Korrelation bei handanalyse

    • TreterPeter
      TreterPeter
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2007 Beiträge: 3.540
      hi,

      also in bestimmten situationen raise ich bis zu 100% meiner range preflop (bsp SB vs sehr tighten BB). wenn ich mich jetzt bei der analyse frage ob das sinnvoll ist/bis jetzt war, dann habe ich mir bis jetzt nur die crap hände angesehen (sagen wir die schlechtesten 70%) und wenn die gewonnen hatten, dann war das schonmal gut.

      also korrelation zu diesem agro image, sagt man natürlich sofort, dass man dann zusätzlich mit seinen monstern gut/besser ausbezahlt wird, als normal (was dann natürlich nochmal ein plus in der summe wäre)

      die frage kommt auf welches geld ich mit mittleren händen verliere, weil ich oop in nen marginalen spot komme, oder halt zu tight folde.

      bspw halte ich im SB AJ-AT/77-99 raise firstin und bekomme ne 3bet im vergleich zu meiner range sind das monster, ich muss mich dann halt immer fragen ob ich die nit jetzt genug genervt habe, und er irgend nen scheiß macht oder ob er halt nun endlich die ersehnten aces gegen mich bekommen hat.

      das selbe gilt natürlich auch für die einfachen raist pots in so ner situation.

      die fragen lauten nun:

      1. seht ihr das überhaupt auch so, oder meint ihr looses play würde im großen und ganzen auch für die mittelstarken hände einen positiven nebeneffekt beinhalten.

      2. welche reads helfen euch zu differenzieren ob villain nun seine range gegen mich adaptet hat oder nicht.
  • 4 Antworten
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      1. Wo ist da die Frage? Wenn Dein Gegner gegen deine SB raises 80% foldet ist der Raise mit any2 profitabel, selbst wenn wir postflop nur c/f spielen. Wenn er adaptet müssen wir halt auch adapten, wenn nicht stealen wir einfach fröhlich weiter.

      2. showdown hands, reaktion auf 4-bets, 3-betting frequency
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      zu 1 : Gerade Gegner die zu Tight sind fangen glaube ich eher damit an mehr zu callen anstatt dann loose zu 3betten, und wenn irgendwann in seine callingrange A8 A7 etc. reingeht ist das für mittelstarke Hände wie AJ/AT 77-99 tendenziell ein Vorteil,
      wenn er hingegen wirklich looser 3bettet geb ich ihm wohl erstmal noch die Tighte Range und fange vermutlich default nach ner 2ten 3bet an bissl umzustellen.
    • Madzger
      Madzger
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2005 Beiträge: 915
      Original von Thorsten77
      1. Wo ist da die Frage? Wenn Dein Gegner gegen deine SB raises 80% foldet ist der Raise mit any2 profitabel
      er meint, dass sich der EV von mittelstarken händen verringern könnte, dadurch dass der gegner adapted, wenn wir 100% open raisen .. dann wird er eben nicht mehr 80% folden

      einfaches beispiel: wir haben nur 2 BB stack im SB und der gegner foldet als default strategie alles und behält dies auch bei, wenn wir 50% unserer hände pushen .. wenn wir aber mehr pushen, adaptet er und callt alles
      wenn wir 50% pushen, haben wir nen EV von 0,75 BB, wenn wir 100% pushen und er 100% callt, haben wir nen EV von 0,5 BB

      wir verschlechtern uns also, obwohl wir jede hand gg die ursprüngliche strategie des gegners mit max ev spielen
      wenn der gegner also eine extreme schwäche hat, kann es durchaus sein, dass man mit einer suboptimalen strategie gg diese schwache strategie einen höheren ev hat als wenn man ihn mit einer noch besseren strategie dazu bringt zu adapten, selbst wenn man nach dem adapten des gegners selbst wieder perfekt adaptet, da die neue strategie des gegners einfach besser sein kann .. theoretisch könnte sie ja auch unexploitable sein

      die situation, die op hier angesprochen hat, könnte durchaus ein beispiel dafür sein .. das kommt natürlich auf den gegner an


      ein anderes beispiel ist es, wenn gegner oop auf 3bets fast alles folden .. man könnte dann zunächst any2 3betten, worauf sie aber sicherlich irgendwann adapten werden .. ob ihre neue strategie dann gut ist oder nicht hängt natürlich auch wieder vom gegner ab
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.460
      Ein tighter BB, der zuviel wegfoldet adaptet nicht genug, als dass es immernoch viel zu profitabel ist, eine sehr weite Range zu openraisen, auch wenn wir mit mittelstarken Händen + Crap in Relation öfter weggefoldet werden, sodass es sich insgesamt mehr lohnt, als dass es sich nicht lohnt.


      Im HU kann es gut sein, von der 100 % openstrategie abzuweichen, selbst wenn es profitabel ist, weil es bei Villain irgendwann Klick macht, wenn er merkt, dass wir nie folden.

      Den Klickeffekt sehe ich 6max bei Multitablern zwar auch, aber viel viel geringer.