Fragen zu SSH, 3rd Edition, 2005

    • Thiemo1981
      Thiemo1981
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2006 Beiträge: 3.789
      Hallo zusammen !

      Bin gerade dabei SSH von Sklansky zu lesen und habe einige Fragen hierzu. Waere schoen, wenn wir die zusammen diskutieren oder beantworten koennen. Also:

      1. Auf Seite 221 bespricht er die zweite Beispielhand und kommt am Ende auf 4,5 outs. Er gibt je 1,5 outs fuer die beiden overcards und nochmal 1,5 outs fuer den backdoor-flush-draw (gemaess Seite 102, unten). Ich frage mich, ob man nicht noch 0,5 outs fuer einen backdoor-straight-draw (2 gaps) dazu rechnen kann (gemaess Seite 103, oben) ? Man hat doch mit A K T eben solch einen, oder bedeuten 2 gaps, dass zwei einzelne Luecken bestehen muessen (bspw. A Q T) ?

      2. Auf Seite 223 bespricht er unter 2. in der unteren Haelfte eine Beispielhand. Gilt nicht auch hier, dass man nicht nur auf den backdoor-flush-draw und die running aces/kings sondern auch auf den backdoor-straight-draw (2 gaps) zieht ?

      3. Auf Seite 121 kategorisiert er die abgebildete Hand als marginal. Dem kann ich nicht ganz folgen. Immerhin hat man toppair plus topkicker. Auf der anderen Seite kann ein jedes :spade: auf dem turn (und keins auf dem river) killen und die Gegner haben eventuell schon ihre straight oder zumindest einen starken draw darauf. Naja, ist wohl doch eher als marginal denn als strong zu kategorisieren (was ja die naechst hoehere Kategorie ist) ?

      Zu 1. und 2. moechte ich noch sagen, dass ich als Anfaenger solche Dinge erstmal ueber Bord werfe, dass ist klar. Aber mir sind diese (aus meiner Sicht) Ungereimtheiten halt aufgefallen.

      Thiemo
  • 2 Antworten
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      1.:
      A:spade: K:diamond: on T:spade: 5:spade: 2:club:

      Das Board und deine Hand sind bisschen schwer einzuschätzen. Das mit dem Straight-Draw ist schwer. Zuerst mal hast du aufgrund des 2-Flush-Boards ne Chance von 0,832%, dass du deine Straight machst, ohne ne weitere Flush-Karte. 0,5 Outs entspricht 2%, also hast du weit unter 0,5 Outs.

      2:
      A :diamond: K :diamond: on J :diamond: 4 :spade: 4 :heart:

      Hier ist das Problem, dass du dir 0,5 Outs maximal adden könntest. Allerdings musst du die ebenfalls discounten, da dein Gegner Q4 oder T4 halten könnte oder mit J4 schon nen FH hält. Diese 2-Gap-Straightdraws sind verdammt wenig wert. Anders ist dies bei Backdoor-Flush-Draws. Das liegt daran, dass du bei nem Flushdraw am Turn 10 aus 47 Karten treffen kannst und am River dann nochmal 9 aus 46. Bei nem 2-Gap-Straightdraw musst du am Flop 8 aus 47 treffen und am River dann nochmal 4 aus 46. Wesentlich schwächer also. Wenn nen 2-Flush daliegt, musst du nochmal discounten und kommst auf 6 aus 47 und am River aus 3 aus 46.
      Anders ist das bei Backdoor-Straight-Draws, die dir evtl. auch nen OESD am Turn geben. Beispiel:
      QT on K72
      Hier hast du ne W-Keit von 4 aus 47, dass du nen OESD bekommst und dann 8 aus 46 Outs hast. Dazu kommt die W-Keit, dass du am Turn nen A oder ne 9 triffst (8 aus 47) und am River den J (4 aus 46). Zusammen macht das ne 2,9%-Chance, also doppelt so viel wie nen 2-Gap-Straightdraw.

      3:
      A :spade: J :diamond: on J :club: T :spade: 8 :spade:

      Es gibt einfach zu viele Hände, die unser TPTK schon geschlagen haben oder noch Outdrawn. Wir könnten so gut wie Drawing Dead sein gegen Q9 sowie 97. Unser A-Draw auf 2-Pair könnte von KQ counterfeied sein. Jede 9 hat nen OESD, jede 9 am Turn gibt nem Gegner mit 7 oder Q ne Straight. Ich könnte noch Stundenlang so weitermachen. Im übrigen bedeutet marginal ja nicht automatisch schlecht.
    • Thiemo1981
      Thiemo1981
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2006 Beiträge: 3.789
      Vielen Dank fuer die schnelle Antwort, BlackFlush !

      Habe verstanden, warum man die backdoor-straight-draws (2 gaps) in diesen Faellen (und wohl auch sonst) vernachlaessigen muss.
      Auch dein Statement zu 3. konnte ich gut nachvollziehen (und bin ja vorher zu aehnlichem Ergebnis waehrend des Schreibens gekommen).

      Thiemo