Wieso, wieso.....?

    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Ich hab in den letzten 2500 Händen gut 15 Stacks verloren.
      Im Prinzip also ein Tag, wo ich mein Bankroll für das Limit komplett geschrotet habe und wieder absteigen muss.
      Bei vielleicht 5 Stacks würde ich sagen, okay, nicht optimal gespielt.
      Ansonsten mit JEDEM Overpair in ein Set oder Flush gelaufen, JEDEN Flip verloren.
      Meistens, wenn ich Asse hielt foldeten sie, wenn nicht, bekamen sie die Monster.
      In reraist Pötten mit dem größten Schrott gecallt und mich hintenraus gefickt. JEDES MAL.

      Seit Monaten in nahezu 100% der Fälle kommt das Ass, wenn ich Könige hab.
      Wenn ich eine Straße habe, kommt im Großteil der Fälle eine der Karten, die ich halte. Wie oft ich seit Monaten mit meinen Straßen hintenraus splitte, geht echt nicht mehr.

      Bei mir ist es jetzt schon wieder so, dass ich wieder von NL100 absteigen muss, wo ich dachte, endlich mich auf diesem Limit etabliert zu haben.

      Wenn ultrakurzfristige Erscheinungen einen so beuteln können, wie kann man da noch von Strategiespiel reden?

      Ich spiel jetzt seit ungefähr 5 Jahren. Ich hatte noch nie einen wirklich langen durchgehenden Upswing. Kurze Phasen, aber jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt starte ich durch, gings innerhalb von wenigen Tagen Wochen durch Setups, die wie choreographiert wirken wieder rasend schnell abwärts.
      Ich meine, ich hab hintereinander heute mit meinen Assen 6 Stacks verloren, meistens gings preflop rein oder in Reraist Pötten am Flop.
      Wenn jemand sich die Hände aussuchen würde, um einen zur Weißglut zu bringen, würde er meine Hände nehmen.
      Und das zieht sich durch alle Seiten, Pokerstars und Partypoker.
      Gestern gings rauf, dann plötzlich von einer Hand zur anderen doomswitch, nichts mehr ging. Jede Hand, wo mehr in den Pot ging wurde verloren.


      Einen Suckout kassiert zu bekommen, ist ja okay, aber wenn das immer in Reihe passiert, du in JEDER größeren Hand immer davon ausgehen kannst, dass du am Arsch bist, wie soll man da auch vernünftig spielen.
      Man richtet seine reads ja auch danach aus, wie Gegner spielen.
      Ich muss halt davon ausgehen, dass ich immer verliere und andere immer die Nuts halten.

      Langsam habe ich auf das Spiel keine Lust mehr....
  • 6 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Wenn Du Hilfe benötigst, wird Dir hier nach bestem Wissen und Gewissen geholfen. Sei so gut und schau Dir dazu die Postingguideline für die Sorgenhotline an. Uns fehlen einfach Informationen, um Dir wirklich weiterhelfen zu können. Wenn Du jedoch einfach nur ein wenig Frust ablassen wolltest, verschiebe ich den Thread auch gern ins Forum "Frustabbau".

      Unabhängig davon ob nun SH oder Frustabbau, möchte ich aber gern auf Deine folgende Frage eingehen:

      Original von diego666
      Wenn ultrakurzfristige Erscheinungen einen so beuteln können, wie kann man da noch von Strategiespiel reden?
      Trotz der Tatsache, dass Du schon so lange dabei bist, machst Du einen der klassischen Anfängerfehler und schaust Dir das Spiel viel zu kurzfristig an. Skill, der entscheidende Faktor im Unterschied zu reinen Glücksspielen, setzt sich nicht auf 100, 1000 oder 10k Händen durch. Da muss mindestens eine höhere 6-stellige Anzahl von Händen gespielt sein, um etwas über den eigenen Skill aussagen zu können. liafu und nani74, zwei unserer Black Member (von denen gehe ich doch einfach mal aus, dass sie Winning Player sind ;) ) haben jeweils schon Graphen gezeigt, wo sie über mehr als 100k Hände BE oder gar down sind.

      Ganz wichtige Erkenntnis für jeden Pokerspieler sollte daher sein, dass solche Extreme, wie Du sie gerade erlebt hast, einfach vorkommen - in beide Richtungen! Damit sollte man leben können oder Poker alternativ bleiben lassen.
    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Original von michimanni
      Wenn Du Hilfe benötigst, wird Dir hier nach bestem Wissen und Gewissen geholfen. Sei so gut und schau Dir dazu die Postingguideline für die Sorgenhotline an. Uns fehlen einfach Informationen, um Dir wirklich weiterhelfen zu können. Wenn Du jedoch einfach nur ein wenig Frust ablassen wolltest, verschiebe ich den Thread auch gern ins Forum "Frustabbau".

      Unabhängig davon ob nun SH oder Frustabbau, möchte ich aber gern auf Deine folgende Frage eingehen:

      Original von diego666
      Wenn ultrakurzfristige Erscheinungen einen so beuteln können, wie kann man da noch von Strategiespiel reden?
      Trotz der Tatsache, dass Du schon so lange dabei bist, machst Du einen der klassischen Anfängerfehler und schaust Dir das Spiel viel zu kurzfristig an. Skill, der entscheidende Faktor im Unterschied zu reinen Glücksspielen, setzt sich nicht auf 100, 1000 oder 10k Händen durch. Da muss mindestens eine höhere 6-stellige Anzahl von Händen gespielt sein, um etwas über den eigenen Skill aussagen zu können. liafu und nani74, zwei unserer Black Member (von denen gehe ich doch einfach mal aus, dass sie Winning Player sind ;) ) haben jeweils schon Graphen gezeigt, wo sie über mehr als 100k Hände BE oder gar down sind.

      Ganz wichtige Erkenntnis für jeden Pokerspieler sollte daher sein, dass solche Extreme, wie Du sie gerade erlebt hast, einfach vorkommen - in beide Richtungen! Damit sollte man leben können oder Poker alternativ bleiben lassen.


      Ich weiß es ja selbst, dass kurzfristig alles passieren kann, aber leider passiert es kurzfristig nicht, dass ich mal einen Megaupswing habe und vielleicht auch mal ein Limit quasi überspringe.

      Nachdem ich mich auf NL100 ein wenig eingelebt habe, finde ich es gar nicht so schwer zu schlagen. Ich hab Leaks, dass ist mir bewusst, an denen ich auch arbeite, aber es würde auf jeden Fall reichen, wenn es doch einmal so in die positive Richtung gehen würde, wie es in jetzt mal wieder in die negative Richtung ging.
      Die Downs sind so krass, dass es auch schwer wird, wirklich vernünfitg zu spielen. Mal vom klassischen Tilt abgesehen, und das ist die vielleicht spannenste Frage, wie kann ich unterscheiden, ob die andauernden Raises und Reraises daraus resultieren, dass ich mal wieder Seriensuckouts kassiere oder rumgeschubst werde.
      Irgendwann muss man doch mal zurückspielen.
      Wenn ich alleine sehe, was die letzten Tage mit den Shortyfischen so loswar. Du raist, sie pushen mit A2, Q6, 22, whatever, klar gewinnen sie auch mal gegen TT+ oder AK aber nicht fast ausschließlich.
      Und mal wirklich in ein Limit zu kommen, wo man einen guten Nebenverdienst (oder vielleicht sogar Hauptverdienst) hat, wird doch nur möglich, wenn man kurzfristig nicht immer wieder nach unten gedrückt wird und quasi nie in die andere Richtung wandert.

      Ghostmaster hat mal geschrieben, dass man sich vom Geld unabhängig machen soll, womit er im Prinzip ja Recht hat. Allerdings wird einem das Geld immer dann wieder ins Bewusstsein geholt, wenn es ausgeht.

      Du kannst es ruhig auch ins Frustforum verschieben.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Möglicherweise gehörst Du ja tatsächlich zu den chronischen Pechvögeln, diego666, das mag ich mit den Infos, die ich habe, nicht beurteilen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber beurteilen, dass es manchmal Grenzen gibt, die man nur mit erheblichem Mehreinsatz überschreiten kann. Bei mir war das der Fall, als ich merkte, dass ich FL SH 5/10 nicht nachhaltig schlagen konnte. 2/4 und 3/6 war ich Winning Player, aber für 5/10 fehlte mir schlicht die Klasse. Diese hätte ich nur mit erheblich mehr Aufwand (zeitlichen Aufwand & Einsatz) erwerben können und dazu war und bin ich nicht bereit. Vielleicht stellst Du Dir mal die Frage, ob Du wirklich NL100 auf eine große Anzahl von Händen mit einer entsprechenden Winrate schlägst oder ob Du nicht doch einem Irrtum aufgesessen bist.
    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Ich glaube, es kommt einiges zusammen, dass ich immer wieder so zurückgeworfen werde.

      Ich unterschätzte wahrscheinlich immer noch die Varianz, und das wird dadurch verschlimmert, dass sich sich bei mir, wie gesagt, immer in konzentierter Form zeigt und in Scheißmomenten. Ich hab nicht mal hier und da mal einen Suckout, sondern meistens eine ganze Reihe davon. Es geht entweder (viel zu kurz) bergauf oder hält sich die Vage und dann kommt eine lange Phase, wo nichts geht.
      Und da in diesen Phasen Ruhe zu bewahren, bzw. Aggression aus dem Gameflow heraus von wirklicher Stärke zu unterscheiden, dass ist etwas, was nicht so einfach ist.
      Wenn ich das xte mal hintereinander ausgesuckt werde oder geraist werde, gebe ich meinen Gegnern einfach nicht mehr den Respekt, den sie verdient hätten und gehe lighter broke, obwohl die Gegner immer noch genauso spielen und nur eine längere (gefühlt) Periode einfach tight ihre starken Hände spielen.

      Das zweite ist, die Selbstorganisation und den Punkt zu erkennen, wo ich aufhören muss.
      Oft gewinne ich einige Stacks und verpasse diesen Moment, der mich wieder einiges kostet, weil mir etwas der Fokus fehlt und mich, wenns dann noch mit Badbeats zusammenfällt, dann gar richtig auf Tilt bringt.

      Ich bin wahrlich keine Luckbox. Aber vielleicht heule ich auch zuviel rum.
      Ich hab jetzt innerhalb des letzten Posts bis jetzt auf NL50 und teils (mit aggressiverem BRM) auf guten Tischen NL100 einiges von dem Kram wieder zurückgewonnen, der mir in zwei Tagen abhanden gekommen ist.
      Ich bin mir sicher, dass ich NL100 schlagen kann. Und NL50 ist eh Kindergarten.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von diego666
      Wenn ich das xte mal hintereinander ausgesuckt werde oder geraist werde, gebe ich meinen Gegnern einfach nicht mehr den Respekt, den sie verdient hätten und gehe lighter broke, obwohl die Gegner immer noch genauso spielen und nur eine längere (gefühlt) Periode einfach tight ihre starken Hände spielen.
      Das ist doch ein ganz konkreter Ansatzpunkt für Dein Spiel! Arbeite an dem Leak, das wird sich mit Sicherheit positiv auf Deine Winrate auswirken. Vorschlag: Wenn Du dazu tendierst, lighter broke zu gehen, schließe alle Tische bis auf den, wo Du den Beat erfahren musstest. Anschließend überdenkst Du wirklich JEDEN Move, bevor Du ihn ausführst. Abschließend kommt die Session-Analyse.

      So wird eine normale Session zwar zu einer Lern-Session, diese kann Dir aber a) möglicherweise diverse Stacks retten und b) lernst Du etwas im Umgang mit Tilt.


      Das zweite ist, die Selbstorganisation und den Punkt zu erkennen, wo ich aufhören muss.
      Oft gewinne ich einige Stacks und verpasse diesen Moment, der mich wieder einiges kostet, weil mir etwas der Fokus fehlt und mich, wenns dann noch mit Badbeats zusammenfällt, dann gar richtig auf Tilt bringt.
      Auch ein guter Aspekt an dem Du arbeiten kannst. Finde die richtigen Spots um aufzuhören! Ich höre z.B. auf, wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann, weil schlechtes Spiel dann bei mir vorprogrammiert ist.


      Ich bin mir sicher, dass ich NL100 schlagen kann.
      Ich war mir auch sicher, dass ich 5/10 schlagen kann. Konnte ich aber nicht und ich hatte dementsprechend nie einen Graphen, der bewiesen hätte, dass ich 5/10 schlug. Hast Du einen Graphen mit 6-stelliger Handanzahl, der Deine Vermutung belegt?
    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Ja gute Tipps, eigentlich selbstverständlich, aber man muss sich auch erstmal daran halten.

      Ne Graphen habe ich nicht.
      Ich hab erst eine 5stellige Anzahl Hände und die ersten (logischerweise) geben auch durch die reine Eingwöhnungsphase und Downswings in genau den Momenten, wo ich aufstieg, nicht das wieder, was jetzt aktuell ist.

      Aber man merkt doch, ob man ein Limit schlagen kann. Zumindestens nach einer gewissen Zeit. Am Anfang war ich mir nicht so sicher, aber wenn ich konzentriert gespielt habe, waren meine Entscheidungen im Gro richtig,
      Nicht immer und manchmal auch richtig schlecht (gibts ja hier in den Handbewertungsforen ein paar Beispiele), klar, aber wer spielt schon fehlerfrei.