TP OoP villain raised am Flop

    • Shore
      Shore
      Bronze
      Dabei seit: 11.11.2007 Beiträge: 4.195
      Oft kommt es vor, dass ich als Preflopaggressor am Flop mein TP hitte und dann von Villain geraised werde. Ich bin mir dann meistens sehr unsicher wie ich es weiterspielen soll. Mit einer 3Bet würde ich mich comitten. Die Alternative wäre ja B/C Flop, B/F Turn bzw C/C Turn. Leider weiß ich nicht so genau, wann welche Line am besten geeignet ist.

      Wie würdet ihr auf trockenen Boards spielen.

      Wie auf drawheavy Boards?

      Also ich denke auf trockenen Boards kann man gut B/C Flop, B/F Turn gegen. C/C Turn würde ich nur gegen aggressive Spieler spielen, weil man so mehr Value von schlechteren Händen bekommt. Gegen sehr passive Spieler evtl. sogar B/F Flop, weil sie ja auf trockenen Boards eher Made Hands halten?

      Bei drawheavy Boards ist das nochmal schwieriger. Einerseits muss man ja protecten, andererseits will man nicht um einen ganze Stack spielen. Ist es gegen aggressive Spieler sinnvoll zu 3betten und broke zu gehen? Oder sollte man da auch B/C F und B/F T spielen?. Das Problem ist halt, wenn dann am Turn die Karte ankommt. Die gleiche Frage bei passiven Spielern. Lohnt sich da eine 3Bet?
  • 2 Antworten
    • nikotho
      nikotho
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.317
      das ist eigentlich so allgemein kaum zu beantworten. Besser du postest solche situationen im handbewertungsforum.
      b/c flop, b/f turn macht in den meisten fällen keinen sinn.
      Aber b/c flop, c/c oder c/r turn oder auch b/3b flop machen imo öfter sinn (und natürlich b/f flop nicht vergessen).
      Wenn dein gegner aggro ist und den turn oft nochmal bluffen wird und auch draws nochmal semiblufft macht ein c/r oft sinn, da du am flop gegen seine brokegeh-range (ka wie man das besser sagen soll) nicht besonders toll aussiehst, er sich aber am turn mit draws committed sehen kann und du von bluffs nochmal value kriegst.
      Das problem mit c/c am turn ist, dass du am river in nen ziemlich ekligen spot kommst. Also wenn du c/c spielst solltest du schon vorher wissen, wie du den river sinnvoll spielen kannst.
      b/f turn mag ich nicht, weil du dann auch direkt am flop 3betten könntest. Der einzige unterschied ist, dass du villain noch eine free card gibst. (klar gibts da auch wieder ausnahmen, wie übrigens bei allem was ich hier gesagt habe)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das Problem ist, dass man solche Situationen auch nicht im Handbewertungsforum besser beantworten kann, weil in solchen Händen nämlich "standardmässig" die notwendigen Informationen über die Tendenzen und History des Gegners fehlen.

      1. Frage sollte immer sein:

      Was repräsentiert mein Gegner? Wie sieht dort seine Valueraisingrange aus (d.h. welche Hände sind für deinen Gegner am Flop gut genug um als Valuehand geraised zu werden.

      Bsp:

      Gegner A raised auf nem QT2 Board AQ, Sets, Twopair, Overpairs

      Gegner B raised auf nem QT2 Board AQ, KQ, QJ, Q9, Q8, Q7, AT, Sets Twopair, Overpairs

      )

      Daraus ableitend solltest du erstmal gucken wie stark deine Hand gegen seine Valueraisingrange ist und die erste Entscheidung treffen.

      Wie sieht seine Bluffraisingrange aus? Diese Frage ist schon schwerer zu beantworten und lässt sich wirklich nur über Reads beantworten.

      Jedenfalls solltest du ungefähr bestimmen können wie deine Hand gegen seine Valueraisingrange spielst UND ob er Tendenzen zum Bluffen gezeigt hat. Je höher die Tendenz zum Bluffen ist, desto wahrscheinlicher wird natürlich das der Gegner z.b. auf einem Dry Board bei einem Raise bluffed.

      Als nächstes solltest du dir je nach Boardtextur die Möglichkeiten an Draws angucken die dein Gegner (je nach persönlicher Spielweise) dort raisen kann. Raised er OESDs, Flushdraw oder nur Monsterkombinationsdraws? Raised er mit Gutshots auf KT2 Boards und wieviel Outs haben diese gegen uns etc.?

      Tendentiell bin ich kein Freund von Potcontrollines OOP auf drawheavy Boards, aber gegen manche Gegner ist es sinnvoller gegen andere wiederum nicht. (denke immer an ihre Ranges und ob bestimmte Hände gegen die du protecten willst überhaupt noch drin enthalten sind)

      Sogesehen land ich persönlich OOP mit einer Toppairhand auf einem Drawheavy Board eher selten am Turn in der passiven Rolle, wenn der Gegner am Flop geraised hat.


      Die Sache bei Dry Boards ist jetzt, dass wir speziell bei unknown Gegnern nichts oder so gut wie nichts über die Tendenzen aussagen können. Je nach Limit unterscheiden sich die Tendenzen der "unkowns" und wir treffen unterschiedliche Grundannahmen.

      Z.b. musst du TPTK auf NL10 gegen unkown ganz anders behandeln von der relativen Stärke als auf NL400, da der Unkown NL10 Spieler einfach passiv in der Regel ist, wogegen der NL400 uknown wenigstens Grundlagenahnung vorweisen sollte.

      Ich sehe z.b. auf Microlimits z.b. daher auch kein Problem gegen UNKOWN (nicht gegen fischige Spieler) den Turn nach einem Flopcall zu folden, da wir

      1. gegen die meisten Valueranges passiver Spieler am Turn nicht mehr häufig vorne liegen werden

      2. keine sonstigen Informationen über den Gegner zur Verfügung haben


      Daher kann ich es nur extrem betonen, dass solche Situationen schlussendlich nur über Reads des Gegners gelöst werden können.