Talent+Intuition+Statistik=Erfolg?

    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      Nachdem einige posts sich mit der Kritik von Eddy Scharf an der "Mathematik-lastigen" Spielweise befassen, stellt sich mir als Anfängerin die Frage:
      welche skills braucht man nun tatsächlich, um auf Dauer Erfolg zu haben?
      Und: ist eine Hand falsch gespielt, auch wenn ich sie gewonnen habe, weil die Intuition zu einem anderen Ergebnis kam als die Statistik?
      Oder ist Intuition beim Poker letztlich nichts anderes als eine auf der Statistik basierende Annahme ("wahrscheinlich hat villain flushdraw")?
  • 21 Antworten
    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Ich finde man muss nicht unbedingt Talent haben um gut Poker zu spielen. Vielleicht das Talent sich dem Spiel deines Gegners anzupassen und aus Fehlern lernen bzw. die Fehler des Gegners zu erkennen und auszunutzen, aber das kann man auch ohne Talent mit viel Fleiß erlernen.

      Wenn du auf den niedrigen Limits einfach mathematisch korrektes ABC Poker spielst, nicht einen downswing erwischt und relativ tiltresistent bist, wirst du langfristig mit großer Wahrscheinlichkeit profitabel spielen.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      ok, ich meinte auf Dauer erfolgreich. wie würdest Du die skills prozentual verteilen?
    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Ich würde es mal so machen:

      Wissen aus Büchern etc.+Erfahrung+psychisch stabiler Charakter+Bankrollmanagement+mathematische Grundkenntnisse=Erfolg :)

      Talent braucht man nicht, und Intuition ist überbewertet bzw. wird mit der Fähigkeit verwechselt den Gegner auf Grund des betting behaviours etc. lesen zu können meiner Meinung nach.
    • UzerIn
      UzerIn
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2007 Beiträge: 8
      vergiss die wichtige eigenschaft "geduld" nicht... denn ohne geduld, geht beim pokern nicht viel
    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Original von UzerIn
      vergiss die wichtige eigenschaft "geduld" nicht... denn ohne geduld, geht beim pokern nicht viel
      Hehe ja Geduld ist mir grade auf der Toilette noch eingefallen lol

      Und man braucht auch eine gewisse Taktik, d.h. man muss bevor man handelt wissen warum man so handelt und was man damit bezwecken will und diese Taktik bis zum river durchziehen. z.B. wenn ich auf dem flop bluffe, c/b ich am turn und river und höre nicht auf dem turn bzw. river plötzlich auf.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      nochmal zur Kritik von Herrn Scharf - bitte keine Lästereien, ich meins ernst:
      ich verstehe seine konkrete Position nicht, wenn er die Statistik-Überbewertung bemängelt
    • maz1337
      maz1337
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2008 Beiträge: 876
      kommt ihr alle von intelli oder why soll der mist?!
    • edik89
      edik89
      Black
      Dabei seit: 10.07.2007 Beiträge: 3.367
      die ganzen life donks sind doch nur so "erfolgreich" weil live überdonks rumlaufen


      wait ....



      life poker is ja was ganz anderes...kann man mit online poker net vergleichen ;)
    • xam
      xam
      Black
      Dabei seit: 11.03.2005 Beiträge: 871
      live poker ist auch zum teil was anderes, viele live spieler haben gute live-reads, sollte man nciht unterschaetzen
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      Original von maz1337
      kommt ihr alle von intelli oder why soll der mist?!
      wieso? mich interessiert das eben. hier kann man nichts schreiben ohne daß irgendeiner dumme kommentare abläßt.
    • Kommutierung
      Kommutierung
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 9.744
      Was auch wichtig ist man aber selbst nicht beeinflussen kann, Glück.
    • pils3
      pils3
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 2.010
      unter talent/intuition würde ich verstehen, einschätzen zu können, wie meine aktionen bei den gegnern ankommen und wie diese darauf reagieren und mein spiel daran anzupassen.
      außerdem bestimmt das talent, wie schnell und zuverlässig man ungewohnte situationen einschätzen kann und wie schnell man begreift, worauf es wie stark ankommt.


      das ist meiner meinung nach ein wichtiger teil und sollte nciht so vernachlässigt werden.




      also ich würde sagen, erfolg setzt sich zusammen aus:

      talent und intuition
      logisches und rationales denken
      mathematik
      geduld und disziplin
      erfahrung
      motivation und umfeld
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      @mace:
      womit geklärt wäre, warum es nur gefühlte 10 % (?) langfristig zu Erfolgen bringen und man sich wegen des Pokerbooms keine Sorgen machen muß?
    • Trevelyan82
      Trevelyan82
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2008 Beiträge: 275
      Original von daphne66
      nochmal zur Kritik von Herrn Scharf - bitte keine Lästereien, ich meins ernst:
      ich verstehe seine konkrete Position nicht, wenn er die Statistik-Überbewertung bemängelt
      Es stimmt so nicht, dass Eddy die Statistik-Ueberbewertung bemaengelt.
      Selbst er verwendet grundlegende Mathematik.

      Was er bemaengelt sind Aussagen wie "Poker ist reine Mathematik" und die Intoleranz mancher Online-Spieler gegenueber anderer Denkweisen, die mit solchen Aussagen ausgedrueckt werden.
      Auch er kennt die Wahrscheinlichkeiten in bestimmten Situationen und das Konzept der Hand-Ranges und so weiter, aber er verwendet sie nicht in JEDER Situation.

      Er bewertet jede Situation fuer sich und nimmt andere Faktoren mit ins Spiel.
      Was zur Folge hat, dass sein Spiel ein bisschen "bauchlastiger", als das der reinen Online-Spieler wird.

      Offenbar, kann man auch mit diesem Ansatz Erfolg haben.

      @Topic
      Geduld, Disziplin, Einfuehlungsvermoegen, grunlegende Mathematik, sind von noeten. Das zu gewichten ist schwierig. Aber eine Verbesserung in jedem dieser Bereiche, wird Dich auf jeden Fall weiterbringen.
    • pils3
      pils3
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 2.010
      Original von daphne66
      @mace:
      womit geklärt wäre, warum es nur gefühlte 10 % (?) langfristig zu Erfolgen bringen und man sich wegen des Pokerbooms keine Sorgen machen muß?

      meinst du, dass die anderen 90% meine einschätzung nicht teilen oder ihnen entscheidende punkte aus meiner liste fehlen? sorry, hab das nicht ganz verstanden ;)


      ich hab keine ahnung, wie korrekt das ist, was ich geschrieben habe, das ist nur eine auflistung der fähigkeiten, die meiner meinung nach nötig sind, um maximalen erfolg zu erreichen.
      eine ideale mischung gibt es wohl nicht. je nach dem, wie man die punkte gewichtet und wo man seine stärken und schwächen hat, entwickelt sich dann der eigene stil und der erfolg.

      allerdings denke ich nicht, dass man auf manche punkte komplett verzichten kann und sie mit anderen komplett ausgleichen kann. insofern hat eddy scharf recht, mathematik alleine macht niemanden zu einem guten pokerspieler.
      wenn du eine situation nicht korrekt einschätzen kannst, kannst du mathematisches genie haben, soviel du willst und es hilft dir nichts.
      andererseits wird man ohne mathematikkenntnisse nie verstehen, warum ein move in einer bestimmten situation einen positiven erwartungswert hat und kann sich deshalb auch nicht weiterentwickeln.

      die mischung ist entscheidend
    • Schnaps
      Schnaps
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2006 Beiträge: 1.072
      Original von daphne66
      @mace:
      womit geklärt wäre, warum es nur gefühlte 1 % (?) langfristig zu Erfolgen bringen und man sich wegen des Pokerbooms keine Sorgen machen muß?
      FYP

      Wahrscheinlich sind es noch weniger.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      danke erstmal für die vielen vernünftigen Antworten ;-) das Forum ist doch besser als sein Ruf...
      Mir fällt es als Anfänger eben manchmal schwer, zu verstehen, warum ich eine Hand "falsch" gespielt habe, die ich gewinne. Ja, is klar: "auf Dauer wirst Du damit Verlust machen, weil die potodds ....usw" Mich verunsichert das.
    • Holla87
      Holla87
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2007 Beiträge: 757
      Hm ja, ist oft schwierig das zu verstehen, aber mal ein (sehr einfaches) Beispiel:

      Du hast 22 auf der Hand, dein Gegner zufällig eine der Hände: JJ, QQ, KK, AA, AK.
      Ihr geht vor dem Flop All In (und du "weißt" durch gewissen Reads dass er jetzt nur noch eine dieser Hände haben kann) und du gewinnst mit 22 gegen sein AK.

      Ok du hast gewonnen, doch war die Hand richtig gespielt? :)


      Und natürlich kommt es auch immer auf den Gegner an, das viele einfach völlig vergessen wenn sie einem Handbewerter die Hand zeigen.

      Auch hierzu ein kleines Beispiel:
      Du hast TPTK.
      Villain 1 ist extrem aggresiv und bettet immer jeden Flop, Turn und River, seine Hand ist ihm dabei völlig egal.
      Villain 2 ist sehr passiv und bettet überhaupt nur wenn er n Drilling oder etwas besseres hat.

      Villain 1 würdest du sehr gerne runtercallen, weil er ja oft eh nur Mist hast, gegen Villain 2 würdest du deine Hand allerdings sofort am Flop wegwerfen.
    • Picasso25
      Picasso25
      Gold
      Dabei seit: 25.09.2006 Beiträge: 5.745
      Original von Holla87
      Hm ja, ist oft schwierig das zu verstehen, aber mal ein (sehr einfaches) Beispiel:

      Du hast 22 auf der Hand, dein Gegner zufällig eine der Hände: JJ, QQ, KK, AA, AK.
      Ihr geht vor dem Flop All In (und du "weißt" durch gewissen Reads dass er jetzt nur noch eine dieser Hände haben kann) und du gewinnst mit 22 gegen sein AK.

      Ok du hast gewonnen, doch war die Hand richtig gespielt? :)


      Und natürlich kommt es auch immer auf den Gegner an, das viele einfach völlig vergessen wenn sie einem Handbewerter die Hand zeigen.

      Auch hierzu ein kleines Beispiel:
      Du hast TPTK.
      Villain 1 ist extrem aggresiv und bettet immer jeden Flop, Turn und River, seine Hand ist ihm dabei völlig egal.
      Villain 2 ist sehr passiv und bettet überhaupt nur wenn er n Drilling oder etwas besseres hat.

      Villain 1 würdest du sehr gerne runtercallen, weil er ja oft eh nur Mist hast, gegen Villain 2 würdest du deine Hand allerdings sofort am Flop wegwerfen.
      :rolleyes:
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