Bis zu welchem Limit kommt man ohne Pure-Bluffs aus?

    • Shironimo
      Shironimo
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 3.158
      Meine Bluffs bestehen eigentlich nur aus Contibets, hier und da mal ein Semibluff und manchmal eine 3rd Barrel am River. Und im unraised Pot natürlich die HU-Bluffbet, ganz selten auch mal 3h.

      Aber Purebluffs ala cr/3bet Flop, Turn, River mache nie. Ganz selten mal cr Flop. Das wars dann aber auch.

      Spiele momentan noch 1/2, habe aber vor demnächst auf 2/4 aufzusteigen (Stars). Und eventuell wird das dann zum Problem, wenn ich nicht gegenmoven kann.

      Wird diese kaum vorhandene Blufffrequency ab 2/4 schon zum Problem für mich?


      Manchmal habe ich echt das Gefühl, daß die Gegner nur noch rummoven und ich ohne Gegenbluffs verloren bin...bzw. zu wenig bessere Hände postflop zum Folden bekomme.
  • 8 Antworten
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Ab und zu gegen tighte Regs auf trockenden Boards mal einen Purebluff c/raise einbauen, sollte eigentlich ausreichen um nicht all zu predictable zu werden. Sonstige fancy plays kann man sich eigentlich sparen, solange die Games halbwegs loose und der Rake hoch sind. Auf 2/4 kommt ein überwiegender Anteil deiner Winrate noch von Stations und sehr schlechten LAGs.

      Wenn du auf dem Limit keine loosen Tische findest, guck dir in der Zeit lieber ein Video an oder bewerte Hände. :)
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Im Grunde gibt es zwei Dinge dazu zu sagen. Je nachdem, ob du diese bejahst, beantwortest du dir zugleich deine Frage. Folgende zwei Punkte sprechen für einen bluff:

      1) Der bluff ist für sich bereits isoliert betrachtet maxEV (!= +EV !), d.h. im Wesentlichen sind die bluff-Kosten in Relation zur Fold-Wahrscheinlichkeit des Gegners besonders günstig.

      2) Der bluff ist notwendig für longterm-maxEV (shortterm-EV = -EV möglich !), d.h. im Wesentlichen aus balancing-Gründen.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Also ich habs damit auf 5/10 geschafft. :D
      Du bluffst ja schon ab und zu. Besonders in geeigneten Spots. Die "großen" Bluffs sind oft unnütz und wenn, dann sollte man einen großen Bluff (cr oder 3bet Turn) dann starten, wenn man den 15 Outer aufgabelt. Pure Bluffs sind da oft burning money. Ich glaube bis 5/10 hab ich zB nie den River gebluffraist.

      Irgendwann probiert man dann halt mal die Bluffs aus und vor allem gibts dann auch langsam mal mehr tighte/thinking Regulars, die zwar aggressiv sind, aber auch mal folden können. Also solche Gegner, gegen die man durchaus mal bluffen möchte und gegen die man anfängt sich um Balancing und die eigene Range/Lines zu sorgen. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man sich vor 5/10 sehr genau überlegen, ob man dem Gegner genug Credit geben kann damit solche Moves klappen.
    • Shironimo
      Shironimo
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 3.158
      Ich werde also nicht exploitet, wenn ich keine 3-bet Pure Bluffs am Flop gg jemanden mache, der mich als AGR öfter mal IP raist?
      Fühle mich da immer zu angreifbar. Wenn ich nur ne Craphands habe, kann ich halt nur folden bzw. den Turn peelen und dann folden.

      Und muss man jemanden mit WTS <35 nicht zu Tode bluffen? Wie macht man das am besten? raise Flop IP? cFrT als Pure Bluff. cr alle guten Flops?
      cr viele Turn bei hohem Turncontibet? Raise scary River?

      Ich tue mir schon schwer, gute Bluffchancen zu erkennen. Aus Unsicherheit darüber habe ich dann Schiss und lass es dann meistens sein, weil ich keine Moneyburnmoves machen will.

      Naja, ist im Endeffekt ne Readingsache, umso besser mal readen kann, umso leichter erkennt man diese Bluffspots. Und genau da liegt der Hund bei mir begraben.

      Offtopic:
      Kann man auf 2/4 mit solidem ABC-Poker, ohne spezielle Reads auf die Gegner zu haben (außer Stats) noch gut Gewinn machen (also min. 1BB/100)? Ich denke spätestens ab 5/10 wird ohne gute Readingskills zum loosing Player...
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.330
      Original von kombi
      Also ich habs damit auf 5/10 geschafft. :D
      Du bluffst ja schon ab und zu. Besonders in geeigneten Spots. Die "großen" Bluffs sind oft unnütz und wenn, dann sollte man einen großen Bluff (cr oder 3bet Turn) dann starten, wenn man den 15 Outer aufgabelt. Pure Bluffs sind da oft burning money. Ich glaube bis 5/10 hab ich zB nie den River gebluffraist.

      Irgendwann probiert man dann halt mal die Bluffs aus und vor allem gibts dann auch langsam mal mehr tighte/thinking Regulars, die zwar aggressiv sind, aber auch mal folden können. Also solche Gegner, gegen die man durchaus mal bluffen möchte und gegen die man anfängt sich um Balancing und die eigene Range/Lines zu sorgen. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man sich vor 5/10 sehr genau überlegen, ob man dem Gegner genug Credit geben kann damit solche Moves klappen.
      #2
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Naja, was ich bei mir z.B. bemerke ist das man einfach mit der Zeit ausprobiert und man dann einfach selbst erkennt wann man Erfolg hat und wann nicht.

      Was auch hilft ist darauf zu achten, wenn man selbst eine Made Hand hat aber der Gegner plötzlich unerwartet foldet. Dann hält man eben demnächst in dieser Situation einen Bluff :) .
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.433
      ich denke bis in die midstakes rein gibts genug spieler wo du auch mit ner no pure bluff strategie gut fährst. Semibluffs sollten allerdings schon gemacht werden, d.h. wenn du schon auf complete bluffs verzichtest solltest fast jeden FD, OESD Gutshot r oder c/r. Wenn Du den Eindruck hast andere bluffen dich ständig weg, dann calle einfach mehr runter, aber dabei wichtig nicht nur mediocre hände (A high) sondern auch starke hände for bluff induce zwecks balancing. Gegen WTS 35 gegner natürlich bluffen und ständig attackieren, aber bei gegenwehr die über das normale aggressionpotential des spielers hinausgeht folden, außer du merkst dass er on tilt gerät, was gerade bei solchen übertighten spielern dann doch hin und wieder mal passiert.
    • mcme84
      mcme84
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 760
      Benutze mal Pokerazor oder so und guck dir mal an, unter welchen Annahmen welche Spots zum bluffen geeignet sind. Das wird deinem Spiel sicher mehr helfen, als sich davor zu verschliessen.

      Nur weils nicht notwendig ist, solltest du nicht im vorhinein drauf verzichten..