Geld statt Reperaturkosten bei Unfall?

    • cobby
      cobby
      Silber
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 812
      hey,
      mir ist letzten Donnerstag jemand reingefahren und gesteht seine Schuld auch ein.
      Ich habe nun von seiner Versicherung die Versicherungsnummer bekommen und sollte nun bei einer Werkstatt einen Kostenvoranschlag in Auftrag geben und bei Einverständnis der Versicherung meinen Audi reparieren lassen.
      Nun zu meiner Frage:

      Ist es ebenfalls möglich mir das Geld für die Versicherung selbst auszahlen zu lassen? Muss ich damit einen Gutacher bestellen, oder wird mir auch der Betrag des Kostenvoranschlags ausgezahlt? Falls ich einen Gutachter benötige, kann ich diesen selbst wählen und werden mir für diesen die Kosten erstattet?
      Bekomme ich den Wert des verursachten Schadens auch vollständig ausbezahlt?

      Wer damit Erfahrungen hatte möge doch gerne posten :)
      Greetz

      edit: achja, der Unfallverursacher ist bei der Allianz versichert, falls dies etwas zur Sache tut.
  • 9 Antworten
    • ktec
      ktec
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 2.781
      Soweit ich weiß auch Kostenvoranschlag abzüglich der MWST
    • King233
      King233
      Bronze
      Dabei seit: 26.06.2006 Beiträge: 71
      ja, ist richtig so. hatte auch vor 3 jahren mal ein unfall wo mir einer reingefahren ist. gutachter hab ich selbst gewählt. hab das gutachten dann bei der versicherung eingereicht.
      die haben dann so ein schreiben geschickt, wo ich mir aussuchen konnte, ob ich es reparieren lasse oder das geld abzüglich der Mehrwertssteuer haben will.

      wenn man es repariert reicht man dann einfach die rechnung ein, wenn nicht bekommt man das geld abzüglich der mehrwertssteuer überwiesen.
    • Tran
      Tran
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 213
      Normalerweiße steht es dir frei ob du den entstandenen Schaden reparieren lässt oder nur das Geld nimmst um es evtl. selber zu reparieren. Wie du schon selber gesagt hast sollst du nun erstmal nen Kostenvoranschlag einholen. Den gibste an die Versicherung und die bezahlen dir dann das Geld.

      Falls die dir den Kostenvoranschlag net glauben oder was weiß ich werden sie schon selber nen Gutachter vorbei schicken, den du dann sicherlich nicht bezahlen musst.

      Den tatsächlich verursachten Schaden kannst du selber ja gar nicht einschätzen, von daher ist es schwer zu sagen ob due den vollen Wert dafür bekommst. Bei nem Totalschaden ist man meistens auch schlechter dran, wenn das Auto älter ist. Der Kostenvoranschlag wird aber dann komplett ausgezahlt, ohne die von der Werkstatt berechnete MWST
    • pele123
      pele123
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 56
      Ich hab auch den Betrag des Kostenvoranschlags abzgl. der Mehrwertsteuer bekommen. Die hätten sie erst gezahlt, wenn die Reparatur tatsächlich ausgeführt wurden wäre, da die dann erst anfällt. Einen Gutachter habe ich nicht gebraucht.

      Ich würde mir mehrere Kostenvoranschläge holen und den teuersten einreichen. Also am besten Vertragswerkstatt oder so. Oder du kennst jemanden, der dir nen hohen Kostenvoranschlag macht.
    • dimi11
      dimi11
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2008 Beiträge: 150
      Also ich habe nicht alles durchgelesen aber ich schreib aus eigener Erfahrung die 6 Monate her sind.

      Du kannst selbstversändlich die Kohle wählen.

      Wenn der Schaden mehr als 750€, so war die Grenze glaube ich, solltest du Gutachten erstellen wenn weniger dann kann es passieren das Sie dir die Kosten für den Gutachter verweigern weil die in keinem Verhältniss zu dem Schaden stehen.
      Also wenn der Schaden grösser ist auf jeden Fall Gutachter denn dann sind die gebunden an den Betrag.
      Bei mir war der Fall dass ich mir der Versicherung telefoniert habe und die mir sagten ich soll ein Kostenvoranschlag von ner Werkstatt machen lassen, habe ich gemacht und dennen zugeschickt. Nach 2 Wochen kriegte ich ein Schreiben wo sie mir ca 40%, MwSt schon miteingerechnet, also netto weniger geboten haben UND die Kosten für den Kostenvoranschlag wollten Sie auch nicht übernehmen. Das Ende der Geschichte war dass ich zum Rechtsanwalt gegangen bin den die auch noch bezahlen mussten + komplette Kosten die ich gefordert habe + Kostenvoranschlag.

      Generell wenn du es schriftlich hast dass der Gegner seine Schuld gesteht oder von der Polizei den Unfallbericht, solltest du direkt zum Anwalt aber beachte die Schadenshöhe!
      1. geht viel schneller
      2. der Anwalt kümmert sich um alles

      ich hatte kein Rechtschutz und musste trotzdem nix bezahlen.
    • curios01
      curios01
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2008 Beiträge: 578
      Original von pele123
      Ich würde mir mehrere Kostenvoranschläge holen und den teuersten einreichen. Also am besten Vertragswerkstatt oder so. Oder du kennst jemanden, der dir nen hohen Kostenvoranschlag macht.

      na na na ! Das ist Versicherungsbetrug.

      Du hast als Geschädigter eine Pflicht, den Schaden gering zu halten. Von mehreren Kostenvoranschlägen den teuersten einzureichen ist hart an der Grenze, wenn die Versicherung das raus bekommt, ist sie möglicherweise von der Leistung befreit.
      Einen (aus Gefälligkeit) erhöhten Kostenvoranschlag einzureichen ist jedoch eindeutig Versicherungsbetrug und somit strafbar.

      EDIT: Dir steht bei JEDEM UNVERSCHULDETEN Unfall das Recht zu, einen Anwalt zu nehmen, denn die Gegenseite zahlen muss. Würde ich immer machen, sonst zieht sich die Sache hin und die versuchen überall zu drücken.
    • bL1nDy
      bL1nDy
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2007 Beiträge: 82
      also:
      du hast wahlrecht ob reperatur (naturalrestitution) oder kohle abzüglich UMSATZSTEUER, solange kein totalschaden (wirschaftlich oder technisch, die genauen voraussetzungen, wann die vorliegen, spare ich mir, scheint ja net der fall zu sein) vorliegt --> §249 Abs.1, § 251 Abs.1 1. Mod., §251 Abs. 2 BGB

      zudem kannst du uU. noch zusätzlich den merkantilen minderwert ersetzt verlangen, §215 ABs.1 2.Mod. das geschieht aber auf abrechnung auf neuwagenbasis, deren voraussetzungen dürften bei dir nicht gegeben sein.

      gutachterkosten bekommst du ebenfalls im wege der naturalrestitution nach § 249 Abs. 2 S.1.jedoch gilt dies nur bei erforderlichkeit i.S.v. §249 Abs.2 S.1. diese fehlt bei bagatellschäden unter 1200€, weil dor laut rechtsprechung n kostenvoranschlag der werkstatt gereicht hätte.

      anwaltskosten könntest du übrigens auch ersetz verlangen
    • cobby
      cobby
      Silber
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 812
      Ok, ich danke euch schonmal für eure zahlreichen Erfahrungen und Anregungen. Ich werd nun erstmal den Scahden schätzen lassen, dann sehen wir weiter.
    • Coletrader
      Coletrader
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.164
      Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ein Gutachter die definitiv einen "besseren" Preis macht als die Vertragswerkstatt.

      Habe bei meinem Auto 2 mal den selben Schaden gehabt, einmal an der Fahrer- und einmal an der Beifahrertür.
      ´
      Kostenvoranschlag (inkl. MWSt) waren 990 € der eigene Gutachter schätzte den Schaden auf 1700 €.

      Ist auch irgendwie logisch, die Werkstatt will dir ja auch eine Dienstleistung verkaufen, die machen dir natürlich einen guten Preis... ;)

      Lass dir vorallen Dingen keinen Gutachter von der anderen Versicherung aufschwätzen, dir drücken den Preis schon ordentlich und du hast immer das Recht einen eigenen zu wählen. Dein Gutachter wird dann auch schon darauf achten, dass du mit dem Schätzwert nicht in die Regionen eines Totalschadens kommst..