adapten vs. lighte 3better/3betcaller

    • mister23
      mister23
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 1.938
      hi,

      wie adaptet ihr vs. aggro regs, die viel defenden und viele 3bets auch oop

      callen/4betten...+selten auf 1ne barrel folden?


      tighter werden?-wie tight(nur noch JJ+3betten vs.steals)+weniger stealen(nur noch 20%?)


      auf guten flops(Axx/Kxx) als 3better dann eher ui conti+bet/ fold turn oder keine conti?



      p.s.: nl100SH; bessere tableselection ist nicht das thema dieses threads...
  • 5 Antworten
    • payback
      payback
      Global
      Dabei seit: 24.09.2006 Beiträge: 2.985
      SH oder full ring???

      es lohnt sich jedenfalls mal ne session nur QQ+/AK zu 3 betten, und die regs auflaufen zu lassen:)
    • mister23
      mister23
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 1.938
      Original von payback
      SH oder full ring???

      es lohnt sich jedenfalls mal ne session nur QQ+/AK zu 3 betten, und die regs auflaufen zu lassen:)

      sh.
      geht vor allem um die situation, wenn man loose ge3bettet wird.....
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.462
      Looser callen oder light 4betten. Das eine IP eher und das andere eher OOP.
      Musst dann auch mal moven ab und an. Nur Fit or fold ist burning Money.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Na wen haben wir denn da? ;)

      Es gibt im Prinzip drei Möglichkeiten. Entweder man gibt klein bei und haut ab, oder man wird tighter und hofft auf gute Karten, oder man spielt zurück.

      Zu Variante 1+2 kann ich nix sagen, liegt mir beides nicht. ;)

      Wenn man sich entschließt den Kampf zu suchen, dann sollten zwei Grundvorraussetzungen bestehen:

      - Man sollte sich sicher sein postflop eine Edge zu haben gegen den Gegner
      - Man muss bereit sein um Stacks zu spielen. Auch mit nicht so dollen Händen.

      Was dann darüber hinaus entscheidend ist, ist folgendes: In einem Fight zweier Gegner, die sich nichts schenken, gewinnt fast immer der mit dem besseren Timing. Man muss versuchen zu antizipieren, was der Gegner als nächstes vorhat. Das geht dann schon stark auf die Metaebene, aber anders geht das nicht wirklich.

      Mal angenommen ich steale zwei, drei Orbits nacheinander, aber villain foldet. Spätestens beim dritten mal wird er aber wieder defenden wollen, egal was kommt. Auch wenn wir dann sowas wie AT, KJ, 33 o.ä. halten, ist das ein guter Zeitpunkt zu folden, weil wir mit einer 3bet rechnen müssen.

      Andersrum ist das natürlich genauso wichtig. Wenn wir zwei, drei mal eine 3bet kassieren und folden, dann sollte unser nächster Steal möglichst mit einer Hand mit guter preflop all-in equity erfolgen. Denn jetzt wird villain oft denken wir hätten die Schnauze voll. Er 3bettet, wir 4betten -> er wird jetzt sehr oft drübershippen mit einer ziemlich weiten Range.

      Das läuft natürlich nicht immer so ab, aber mit ein paar reads kann man sich schon vor einer Hand ein ziemlich gutes Bild machen was passiert, wenn wir so oder so spielen.

      Viele Grüße! :)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wie bereits erwähnt gibt 3 mögliche Adaptionen.

      1. Du gibst auf und verlässt den Tisch -> empfehle ich Anfängern

      2. Du setzt deine Openraise Standards zurück und adaptierst dich durch tightness

      3. Du bekämpfst Feuer mit mehr Feuer und gibst dem lighten 3-Better Konter


      Erläuterungswert sind hierbei nur Punkt 2 und 3, da man ab gewissen Limits den Regulars einfach nicht mehr aus dem Weg gehen kann/wird.

      Punkt 2:

      Man schraubt die Standards an die eigene Range stark nach oben und ist somit grundsätzlich (auch in den Augen des Gegners) mit stärkerem Material ausgestattet. Ein Problem tritt allerdings auf, wenn der Gegner Position auf uns hat, da wir in der Regel nur sehr selten OOP eine 3-Bet callen und unsere 4-Bettingranges extrem tight sind. Ich mache mir z.b. manchmal einen Spaß daraus sehr tighte Spieler die in Late Position raisen erstmal zu 3.betten, weil sie so extrem viel von ihrer Range folden und ich dadurch eine 3-Bet Dynamik erzeugen kann. Dieses Spielchen wird natürlich wiederholt bis ich denke, dass der Gegner an einen Punkt gekommen ist an dem er sich adaptiert.

      Ein nittiger Gegner wird natürlich nicht noch nittiger werden können, da er sowieso schon eine sehr starke Range raised. Er wird sich also wohl tendentiell anfangen zu wehren indem er seine 3-Bet Callingstandards aufweitet UND/ODER anfängt 4-Bets mit einer weiteren Range zu machen.

      Hier kommt auch der fliessende Übergang in Punkt 3:

      Er wird unsere 3-Bet Tendenzen anfangen zu exploiten, da ein lighter 3-Better natürlich öfter als nicht mit schlechtem Material ausgestattet ist. Hierfür würde ich euch nahelegen mal mit EV Rechnungen herumzuspielen, gegen bestimmte Ranges auszurechnen wann sich 4-Bet/Calls etc. lohnen, wie groß die 4-Bets sein dürfen, damit wir profitabel 4bet/bluffen können und so weiter. Ich weiss nicht ob es da irgendwo Strategieartikel gibt, aber ich glaube ich habe da schonmal irgendwo hier welche gesichtet.

      Bei der Adaption des Gegners ist es wichtig, dass wir diese erkennen und auch seine Vorgehensweise, weil wir als Druckausüber viel schneller reagieren können und werden und das Spielchen wieder umdrehen.


      Das Problem ist bei der ganzen Sache selbstverständlich, dass man in der Lage sein muss ein bisschen die psychologische Adaption des Gegners zu verstehen und die dynamische Situation als Adaptor bzw. Aggressor richtig anzupassen.


      WICHTIG: Bevor ihr euch dran macht lighte 3-Better zu exploiten oder selber light zu 3-betten. Übt euch im Handreading und lernt in Ranges zu denken. Es ist unmöglich diese ganze Thematik richtig auszuüben, wenn ihr diese beiden grundlegenden Dinge nicht halbwegs akzeptabel beherrscht und anwenden könnt. Der Rest ist Übungs- und Erfahrungssache.

      Ranges und Handreading sind deshalb extrem wichtig, weil ihr erkennen müsst wie Ranges gewichtet sind und auf welchen Boards Ranges eher nix und eher voll getroffen haben, wie stark die Foldequity einzuschätzen ist, wie light wir Valuebetten können etc.