28 Stacks down auf 20k Hände in 5 Tagen

    • shrag
      shrag
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 259
      Ich habe mich vor ca. 4 Wochen gedanken gemacht zu meinen Poker fähigkeiten, zu meinem durchschnittlichen Gewinn und was ich ca. dabei gewinnen kann. Ich bin der Meinung mehrfach gelesen zu haben, dass man durchschnittlich 3BB auf 100 Hände durchaus gewinnen kann. Gerade auf niedrigeren Limits wie NL50. Daher habe ich mich entschloßen den Versuch zu starten, mit Pokern mein Lebensunterhalt zu bestreiten.

      Erst lief es sehr gut, wobei dann auch einige Verluste zu verzeichnen waren, wo ich aber durch meine nachträgliche Analyse festgestellt habe, dass ich einige Hände auch sehr falsch gespielt habe.

      Ich versuche momentan mind. 3000 Hände am Tag zu spielen, was auch kein Problem darstellt, jedoch habe ich seit 5 Tagen ein extremes Down, was mich langsam verzweifeln lässt. Zum einen werde ich von der Varianz ziemlich stark heimgesucht, werde häufig ausgesuckt und dies führt bei mir zu schlechter Laune und ich treffe dann auch gelegentlich schlechte Entscheidungen. Aber wenn ich mir die 28 Stacks in den letzten 5 Tagen ansehen, sind dort sehr viele Suckouts bei...
      Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob es wirklich so viel "pech" ist oder doch so große Leaks bei mir noch vorhanden sind...
      Wenn ich entsprechende Badbets bekommen habe und merke schlechte Laune zu bekommen, dann mache ich auch erstmal eine Pause und versuche es später erneut. Jedoch ist es derzeit echt extrem!

      Ich habe inzwischen nur noch ca. 12 Stacks left auf NL50 und werde wohl oder übel auf NL25 umsteigen müssen. Zudem überlege ich auf Fullring erstmal umzusteigen, da ich glaube dort nicht eine so starke Varianz zu erleben...

      Ich würde gerne von anderen wissen, ob es durchaus möglich ist, soviel zu verlieren auf die anzahl von händen. Welche Tips auch die Pokerstrategen / evtl. Psychologen für mich haben.

      Derzeit ist es für mich ein großer Traum es zu schaffen mit dem Pokern meinen unterhalt zu bestreiten. Und abgesehen von den letzten 5 Tagen lief es auch recht gut.

      Ich hatte mir eben noch überlegt, alle 100BB hände der letzten 5 Tage mal zu posten, um euch sehen zu lassen ob ich diese richtig bewärte im sinne von badbeats oder nicht. Vorher würde ich erstmal wissen wollen, ob jemand daran überhaupt interesse hat :)
  • 14 Antworten
    • Schwarzerelb
      Schwarzerelb
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2008 Beiträge: 3.849
      Hier ist ein Intressanter Artikel über die Voraussetzungen um mit
      Poker sein Leben beistreiten zu können .

      Leben durch Poker

      Denk nochmal über diesen Schritt nach, ob das wirklich das Richtige ist für dich und ob du die großen finanziellen Schwankungen auch verkraften kannst, denn 28BI down ist schon doof, aber es gibt viel extreme Downs, die noch auf dich warten werden.
    • shrag
      shrag
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 259
      Den Swings bin ich mir durchaus bewußt, aber das es mich gleich am Anfang so hart trifft ist ein ziemlicher Tiefschlag!

      Ich überlege eben erstmal auf Fullring umzusteigen, weil dort die Varianz nicht so hoch ist anfangs oder sehe ich das Falsch?

      THX
    • luckydeuce
      luckydeuce
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2008 Beiträge: 21
      Ich versuche auch mein Leben mit Poker zu bezahlen. (studiere natürlich fertig und will später auch was anderes machen aber irgendwie schön zu wissen das man egal was passiert immer mehr als Harz IV zusammenbekomme kann oder?)

      Ich spiele NL 50 FR oder sogar tiefer.

      1.problem: Ich denke mein Hauptproblem ist, dass es mir einfach schwer fällt 3000 Hände am Tag "A-Game" zu spielen. Um überhaupt hinzukommen ist multitabling eh unerlässlich und verhindert teilweisse auch das man Hände aus langeweile spielt. Nach 1000 händen merke ich häufig, dass ich nicht mehr ganz so gut spiele wie zu beginn. Dieser Verlust an konzentration verstärkt sich ab 3-4 stunden poker drastisch selbst wenn man Pausen macht. Nach 2000 Häden fang ich häufig an in ein bestimmtes Betmuster zu fallen ohne noch viel nachzudenken. Also bsp immer Contibetten ohne zu überlegen ob flop und gegner geignet sind etc. In die gleich Richtung geht das Doom-Switch-Phänomen wenn man versucht mit Gewalt einen Bonus noch zu clearen. Man spielt wesentlich mehr als normal und spielt einfach ein bischen schlechter als sonst. Die Auswirkungen sind aber relativ krass besonders wenn man ein limit nur knapp schlägt.

      Lösung: Ich spiele NL 50 obwohl ich Nl 100 (100K+ hände) schlage einfach weil sich gegen schlechtere Spieler mein etwas schlechteres Spiel bei 2500+ händen nich so deutlich bemerkbar macht. NL 100 Spieler sind einfach aufmerksamer im Schnitt und nutzen es besser aus wenn man nach gewisser Zeit zu immer gleichen Spielzügen tendiert. Spiel nie mehr als du sonst spielst nur um noch nen Bonus zu schaffen!!!

      Außerdem lese ich zum bsp so ca alle 2 wochen den contibetartikel einfach weil ich danach (obwohl ich das ding schon etwa 31 mal gelesen hab) immer wieder bewußter über contibets nachdenke und einfach auch besser contibets mache.

      2.Problem: Bankrollmanagment. Blödes Thema aber dadurch das ich ständig Geld rausziehe treffen mich swings härter. Bin gerad 11 stacks down natürlich längst nich Pleite aber ich merke es deutlich in meinem Pokeraccount. Wenn ich mir meine HMStatistik anschau seh ich aber nur einen kleinen knick und wenn ich rakeback hinzufüge kann ich in der Grafik den knick kaum erkennen. Mit anderen Worten longterm is der Verlust nicht erwähnenswert aber den massiven gewinn vorher hab ich augezahlt und verbraucht. Obwohl ich also ordentlich Gewonnen hab reicht meine Bankroll zum bsp nich NL 200 oder höher zu spielen.

      3. Problem: Rakeback: bei 3000+ Händen am Tag wird Rakeback zum entscheidenden Faktor wenn du auf 100 hände plötzlich 1BB mehr oder weniger Rakeback bekommst ergeben sich krasse unterschiede!!!
      Wo gibts also am meisten Rakeback und trotzdem genug Tische mit Fischen ?
      Wo spielst du welche Boni nimmst du bekommst du shop etc?

      Abschließend: Ich finds recht krass, dass man nur mit "durschnittlichem" Spielvermögen auf den micros genug Geld sammeln kann um davon zu leben.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von shrag
      Daher habe ich mich entschloßen den Versuch zu starten, mit Pokern mein Lebensunterhalt zu bestreiten.
      Natürlich kann man das versuchen. Meiner Meinung bedarf das aber gewisser Grundvoraussetzungen und daran scheitern schon die allermeisten:

      1. Ein passendes BRM mit entsprechenden Rücklagen.

      2. Die Edge muss auf den entsprechenden Limits vorhanden sein.

      3. Das entsprechende Mindset muss man haben.

      4. Über eine gewisse Erfahrung muss man verfügen.


      Diese Liste ist sicher bei weitem nicht vollständig, aber ich würde mir an Deiner Stelle, bevor ich ein Leben als Pro/Semipro beginnen würde, die Frage stellen, ob ich mit den obengenannen Voraussetzungen klar komme.
    • shrag
      shrag
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 259
      Was meinst du mit Mindeset?
    • osmium
      osmium
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 1.213
      Also...Wenn du NLSH spielst können solche Swings regelmäßig auftreten. Es gibt genug Leute die hier schon 100K Hände BE gespielt haben. Einige auch mehr. Gerade wenn man vom Poker Leben möchte sollte man eine sehr große BR haben da man idR nicht absteigen möchte. Ich weiss nicht welches BRM du verfolgst aber ich finazier mir mein Studium damit nebenher und verfolge ein BRM >50 Stacks + Ich hab noch nen Haufen an Rücklagen um ein paar Monate ohne Gewinn wegstecken zu können. Gerade wenn man das nebenher macht kommt man ja nicht auf eine große Samplesize (ich spiele ~ 35-40K / Monat) und ist dementsprechend hohen Swings ausgesetzt. Man muss sich einfach damit anfreunden regelmäßig 20 Stacks down zu sein. Wenn man das nicht kann sollte man sein Geld anders verdienen.

      Ich hoffe du schaffst es bald wieder aus deinem Down raus.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von shrag
      Was meinst du mit Mindeset?
      Auch wenn es viel mehr beinhaltet: In erster Linie geht es darum, dass man vernünftig mit Begriffen wie Tilt, Bad Beats und allgemein schlechten Phasen beim pokern umgeht. Du musst vom Kopf her bereit sein. Bist Du das nicht, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.
    • Dorfzocker75
      Dorfzocker75
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2008 Beiträge: 1.576
      wie alt bist´n du?
    • shrag
      shrag
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 259
      Ich bin 25.
      Ich habe im Dezember 2007 über ps.de angefangen, habe innerhalb von 6 Wochen meine 50$ auf ca. 2,5k$ hochgespielt. Habe mich dann sehr selbst überschätzt und bin viel zu früh in die höheren Limits aufgestiegen und bin dort sehr stark auf die Nase gefallen. War dann fast pleite und bin im Laufe von 2008 auf SNG umgestiegen, hatte dort anfangs auch sehr viel Erfolg und bin auch dort wieder zu schnell auf zu große turniere umgestiegen. Und wie sollte es anders sein, bin ich wieder auf die Nase gefallen ^^

      Naja jetzt habe ich Anfang Dezember 2008 mich nochmal intensiv mit NLSH auseinander gesetzt und wieder einen guten Start hingelegt. Sehe jetzt auch vieles sehr viel anders, weil ich ja schonmal gute starts hatte und auf die Nase gefallen bin. Habe gestern ca. 7k Hände Fullring gespielt und gemerkt, dass das garnicht meien Welt ist. Es war nahezu NULL action und nur Nits. Mal von den nervigen shorties abgesehen ^^

      Da es momentan nicht so läuft wie ich mir das vorstellt habe, werde ich mir wohl erstmal wieder einen Job suchen und meinen nächsten Start als SemiPokerprofi mit einer größeren BR starten. Alle im Freundes und Familienkreis sagten natürlich, dass es eine totale blöde idee ist mit dem Pokern und davon kann man ja nicht leben, bla bla. Aber da muss ich jetzt wohl durch mir anhören zu dürfen "habe ich dir doch gesagt"
    • Sonde2
      Sonde2
      Silber
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 86
      tut mir leid aber mit 30 nl50 stacks kann man doch net ernsthaft denken davon seinen lebensunterhalt finanzieren zu können.
    • Voggel
      Voggel
      Silber
      Dabei seit: 12.09.2005 Beiträge: 2.086
      Original von Sonde2
      tut mir leid aber mit 30 nl50 stacks kann man doch net ernsthaft denken davon seinen lebensunterhalt finanzieren zu können.
      #2

      ich hab auch im hinterkopf versteckt den Traum, vom Pokern zu leben. Dafür brauche ich aber eine BR mit der ich absolut schmerzfrei spielen kann. bei SnG wären das für mich 200BI.
      Zusätzlich will ich außerhalb von dem Pokerraum min 10.000€ haben, mit denen ich überleben kann, wenn es mal ne Weile nicht läuft... und ich nix auscashen kann...
    • Forstning
      Forstning
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2007 Beiträge: 1.727
      Ich bin gerade 27 Stacks down auf stars und 19 up auf everest und bwin. Spiele NL100 und zweifle stark an mir selbst. Das führt wohl wieder dazu dass ich viel Mist spiele.

      So lange du nen solides 100+ stacks BRM fährst sollte das aber alles kein Problem sein.
    • Dorfzocker75
      Dorfzocker75
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2008 Beiträge: 1.576
      großes brm ist das eine, aber ob man mit nl50 seine ~30$/h gewinnt ist fraglich, sprich ca 4 stacks am tag ist schon einiges....
    • maz1337
      maz1337
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2008 Beiträge: 876
      ich hab 25 auf 5.913 h verloren.