Downswing ein Problem?

    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Swings sind eine Gesetzmäßigkeit! Wer gleichviel Glück wie Pech hat, wird die Swings überleben und beim Spielen mit positiver Gewinnerwartung auch ein Gewinner sein.

      Warum gewinnen die meisten Spieler zu Beginn und verlieren erst nach längerem Spiel in einem Downswing fast alles? Es gibt viele kleine Swings und wenig große!

      So trifft man in der Regel vorerst nur auf die kleinen Swings und ist mit seiner positiven Gewinnerwartung auch im Plus. Aber je länger man spielt, umso wahrscheinlicher trifft man auch auf einen großen Downswing!

      Hier die Swings als Ziffern. Jede einzelne Ziffer stellt einen Swing dar. Je größer die Ziffer, umso größer der Swing.
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      usw.


      Als Trost: Für jeden großen Downswing gibt es auch einen großen Upswing!
  • 7 Antworten
    • Cyclonus
      Cyclonus
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.414
      Das ist irgendwie klar, von daher seh ich wenig Sinn in dem Post.
    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Gut für dich, wenn dir das klar ist.
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Der große Fehler hier ist aber dass du die Swings sortiert hast.

      Sie treten aber in rein zufälliger Reihenfolge auf.
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Warum gewinnen die meisten Spieler zu Beginn und verlieren erst nach längerem Spiel in einem Downswing fast alles?


      Das halte ich für so nicht richtig! Genauso wie die Karten zufällig kommen, kommen auch ihre swings. Diese Behauptung lässt sich nicht auf swings zurückführen sondern evtl auf Limitwechsel, Müdigkeit, tilt etc.
    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Original von Korn
      Der große Fehler hier ist aber dass du die Swings sortiert hast.
      Sie treten aber in rein zufälliger Reihenfolge auf.
      Das ist natürlich richtig. Ich wollte damit nur zeigen, dass ein großer Swing meist erst nach längerm Spiel kommen wird. Das ist wie beim Roulette, da kommt z.B. eine Serie von 15 "schwarzen Würfen" ja auch nicht täglich an jedem Tisch vor. Aber soche Serien kommen!

      Original von Denz
      Warum gewinnen die meisten Spieler zu Beginn und verlieren erst nach längerem Spiel in einem Downswing fast alles?

      Das halte ich für so nicht richtig! Genauso wie die Karten zufällig kommen, kommen auch ihre swings. Diese Behauptung lässt sich nicht auf swings zurückführen sondern evtl auf Limitwechsel, Müdigkeit, tilt etc.
      Dass die Swings nicht sortiert kommen ist klar, ebenso können Verluste auch andere Ursachen haben. Aber auf die großen Swings trifft man üblicherweise erst nach einer größeren Anzahl von Spielen. Ist es ein Downswing, gibt es meist Erstaunen warum man auf einmal -bei gleichem Spiel- nur noch verliert.
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Vienna, Riesenlob für die Idee und Ausführung des Threads!

      Du hast hoffentlich nichts gegen folgende Verschiebung, denn das betrifft kein aktuelles Problem, sondern eben Selbstmanagement.

      Verschoben Sorgenhotline ---> Selbstmanagement

      Einige Spieler aus dieser Community sind an diesem Problem gescheitert. Es kann niemandem schaden, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, da jeder Pokerspieler früher oder später davon "heimgesucht" wird.

      @ topic

      Warum kann einen der erste große Downswing die Bankroll kosten?

      Der finanzielle Ruin passiert in der Regel durch Selbstüberschätzung oder Verunsicherung.

      Selbstüberschätzung
      Der Spieler rechnet nicht mit solchen Verlusten, meistens geht es um den nicht gekannten Zeitraum, den der Verlust andauert. Die Arroganz, das Limit "eigentlich" schlagen zu können, raubt jede Objektivität für die Situation und baut Druck auf.

      Verunsicherung
      Fragen wie "Was passiert hier denn?" können einen ordentlich aus der Bahn werfen. Wenn Gedanken aufkommen, die mit Aussendarstellung zu tun haben, wird es oft ganz schlimm. Zum Beispiel öffentlich einen Limitabstieg eingestehen zu müssen belastet einige Spieler stark und führt schon im Vorfeld zu irrationalen Risiko-Entscheidungen.

      Wer sicher weiß, daß es einen schlimmeren Downswing geben wird als bisher erlebt, hat einen klaren Vorteil.
      Der Spieler ist einfach vorbereitet. Er ist weder so stark verunsichert, noch erkennt er die Situation nicht oder zu spät.

      Dieses Gedankenmodell ist defensiver Natur und entspricht dem eines erfolgreichen Fondmanagers.

      Andersrum wird es genau so wichtig. Diesen Punkt unterschätzt meiner Erfahrung nach fast jeder Pokerspieler (musste ich selbst auch erleben).

      Ein heftiger Upswing raubt die Selbstkritikfähigkeit.
      Wir kennen es (fast) alle:
      Man macht, was man will und gewinnt einen Pot nach dem anderen. ßber Tage, Wochen, manche über Monate.
      Das Konto wächst, die Träume werden größer, aber auf die Idee, das eigene Spiel in einer solchen Phase in Frage zu stellen, kommt kaum jemand.
      Das Ende eines solchen Upswings ist für recht unerfahrene Spieler eine Riesengefahr.
      Die Selbstkritikfähigkeit ist nahe dem Nullpunkt, man hat sich ans Geldverdienen gewöhnt und plötzlich dreht es sich um.
      Man ist in diesem Moment in der Bankroll angreifbar wie sonst selten.

      Es beginnt oft mit "rechnen in Bankrollhöchstständen".
      Zum Beispiel hat Spieler X in einem 3 Wochen dauernden Mega-upswing das Limit 0,5/1 und 1/2 geschlagen und die Bankroll für 2/4 zusammen. Nach ein paar Tagen dort läuft nichts mehr. Wenn die ersten 300 Dollar weg sind, kommen Gedanken wie " Boah, vor drei hatte ich noch 300$ mehr". Das ist ein erster künstlicher Druck, der objektiv gesehen nicht nötig wäre.
      Spieler X hat den Upswing nicht gewürdigt, sondern sich schnell an diese "Normalität" gewöhnt.
      Der Rest der Geschichte ist eine Frage des Selbstmanagements.
      Wer drauf vorbereitet ist, den Upswing als etwas nicht Normales genossen hat, der kann sich in einer solchen Situation wacher als andere zurechtfinden.

      Meiner Erfahrung nach besteht das größte Problem bei der Umsetzung.
      Theoretisch ist es vielen Spielern klar, was dort passiert.
      Wer das erste Mal selbst mit solch einer Extremsituation konfrontiert wird, verhält sich oft trotzdem irrational.
      Diese Erfahrungen können einem Pokerspieler nicht erspart werden. Es zu leben halte ich für den wichtigsten Aspekt in dem Lernprozeß bis zu einem professionellen Umgang mit Downswings.
    • oblom
      oblom
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2005 Beiträge: 1.733
      Es gibt da einen alten Börsianer-Spruch:

      "Your worst drawdown is yet to come."

      In dem Sinne:

      Your worst downswing is yet to come...