Bet ohne Initiative oop

    • Dukat
      Dukat
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 252
      Mir passiert recht oft folgende Situation. Ich spiele z.b. AK aus MP oder LP. Und werde von einem Limper vor mir gecallt. Das Problem an AK is ja nur, dass man nur in ca. 30% der Fälle am Flop sein Top Pair trifft. Also ist natürlich schon fest eingeplant, soweit sich das Board dafür halbwegs eignet eine Contibet zu machen, sollte man nicht treffen. Dann kommt also der Flop und ist z.b. : Q :spade: 7 :heart: 2 :diamond:
      Also perfekt für eine Contibet. Allerdings donkt der Gegner nun hier 1/2 pot size in einen hinein. Und hier beginnt das Dilemma. Mein Gedankengang ist dann der folgende: "Der Gegner ist oof, hat preflop nur gelimpt und dann gecallt also keine Stärke gezeigt und bettet nun in mich hinein, wahrscheinlich hat er hier ein Set getroffen, ansonsten wäre es ja ziemlich dreist hier zu betten." Die Folge ist das ich nun ganz sicher nicht mehr raise, entweder calle um zu sehen wie der Gegner am Turn weiterspielt und dann c/f spiele, oder gleich folde. Wenn ich mir überlege wie oft das passiert, gerade wenn das Board nicht so gefährlich aussieht, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, dass die Gegner hier immer treffen.

      Deshlab hab ich mir gedacht, dass so eine Bet oop und ohne Initiative bei passendem Board, also nach Möglichkeit wenig Broadway Cards, durchaus +EV sein könnte. Mal ganz davon abgesehen, dass ich wenn ich oop und ohne Initative spiele, meistens ein kleines Pocket Pair halte. Natürlich kann der Gegner dann auch ein Over Pair haben, aber min. 50% der Fälle müsste er ja auch AK,AQ oder ähnliches haben. Verschenke ich hier also Value wenn ich nicht in den Gegner donke ? Oder haltet ihr es für sinnvoller zu checkraisen ? Das mache ich manchmal, wenn ich die Bet des Gegners für eine Contibet halte, aber so oft traue ich mich das nicht, da wäre der Einsatz einer Donk Bet schon geringer.
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