Mir fehlt die Freude

    • kaubi
      kaubi
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 1.692
      Hallo Leute,
      ich will mal kurz die Lage schildern: Nach einem sehr hässlichen down auf Nl100, der im November begann und mich in ca 18K Händen 20 Stacks kostete, bin ich Mitte Dezember auf Nl50 gewechselt. Dort erlebte ich das gleiche Spiel etwas anders: 12K Hände = 18 Stacks down. Nun sieht es so aus das ich wieder Nl25 und ab und an nl50 gemischt spiele.
      Ich war nat. mental super fertig, habe mich aber nie dazu verleiten lassen alles auf die Varianz zu schieben und nicht selbstkritisch über mein Spiel zu denken. Z.b. hab ich schnell gemerkt, das ich einfach zu viel Geld durch weakness postflop verliere, meine non-sd-winnings gingen immer in den Keller, was in Kombination mit einem Down nat. sehr schlecht ist. Mittlerweile hab ich es seit 15K Händen wenigstens geschafft in den Non-sd-winnings breakeven zu spielen (ein Erfolg für mich) und auch so läuft es viel viel besser, was ich sicher auch der vermehrten Hand-Diskussion mit meinen Freunden verdanke.
      Allerdings habe ich auch gemerkt, das die Befriedignung, die ich vom poker hatte - der Spass am Spiel - nach diesem down kaum noch da ist.
      Ich spiele kaum noch eine Session über 500 Hände, meist fang ich schon viel eher an mich zu langweilen. Wenn ich das bemerke quitte ich die Spiele immer sehr schnell und mach irgendwas anderes.
      Ich freue mich ausserdem nicht mehr sonderlich wenn ich jemanden stacke oder so. Weil ich ich immer denke: "Ok, die Hand hast du gut gespielt, hast bekommen was du verdienst" oder "ok, hab mein set gehittet, hab gestackt..." Genauso ist es mittlerweile wenn ich verliere. Ich suche die spots in denen ich scheiss gebaut habe und versuche es zu ändern, wenn ich gesuckt werde ist es eher so "ok, is halt Varianz, ein Donk, aber was solls schon."
      Irgendwie fehlt mir die Motivation, etwas auch die Aufregung. Ich habe eine gewisse Indifferenz zum Spiel entwickelt, ich achte darauf mich möglichst zu verbessern, aber ich ziehe einfach keine Befriedigung aus dieser persönlichen Verbesserung, ausser zu sagen: "ok, das hättest du vor nem monat noch verbockt". aber irgendwie komm ich damit nicht weiter. Ich sag mir auch, ich sollte mich freuen, das es besser läuft und ich besser spiele, aber ich kann das einfach nicht fühlen.

      Naja, gut, was denkt ihr wie kann ich zum Spass am Spiel zurück finden?
      Vielen Dank, Kaubi
  • 2 Antworten
    • PommesPapst
      PommesPapst
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 11.609
      warum cashst du nicht alles aus und kaufst dir was schönes davon, wenn du keine lust mehr aufs pokern hast?

      natürlich hat man im down nicht so viel bock zu spielen, aber sessions von 500 händen sind für mich z.b. auch ganz normal. es ist ebenso gut, wenn man eine gewisse distanz zu seinem spiel und den beträgen, die man gewonnen/verloren hat, behält, damit man sich weiterentwickeln kann.

      es bleiben also 2 möglichkeiten: entweder spielst du weiter und bekommst dann irgendwann auch mal wieder einen upswing und hast eventuell wieder spaß am spiel oder du hörst auf mit poker, weils dir keinen spaß mehr macht und freust dich über das geld, das du bis dahin gewonnen hast.
    • kaubi
      kaubi
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 1.692
      was auscasehn und shoppen klingt nice, hatte ich mir auch überlegt...thx