - 30BB im Stack

      Du am Button mit 33. Wie hoch schätzt du den Erfolg eines Openraises langfristig ein?
      Genau so ein Bsp. wollte ich auch gerade niederschreiben: 2 shortigere Villains in den Blinds, die beide pre und post sehr loose sind.

      Hier hat (nehme ich an) ein Openlimp Bu mit SCs/SOGs und kleinen Pockets (22-55) einen höheren EV , als ein Openraise.

      Bzw. vermutlich hat hier Openlimp BU einen positiven EV longterm (position) - Fold eben den neutralen EV von 0 und Openraise vermutlich sogar einfach einen negativen EV.

      Man sollte nicht immer so schematisch denken - da hat Slansky schon recht.

      Die Sache mit den Preflopraise (size-Variation):

      Ich variere geringfügig bzgl. meiner jeweiligen Position:

      aus UTG/MP/Co/Bu auf PS (ohne Limper sind das zb. 3,5 BB)

      Aus dem SB wären das zb. nur first in 3 BB.
      Das haut nicht hin, da Villain dann Pre nahezu any 2 callen kann IP
      (position + 2 : 1 Odds).

      Also raise ich hier auf 4 BB.

      Die Raisehöhe aufgrund der Handstärke mit jeweiligen Zielen zu varieren - damit habe ich noch keine Erfahrung.

      Man müsste es def. balancen, was auch Fehler provoziert (Ungleichgewicht ist longterm bei fehlerhaftem Balancing möglich).

      Daher kann man sich doch die Sache mit dem balancen (mgl. Fehlerquelle) sparen und for deception eben nicht aufgrund best. Ziele mit best. Händen so oder soviel raisen.