Der Deutsche Schachbund gegen Pokerstrategy

    • Dumbledore
      Dumbledore
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 517
      Heute auf http://www.schachbund.de:

      Der DSB nimmt Stellung zum Thema Poker


      Erklärung des Deutschen Schachbundes


      Die Schachgroßmeister Matthias Wahls und Rustem Dautov werben mit Inseraten in der Schachpresse für Poker.

      Unter der ßberschrift "Lernen Sie zu Pokern wie die Profis! Werden Sie Mitglied bei PokerStrategy.de!" wird die Behauptung aufgestellt: "Poker ist Schach mit anderen Mitteln! Wer es kennt, weiß, dass es langfristig gesehen kein Glücksspiel ist."

      Die Aussage, Poker sei langfristig gesehen kein Glücksspiel, ist falsch. Poker ist ein Glücksspiel. Unabhängig davon, ob es kurzfristig, mittelfristig oder langfristig gespielt wird.

      Selbst die Anbieter von Poker bezeichnen ihr Spiel selbst größtenteils als Glücksspiel (Gambling).

      Poker ist auch deshalb ein Glücksspiel, weil Karten gemischt werden und somit der Zufallsfaktor eine entscheidende Rolle spielt.

      Poker kann zur krankhaften Spielsucht führen und Spieler finanziell ruinieren. Nach Aussagen von Praktikern werden mittlerweile erste Pokerspieler, die in finanzielle Not geraten sind, in Versorgungseinrichtungen vorstellig.

      Es häufen sich auch die Fälle, dass sich Spieler aus Selbstschutz bei Pokeranbietern sperren lassen.

      Immer mehr Anbieter informieren von sich aus über die Gefahren des Pokerspiels.

      Der Deutsche Schachbund warnt daher vor den Gefahren des Pokerspiels. Wenn Anbieter den Eindruck erwecken, Schachspieler könnten mit Pokern leicht und viel Geld verdienen, so ist eine solche Aussage unverantwortlich. Poker ist ein Glücksspiel. Poker kann zur krankhaften Spielsucht führen. Poker kann wirtschaftlich ruinieren. Der geringe Kompetenzanteil am Spiel ändert an dieser Einschätzung nichts.


      Die Aussagen dieser Erklärung sind abgestimmt mit Herrn Prof. Dr. Gerhard Meyer und Herrn Dipl.-Psych. Tobias Hayer, Institut für Psychologie und Kognitionsforschung Uni Bremen
  • 141 Antworten
    • LuckyBlade
      LuckyBlade
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2006 Beiträge: 566
      Hmm, ich sag ma so:

      Merken die vielleicht bald selber...
    • ZarvonBar
      ZarvonBar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 33.550
      Süß.
    • Tullius
      Tullius
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2006 Beiträge: 151
      Prof. Meyer war der "Experte" im Spiegel. Allerdings ist die Werbung in der Tat etwas reißerisch und aus den verschiedenen Interviews kann tatsächlich leicht der Eindruck entstehen, dass man mit Pokern schnell und leicht Geld verdienen kann, wenn man nur "strategisch" spielt. Der Aspekt des Gambling wird dabei verharmlost.

      ßbrigens will ich hier mal SSH (S. 19) zitieren:

      "Poker isn`t gambling. ... it usually really means `In the long run , everyone expects to receive the same distribution of good and bad hands. Being lucky does not make you a long-term winner; playing better than your opponents does. ...

      You are better off not abbreviating, because the second statment is true, while the first not. Poker is gambling.

      In fact, while it seem like a harmless cliche, denying that poker is gambling can cause you to make systematic errors."
    • innoko
      innoko
      Black
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 1.527
      ich glaube PS.de zieht zuviele Schachspieler ab. Kein Wunder bei so einer Crapbezahlung
    • zacman
      zacman
      Global
      Dabei seit: 15.05.2005 Beiträge: 816
      "Pokerstrategy.de Spieler haben keine Angst vor Fritz." :D
    • martl1860
      martl1860
      Bronze
      Dabei seit: 16.05.2006 Beiträge: 227
      Original von zacman
      "Pokerstrategy.de Spieler haben keine Angst vor Fritz." :D
      Vielleicht nicht vor Fritz...aber die Angst ist da.
    • JSFan
      JSFan
      Black
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 1.438
      [quote]Original von Dumbledore
      Heute auf http://www.schachbund.de:

      [I]Der DSB nimmt Stellung zum Thema Poker


      Erklärung des Deutschen Schachbundes


      Die Schachgroßmeister Matthias Wahls und Rustem Dautov werben mit Inseraten in der Schachpresse für Poker.

      Unter der ßberschrift "Lernen Sie zu Pokern wie die Profis! Werden Sie Mitglied bei PokerStrategy.de!" wird die Behauptung aufgestellt: "Poker ist Schach mit anderen Mitteln! Wer es kennt, weiß, dass es langfristig gesehen kein Glücksspiel ist."

      Die Aussage, Poker sei langfristig gesehen kein Glücksspiel, ist falsch. Poker ist ein Glücksspiel. Unabhängig davon, ob es kurzfristig, mittelfristig oder langfristig gespielt wird.

      Selbst die Anbieter von Poker bezeichnen ihr Spiel selbst größtenteils als Glücksspiel (Gambling).

      Poker ist auch deshalb ein Glücksspiel, weil Karten gemischt werden und somit der Zufallsfaktor eine entscheidende Rolle spielt.

      Poker kann zur krankhaften Spielsucht führen und Spieler finanziell ruinieren. Nach Aussagen von Praktikern werden mittlerweile erste Pokerspieler, die in finanzielle Not geraten sind, in Versorgungseinrichtungen vorstellig. ...



      Man sollte Schach hier nicht verharmlosen, die Gefahr der Spielsucht und Verarmung ist dabei erheblich größer als beim Poker. Ansonsten sollten die Fuzzies vom Schachbund sich besser aus Dingen heraushalten, von denen sie nichts verstehen.
    • Acemaster
      Acemaster
      Einsteiger
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 74
      Original von JSFan

      Man sollte Schach hier nicht verharmlosen, die Gefahr der Spielsucht und Verarmung ist dabei erheblich größer als beim Poker.
      Na dass ist ja mal ne Ansage .... Kannst Du auch bitte irgendwelche Quellen dazuschreiben wieso die Gefahr der Verarmung durch Schachspielen erheblich größer ist ???
    • fLuppster
      fLuppster
      Global
      Dabei seit: 06.07.2006 Beiträge: 543
      "Der geringe Kompetenzanteil am Spiel ändert an dieser Einschätzung nichts."

      So ein Blödsinn ...
    • JSFan
      JSFan
      Black
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 1.438
      Original von Acemaster
      Original von JSFan

      Man sollte Schach hier nicht verharmlosen, die Gefahr der Spielsucht und Verarmung ist dabei erheblich größer als beim Poker.
      Na dass ist ja mal ne Ansage .... Kannst Du auch bitte irgendwelche Quellen dazuschreiben wieso die Gefahr der Verarmung durch Schachspielen erheblich größer ist ???

      sind Erfahrungswerte von mir, kenne viele Internationale Meister persönlich recht gut
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Schach ist doch auch gambling, immerhin ist die wahrscheinlichkeit, dass ich gegen einen Großmeister gewinne >0 weil ich immer zufällig den perfekten Zug machen könnte :D

      Ausserdem ist Schach rigged und collusion gibts überall, wie kann ein Großmeister ein einzügiges Matt übersehen (vs Fritz), are you kidding? ;)
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
    • ThDolezal
      ThDolezal
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2006 Beiträge: 674
      Der Artikel hat in Ansätzen recht. Es wird allgemein über Poker geredet und sowas wie Five Card Draw ist 'n Glückspiel. Bezieht man hingegen die Aussagen auf Texas Hold'em und langfristige Sicht, dann ist das ziemlicher Murks.
      Toll sind auch die Behauptungen, die abgestimmt wurden, denen aber jegliche Quellenangaben fehlen. Das ist schlichtweg unprofessionell.

      Im übrigen finde ich folgenden Satz sehr schön:
      Nach Aussagen von Praktikern werden mittlerweile erste Pokerspieler, die in finanzielle Not geraten sind, in Versorgungseinrichtungen vorstellig.

      Klingt so als wenn sich 'n paar erfolglose "Pokerprofis" bei 'ner Baumarktkette um 'nen Job als Kassierer oder Verkäufer beworben haben. :D
    • JimColonia
      JimColonia
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 8.134
      der artikel fasst die problematik hervorragend zusammen!
      100%ige zustimmung!

      Es lebe PartyChess.com =)
    • HillBilly
      HillBilly
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2005 Beiträge: 6.354
      Wahrscheinlich sind die beiden die es geschrieben haben Losing Player auf den Micro Limits und sind selbst Spielsüchtig und in finanzielle Not geraten. :D
    • Acemaster
      Acemaster
      Einsteiger
      Dabei seit: 29.09.2006 Beiträge: 74
      Original von FjodorM
      Mhh ist Deine Chance bei einem $50 Turnier so viel größer itm zu kommen ???
      Ich denke beim Schach ist es genauso ( gebe aber zu dass ich das nicht genau weiss ) Es gibt ein paar Leute die werden da sicherlich auch Ihr Geld machen und eine größere Anzahl bleibt auf der Strecke ( geldtechnisch)
      Beim Golf zB gibt es auch genug die rumkrebsen und zu sehen müssen dass Sie Ihre Preisgelder zusammenbekommen um weiterzu machen und ein paar wenige schaffen es einfach davon gut leben zu können ( aber auch hier durch Werbung etc ).
      Selbst beim Pokern verdienen viele nicht durch das Spiel an sich sondern durch andere Massnahmen wie Bücher Werbung Internetauftritte etc und/oder lassen sich Sponsorn für irgendwelche Turniere...
      Wieso sollten Sie das alles machen wenn Sie doch so einen großen Vorteil haben und durch ein zwei Turniere ein vielfaches "verdienen" können ??

      Es kommt immer darauf an WIE man etwas macht... Und auf ein System wie zB ich verdienen mein Geld REIN durch spielen an den OnlineTischen, glaube ich ist nicht ganz so der wahre Jakob...

      Natürlich wird es hier eine handvoll Leute geben die seit einem oder eineinhalb Jahre gute Gewinne durch Poker gemacht haben und auch davon leben oder gelebt haben, aber wir reden ja von einem Einkommen das sich über Jahrzente erstrecken muss.

      Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen, denn ich lerne gerne dazu, aber Herr Kofert z.B. hat im Frühjahr 2005 noch 1/2 gespielt , das ist noch keine lange Zeit bis heute, vielleicht spielt hier ja auch schon jemand viel länger und kann hierzu mal was sagen wie die Schwankungen so sind in einem Zeitraum 5-10 Jahre...

      Weil dann kann man sagen in einem langem Zeitraum ist es möglich sich ALLEINE und nur durch SPIELEN an den Tischen ernähren....

      Ich bin kein Gegner von Poker oder sonst irgendetwas, ich spiele leidenschaftlich Poker und auch viel wenn ich Lust dazu habe, aber ICH sehe das als gelungene Abwechslung zu einem anstrengenden Tag mehr aber auch nicht...Und nein ich cashe nicht dauernd ein ich habe mit selbsteingelegten 100$ angefangen und stehe atm bei 1200 in 7 Monaten ( aber darauf kommt es net an , wenn ich "pleite" wäre würde ich bestimmt wieder mit 100 anfangen wieso nicht .... )


      (Sollte ich irgendwo gegen die Regeln verstossen habe dann bitte editieren.. war nicht meine Absicht)
    • QuapeS
      QuapeS
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 367
      Original von Acemaster
      Original von FjodorM
      Mhh ist Deine Chance bei einem $50 Turnier so viel größer itm zu kommen ???
      Ich denke beim Schach ist es genauso ( gebe aber zu dass ich das nicht genau weiss ) Es gibt ein paar Leute die werden da sicherlich auch Ihr Geld machen und eine größere Anzahl bleibt auf der Strecke ( geldtechnisch)
      Beim Golf zB gibt es auch genug die rumkrebsen und zu sehen müssen dass Sie Ihre Preisgelder zusammenbekommen um weiterzu machen und ein paar wenige schaffen es einfach davon gut leben zu können ( aber auch hier durch Werbung etc ).
      Selbst beim Pokern verdienen viele nicht durch das Spiel an sich sondern durch andere Massnahmen wie Bücher Werbung Internetauftritte etc und/oder lassen sich Sponsorn für irgendwelche Turniere...
      Wieso sollten Sie das alles machen wenn Sie doch so einen großen Vorteil haben und durch ein zwei Turniere ein vielfaches "verdienen" können ??

      Es kommt immer darauf an WIE man etwas macht... Und auf ein System wie zB ich verdienen mein Geld REIN durch spielen an den OnlineTischen, glaube ich ist nicht ganz so der wahre Jakob...

      Natürlich wird es hier eine handvoll Leute geben die seit einem oder eineinhalb Jahre gute Gewinne durch Poker gemacht haben und auch davon leben oder gelebt haben, aber wir reden ja von einem Einkommen das sich über Jahrzente erstrecken muss.

      Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen, denn ich lerne gerne dazu, aber Herr Kofert z.B. hat im Frühjahr 2005 noch 1/2 gespielt , das ist noch keine lange Zeit bis heute, vielleicht spielt hier ja auch schon jemand viel länger und kann hierzu mal was sagen wie die Schwankungen so sind in einem Zeitraum 5-10 Jahre...

      Weil dann kann man sagen in einem langem Zeitraum ist es möglich sich ALLEINE und nur durch SPIELEN an den Tischen ernähren....

      Ich bin kein Gegner von Poker oder sonst irgendetwas, ich spiele leidenschaftlich Poker und auch viel wenn ich Lust dazu habe, aber ICH sehe das als gelungene Abwechslung zu einem anstrengenden Tag mehr aber auch nicht...Und nein ich cashe nicht dauernd ein ich habe mit selbsteingelegten 100$ angefangen und stehe atm bei 1200 in 7 Monaten ( aber darauf kommt es net an , wenn ich "pleite" wäre würde ich bestimmt wieder mit 100 anfangen wieso nicht .... )


      (Sollte ich irgendwo gegen die Regeln verstossen habe dann bitte editieren.. war nicht meine Absicht)

      echt guter post.
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Sagen wir es so: Als totaler Noob hat mans beim Poker auch schwer bei einem $50 Turnier ITM zu kommen. Die meisten Teilnehmer haben aber eine realistische Chance. Beim Schachturnier gehöre ich normalerweise laut Setzliste zum oberen Viertel bis Drittel und habe trotzdem praktisch 0 Chance auf einen der Hauptpreise. Die Varianz ist halt klein. Außerdem ist die Zeit, die man beim Pokern investieren muß um Winning Player zu werden, um ein vielfaches kürzer.

      Außerdem ist es inzwischen selbst für sehr starke Spieler schwer, vom Schach allein vernünftig zu leben. Insofern sieht der Schachbund wohl (zurecht) eine Gefahr des Abwanderns vieler starker Spieler zum Pokern und damit eine weitere Schwächung der internationalen Konkurrenzfähigkeit des deutschen Spitzenschachs. Insofern kann ich die Haltung des Schachbunds verstehen, und die Argumente zielen auf Leute, die sich noch nicht ernsthaft mit Pokern beschäftigt haben, und haben für diese auch eine gewisse Gültigkeit. Für einen erfahrenen Pokerspieler mit guter Selbstkontrolle klingen sie natürlich lächerlich.

      Ich bin kein Gegner von Poker oder sonst irgendetwas, ich spiele leidenschaftlich Poker und auch viel wenn ich Lust dazu habe, aber ICH sehe das als gelungene Abwechslung zu einem anstrengenden Tag mehr aber auch nicht...Und nein ich cashe nicht dauernd ein ich habe mit selbsteingelegten 100$ angefangen und stehe atm bei 1200 in 7 Monaten ( aber darauf kommt es net an , wenn ich "pleite" wäre würde ich bestimmt wieder mit 100 anfangen wieso nicht .... )
      Genauso sehe ich das auch, ich habe mir damals von ps.de nicht das Geld überweisen lassen, weil ich Profi werden wollte, sondern weil mich Pokern gereizt hat und auf den Playmoney-Tischen nicht ernsthaft gespielt wurde. Inzwischen bin ich bei $1500 erspielten Gewinnen in 10 Monaten und sehe das als angenehmen Nebeneffekt, so daß ich mir gelegentlich mal was gönnen kann, was als Student sonst nicht drin wäre.
    • Schmette
      Schmette
      Gold
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 5.252
      Das es A: süchtig macht glaube ich auch
      B: Spielr finanziel ruinieren kann auch!
      C: reines Gambling glaube ich definitiv nicht.