Equity-Verlust durch Playability

    • Saturas
      Saturas
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 57
      Inspiriert durch ein Statement von Korn in Thread http://www.pokerstrategy.org.uk/wbb/thread.php?threadid=60711, welche Situationen man weiterspielen darf wenn man Q5o haelt und HU die Contibet geraiset wird, hatte ich mir Gedanken zum Equityverlust durch Playability gemacht.

      Annahme: Hole Cards: Q5o, Gegner LAG oder sogar Maniac, auf alle Faelle sehr aggro Flop/Turn. Auf ne Contibet kriegt man in der Regel einen Raise.

      Pokerstove EQ von Q5o vs. Random: 50,1%

      Original von Korn
      Weitergespielt werden nur:

      - gute made hands
      - marginale made hands
      - ganz ganz selten A high
      - hybrid Hands (A high mit gutshot und son Zeugs)
      P(Toppair) = 0,17
      P(Toppair ohne Overcards A,K) = 0,12
      P(Pair mir der 5) = 0,17
      geschaetzt P(gefloppte Straights/OESD/Flushdraw und so Zeug) = 0,02

      Das bedeutet mit anderen Worten, man darf 36% der Haende weiterspielen (von diesen 36% sind auch gerade mal vielleicht etwas mehr als 12% gute Made Hands). Von diesen 36% werde ich auch nicht jeden Showdown gewinnen, vielleicht gewinnt man 70-80% der Showdowns, aber ich "vermauschel" das mal damit, dass der Gegner Trash-Hands auf ne Contibet vielleicht auch mal folden kann.

      Ich habe also unter Beruecksichtigung des Postflop-Plays (Contibet, aggro Gegner, tighte Spielweise von Hero) mit Q5o eine Equity von ca. 36%.

      Der Punkt, den ich hier gerne diskutieren wuerde, ist:

      Gehen mir durch die schlechte Playability von Q5o unter o.g. Bedingungen rund 15% der Equity verloren?
      Falls nein, wo liegt mein Denkfehler?
      Falls ja, kann man diesen Equity-Verlust vermeiden?
      Falls man ihn nicht vermeiden kann, ist Q5o (mal stellvertretend) ueberhaupt profitabel zu spielen gegen aggro Gegner?
  • 4 Antworten
    • Logaras
      Logaras
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 531
      du schreibst es nicht explizit hin aber implizit gehst du davon aus, dass dein gegner deinen pfr IMMER callt oder? ist das realistisch?
    • Saturas
      Saturas
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 57
      Stimmt, das sollte ich noch explizit hinschreiben, also es ist ein LAG oder sogar Maniac, der bis auf Ausnahmen, die ich ja noch mit den Showdown-Losses vermauschel, nicht foldet.
      Er callet Preflop und raised die Contibet, oder 3bettet Preflop und macht selber Contibet, was letztendlich sowohl vom Geld her als auch von der Situation, dass man nun mit einer Bet des Gegners konfrontiert ist, aufs gleiche rauskommt.
    • Logaras
      Logaras
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 531
      hmm mein intuition wäre wenn ich so einen guten read auf den gegner hab mit händen wie Q5o gar keinen streit anzufangen.

      problemvermeidung ist natürlich keine problemlösung aber es scheint mir hier die günstigere alternative.
    • Fenris
      Fenris
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 4.079
      Finde es auch schwer, trash hande, die man aber sb vs bb pre flop raised gegen sehr agro gegner zu spielen. Ich folde aber konsequent, wenn ich nichts treffe. Was ich für sehr wichtig halte ist, dass man die linie herausfindet, mit der man mit einer made hand max value aus dem gegner holt. Viele aggros folden ja ihren trash, wenn man ihnen am flop die 3bet gibt. Das wollen wir dann natürlich nicht. Also genau den gegner beobachten, damit man dann sein geld wiederbekommt!!